Sebastian Schlösser »Lieber Matz, Dein Papa hat 'ne Meise«

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Inhaltsangabe zu „»Lieber Matz, Dein Papa hat 'ne Meise«“ von Sebastian Schlösser

Er gilt als Shooting Star. Mit gerade mal 27 wird er Theaterregisseur am Hamburger Schauspielhaus. Doch der Höhenflug endet abrupt: Sebastian Schlösser leidet an einer bipolaren Störung. In den manischen Phasen ist er größenwahnsinnig, arbeitet Tag und Nacht und ist durch nichts zu bremsen. In den depressiven Phasen ist er so in sich gefangen, dass er nichts mehr fühlt und an Selbstmord denkt. Schließlich bricht er zusammen und erkennt: So kann es nicht weitergehen. Was mit einem Menschen passiert, der in die „Irrenanstalt“ eingeliefert wird; was es bedeutet, psychisch krank zu sein; und wie schwierig es ist, seine „Meise“ zu bezwingen – das alles beschreibt Schlösser auf wunderbare Weise seinem kleinen Sohn.

einerseits sehr berührend und mutig, andererseits etwas zu offen und ehrlich - manche Dinge sollte der Sohn vielleicht nicht so genau wissen

— Saari

Meiner Meinung nach ein sehr mutiges Buch - und dabei auch noch überaus interessant.

— saia

In meinem Tauschregal zu finden. Auch als Geschenk geeignet, da sehr guter Zustand.

— Linda-Odd

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  • Lieber Matz, dein Papa hat 'ne Meise!

    »Lieber Matz, Dein Papa hat 'ne Meise«

    Shadowgirl

    11. December 2013 um 21:34

    Sebastian Schlösser ist Theaterregisseur. Er schwankt zwischen Höhen- und Tiefflügen. Sein Umfeld kann manches Mal nur noch den Kopf über ihn schütteln - doch niemand kann zu ihm durchdringen. Mit der Diagnose "manisch-depressiv" geht er schließlich in die Psychiatrie. In seinem Buch "Lieber Matz, dein Papa hat 'ne Meise!" erzählt er in Briefen an seinen Sohn, was er erlebt hat. Er schreibt von der Zeit seines Abiturs, als die bipolare Störung das erste Mal auftrat, von den Zeiten am Theater und der Zeit in der Psychiatrie. Seinem Sohn Matz erklärt er seine Krankheit anhand des Ausspruchs "Der hat eine Meise!". Er berichtet vom "Wolkenkuckucksheim" (der Psychiatrie), den "Meisendoktoren" und den "Meisensmarties". Anschaulich erklärt er seinem Sohn die Zeiten, in denen die "Meise" kam und in denen sie sich in eine Eule wandelte, die ihren Kopf unters Gefieder steckte. Das Hauptaugenmerk in Sebastian Schlössers Buch liegt nicht auf der Behandlung der Störung wie es in den meisten anderen Büchern über Erkrankungen ist, sondern darauf, was er erlebt hat, insbesondere während der manischen Phasen. Es wird deutlich, wie viel Kraft ihm sein Sohn gegeben hat. Das Buch liest sich angenehm und flüssig. Ich empfehle es jedem, der in einfachen Worten erfahren will, wie die bipolare Störung auf den Erkrankten wirkt.

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  • Rezension zu "»Lieber Matz, Dein Papa hat 'ne Meise«" von Sebastian Schlösser

    »Lieber Matz, Dein Papa hat 'ne Meise«

    GeschichtenAgentin

    19. February 2013 um 20:59

    Lieber Matz, die Erinnerung an Deine Geburt hat mir wieder Kraft gegeben. Ich habe ein Ziel vor Augen. Ich will mich zusammenraufen. Für Dich. Für mich. Das Erinnern hilft, meine ich. Etwas klärt sich. Ich were mir meines Weges bewusst. Der Strecke, die ich schon gerannt bin. Jetzt mache ich eine Pause und sehe mir das an. Mit Dir zusammen. Auch wenn Du nicht direkt neben mir sitzen kannst, bist Du doch immer da. Das ist seit Deiner Geburt so. So beginnt einer der Briefe Sebastian Schlössers an Matz, seinen 8-jährigen Sohn. Schreibend versucht der Vater, seine Meise und wie er in den Meisenzoo kam, zu verstehen. Schreibend klärt er seine Welt – für sich, für seine Frau und für Matz. Manisch-depressiv heißt die Meise mit Vornamen; bipolar mit Nachnamen. Ernährt hat sie sich vom Leben am Theater – vom Rausch der Premieren, von durchschafften Nächten, von durchzechten Nächten. Aber auch von der Leere zwischen den Aufträgen, von Konflikten mit Schauspielern und Schriftstellern, von nicht-funktionierenden Bühnenbildern. Bis Sebastian Schlösser die Notbremse zieht und in die Psychiatrie geht. Das ist immer ehrlich geschrieben – und sehr berührend.

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  • Rezension zu "»Lieber Matz, Dein Papa hat 'ne Meise«" von Sebastian Schlösser

    »Lieber Matz, Dein Papa hat 'ne Meise«

    Malajube

    11. March 2012 um 16:24

    Sebastian Schlösser dreht durch! Auf dem Höhepunkt seiner bisherigen Karriere gleitet ihm alles aus den Händen und die Gefühle geraten aus dem Gleichgewicht. Doch wie erklärt man seinem Sohn, dass Papa ne Meise hat? Herr Schlösser schreibt Briefe. Diese lassen den Verlauf seiner Krankheit gut erahnen, denn gerade anfangs bemerkt man an seiner Wortwahl noch die manischen Tendenzen, die in eben solch einer Phase der bipolaren Störung auftreten. Nach und nach merkt man auch Veränderung, richtung Depression - wie schwierig es ist, wieder das Gleichgewicht zu finden. Alles in allem ist das sehr beeindruckend - doch meines Erachtens nach gibt es Abzüge in der B-Note. Die Verhaltensweisen, die mit der Krankheit einhergehen, verletzen das nahe Umfeld - wenigstens in Herr Schlössers Fall. Und so finde ich das Buch zwar gut, habe aber auch ein beklemmendes Gefühl beim lesen - wie mag es erst der Familie gehen? Will man wirklich, dass die ganze Öffentlichkeit davon erfährt. Ich weiß nicht, ich hätte es nicht gewollt.

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