Sebastian Schaefer

 4.3 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Der letzte Kolonist, Hand am Hort und weiteren Büchern.
Autorenbild von Sebastian Schaefer (©privat)

Lebenslauf von Sebastian Schaefer

Sebastian Schaefer wurde im Sommer 1977 in Münster geboren. Er ist verheiratet, Volljurist, Schriftsteller und Abenteurer und lebt seit jeher in der Stadt Essen. Er liebt seine Frau und sein Heim, die See und das Erzählen von Geschichten. Im Literarischen hat er sich mit Gedichten, Kurzgeschichten und Romanen insbesondere im Sciencefiction- und Fantasybereich umgetan.

Veröffentlichungen:

  • Der letzte Kolonist - Eridanus Verlag (2018)
  • Hand am Hort  - Fantasy Productions / Pabel Moewig Verlag (2003)
  • Das Bronzetor - Neuauflage von Hand am Hort im Heyne Verlag (2008)

Botschaft an meine Leser

Wie ich zuletzt in einem Interview mit dem Eridanus Verlag sagte: "Vieles kann man vielleicht zwischen zwei einfache, noch ein wenig zu ergänzende Fragen fassen: „Ist es nicht einfach wundervoll, dass…?“ und „Wäre es nicht wirklich schön, wenn…?“

Aber es gibt bestimmt noch mehr zu fragen oder zu sagen, liebe Leserinnen und Leser. Ich würde mich freuen.

Neue Bücher

G.O.T.T.

Erscheint am 12.03.2020 als Buch bei Eridanus Verlag.

Alle Bücher von Sebastian Schaefer

Cover des Buches Der letzte Kolonist (ISBN:9783946348191)

Der letzte Kolonist

 (3)
Erschienen am 01.12.2018
Cover des Buches Hand am Hort (ISBN:9783890645834)

Hand am Hort

 (1)
Erschienen am 01.04.2003
Cover des Buches G.O.T.T. (ISBN:9783946348252)

G.O.T.T.

 (0)
Erscheint am 12.03.2020
Cover des Buches Das Bronzetor (ISBN:9783453522626)

Das Bronzetor

 (0)
Erschienen am 05.05.2008

Neue Rezensionen zu Sebastian Schaefer

Neu

Rezension zu "Der letzte Kolonist" von Sebastian Schaefer

Ein gehaltvoller Roman, der seinesgleichen sucht.
buchlilievor 2 Monaten

Cover:

Die Fenster im Hintergrund gestatten einen Blick hinaus auf die funkelnde Schönheit des Alls, die durch eine lichterlohe Explosion, welche durch den Angriff auf ein Weltenschiff entsteht, auf paradoxe Weise noch verstärkt wird. Vordergründig ist links die unbedeckte Wju zu erkennen, das kleine, neugierige Gepp in ihrer Hand haltend. Allein das ungewöhnliche Erscheinungsbild dieser Hauptcharaktere dürfte die Neugier potenzieller Leser wecken, zumal sie in ihrer bläulich-violetten Farbgebung sehr ästhetisch daherkommen. Die gezeigte Szene fängt darüber hinaus einen Schlüsselmoment der Geschichte ein. Daher ist das Cover als Ganzes mehr als gelungen.


Meine Meinung:

„Wenn man einen Stein in einen See wirft, dann zieht er weit ausufernde Kreise. Dabei macht man sich keine Gedanken darüber, ob es das Wasser schmerzt, wenn man es trifft, oder ob der Stein ertrinken könnte.“ (Der letzte Kolonist, Pos. 1489)

„Der letzte Kolonist“ von Sebastian Schäfer ist eines dieser fulminanten Science-Fiction-Epen, die ihresgleichen suchen. Weil sie nicht bloß unterhalten, sondern ihre Leser herausfordern, Tiefgründigkeit und Fantasie neu definieren und zur vertiefenden Lektüre anregen. Selten habe ich eine solch gehaltvolle, geistreiche Geschichte gelesen wie diese!

Wer sich darauf einlässt, sollte sich ihrer Komplexität jedoch bewusst sein. Sowohl mehrere, vermeintlich voneinander unabhängige Perspektiven als auch eine höchst poetische Erzählweise beanspruchen die eigene Konzentration. Deshalb ist Zeit etwas, das man sich hierfür definitiv nehmen sollte. Womöglich widmet man sich dem Roman sogar – so wie ich – etappenweise. Angesichts der Hektik, die unseren Alltag zumeist bestimmt, ist das jedoch eine angenehme Art der Entschleunigung. Zudem werden die eigenen Bemühungen aufs Herrlichste belohnt! Je tiefer man in diese Geschichte eintaucht, desto eher enthüllt sie ihr buntes Spektrum an Themen.

Während die Völker der Zukunft nämlich in den Weiten des Alls ihre Konflikte miteinander austragen, erfüllen sieben außergewöhnliche Helden ihr jeweiliges Schicksal. Der Zusammenhang ihrer Biografien erschließt sich dabei sukzessiv. Das obige Zitat beinhaltet meiner Meinung nach die Quintessenz der Handlung: Dass unsere Taten stets Folgen haben, sowohl für uns als auch für andere – etwas, dessen wir uns viel bewusster sein sollten. Der merkliche Fantasy-Anteil verleiht den Settings und Charakteren indessen etwas Mystisches. Insbesondere die Wju, eine schwarzhäutige Göttin, das neugierige Gepp mit besonderen Fähigkeiten und der Unicorner Topite wissen zu gefallen. Gemeinsam mit ihnen dieses originelle, spannungsgeladene Spektakel zu erleben und zugleich fremde Zivilisationen kennenzulernen, war mir insgesamt ein bittersüßes Vergnügen.


Fazit:

„Der letzte Kolonist“ ist ein famoser Science-Fiction-Roman, der seine Leser auf positive Weise herausfordert und zutiefst bewegt! Ich vergebe fünf Sterne.


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Rezension zu "Der letzte Kolonist" von Sebastian Schaefer

Sebastian Schaefer – Der letzte Kolonist
einz1975vor 4 Monaten

Vielleicht kann man Science-Fiction nicht immer in einem Satz erklären und vielleicht lag dies auch in der Grundidee von Sebastian Schaefer beim Schreiben dieses Buches. Alles fängt wie in einer Tierdoku an. Ein fremder Planet, irgendwo da Draußen und schon auf den ersten Seiten merkt man, dass der Autor weit mehr als nur eine einfache Erzählung präsentieren will. Konzentrierte Beschreibungen sollen den Leser dazu verführen, seine Fantasie zu beflügeln. Danach folgt die Story des anfangs etwas einfältig scheinenden Ben Kramer. Seine Aufgabe besteht darin täglich unendliche Zahlenkolonnen einzutippen, in einer sehr kontrollierten und überwachten Regierung. Seine Gedanken und sein Handeln sollen aber im Lauf des Buches noch um einiges erweitert werden.

Indessen erfahren wir ebenfalls, dass es mehr als einen Krieg zu geben scheint. Hier ein Volk was sich bekämpft und manche kommen extra aus der der Metawelt zurück, um gegen etwas zu kämpfen, was es eigentlich nicht mehr geben sollte. Risse im Raum haben sich gebildet und das alles nur, weil ein kleines Tierchen die Zeit manipulieren kann. Dann kommt ein Weltenschiff auf uns zu und zu guter Letzt greift auch noch die Düsternis in dieses Universum um sich und verschlingt alles, was die Existenz je hervorgebracht hat. Das Gepp, dass mysteriöse Zeit-Nagetier, spielt dabei zwar nicht immer die tragende Rolle, vielmehr sind es unsterbliche Wesen, welche die Menschheit haben untergehen sehen und das schon vor vielen tausend Jahren.

Nicht verwunderlich das Schaefer dieses Thema wieder aufgreift und dabei einen Kampf nach dem anderen aufkeimen lässt. Neben Vertrauen geht es auch um die Erfüllung des Schicksals, welches definitiv umgesetzt werden muss. Nach und nach kommen die Charaktere auch zusammen. In unterschiedlichen Zeiten und zum Teil auf wundersamen Wesen. Fliegendes Licht durch Raum und Zeit oder totgeglaubte Zivilisationen atmen wieder durch. Dennoch bleibt die Frage, warum der Autor die Geschichte derartig in Fraktale zersetzt hat. Anfänglich zerren alle Figuren einzeln an dem Leser. Jeder will sich als wichtig genug erweisen und drängt sich in den Mittelpunkt. Für meinen Geschmack wird man jedoch viel zu spät auf den eigentlichen Kern gestoßen.

Hinzu kommen seltsame Eigennamen und auch manch Metapher ist vielleicht etwas zu viel gesetzt. Mir haben zeitweise etwas die Dialoge gefehlt und die im Endeffekt hätte man auch einige der Figuren weglassen können und die Geschichte hätte dennoch ihr Ziel gefunden. Durch die unterschiedlichen Zeiten kommt man als Leser manchmal nicht richtig mit und muss sich immer wieder erst in die jeweilige Zeit zurückdenken, hier wäre eine klarere Aufteilung der Kapitel einfacher gewesen. Am Stück liest sich die Geschichte dezent schleppend, hat aber dank einiger wirklich schöner Bilder, viel an Fantasie-Potential, welches durchzuscheinen vermag.

Fazit:
Der letzte Kolonist von Sebastian Schaefer hinterlässt beim Lesen einen halluzinatorischer Sci-Fi-Rausch. Nicht mit der üblichen Struktur geschrieben, den Zeiten ihren Lauf gelassen und metaphorisch kräftig mit der Literatur gespielt, bricht der Autor mit Konventionen. Bedauerlicherweise gehen einige schöne Einfälle durch zu viele Textideen unter. Wer allerdings eine echt harte Nuss in Sachen Science-Fiction sucht und nicht eine normale Geschichte lesen mag, findet hier seine Herausforderung... 

Matthias Göbel

Autor: Sebastian Schaefer
Taschenbuch: 414 Seiten
Verlag: Eridanus Verlag
Erscheinungsdatum: 01.08.2018
ISBN: 9783946348191

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Rezension zu "Der letzte Kolonist" von Sebastian Schaefer

Außergewöhnliches SF-Spektakel
An-Afternoon-in-Utopiavor 9 Monaten

"Ich habe selbst meine Geheimnisse. Es gibt keinen Grund, dich zu verraten."
Die Wju hob ihre anmutigen Schultern: "Hat es dafür jemals eines Grundes bedurft?"
(S. 119)

Klappentext

»Kleiner, hättest du Lust, einmal in deinem Leben etwas wirklich Großes zu tun? Dann komm mit mir!«

Der Alltag von Ben Kramer besteht seit jeher aus dem Eintippen komplexer Zahlenabfolgen in einen klobigen Nummernblock. Nur durch Zufall entdeckt der Kolonist, dass sich hinter dieser Aufgabe eine schreckliche Wahrheit verbirgt – mit unumkehrbaren Folgen für alle! Ungerührt davon tragen andernorts die Völker der Galaxien weiter ihre zerstörerischen Konflikte aus.

Zeitgleich breitet sich eine unheilvolle „Düsternis“ im Universum aus, die die Existenz allen Lebens bedroht. Doch die finstere Kraft richtet nicht nur Chaos an. Ihr Wirken führt auch sieben in jeglicher Hinsicht vollkommen verschiedene Charaktere zueinander. Sie alle stellen sich ihren Herausforderungen, nur um irgendwann festzustellen, dass ihre Rolle in diesem Abenteuer schon längst vorbestimmt ist. Und was, wenn nicht das Gepp, dieses mysteriöse Nagetier mit seinen so einzigartigen Fähigkeiten, stünde bereit, auch die letzten losen Schicksalsfäden aufzunehmen und zu verknüpfen?

Sebastian Schaefers Sciencefiction-Spektakel fesselt mit furiosen Raumschlachten, fremdartigen Technologien, einer schillernden Weltenvielfalt und ungewöhnlichen Helden, die zur Rettung des Universums über sich hinauswachsen.

Meine Meinung

Ein schöner Satz, um in einer Rezension ein gelungenes Buch zu charakterisieren, ist der, dass man es in einem Rutsch durchgelesen hat und bis zum Schluss nicht aus der Hand legen konnte. "Der letzte Kolonist" ist jedoch ein Werk, das ich etappenweise las. Dieser Umstand stellt keine Abwertung dar - ganz im Gegenteil – und ist bedingt durch die Komplexität, mit der Sebastian Schaefer seine Geschichte erzählt.

"Der letzte Kolonist" ist ein Epos, das nicht nur durch ein detailliert ausgearbeitetes Universum punktet, sondern seine Geschichte in mehreren parallel laufenden Handlungssträngen erzählt. Es steht nicht ein Charakter im Fokus, sondern ein Figurenensemble, deren Schicksal es ist, zu einer bestimmten Zeit an bestimmten Orten zu sein und in das Geschehen hineingezogen zu werden. Neun Hauptcharaktere, die bis in das letzte Drittel des Romans hinein, in mindestens fünf Handlungssträngen beleuchtet werden, erfordern die Konzentration des Lesers. Doch es ist auch das, was diesen Roman spannend hält.

Wie hängen diese Figuren aus den verschiedensten Winkeln der Galaxis zusammen? Welche Auswirkungen hat es, wenn bestimmte davon aufeinander treffen? Wo führt das Ganze hin? Und warum gibt Ben Kramer in einer hochtechnisierten Welt Nummern in einen klobigen Zahlenblock?

Ähnlich detailverliebt wie der Autor in seiner Geschichte vorging, gestaltet sich auch sein Schreib- und Erzählstil. Schaefer setzt nicht auf knallige Action oder markige Dialoge, sondern fokussiert sich auf die Perspektive seiner jeweiligen Figuren und ihren Hintergründen. Das Ganze ist dabei glücklicherweise nicht langweilig geraten, sondern in eleganten Sätzen gehalten, die zudem auch durch einen trockenen Humor begeistern.

"Natürlich hätte auch nichts von alledem einen Sinn ergeben, da sich Techler auf jedem dieser Gebiete als resistent erwiesen hätte. Allerdings hätte man sich weiter mit ihm beschäftigt und ihn nicht weggeschlossen, um anschließend die Zellenschlüssel in einem Schmelzofen zwischenzulagern. Der Kultist wollte die gerechte Chance, die er anderen selbstverständlich verweigert hätte, da zwar das Fleisch seines Gehirns, nicht jedoch sein Verstand vor gut und gerne 20 Dekaden das Zeitliche gesegnet hatte". (S. 300/301)

"Der letzte Kolonist" wird sicher nicht jeden Leser erreichen, doch wer die Bereitschaft aufbringt, sich auf ein nicht alltägliches Werk einzulassen, wird mehr als belohnt. Sebastian Schaefer hat mit seinem Roman eine beeindruckende Geschichte mit interessanten Charakteren in einem faszinierenden Universum geschaffen. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Ausflug in diese Welt(en).

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