Sebastian Wermke Die Frau aus Gorlovka

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Inhaltsangabe zu „Die Frau aus Gorlovka“ von Sebastian Wermke

Andreas sucht Frauen im Internet. Die Ukrainerin Jelena scheint sein Schicksal zu wenden. Ist Liebe im Spiel, oder soll er nur Versorger sein für sie und ihre beiden Kinder? Zu Besuch in ihrer Heimat, erfährt Andreas, dass Skype, Webcam und Smartphone nicht das Leben ersetzen. Warum lehnen Jelenas Eltern ihn ab? Vergangenheit reißt kaum verheilte Wunden auf. Wird der Deutsche Frau und Kinder gewinnen? Alltägliche Tragik und Komik vor einem sich zuspitzenden Bürgerkrieg, der plötzliche Entscheidungen fordert. Sebastian Wermke, gelernter Fremdsprachensekretär, geboren 1981 in Bad Schlema, lebt seit 2001 in Nürnberg. Er ist Mitglied der dortigen Autorengruppe Wortwerk und Inhaber eines Unternehmens für Telefonmarketing. Bisher aufgefallen durch bissige Satiren in Literaturzeitschriften und bei Lesungen auf kleinen und großen Bühnen, ist dies sein erster Roman.

Ich war von Anfang an von diesm Buch gefesselt und habe es fast ohne Unterbrechung durchgelesen.

— ClaudiaRethemeier
ClaudiaRethemeier

Eine schon fast alltägliche Geschichte Mann sucht Frau übers Internet. Jedoch steckt hier viel mehr dahinter und lässt einen manche smit and

— Tarisa
Tarisa

Ein anspruchsvolles Werk, perfekt umgesetzt. Es hat mich sehr bewegt.

— Xynovia
Xynovia

Bin sehr begeistert

— CleoBe
CleoBe

Bin begeistert

— Ursula71
Ursula71

Lesen, einfach lesen!

— MatMatt70
MatMatt70

Ein Roman, der in unsere Zeit passt. Authentisch, witzig und doch so tragisch

— MarkusKo
MarkusKo

(k)eine Liebesgeschichte, gewürzt mit lakonischem Sprachwitz

— TinaUllmann
TinaUllmann

Tragisch komische Abenteuer eines Singles auf Brautschau

— RamonaDe
RamonaDe

Eine kurzweilige Lektüre über die Suche nach Liebe im Multimedia-Zeitalter. Empfehlenswert!

— Lariss
Lariss

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  • Eine etwas andere Liebesgeschichte

    Die Frau aus Gorlovka
    ClaudiaRethemeier

    ClaudiaRethemeier

    08. August 2016 um 20:20

    Zuerst möchte ich erwähnen, dass ich „Die Frau aus Gorlovka“ von Sebastian Wermke im Rahmen einer Aktion gratis zum Testen erhalten habe, was meine Meinung jedoch nicht beeinflussen konnte. Sebastian Wermkes Schreibstil gefällt mir sehr gut, da ich generell Bücher mag, die in der „Ich-Version“ geschrieben sind. Meiner Meinung nach, findet man beim Lesen wesentlich schneller den Einstieg in ein Buch, wenn die „Ich-Version“ gewählt wurde. Die Frau aus Gorlovka von Sebastian Wermke ist ein Buch, das mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Ich habe alle Personen aus diesem Buch bildlich vor Augen gehabt und mit ihnen gelitten und mich mit ihnen gefreut. Die Liebe zwischen Andreas und Lena ist nicht einfach. Es gibt so viele Schwierigkeiten, die nicht alleine durch die Sprachschwierigkeiten kommen, sondern eben auch durch die Entfernung der Beiden voneinander, die Erfahrung der Eltern von Lena, besonders der Mutter, mit Deutschen und durch den Krieg. Gerne hätte ich noch viel mehr und viel länger weitergelesen. Ich hoffe, dass Sebastian Wermke sich bald mit der Fortsetzung seines Romans wieder meldet. Bis dahin kann ich nur allen Lesern sagen, dass sich für mich dieses Buch gelohnt hat und empfehle es all denen, die mal eine etwas andere Liebesgeschichte lesen möchten. Sebastian wünsche ich weiterhin viel Erfolg als Autor.

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  • Sehr lesenswert

    Die Frau aus Gorlovka
    Tarisa

    Tarisa

    18. July 2016 um 00:21

    Eigentlich bin ich niemand der auf einen Roman sofort "anspringt", es ist nicht so meine bevorzugte Genre. Hier sprach mich allerdings das Cover und der Titel sehr an, als ich eher zufällig über das Buch stolperte. Schon gleich beim Lesebeginn war man sofort in der Geschichte drin. Das Buch fängt einen mit seinem sehr angenehmem Schreibstil sofort ein. Mir gefällt der Schreibstil von Sebastian Wernke sehr.An manchen Stellen sehr ernst, an anderen humorvoll und mit kurzen präzisen Sätzen bringt er die Dinge, gut vorstellbar auf den Punkt.Das Buch  handelt von Andreas , der auf der Suche für die Frau fürs Leben ist. Diese Frau sucht er im Internet. Es kommt auch zu einigen Dates, doch irgendwie hat er ein Händchen für etwas verschrobene Persönlichkeiten.Die Szenen sind nicht mal wahnsinnig ausführlich geschrieben, doch man kann sich jede der Frauen und auch den Verlauf der Begegnungen bildlich vorstellen. So gut ist es auf den Punkt gebracht.Bei einem erneuten Versuch in einem anderen Bekanntschaftsportal lernt er Jelena (genannt Lena) kennen, die zwei Kinder aus einer früheren Beziehung hat. Sie skypen von da an jeden Tag, was mittels Sprachübersetzter auch sehr gut funktioniert.Übers Internet und die Gespräche sind sie immer mehr verliebt und wollen sich auch persönlich kennenlernen. So macht sich Andreas auf in die Ukraine.Es gibt viele Probleme, das Fremdsein beim Treffen, trotz regelmässigem Kontakt übers Internet ist noch das kleinste Problem. Die unterschiedlichen Kulturen, man kann die Sprache des anderen nicht und vorallem Jelenas Eltern, die absolut gegen diese Beziehung sind machen den beiden die Zeit sehr schwer.Doch sie lieben sich und wollen zusammenbleiben. Nachdem ein Visum für Jelena abgeleht wird und sie nicht nach Deutschland kommen darf, verliert Andreas seinen Job und reist wieder zu Jelena. Er möchte mit ihr über Hochzeit sprechen. Wieder gibt es viele Probleme, aber auch schöne Erlebnisse und als es endlich an dem Punkt ist, dass Jelenas Eltern ihren Segen geben, kommt es zu Unruhen in der Stadt und Andreas muss schnellstens das Land verlassen, bevor es zum Bürgerkrieg kommt.Das Ende verrate ich nun nicht.   Mir persönlich war es ein kleines bisschen zu plötzlich und ich hoffe, es gibt noch eine Fortsetzung, die ich dann sehr gern lesen würde.

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  • Ein anspruchsvolles Buch - perfekt umgesetzt.

    Die Frau aus Gorlovka
    Xynovia

    Xynovia

    08. June 2016 um 18:00

    Ich habe das Buch „Die Frau aus Gorlovka“ von Sebastian Wermke gelesen. Das Buch hat mich berührt und innerlich sehr bewegt. Das Cover/ erster Eindruck Auf dem Cover ist eine Frau abgebildet hinter einer Glasscheibe, auf der Regen abperlt. Die Frau wirkt traurig. Allein dieses Cover hat mein Herz sehr berührt und ich habe mich dadurch auf eine traurige und bewegende Geschichte eingestellt. Ich finde die Covergestaltung durchaus richtig gut gelungen. Auf der Rückseite des Buches befindet sich eine kurze Inhaltsangabe, sowie eine kurze Information über den Autor inklusive kleinem Bild. Die Geschichte umfasst ca. 170 Seiten und ist in mehreren Kapiteln aufgeteilt, leider fehlt eine Kapitelübersicht. Der Inhalt Andreas, ein junger Mann, ist auf der Suche nach einer Lebenspartnerin. Er ist sehr schüchtern und versucht daher sein Glück in Internetportalen zu finden. Nach einigen unglücklichen Treffen bekommt er den Rat mit Osteuropäischen Frauen im Internet zu chatten. Nach einer kurzen Überlegephase begibt er sich auf die Suche nach solchen Portalen und wird schnell fündig. Es dauert auch nicht lange bis sich eine junge Ukrainerin, namens Lena bei ihm meldet. Sie chatten – sie S skypen – dann fliegt er in die Ukraine. Dort beginnen erst familiäre Schwierigkeiten, dann politische, bis hin zum Bürgerkrieg … erst muss er schnell die Ukraine verlassen, als Deutscher … Meine Meinung Der Autor Sebastian Wermke hat, in meinen Augen, mit seinem Werk „ Die Frau aus Gorlovka“ einige Themen die auch momentan sehr aktuell sind gut auf den Punkt gebracht. Sein Schreibstil gefiel mir sehr gut und hat mich sofort mit in die Geschichte genommen, seine Wortwahl und auch die authentisch wirkende Einflechtung von russischen Wörtern in lateinischen Buchstaben hat mir sehr gut gefallen. Ich habe dieses Buch als sehr ästhetisch beim Lesen empfunden. Die Geschichte ist in mehrere Kapitel unterteilt. Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat von einer Persönlichkeit oder ein Sprichwort aus einem anderen Land. Im Nach hinein muss ich sagen sind die Zitate/Sprichwörter sehr gut ausgewählt, denn in irgendeiner Weise sehe ich darin immer die Kernaussage des darauf folgenden Kapitels. Ein Zitat was mir sehr gut gefallen hat in dem Buch war :“ Sturheit rechnet mit dem Nachgeben.“ (Daniel Mühlemann). Die Handlung ist inhaltlich sehr interessant und sehr mitfühlend, sehr bewegend und spannend umgesetzt. Anfänglich dachte ich, beim Lesen, das die Geschichte sehr flach ist und wahrscheinlich sehr langatmig wird – aber weit gefehlt. Die Handlung und die Geschehnisse nehmen Fahrt auf die Spannung baut sich im Laufe des Buches immer weiter auf bis … das Buch zu Ende ist. Dieses Buch hat kein Happy End, es ist eher traurig, meiner Meinung nach. Da es ein offenes Ende ist hoffe ich auf eine Fortsetzung der Geschichte, die ich definitiv lesen würde. Fazit Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen, ein anspruchsvolles Buch welches sich aber trotzdem leicht liest. Dieses, meiner Ansicht nach, mehr als gelungene Werk bekommt definitiv 5 Stern

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  • Lektüre für Kurzeweile

    Die Frau aus Gorlovka
    CleoBe

    CleoBe

    04. May 2016 um 10:29

    Durch einen sehr tollen Zufall bekam ich dieses Buch in die Finger. Sebastian Wermke hat ein tolles Buch geschrieben, was in sich sehr stimmig ist und was sich wirklich sehr gut liest. Schon das Cover ist sehr ansprechend und sagt schon eine Menge. Die Sehnsucht einer Frau und viel Liebe. Genau das wird in diesem Buch umgesetzt. Herr Wermke hat dieses Thema sehr gut umgesetzt und überzeugt mich mit seinem Witz und seiner Art zu erzählen. Man steckt irgendwie mit drin. Ich bin nun auf der Suche nach mehr in dieser Art.Nun zum Inhalt des Buches: Es geht um die Suche nach der großen Liebe. Andreas sucht im Internet viele Singlebörsen ab - ist dabei noch sehr unbeholfen und schüchtern, aber auf seine Art witzig und klug. Diese findet er in der Ukrainerin Jelena. Er nimmt sogar den Weg in ein fremdes Land in Kauf um sie kennenzulernen. Dort sind aber Probleme vorprogrammiert, denn da sind die Sprache, die er nicht spricht und die andere Lebensweise der Menschen dort. Er stößt bei Ihren Eltern auf Ablehnung und trotzdem setzen die Beide sich durch und wollen Ihrer Liebe eine faire Chance geben.... Ihr müsst es nun schon selbst lesen um zu erfahren, wie der Weg der Beiden sein wird, denn zu viel möchte ich nicht verraten.Mit sehr viel Charme und erzählerischem Können ist dieses Buch ein Muss für jeden. Ich sage an dieser Stelle DANKE für dieses tolle Buch und nun klickt den Bestell-Button...

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  • Sehr gut

    Die Frau aus Gorlovka
    Derchinger

    Derchinger

    20. April 2016 um 16:12

    Ich habe mir den Roman "Die Frau aus Gorlovka" von Sebastien Wermke, erschienen im Wiesenburg-Verlag zu Gemüte geführt.Das Cover ist schön und interessant gestaltet. Auch die Beschreibung auf der Rückseite verspricht anspruchsvollen Lesestoff. Aber nun zum Buch selbst.Als Leserpuplikum sind wohl eher die Frauen im Blick des Autors.Sehr positiv ist, dass ohne großes Vorgeplänkel (langes Vorwort etc.) sofort mit dem ersten Kapitel gestartet wird. Direkter Einstieg in die Geschichte.Gestartet wird das Kapitel jeweils mit einem Zitat aus der Geschichte, wie z.B. "Wir erben alles: erst das Blut und dann die Schuld" bei Kapitel 4. Ein Zitat von Theodor Fontane. Durch die Zitate ist man schon gespannt, was in dem Kapitel vorkommt und wie das Zitat durch die Buchhandlung bestätigt wird.Das Buch selbst startet mit den Dates im realen Leben der Hauptperson Andreas immer scheiterten und die Frustration die daraufhin bei ihm entsteht. Das wird aber schnell bei Seite gelegt, als er sich doch in die osteuropäischen Sphären wagt. Das ist der Beginn einer Liebesgeschichte, die sich gut und angenehm liest. Authentische Gesprächsverläufe runden das Ganze gut ab. Diese wirken vor Allem auf Grund dessen so gut, da der Autor auf die Übersetzung der englischen und ukrainischen Aussagen verzichtete. Aus dem Zusammenhang kann man die Bedeutung aber leicht erkennen.Die einzelnen Episoden sind immer fesselnd geschrieben.Auch wenn es mal erotisch zu geht, wird das Niveau gehalten und der Autor versteht es, diskret und feinfühlig diese Szenen zu beschreiben.Auch die Geschichte mit den familiären Hindernissen ist sehr gut (Eltern der Frau) und man kann sich gut hineinversetzen in die Schwierigkeiten.Insgesamt sehr gut zu lesen und fesselnd.Leseempfehlung von mir.

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  • Ganz toll

    Die Frau aus Gorlovka
    Ursula71

    Ursula71

    09. April 2016 um 16:33

    Dieses Buch war mal was ganz anders und doch was alltägliches was wiralle schon mal erlebt haben !Sebastian Wermke hat mich echt beeindruckt, er schreibt sehr witzig undrealistisch und geht dann in die Dramatik über, die mir sehr nah ging !Ich lese sehr viele Bücher und bin auch sehr kritisch und verwöhnt,aber über dieses Buch muss ich echt lange nachdenken, weil es michsehr bewegt hat.Es geht um die Suche nach der Liebe, die Erlebnisse mit komischenInternetbekanntschaften, die Begegnungen der dritten Art, lach !Dann findet Andreas auch wieder durchs Internet die Liebe in derUkraine, wo man sich nicht sicher ist, ob das was Ernste sein soll.Jelena, Mutter zweier Kinder mit der er sehr interessante Sachenerlebt, bis vielleicht ich will ja nicht spoilern die Liebe da ist ???Bitte lest es einfach und ich denke ihr seit so begeistert, wie ich !!Vielen Dank dem Autor für dieses tolle Werk !!!

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  • Dieses Buch ist eine eindeutige Empfehlung!

    Die Frau aus Gorlovka
    MatMatt70

    MatMatt70

    03. April 2016 um 15:13

    Eine überaus unterhaltsame Geschichte, gewürzt mit Klamauk, aber auch feiner Ironie. Sehr angenehm zu lesen.

  • Traumfrau gesucht

    Die Frau aus Gorlovka
    MarkusKo

    MarkusKo

    01. April 2016 um 21:57

    Wer kennt sie nicht, die unsäglichen Serien auf so manchen Privatsendern, wo deutsche Männer ihr Liebesglück im Ausland suchen, da es ihnen in der Heimat scheinbar verwehrt bleibt. Fremdschäm-Fernsehen nennen wir das und als ich den Klappentext des Buches las, glaubte ich schon, eben jenes Gefühl des Fremdschämens nun auch beim Lesen dieser Lektüre wahrnehmen zu dürfen bzw. zu müssen. Sicher, auch dieser Protagonist ist ein Antiheld, kein Frauenversteher, kein Casanova - jemand, der eher scheitert als gewinnt. Aber im Gegensatz zu all den unsympathischen Sexisten, die in besagten Doku-Formaten im TV vorgeführt werden, ist er zur Empathie fähig, ist er liebenswert und so hofft man schlussendlich tatsächlich, dass er seine ukrainische Traumfrau für sich gewinnt - umso mehr, als es im Land seiner Herzensdame für ihn immer gefährlicher wird. Der Sprachstil ist ein lakonischer und er passt zur Geschichte. Also besser dieses Buch lesen, als seine Zeit mit verdummenden Sendungen zu diesem Thema zu verschwenden!

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  • Empehlenswert!

    Die Frau aus Gorlovka
    TinaUllmann

    TinaUllmann

    01. April 2016 um 21:23

    Andreas ist ein Gescheiterter. Vor Jahren hat es ihn aus dem Erzgebirge nach Offenbach verschlagen. Doch die Fremde gibt ihm keinen Halt. Kontakt zu Frauen sucht er im Internet. Darauf folgende Begegnungen bleiben bedeutungslos, verlieren sich im Nichts. Erst als er über ein Singleportal die Ukrainerin Jelena kennenlernt, scheint sich sein Schicksal zu wenden. Sie ist geschieden, sucht einen Mann für sich und ihre Kinder. Andreas hofft auf mehr. Als er sie in ihrer Heimat besucht, müssen die Zwei allerdings feststellen, dass ihre Fernbeziehung über Skype, Webcam und Smartphone bisher nicht wirklich viel mit dem tatsächlichen Leben zu tun gehabt hat. Die Kommunikation untereinander sorgt für Verwirrung, der Clash ihrer Kulturen trägt sein Übriges zu neuen Irrtümern bei. Von Lenas Eltern wird Andreas von Beginn an abgelehnt. Was kann er tun, wenn der Grund dafür in einem der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte schlummert? Ist Russischlernen die Lösung? Oder ein Eheschließungsvisum? Vielleicht ist es das Vernünftigste, für eine Weile zusammenzuziehen, um einander zu prüfen? Fatal nur, wenn vor Ort ein Bürgerkrieg ausbricht und dann tatsächliche Herzensentscheidungen getroffen werden müssen. Ich kann den Roman in jedem Fall empfehlen. Er lebt von seiner Authentizität und man ist sofort im Geschehen drin.

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  • Zeitgenössische Donquichotterie

    Die Frau aus Gorlovka
    RamonaDe

    RamonaDe

    01. April 2016 um 20:27

    Andreas sucht im Internet nach der Frau fürs Leben, da er sie im realen Alltag nicht findet. Die Ukrainerin Jelena scheint die Richtige zu sein. Aber als er das erste Mal zu ihr reist, tut er das mit viel zu hochgeschraubter Erwartungshaltung, was zu Missverständnissen und allerlei grotesken Situationen führt. Sprachbarrieren und zwei grundverschiedene Mentalitäten sorgen für Konflikte. Aber trotz aller Windmühlen, die sich ihm in den Weg stellen, schafft es dieser Don Quichotte, die Angebetete zu erobern. Dann bahnt sich in Jelenas Heimat ein Bürgerkrieg an und Andreas muss eine Herzensentscheidung treffen. Ein gelungener Roman, witzig geschrieben und ohne Längen.

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  • Eine kurzweilige Lektüre

    Die Frau aus Gorlovka
    Lariss

    Lariss

    01. April 2016 um 15:56

    Der Protagonist Andreas sucht Frauen über Singleportale. Er ist ein schüchterner Mensch, generell ein eher unentschlossener Charakter und im Umgang mit Frauen recht unerfahren. Dies zeigt sich sehr witzig geschrieben im ersten Kapitel. Eigentlich ist er ein Tölpel. Aber ein ehrlicher Tölpel, ein Herzensguter. Erst als er im Internet die Ukrainerin Jelena kennenlernt, schöpft er wieder Hoffnung, und er besucht sie in ihrer Heimat. Allerdings hat er völlig überzogene Erwartungen. Mal tapst er aus Unbedachtheit heraus in Fettnäpfchen, mal sind es die Sprachbarrieren und unterschiedliche Denkweisen, die für Missverständnisse sorgen. Trotzdem beschließen beide, ihrer Beziehung eine Chance zu geben, sich wiederzusehen. Weshalb Jelenas Eltern ihn ablehnen, ist nachvollziehbar - ebenso die daraus folgenden Konsequenzen. Der ganze Roman ist in sich sehr stimmig und bleibt erzähltechnisch beinahe schon eine Idee zu naturalistisch. Momentaufnahmen tragisch komischer Alltäglichkeit. Deutlich wird das insbesondere dann, als der Bürgerkrieg ausbricht und finale Entscheidungen getroffen werden müssen. Wiederum könnte man sagen, dass gerade das den Reiz dieser Geschichte ausmacht.

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  • Liebe in Zeiten des Internets

    Die Frau aus Gorlovka
    Briggs

    Briggs

    29. March 2016 um 23:06

    Andreas erzählt uns von seinen Versuchen, Internetbekanntschaften im wirklichen Leben zu treffen, die allesamt nicht gut funktionieren.Als er sein Herz an eine Osteuropäerin verliert, kann man vorher ahnen, dass nicht alles reibungslos verlaufen wird, und Sebastian Wermke erzählt die Geschichte mit einem humorigen Unterton, der eine Leichtigkeit vorspiegelt, die es eigentlich nicht gibt.Andreas schafft es, seine Liebe  zu besuchen, doch schon der erste Besuch ist gespickt mit Hindernisssen:von ihren Kindern zu ihren Eltern, von peinlichen Momenten bis zur wichtigen Frage, wer was erwartet von der Beziehung... Und doch: Ihre Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf, sie sehen sich wieder! Neben der Sprache, die das Buch angenehm zu lesen macht, gibt es ein  Detail, das mir gut gefällt, weil es zeigt, wie liebevoll der Autor sein Buch geschrieben hat: Jedes Kapitel wird mit einem Zitat eröffnet, das zum gegenwärtigen Stand der Geschichte passt. Unterm Strich:Das Schwächte am Buch ist sein Cover - ich finde, das Bild passt nicht wirklich. Aber es fühlt sich gut an (für jene, denen die Haptik auch so wichtig ist wie mir :-) )

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