Sebastian Polmans Junge

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Inhaltsangabe zu „Junge“ von Sebastian Polmans

Jürgen-Ponto-Preis für das beste Debüt 2011

Hoch oben auf dem Feuerwachturm eines Militärstützpunktes steht ein Junge und beobachtet, wie die Sonne lichte Tupfer auf die Landschaft wirft; im Hintergrund das leichte Sirren eines alten Kofferradios. Die Ruhe aber ist nur von kurzer Dauer, denn etwas im Jungen gerät aus den Fugen. In seinen Ohren saust es, sein Herz rast. Die Dinge zeigen sich überkonturiert.

Unten im Ort, der wie ein Niemandsland zwischen den Grenzen liegt, herrscht triste Normalität. Die Menschen gehen in die Kirche und prozessieren stolz beim Schützenfest. Von den Dingen, die um sie herum passieren, nehmen sie kaum Notiz. Den Jungen aber treiben Schwindelschübe hinein in einen Zitterzustand. Er sieht Kinder, bewaffnet mit Gewehren, Totempfähle, Asylanten, die wartend in ihren Baracken kauern. Er begreift, daß er anders ist, und schöpft daraus neuen Mut. Fortan begegnet er der Welt mit einem verängstigten Staunen, in der Hoffnung, daß sie mehr bereithält, als der schnelle Blick erhaschen kann. Die Enge des Dorfes schnürt ihm zunehmend die Luft ab. In einer Nacht, in der die Bilder rauschen, plant er sein Fortgehen.

Das Wagnis, zu schauen, was möglich ist: ein Debüt, das funkelt, flirrt und fiebert.

ich habe das buch leider nicht beendet. zu eigenwillig, zu abgedreht die erzählweise. mich konnte der autor nicht erreichen. schade.

— giulianna

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  • Rezension zu "Junge" von Sebastian Polmans

    Junge

    lisaisabella

    24. January 2013 um 16:17

    Sebastian Polmans beschreibt in seinem ersten Roman "Junge" 3 Tage im Leben eines Jungens, welcher in der Tristesse eines Dorfes an der Deutsch-Niederländischen Grenze lebt. Getrieben von Schwindelanfällen sieht er mehr als die restlichen Bewohner des Dorfes und begegnet der Welt mit einer weit größeren Offenheit. Als ihm bewusst wird, dass er anders als der Rest ist, plant er seine Flucht aus dem eintönigen Leben im Dorf. Ich habe noch nie ein so distanziertes und gleichzeitig eindringliches Buch gelesen. Dadurch, dass der Leser weder Namen noch Alter des Jungen erfährt, bekommt er das ganze Buch über eine sehr distanzierte Einstellung zur Geschichte. Die genaue Beobachtungsgabe des Erzählers jedoch, lässt den Leser jeden Eindruck und jede Empfindung des Jungen spüren. Man gerät regelrecht in einen Schwindelzustand und durchlebt die 3 Tage des Jungen als wären es seine eigenen. Und doch lässt einen die distanzierte Stimmung nie so recht los. Durch genau diese Mischung erzeugt Sebastian Polmans einen großen Reiz. Beim Auslesen des Buches war ich so aufgewühlt, dass ich einen Tag brauchte, um meine Gedanken wieder zu ordnen. Genau wie der Junge im Roman, war ich überwältigt von all den Eindrücken. Leider blieb ausser der ersten Verwirrung nicht viel vom Buch über. Es ist kein Buch, welches das Leben prägt und kleine Spuren hinterlässt. Wer also auf lebensprägende Literatur steht, braucht dieses Buch nicht lesen. Der Zustand des eindringlichen Erlebens beim Lesen allerdings hat etwas wundervolles.

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  • Rezension zu "Junge" von Sebastian Polmans

    Junge

    damentennis

    23. January 2012 um 21:33

    es ist alles ganz egal in dem buch, das der autor geschrieben hat. er hat das gut geschrieben, diese geschichte, da kann man gar nicht meckern. das buch nervt nicht, gar nicht, es ist auch schön kurz und also schon ausgelesen, bevor es nerven könnte. aber es ist sehr egal, jetzt steht das egale buch im bücherregal, das man auch bücheregal nennen könnte, auch weil es den büchern ja egal ist, wo sie stehen. dieses buch steht in der mitte, immer, egal in welcher mitte, weil er gar nicht extrem ist, man kann da nicht meckern, was ich schon schrieb, aber man muss da auch nichts loben, weil das buch ja so ein egales wesen hat. man kann das buch vielleicht als kunst sehen, dann darf man ja immer alles sagen und loben und meinen und das buch aus der mitte rücken, aber das ist mir schon zu anstrengend für das buch (ich schreibe immer "das buch", wie der autor immer "der junge" schreibt, weil das auch so eine völlig egale rezension ist), das würde zu viel aufregung bedeuten, und aufregung gibt es auch ohne das buch schon genug. insofern ist es gut, das buch. andererseits ist das aber auch wieder nur egal.

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