Sebastian Stuertz

 4 Sterne bei 138 Bewertungen
Autor*in von Das eiserne Herz des Charlie Berg, Ruslan aus Marzahn und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Sebastian Stuertz

Sebastian Stuertz, geboren 1974 und aufgewachsen am Steinhuder Meer, war jahrelang Musiker mit überschaubarem Erfolg, bevor er sich dem Schreiben widmete. Er animiert Grafiken für Film und TV und arbeitet als Dozent für Motion Design. Seit Beginn des Jahrtausends lebt er mit seiner Familie in Hamburg. Sein Debütroman von 2020, »Das eiserne Herz des Charlie Berg«, wurde mit dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet und war Finalist beim Klaus-Michael Kühne-Preis. 2021 erschien die Audio-Miniserie »Ruslan aus Marzahn«, nominiert für den Deutschen Hörbuchpreis.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Sebastian Stuertz

Cover des Buches Das eiserne Herz des Charlie Berg (ISBN: 9783442771585)

Das eiserne Herz des Charlie Berg

 (107)
Erschienen am 11.10.2021
Cover des Buches Da wo sonst das Gehirn ist (ISBN: 9783442759484)

Da wo sonst das Gehirn ist

 (11)
Erschienen am 24.08.2022
Cover des Buches Ruslan aus Marzahn (ISBN: 9783844542233)

Ruslan aus Marzahn

 (13)
Erschienen am 12.07.2021
Cover des Buches Das eiserne Herz des Charlie Berg (ISBN: 9783844537680)

Das eiserne Herz des Charlie Berg

 (5)
Erschienen am 16.03.2020
Cover des Buches Das eiserne Herz des Charlie Berg (ISBN: B084VHXHRZ)

Das eiserne Herz des Charlie Berg

 (2)
Erschienen am 13.03.2020
Cover des Buches Da wo sonst das Gehirn ist (ISBN: 9783844546521)

Da wo sonst das Gehirn ist

 (0)
Erschienen am 05.09.2022

Neue Rezensionen zu Sebastian Stuertz

Cover des Buches Da wo sonst das Gehirn ist (ISBN: 9783442759484)
lesehaeschens avatar

Rezension zu "Da wo sonst das Gehirn ist" von Sebastian Stuertz

Eine gelungene Mischung aus überdreht-tragischem Coming of Age-Roman
lesehaeschenvor 4 Monaten

Die Zusammenfassung klingt schrill, jugendlich, witzig und wild? Genauso war auch das Buch - eine wunderbar verrückte Leseerfahrung, die mich regelmäßig zum Lachen gebracht hat. Autor Sebastian Stuertz, den ich seit seinem sehr gelungenen und ebenso verrücktem Debüt fangirle, hat auch in diesem Coming of Age-Roman eine mitreißende und warmherzige Geschichte gezaubert. Man fühlt direkt mit Protagonistin Alina mit, die irgendwie eigen aber auch sehr empathisch und sympathisch ist.
Wir erleben das meiste des Buches aus ihrer Perspektive und durchleben ihren Alltag: Mit ihrer durchgeknallten, kindischen Mutter, einem zurückhaltenden Vater, Mobbing in der Schule und dem ersten Liebeskummer. In diese Geschichte schafft der Autor es noch, eine kleine Drama-Crime-Geschichte einzubauen (sogar mit Epilog, was aus den Figuren geworden ist - ich liebe sowas).
Besonders ist auch, dass es im Buch Chats inklusive Smileys gibt, was das Buch zusätzlich auflockert.
Nebenbei gelingt es dem Autor übrigens wie keinem Zweiten, die Jugendsprache und das Leben einer Jugendlichen so authentisch rüberzubringen, ohne dass es zu viel wird. Der Grad zwischen Absurd-Überzogenem hin zu Tragisch-Traurigem gelingt unglaublich gut.
Ich hoffe, ich habe bald noch das Glück, eine szenische Lesung davon mitzuerleben.
Zum Schluss noch ein lobendes Wort zu dem wunderschönen orangenen Farbschnitt und dem kreativen Cover!
Fazit: Eine Perle der deutschen Literatur. Ich empfehle jedem, Sebastians beide Bücher zu lesen, hier haben wir etwas ganz Neues und eine sehr gelungene Mischung aus mehreren Genres mit einer großen Prise Stuertz-Verrücktheit.

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Cover des Buches Da wo sonst das Gehirn ist (ISBN: 9783442759484)
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Rezension zu "Da wo sonst das Gehirn ist" von Sebastian Stuertz

Überaus leger erzählter Coming-of-Age Jugendroman
Lesefreund6203vor 4 Monaten

Überaus leger erzählter Coming-of-Age Jugendroman

 

„Am Donnerstag nach der letzten Stunde nimmt Kujewa sie zur Seite.

„Rainer Münz hat mich angerufen“.

„Von DN APP?“

Scheiße, wieso denn das ?

„Alina, sie sind doch schon viel weiter als die anderen. Wollen sie morgen zu dieser Schulung gehen?..... Das geht klar.“

Und das erste Mal seit Langem ist sie zu laut, ohne dass es eine Wut ist, die aus herausbricht“.

 

So siehts aus, wenn man 17 ist und aus unerfreulichen Gründen die Schule wechseln musste. Und, ehrlich gesagt, eigentlich auch gleich die Familie nicht mehr das ist, was sie mal war. Was im Übrigen gut erklärt, dass ihre Mutter auf dem „Flirt-Pfad“ des Lebens unterwegs ist. Und das keineswegs diskret und keineswegs zu knapp und, in Alinas Augen, leider auch keineswegs wählerisch.

 

Bestens somit, dass sie als IT Begeisterte direkt den Volltreffer landet. Eine App zu programmieren, die für ihre Stufe (und nur für ihre Stufe) ein soziales Netzwerk bereit stellt.

 

Wenn da nicht, genau, ihre Mutter direkt am ersten Elternabend einen der anwesenden Väter sich umgehend „zur Brust“ genommen hätte. Und wenn da nicht, aus noch anderen Umständen heraus, es nicht lange dauert, und aus der Not heraus Alina und ihre Mutter bei diesem ebenfalls gerade alleinerziehenden Vater gar Wohnung nehmen müssen.

 

Es dauert somit nicht lange, und Stuertz hat alles in erfrischender Sprache, leger auf den Punkt erzählt, so vorbereitet, dass nur noch die einzelnen Handlungsfäden sich wie von selbst entspinnen müssen und die diversen ziemlich gegensätzlich und, jeder und jede für sich, nicht einfachen Protagonisten in ein genervtes-amüsantes-sich findendes-sich verlierendes Beziehungsgeflecht eintreten, das sowohl für humorvolle Verwicklungen, genervte Jugendliche (und manche Eltern und Lehrer) im Lauf des Romans sorgt, aber genügend Platz bereit hält für so manchen Blick ins Innere, der den Leser emotional durchaus mit in die Ereignisse hineinzieht.

 

Was, auch das sei bemerkt, hier und da überzogen wird, was die Sprache angeht. Die zwar jugendgerecht gewählt und in weiten Teilen gerade sehr zu Alinas Charakter passend umgesetzt wird, hier und da aber dennoch zu überzogen, gewollt wirkt. Zu sehr auf „cool jugendlich“ oder „albern jugendlich“ getrimmt vor Augen steht. Was zum Glück eher Ausrutscher im ansonsten passenden Stil des Romans sind.

 

Wobei, darüber sei nicht allzu viel verraten, das nur einen Strang der Geschichte und eben die Perspektive der Alina betrifft. Der Roman hat eine „zweite Seite“, eine zweite Sicht, eine zweite Perspektive, die nicht entgegengesetzter der Welt der Aline samt Wut, Verlassen werden, Reibung an Eltern und Lehrer, aber auch sanfter Momente sein könnte.

 

Findet sich in allem Sich-Verlassen und auch gern mal seine Stacheln ausfahren in Alinas Welt ebnen auch noch die jugendliche Eroberung der Welt, die erste Liebe, die ersten Erfolge, die ersten ganz eigenen Schritte in die Welt hinein, verdüstert die zweite Perspektive aus „alter“ Sicht heraus all diese jugendliche Kraft und Dynamik. Besonders diese Spannung der Sichtweisen ist es, die dem gesamten Roman auch kraftvoll gut zu Gesichte steht.

Alles in allem eine klare und eindeutige Leseempfehlung mit vielfachen, kleinen Seitenhieben auf „Clown-Mütter auf Karriere und Lust-Trip“ und das allgemeine Chaos der Welt.

 

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Cover des Buches Da wo sonst das Gehirn ist (ISBN: 9783442759484)
stefan182s avatar

Rezension zu "Da wo sonst das Gehirn ist" von Sebastian Stuertz

Ein unterhaltsamer Coming of Age-Roman, der Humor und Ernst schön austariert
stefan182vor 5 Monaten

Inhalt: Sommer 2019. Die 17-jährige Alina beginnt ihr letztes Schuljahr an einer neuen Schule. Wider Erwarten fällt ihr der Einstieg in die neue Klasse recht leicht und erste Freundschaften bahnen sich an. Auch darf sie ihre selbst entwickelte App, ein Network, in dem die Nutzer anonym chatten können, mit der neuen Klasse austesten. Alles könnte so schön sein. Doch dann bandelt Alinas Mutter mit Urs Carstensen, dem Vater von Klassensprecher Corvin an – was die Chance zukünftiger Peinlichkeiten ins Unermessliche steigert. Zu allem Überfluss wird auch noch der Mietvertrag von Alina und ihrer Mutter gekündigt. Gut (oder nicht so gut), dass es Urs gibt, der Alina und ihrer Mutter sofort Unterkunft gewährt. Doch bei den Carstensens läuft nicht alles so perfekt, wie es zunächst den Anschein hat…

Persönliche Meinung: „Da wo sonst das Gehirn ist“ ist ein Coming of Age-Roman von Sebastian Stuertz. Erzählt wird der Roman hauptsächlich aus der personalen Perspektive Alinas. Kurzzeitig kommt auch noch eine weitere personale Sicht hinzu, deren Identität ich hier aber nicht verraten möchte. Die Handlung dreht sich – spoilerfrei und grob gesagt – um Freundschaft, (die nicht nur erste) Liebe, das Leben in einer Patchwork-Familie, Mobbing, familiäre Konflikte und Schwierigkeiten in der Eltern-Kind-Beziehung. So finden sich einerseits viele Szenen voller Leichtigkeit und Witz, andererseits Episoden, die stellenweise wirklich starker Tobak sind und in denen die Verzweiflung der Figuren greifbar wird. Der Balanceakt zwischen diesen unterschiedlichen Szenen gelingt Sebastian Stuertz perfekt (Großartig mehr will ich zum Plot gar nicht sagen, um Spoiler zu vermeiden. Nur: Wohin genau sich die Handlung entwickelt, ist nicht vorhersehbar und daher sehr überraschend.) Wie schon im Inhaltsteaser angesprochen, spielt im Roman auch eine Messenger-App, in der sich die jugendlichen Figuren austauschen, eine Rolle. Dementsprechend wird auch viel Jugendsprache genutzt. Diese ist bei „Da wo sonst das Gehirn ist“ sehr authentisch, lebensnah und lebendig (Dadurch hebt sich Stuertz‘ Roman schön von vielen anderen Romanen ab, in denen die Jugendsprache oft gekünstelt und unecht wirkt). Sehr hat mir auch der Humor des Romans gefallen. Die Szenen und die Figuren, die Stuertz beschreibt/entwirft, sind meist hyperbolisch gesteigert und irgendwie schräg, besitzen aber immer eine wahre, lebensechte Essenz, wodurch sie ungemein lustig sind (Tatsächlich musste ich beim Lesen mehrmals auflachen 😂) Der Schreibstil von Sebastian Stuertz ist sehr angenehm und lässt sich flüssig lesen. Insgesamt ist „Da wo sonst das Gehirn ist“ ein spannender und unterhaltsamer Coming of Age-Roman, der Humor und Ernst schön austariert.

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Gespräche aus der Community

"Sebastian Stuertz betritt die literarische Bühne mit einem Wahnsinnsbuch.
DAS EISERNE HERZ DES CHARLIE BERG ist das wilde, aufregende, absurd-komische und ziemlich durchgeknallte Debüt eines großen Erzählers."
(Lucy Fricke, "Töchter")
NDR Buch des Monats April
Neugierig geworden? Dann bewirb dich auf eines von 25 Exemplaren und erhalte die Chance auf eine interessante Leserunde mit dem Autor.

Familienchronik, Liebesgeschichte, Krimi und Künstlerroman, das alles steckt in diesem Debütroman - von Sebastian Stuertz mit schrägem Charme, feinem Witz und viel Fantasie erzählt.
Wir laden dich herzlich ein, "Das eiserne Herz des Charlie Berg" zu lesen und mit dem Autor zu diskutieren.
Zum Inhalt:
Charlie Berg hat ein schwaches Herz und die feine Nase eines Hundes. Das einzige, was ihn seine Eltern gelehrt haben: Zwei Künstler sollten nie Kinder bekommen! Es sind die frühen 90er, Charlie will ausziehen, nicht mehr der Depp der Familie sein, der alles zusammenhält, während Mutter am Theater die Welt verstört und Vater wochenlang bekifft im Aufnahmestudio sitzt. Die Zivistelle im Leuchtturm ist zum Greifen nah – da läuft alles aus dem Ruder: Auf der Jagd mit Opa trifft ein Schuss nicht nur den Hirsch, sondern auch Opa. Und Charlies heimliche große Liebe Mayra, seine Videobrieffreundin aus Mexiko? Hat nichts Besseres zu tun, als den Ganoven Ramón zu heiraten…
Hier gelangst du zur Leseprobe!
Bewirb dich bis zum 21.05.2020 und sichere dir die Chance auf eines von 25 Printexemplaren. Mitmachen kannst du, indem du folgende Frage beantwortest: Musik in der Literatur - in welchem Buch ist das deiner Meinung nach besonders gelungen?
Die Gewinner werden am 22.05.2020 bekanntgegeben.
Zum Autor:
Sebastian Stuertz, geboren 1974, ist Medienkünstler, Musikproduzent und Podcaster, hauptberuflich animiert er Grafiken für Film und Fernsehen. Er wuchs am Steinhuder Meer auf, das man zu Fuß durchschreiten kann, so flach ist es. Seit Beginn des Jahrtausends lebt und arbeitet er in Hamburg. "Das eiserne Herz des Charlie Berg" ist sein Debütroman.

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