Sebastian Mallaby Mehr Geld als Gott

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Inhaltsangabe zu „Mehr Geld als Gott“ von Sebastian Mallaby

Reiche, mächtige und womöglich gefährliche Hedgefonds-Magnaten sind die Stars
des Kapitalismus im 21. Jahrhundert. Ihre Wochenendpaläste sind Futter für die
Fotografen von Vanity Fair, und die Möglichkeit, sie könnten ein Chaos auslösen,
beschäftigte die Aufsichtsbehörden schon vor dem jüngsten Zusammenbruch
der Finanzmärkte. Auf der Grundlage des einzigartigen Wissens des angesehenen
Finanzautors Sebastian Mallaby über diese Branche sowie von 300 Stunden Interviews
und ungezählten internen Dokumenten erzählt Mehr Geld als Gott die
Geschichte der Hedgefonds von den Anfängen in den 1960er- und 1970er-Jahren
über die explosiven Schlachten mit den Zentralbanken in den 1980er- und 1990er-
Jahren bis zu ihrer Rolle in der Finanzkrise von 2007 bis 2009.
Das erste maßgebliche Buch über die Geschichte der Hedgefonds – von den rebellischen
Anfängen bis zu ihrer Rolle bei der Definition des zukünftigen Finanzwesens.

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  • Die wahren Hedgefonds sind die Großbanken

    Mehr Geld als Gott

    R_Manthey

    01. July 2015 um 15:14

    Ein wenig irreführend ist der Titel dieses Werkes schon. Nicht nur Gott mit Geld zu verbinden, irritiert etwas, auch die suggerierte Kritik an Allmachtsphantasien von Hedgefonds findet man in diesem Buch nicht. Vielmehr legt der Autor eine wohlwollende Geschichte der Hedgefonds vor, die sich an den Großen der Zunft orientiert. Während er der Zeitlinie folgt und dabei gravierende Ereignisse beschreibt, in die die Riesen der Branche jeweils verwickelt waren, diskutiert Mallaby in der ersten Hälfte immer wieder die Frage, ob man die Märkte überhaupt dauerhaft schlagen könne, obwohl seine Studienobjekte bis auf wenige Ausnahmen dafür gerade einen praktischen Beweis erbringen. Erst viel später kommt er zu der gelegentlich völlig überdimensionierten finanziellen Schlagkraft großer Hedgefonds und ihrer systematischen Intransparenz, die das eigentliche Problem darstellen. Zunächst erklärt Mallaby, was man sich unter einem Hedgefonds vorstellen muss. Der entscheidende Punkt dabei ist der massive Einsatz von Fremdkapital, der das Eigenkapital des Fonds in der Regel um ein Vielfaches übersteigen kann. Nicht selten setzen Hedgefonds dann die gesamte zur Verfügung stehende finanzielle Masse nur auf eine Karte. Das beste Beispiel dafür bot Soros mit seinem Quantum-Fund, als er gegen die britische Währung spekulierte, sie in die Knie zwang und dabei Milliarden gewann. Der Autor wird nicht müde, Hedgefonds und Großbanken zu vergleichen, um dabei mit Recht festzustellen, dass die Flaggschiffe des Bankenwesens oftmals eine noch höhere Quote beim Einsatz von Fremdkapital aufweisen, dabei nicht selten katastrophal scheitern, im Extremfall eine weltweite Krise auslösen und dann vom ahnungslosen Steuerzahler gerettet werden müssen. Im Gegensatz dazu fiel noch nie ein Hedgefond dem Steuerzahler auf diese Weise zur Last. Weil in Hedgefonds in der Regel auch das Geld der Gründer liegt, sind sie im Allgemeinen viel vorsichtiger und cleverer als Großbanken. Der Autor beginnt seine Reise durch die Geschichte der Hedgefonds mit Alfred Winslow Jones, der als ihr Erfinder gilt. Jedes der 16 Kapitel beschreibt immer das Wirken eines oder mehrerer Hedgefonds in einer gewissen Periode. Dabei werden die handelnden Personen, ihr relevanter Werdegang, die allgemeine Anlagestrategie und der Einfluss der Fonds auf ein ökonomisches Ereignis erläutert, ohne allerdings zu sehr ins Detail zu gehen. Obwohl der Autor dabei auch immer wieder auf die Theorie effizienter Märkte zu sprechen kommt, braucht man eigentlich die Hedgefonds nicht als Beweis um diese Theorie zu widerlegen, denn sie ist bereits als solche nicht schlüssig. Märkte basieren auf Rückkopplungen, weil sie nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage funktionieren. Entsprechende Modelle müssen deshalb zwangsläufig nichtlinear sein. Doch die Theorie effizienter Märkte ist eine klassisch lineare Lehre, die auf wirklichkeitsfremden Annahmen beruht, die nur deshalb gemacht wurden, um überhaupt zu einer quantifizierbaren Theorie zu gelangen. Leider vergessen Wirtschaftswissenschaftler diese Voraussetzungen dann sehr schnell, halten ihre Theorie für die Realität und schließen danach messerscharf, dass man den Markt nicht schlagen kann, weil das ihre Theorie ausschließt. Warren Buffett hat diesen Unfug treffend widerlegt. Seine Argumente kann man in diesem Buch nachlesen. Der Autor beschäftigt sich nach Jones mit folgenden Hedgefond-Gründern oder entscheidenden Händlern: Michael Steinhardt, F. Helmut Weyman und Michael Marcus (beide Commodities Corporation), George Soros und Stanley Druckenmiller (Quantum), Julian Hart Robertson (Tiger Management), Paul Tudor Jones II, John Meriwether (LTCM), Bruce Kovner, Louis Bacon (beide entstammen der Commotities Corporation und werden nur am Rande behandelt), David Swensen (Yale-Stiftung), Tom Steyers (Farallon Capital Management), Jim Simons, David Shaw, Jim Chanos, David Einhorn, Ken Griffins (Citadel). Einige dieser Herren kommen mit ihren Fonds in mehreren Kapiteln vor, weil sie an bestimmten Ereignissen in der Finanzwelt gemeinsam beteiligt waren. Je weiter man auf der Zeitachse voranschreitet, umso technischer wird der Handel von Hedgefonds. Insbesondere Simons und Shaw zeigten, dass man mit mathematischen Fähigkeiten und Theorien auch einen Hedgefond zum Erfolg führen kann. Das recht spannend geschriebene Buch liest sich für an Trading oder großen Spekulanten Interessierte gut. Der Autor besitzt jedoch viele zusätzliche Informationen, die er nicht in den laufenden Text einfügen konnte ohne sich zu verzetteln. Deswegen arbeitet er mit unzähligen Anmerkungen, die - wenn man ständig ans Ende des Buches blättern muss - den Lesefluss manchmal doch stören. Am Ende seines Textes stellt der Autor noch einmal die relative Ungefährlichkeit von Hedgefonds und ihr ausgleichendes Wirken an den Finanzmärkten heraus. In der Tat haben die Großbanken, als sie die Finanzkrise erzeugten, mit wesentlich höherem Fremdkapitaleinsatz gearbeitet und sich auf Märkten bewegt, die sie ganz offensichtlich nicht verstanden. Es waren übrigens Hedgefondmanager, die den damaligen deutschen Finanzminister frühzeitig vor der sich anbahnenden Hypothekenkrise in den USA warnten. Doch der wollte davon nichts wissen, weil er sich gerade auf die Hedgefonds als böse Buben eingeschossen hatte. Mallaby empfiehlt eine Regulierung von Hedgefonds, falls diese eine kritische Größe erreicht haben. Das wird durch die LTCM-Krise gedeckt, denn dieser Fonds ist nicht an seinen Methoden oder einem plötzlich auftretenden Ereignis gescheitert, wie gerne behauptet wird, sondern an seiner schieren Größe und der Gier seiner Geldgeber. Denn sein Fremdkapital erhielt LTCM fast zinslos von Großbanken, die dafür eine Gewinnbeteiligung erwarben. Ganz nebenbei wäre eine solche Regulierung, wenn sie auf Banken übertragen werden würde, auch ein Mittel, um die Menschheit vor dem Irrsinn der Großinstitute zu schützen. Wer zu groß zum Sterben ist, muss, damit die Marktwirtschaft wieder zur Geltung kommt, einfach geschrumpft werden. Passiert ist jedoch genau das Gegenteil. Fazit. Ein sehr interessantes, aufschlussreiches und informatives Buch, auch dann, wenn man nicht immer mit dem Autor einer Meinung sein muss. Der Text ist gut geschrieben und somit auch für den interessierten Laien verständlich. Manches erinnert an Schwagers Magier der Märkte, auch wenn hier die Leitlinie ganz anders ist. Einzig die vielen Anmerkungen, die zu einem ständigen Umblättern führen, sind etwas störend, obwohl auch in ihnen viel zusätzliche Information enthalten ist.

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