Sebastian Tonn 1 x Rente bitte! Die große Portion!

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Inhaltsangabe zu „1 x Rente bitte! Die große Portion!“ von Sebastian Tonn

EINE STUNDE! Eine Stunde genügt, um dieses Buch durchzulesen UND zu verstehen. Nehmen Sie sich die Zeit! Danach haben Sie das nötige Grundwissen und ein einfaches Rezept an der Hand, mit dem Sie langfristig solide, renditestark und kostengünstig Geld anlegen und für später vorsorgen können. In einer guten Stunde Lesezeit werde ich Ihnen zeigen, - dass Sie in der Lage sind, Ihre Geldanlage beziehungsweise Altersvorsorge in die eigenen Hände zu nehmen, - warum Sie den Finanzberater links liegen lassen können und - wie Sie dies mit einem einfachen aktienbasierten Vorsorgemodell ohne Vorkenntnisse und teure Berater oder Vermittler schaffen. »Sie machen alles selbst in Ihrem Leben. Nur wenn es um Ihre Altersvorsorge geht, geben Sie Ihr Glück in fremde Hände.« Sebastian Tonn

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    1 x Rente bitte! Die große Portion!
    R_Manthey

    R_Manthey

    28. February 2016 um 17:05

    Wenn man für seine Rente privat vorsorgen möchte und damit keine Lebensversicherung verbinden will, erklärt dieses kleine Büchlein auf den ersten Blick genau, was man tun muss. Um es kurz zu machen: Man kauft monatlich einen gewissen Anteil an einem oder mehreren ETFs, also an passiv geführten Fonds, die einen Aktienindex physisch nachbilden. Der Autor favorisiert dabei den MSCI World und den MSCI Emerging Markets im Verhältnis vier zu eins. Das kostet relativ geringe Handels- und Verwaltungsgebühren. Kommt der Beginn der Rentenzeit näher, dann tauscht man diese Anteil nach und nach wieder in Cash und legt sie auf einem Sparkonto an, um dann nicht mehr von eventuellen Kursschwankungen getroffen zu werden. Wie man das genau machen sollte, erklärt Sebastian Tonn im Text. Das klingt alles sehr gut, ist plausibel und wirft nicht Versicherungen oder Fondgesellschaften das eigene Geld hinterher. Es sieht nach Tonns Erklärungen ganz so aus, als ob dabei lediglich Kursrisiken bestehen würden, die aber über die Länge der Laufzeit keinerlei gravierende Auswirkungen haben würden. Aktienindizes hätten über die letzten dreißig Jahre im Schnitt immer so um die acht Prozent jährliche Rendite abgeworfen. Wo bekommt man die sonst heute noch? Auch das ist wahr. In Verkaufsprospekten von Banken steht an dieser Stelle dann immer die Aussage, dass vergangene Kursentwicklungen nicht ohne Weiteres in die Zukunft verlängert werden können. Oder so ähnlich. Ein solcher Hinweis fehlt bei Tonn. Aber er wäre angebracht. Wird es tatsächlich - wie der Autor suggeriert - in den nächsten dreißig Jahren auch im Mittel immer um acht Prozent Rendite an den internationalen Aktienmärkten geben? Das ist keineswegs sicher. Man sehe sich dazu nur einmal den japanischen Aktienindex an, der eine deutliche Warnung dafür ist, was uns auch passieren kann. Seit fast dreißig Jahren bewegt sich dieser Index nur seitwärts, weil die japanischen Regierungen es nicht fertiggebracht haben, ihr Finanzsystem zu bereinigen. In Europa steuern wir vielleicht in genau diese Richtung. Entweder wir bekommen solche Verhältnisse, weil die Regierungen den unvermeidbaren Kollaps des Finanzsystems mit allen Mitteln solange wie möglich in die Zukunft schieben wollen, oder es kommt (durch was auch immer) zu einem plötzlichen Crash. Man kann nicht einfach so tun, als hätten wir dieselben Verhältnisse wie vor dreißig Jahren, die dann noch einmal solange mehr oder weniger bestehen würden. Man sieht das alleine daran, dass es im gegenwärtigen Finansystem niemals wieder signifikante Zinserhöhungen geben kann, weil dann sofort Staatspleiten drohen würden, die zu einer Kettenreaktion führen können. In Deutschland würde sich die sogenannte "schwarze Null" sofort in ein schwarzes Finanzloch verwandeln, weil die Zinslast hohe zweistellige Milliardenbeträge erreichen würde. Die finanzielle Situation der westlichen Staaten ist also zum Zerreißen angespannt. Deshalb besteht kein wirklicher Grund an die Grundannahme des Tonnschen Vorsorgemodells zu glauben, denn es setzt im Mittel eine stetige Entwicklung der Aktienmärkte voraus. Natürlich kann man dennoch jederzeit diesem Modell folgen, denn es ist (immer die Gültigkeit der Grundannahme vorausgesetzt) in sich schlüssig. Allerdings sollte man dann aber auch in der Lage sein, seine Vorsorge mit wachem Auge aktiv zu managen, also im Notfall auch umzustellen oder mit anderen Methoden abzusichern, sofern das möglich ist. Wen es interessiert: Hätte ein Japaner, der Ende 2010 in Rente gehen wollte, seine Anteile, die er bis Ende 2009 zwanzig Jahre lang zum monatlichen Mittelkurs auf die Tonnsche Weise im Nikkei angespart hätte, zu diesem Zeitpunkt verkauft, dann wäre dies zum Kurs von 10.546 passiert. Er hätte jedoch im Mittel zu 16.416 gekauft. Gegenwärtig sieht das besser aus, weil er jetzt kein Geld mehr verlieren würde. Die Rendite allerdings wäre dennoch mager. Natürlich kann man einwenden, dass man breiter hätte streuen können. Doch darum geht es hier nicht. Ich wollte lediglich zeigen, dass das Modell kein Selbstläufer sein muss, wie es das Büchlein suggeriert. Es drohen entweder Verhältnisse wie in Japan oder eine katastrophale Finanzkrise, weil das gegenwärtige Finanzsystem unrettbar vor dem Ende steht.

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