Sebastian Thiel Callcenter

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Inhaltsangabe zu „Callcenter“ von Sebastian Thiel

Eigentlich wollte Andreas Seifeld mit 28 sein Studium beendet haben und in einem großen Unternehmen einen Haufen Leute dirigieren. In einer großen Firma arbeitet er tatsächlich – doch nicht am oberen Ende der Hierarchie, sondern als Callcenter-Agent. Zwischen Warteschleife, Kalt-Akquiseanrufen und nervenden Kunden erlebt er, was es heißt, Teil der modernen Dienstleistungsgesellschaft zu sein. Die Teamleiter behandeln ihre Untergebenen wie moderne Sklaven, die Aufstiegschancen tendieren gegen null und der Kunde ist nicht König, sondern lediglich eine Nummer. Obwohl er seinen Job hasst, gelingt Andreas der Absprung nicht. Nach einem selbstverschuldeten Unfall im nicht genehmigten Urlaub braucht Andreas dringend Geld. Als das Callcenter dann auch noch ins Ausland verlegt werden soll, kann ihn nur ein genialer Einfall retten. Doch dafür muss er selbst zu einem der verhassten Teamleiter aufsteigen …

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  • Leserunde zu "Callcenter" von Sebastian Thiel

    Callcenter

    katja78

    Hallöchen Liebe Leseratten! Ich möchte euch heute wieder zu einer Buchvorstellung und Leserunde einladen. Heute geht es um das Buch "Callcenter" von Sebastian Thiel das in Kürze bei Schwarzkopf & Schwarzkopf erscheinen wird. Andreas Seifeld arbeitet in einer Firma, die die meisten Menschen hassen. Er natürlich auch. In einem Callcenter. Auch sonst läuft in seinem Leben so einiges schief sein Studium hat er abgebrochen, seine Beziehung droht in die Brüche zu gehen und er braucht dringend Geld. In Andreas reift ein genialer Plan, der die Welt der Callcenter revolutionieren und all seine Probleme lösen könnte. Doch im Callcenter gelten ganz eigene Gesetze Der Autor Sebastian Thiel kennt sich aus: Fünf Jahre seines Lebens hat er selbst in einem Callcenter vertelefoniert. In seinem autobiografischen Roman erzählt er temporeich und satirisch die Geschichte eines sympathisch normalen Callcenter-Agenten, der sowohl mit seinem Job als auch mit seinem Leben hadert und entlarvt dabei die Methoden, mit denen Callcenter um jeden Preis versuchen, Geld zu verdienen. Willkommen auf der anderen Seite der Warteschleife!Eigentlich wollte Andreas Seifeld mit 28 sein Studium beendet haben und in einem großen Unternehmen einen Haufen Leute dirigieren. In einer großen Firma arbeitet er tatsächlich doch nicht am oberen Ende der Hierarchie, sondern als Callcenter-Agent. Zwischen Warteschleife, Kalt-Akquiseanrufen und nervenden Kunden erlebt er, was es heißt, Teil der modernen Dienstleistungsgesellschaft zu sein. Die Teamleiter behandeln ihre Untergebenen wie moderne Sklaven, die Aufstiegschancen tendieren gegen null und der Kunde ist nicht König, sondern lediglich eine Nummer. Obwohl er seinen Job hasst, gelingt Andreas der Absprung nicht. Nach einem selbstverschuldeten Unfall im nicht genehmigten Urlaub braucht Andreas dringend Geld. Als das Callcenter dann auch noch ins Ausland verlegt werden soll, kann ihn nur ein genialer Einfall retten. Doch dafür muss er selbst zu einem der verhassten Teamleiter aufsteigen Das klingt für Euch Interessant? Lust drauf, zeitnah in einer Leserunde dieses Buch zu diskutieren und anschließend eine Rezension zu verfassen? Falls ihr einen Blog habt, dann dürft ihr das gerne mit angeben :-) Ich würde gerne wissen welche Erfahrungen ihr mit Callcentern habt, oder habt ihr vielleicht selbst in einem gearbeitet? Bewerbt Euch bis zum 6. Oktober 2012 . Beginn der Leserunde ist der 16.10.2012                            An dieser Stelle ein Herzliches Dankeschön an den                                         Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag                                        für die Unterstützung der Leserunde!

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  • Rezension zu "Callcenter" von Sebastian Thiel

    Callcenter

    Ehemaliger Kollege

    30. November 2012 um 20:54

    Als ehemaliger Kollege von S. Thiel finde ich es hart, von autobiografisch zu reden. Das Buch an sich liest sich ganz nett, jedoch sollte man es betrachten als was es ist, eine doch überwiegend frei erfundene Geschichte. Prahlen mit Betrug am Kunden (ein Ticket frei erfunden eröffnet), finde ich selbst in diesem doch angeblich autobiografischen Buch nicht ok. Es gibt bestimmt die ein oder andere Person die so etwas praktiziert oder praktiziert hat. Jedoch sind dies eher die "schwarzen Schafe" in der Branche und absolut in der Minderheit.Ich für meinen Teil empfinde Hochachtung vor den Leistungen im IT Service Desk (Inbound), von welchem S. Thiel schreibt oder schreiben möchte. Reine Outbound-Callcenter nehme ich hiervon jedoch aus. Diese betrachte ich auch als sehr fragwürdig, jedoch ziehe ich meinen Hut vor Menschen, die lieber dort arbeiten als Hartz IV zu kassieren. Hier war S. Thiel jedoch nicht tätig. Ein fundiertes Hintergrundwissen kann man S. Thiel nicht bescheinigen. Es ist eher erschreckend, wie wenig jemand über den Ablauf im einem sogenannten Callcenter weiß, der selbst lange dort tätig war. Trotz dem möchte ich drei Sterne für dieses Buch vergeben, da es sich flüssig lesen lässt und, wenn man es nicht wirklich ernst nimmt, sogar etwas unterhalten kann.

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  • Rezension zu "Callcenter" von Sebastian Thiel

    Callcenter

    PMelittaM

    16. November 2012 um 18:42

    Andreas bekommt sein Leben nicht auf die Reihe. Schon seit 6 Jahre arbeitet er als Callcenter-Agent – und das auch noch als Leiharbeiter – und schafft den Absprung nicht. Auch in seinem Privatleben gibt es Probleme: Die Beziehung zu seiner Freundin kriselt.Und dann soll auch noch das Callcenter ins Ausland verlegt werden – Andreas dreht durch! Jeder hat wahrscheinlich so seine Vorstellungen, wie es in einem Callcenter zugeht – und jeder hat schon einmal Erfahrungen mit einem solchen gemacht. Wer Sebastian Thiels Roman gelesen hat, erfährt, dass seine Vorstellungen gar nicht so weit weg von der Wahrheit sind – und warum Callcenter Agents handeln, wie sie handeln. Ich hatte viele satirische Übertreibungen erwartet, aber die braucht das Buch gar nicht, denn der Alltag in einem Callcenter scheint selbst schon ziemlich irrwitzig zu sein. Der Autor weiß, wovon er spricht, denn er hat selbst in dieser Branche gearbeitet. Dass er nicht eine skurrile Begebenheit an die andere reihte sondern Andreas ganzes Leben erzählt, erweist sich als gute Idee. Das Buch ist lustig, spannend und man hat sehr oft Mitleid mit dem Protagonisten, der wirklich kein Fettnäpfchen auslässt. Da Andreas seinen Männerfantasien teilweise freien Lauf lässt und auch seine Männerfreundschaften großen Raum einnehmen, gibt es einige recht derbe Szenen. Mancher würde sagen, dies hier sei ein „Männerbuch“. Da ich mich von dem Buch aber wirklich gut unterhalten gefühlt habe, würde ich das nicht so sehen, denn ich bin kein Mann. Es ist wohl ein Buch, das Männern gefällt, aber Frauen auch. Neben Andreas gibt es weitere Charaktere, die einem zum Teil recht überzeichnet vorkommen, wie z. B. die Kommunikationstrainerin Marolt, die aber offenbar Figuren aus dem Leben sind. Sie erhöhen jedenfalls das Lesevergnügen und sind für einige Lacher gut. Da Sebastian Thiel vorhat, Andreas‘ Leben weiter zu erzählen, freue ich mich schon auf die Fortsetzung.

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  • Rezension zu "Callcenter" von Sebastian Thiel

    Callcenter

    pudelmuetze

    12. November 2012 um 22:16

    Inhalt: Andreas ist Callcenter Agent, ein Beruf, der auch heutzutage meist nur als Job angesehen wird, obwohl diese Leute vieles in der heutigen Gesellschaft am Laufen halten. Andreas Computer, denn er sitzt im technischen Support. Aber Andreas hat, wie leider viele Callcenter Agents, auch eine Menge Probleme. Die Beziehung läuft nicht so wie gewünscht, das Geld reicht an allen Ecken und Kanten nicht und dazu ist er ein Tollpatsch erster Klasse, der es immer wieder schafft, sich riesige Probleme anzulachen. Dieses Buch erzählt die Geschichte von Andreas und gibt allen Branchenfremden einen tollen und echten Einblick in die Welt der Callcenter und deren Agenten. Meine Meinung: Ich selbst habe lange Zeit in Callcentern gearbeitet. Ich habe hier vieles erlebt und so manches Mal gedacht: „Darüber müsste man mal ein Buch schreiben, so mit allen drin“. Sebastian Thiel hat nun genau das getan und schon mal vorweg, es ist ihm sehr gut gelungen Aber noch mal zurück zum Callcenter. Die haben nämlich meist einen sehr schlechten Ruf. Kein Wunder, wenn man bedenkt, das die meisten mit Callcentern nur jene in Verbindung bringen die einem Materialienaus der Blindenwerkstatt andrehen wollen oder Zeitschriften, Lose oder „Daten abgleichen“ möchten. Ich glaube einige glauben dort sogar an das was sie dort tun, also die Agenten, 99% Kunden wissen es besser das es sich in der Regel um Abzocken handelt. Wobei die Kunden bei den Zeitschriften wirklich was davon haben. Vor vielen Jahren habe ich mich im Outbound (also, wenn ich aktiv jemanden anrufe) auch mal versucht und Zeitschriften an den Mann zu bringen. Es gab mal einen älteren Herren der meinte zu mir „schön das Sie anrufen, ich habe schon auf ihren Anruf gewartet“. So was kam eigentlich nie vor, außer das eine Mal. Oftmals war es nur frustrierend, lag wohl daran, dass ich im Inbound (also, wenn ich angerufen werde) angefangen habe und sehr auf Kundenzufriedenheit achte. Kurz, jemanden was gegen seinen Willen zu verkaufen liegt mir einfach nicht. Wobei ... so ganz stimmt das nicht, denn in meinem ersten Job durfte ich immer sogenannte ­Upsells machen, heißt die Leute bestellen sich was ich verkaufe denen eine Nähmaschine oben drauf. Ihr glaubt das ­ich jetzt ein Witz? Nein das ist mein voller Ernst! Solche Dinge werden von Callcenter ­Agents erwartet. Aber zurück zum Buch. Im ersten Teil gibt es einen tollen Einblick in eine technische Hotline. Ich selbst habe an einer solchen Hotline gesessen und kann sagen: GENAUSO ist das dort! Inkl. all jenen Sachen, wo jeder Normalbürger nur mit dem Kopf schüttelt, was alles am Telefon passiert. Einem ehemaligen Kollegen (davon habe ich Hunderte wenn nicht Tausende) ist mal Folgendes passiert: Er richtet mit einem Kunden gerade sein Internet ein, mit einmal hört er im Hintergrund Sirenen. Nichts Ungewöhnliches, denn man hört so einige Hintergrundgeräusche. Hier kam aber kurz danach eins dazu, eine krachende Tür, der Kunde reagierte darauf wie folgt: „Scheiße die Bullen“ und legte auf. ­Ok das Geschrei der Polizei war auch lautstark zu hören ... Es geht natürlich nicht nur um den Alltag eines Callcenter Agenten.Sebastian Thiel hat genau diese Details in einer amüsanten Geschichte zusammengefasst. Er stellt nicht nur die Arbeitsweise von Callcentern Agenten, die Überwachungsmöglichkeiten von Callcentern (übrigens gibt es die leider wirklich in dem Maße und teilweise schlimmer) und die Vielfalt von Kollegen vor. Nein wie im Inhalt beschrieben steht die Beziehung zu seiner Freundin auch auf der Kippe und die will gekittet werden. Das dass schief gehen muss, ist klar und ab da wird es richtig gut. Vorher ist es interessant, ab da wird es amüsant. Was Andreas in dieser Zeit alles widerfährt, geht eigentlich unter keine Kuhhaut und doch schaffen diverse Callcenter Agenten gerne mal genau so ein Verhalten (ok nicht so aber ähnlich) an den Tag zu legen. Ich muss gerade aufpassen euch nicht zu viel zu verraten und daher mache ich jetzt mal langsam lieber Schluss, aber nicht ohne euch zu sagen, das Buch ist echt gut! Es ist eine locker leichte Lektüre, genau richtig für unterm Weihnachtsbaum, am Strand, in der Bahn oder wo auch immer.

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  • Rezension zu "Callcenter" von Sebastian Thiel

    Callcenter

    Manja82

    04. November 2012 um 16:29

    Kurzbeschreibung: Andreas Seifeld arbeitet in einer Firma, die die meisten Menschen hassen. Er natürlich auch. In einem Callcenter. Auch sonst läuft in seinem Leben so einiges schief – sein Studium hat er abgebrochen, seine Beziehung droht in die Brüche zu gehen und er braucht dringend Geld. In Andreas reift ein genialer Plan, der die Welt der Callcenter revolutionieren und all seine Probleme lösen könnte. Doch im Callcenter gelten ganz eigene Gesetze … (Quelle: Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag) Meine Meinung: Andreas Seifeld hat sich sein Leben ganz anders vorgestellt. Er ist 28 Jahre alt und arbeitet seit nunmehr 6 Jahren über eine Zeitarbeitsfirma in einem Callcenter. Sein begonnenes Studium hat er mittlerweile abgebrochen. Auch privat läuft nicht alles nach Plan. Andreas´ Beziehung steht auf Messer Schneide und dann ist da noch der selbstverschuldetet Unfall während eines Urlaubs, der Andreas in arge Geldprobleme bringt. Als das Callcenter ins Ausland verlegt werden soll braucht Andreas schnell einen rettenden Einfall um dies noch irgendwie zu verhindern … „Callcenter“ ist ein autobiografisches Buch des Autors Sebastian Thiel. In ihm schildert er seine Erfahrungen im Callcenter und gibt dem Leser einen guten Einblick in die Arbeit. Der Protagonist Andreas ist 28 Jahre alt und hatte eine klare Vorstellung von seinem Leben. Er wollte sein Studium beenden und in einer großen Firma arbeiten. Stattdessen hat er sein Studium abgebrochen und arbeitet seit 6 Jahren als Leiharbeiter in einem Callcenter. Privat hat Andreas auch so einige Probleme, tappt er doch von einem Fettnäpfchen ins nächste. Ich konnte mehrfach über ihn lachen obwohl er eigentlich eher bemitleidenswert ist. Auch die anderen Charaktere, egal ob sie Andreas beruflich oder privat begleiten, hat Sebastian Thiel richtig gut dargestellt. Besonders Andreas´ Kumpel Hakan hat immer einen guten Spruch auf Lager und sorgt für viel Schmunzeln. Aber auch die Chefs kommen sehr glaubhaft rüber. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und recht amüsant. Das Buch lässt sich sehr zügig und gut lesen. Die Geschichte wird aus Sicht von Andreas geschildert. So ist man als Leser stets ganz nah am Geschehen dran. Die Handlung an sich fand ich sehr interessant, die gegebenen Einblicke sehr aufschlussreich. Das Ende ist sehr gut gewählt und besonders für Andreas mehr als versöhnlich. Fazit: „Callcenter“ von Sebastian Thiel ist ein herrliches Buch, das einen guten Einblick in die Arbeit eines Callcenteragenten bietet. Der Autor überzeugt mit einem glaubwürdigen Protagonisten und einer guten Prise Humor. Wirklich empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Callcenter" von Sebastian Thiel

    Callcenter

    Kiritani

    28. October 2012 um 13:16

    Rezension: Ich hatte mich bei LovelyBooks für dieses Buch in der Leserunde beworben, weil ich selbst in einem Callcenter gearbeitet habe und noch immer im Telefonmarketing arbeite - aber hier ist es sehr seriös. Es hat mich unglaublich interessiert, ob ich die Einzige bin, die so ein schlechtes Bild von Callcentern und Zeitarbeit hat. Aber Gott sei Dank bin ich da nicht allein! Idee/Umsetzung: Den Punkt finde ich bei autobiografischen Romanen immer sehr schwer. Ich meine, wie kann ich denn sagen, dass die Idee sein Leben niederzuschreiben doof war. Ich würde sagen, in der Hinsicht kann man nicht viel falsch machen. Da harpert es dann eher an der Umsetzung. Aber hier ist beides sehr gut gelungen. Auch wenn das Buch Callcenter heißt, geht es nicht pausenlos darum. Wir bekommen einen Einblick, viele - wie auch ich - erkennen sich sogar wieder. Aber es geht auch viel um das private Leben des Protagonisten. Ein gelungener und gut umgesetzter Mix. Schreibstil/Sprache: Der Schreibstil ist flüssig, flott und unglaublich amüsant. Ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen beendet, weil mich der Schreibstil so in einen Sog gezogen hat, dass ich ruckzuck auf der letzten Seite angekommen war. War selbst ganz überrascht. Aber ich mag es, wenn das Buch einen nicht loslässt und man durch die Seiten rauscht, es nicht aus der Hand legen kann. Die Sprache war zwischendurch sehr hart - und ein kleiner Minuspunkt für mich waren die ständigen sexuellen Anspielungen. Nicht, dass ich sowas generell ablehne - aber es war mir ein Tick zu doll. Das Gute daran: Es ist ein absolutes Männerbuch! ;) Also ein Minuspunkt, der zu einem dicken Pluspunkt wird. "... hab ich fast vergessen. Das, was du dir geleistet hast, war natürlich ein epic fail. Als ich die Mail von Frau Marolt erhalten habe, war ich ziemlich happy. Auch wenn du bei Persopower in der company immer noch dein Festgehalt bekommst, wäre es shiny, wenn du dieselbe Quote erfüllen würdest wie die anderen." (Seite 113) Charaktere: Protagonist in diesem Buch ist Andreas Seifeld, 28 Jahre alt und Gefangener im Callcenterstrudel. Wie so viele Mitarbeiter hat er sich seinem Schicksal gefügt und kommt täglich in die Hölle, um für wenig Geld einen Scheißjob zu machen. Es kommt mir soooo bekannt vor und gerade deshalb war er so sympathisch. Ich habe mich in einigen Punkten einfach stark wieder erkannt. Seine beiden Kumpel sind Freunde, wie sie jeder haben sollte - da wenn man sie braucht , aber trotzdem ehrlich. Besonders Hakans Sprüche haben mir sehr viel Freude gemacht. Er war der coole Sprücheklopfer, während Andy doch eher im Hintergrund stand. Perfekte Voraussetzung ewig im Callcenter hängen zu bleiben. Die Chefs - übrigens eine verblüffende Ähnlichkeit zu meinen Ex-Chefs, na nu? :D - waren sehr gut getroffen und ich habe das Gefühl, dass Callcenter nur von solchen Menschen geführt werden können. Die unsympathischsten Leute unter der Sonne und auch so kamen sie rüber. Wunderbar! Aber auch die handvoll Charaktere die Andy privat begleiten sind glaubwürdig und in einem gesunden Maß dosiert :) Atmosphäre/Umgebung: Bei der Callcenterbegehung zu Beginn bekam ich eine unangenehme Gänsehaut. Wie ich den Weg zur Arbeit immer gehasst habe, weil Callcenter einfach keine schönen Orte sind. Wie hieß es im Buch so schön 'der letzte Kreis der Hölle' - aber sowas von. Man fühlt sich da einfach nicht wohl. Weder im Buch, noch in der Realität. Es gab aber auch lustige, nicht deprimierende Moment - nicht das nun ein falsches Bild vom Buch aufkommt. Und auch diese waren glaubhaft und oftmals zu schießen komisch. Denn der liebe Andy hatte eine Hang zu Krankenhäusern ;) Leider ging in diesen Momenten ab und an die Atmosphäre unter. Im Gegensatz zu den Callcentermomenten, hatte ich hier Schwierigkeiten mich einzufinden. Cover: Das Cover gefällt mit sehr. Lange habe ich überlegt, was man stattdessen hätte nehmen können, aber mir fiel nichts ein. Das Headset an sich hätte schon gereicht :D Dazu der lächelnde Mund, denn Lächeln soll man ja bei Sprechen, das hört man am anderen Ende der Leitung ;) Fazit: Ein echtes Männerbuch! (Das musste an dieser Stelle nochmal gesagt werden) Witzige Momente aus dem Leben eines Callcenter-Agent und dem Menschen hinter der Stimme am Telefon. Es geht nicht nur um die Arbeit in einem Callcenter, sondern auch um die alltäglichen Probleme, die jeder von uns auch kennt. Ein toller Roman, mit viel Witz und überraschenden Momenten.

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