Sebastian Willing Bea geht

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Inhaltsangabe zu „Bea geht“ von Sebastian Willing

Dieses Buch beschreibt den Abschied von einem Kind, einem geliebten Menschen, einem Baby. Es begleitet drei Menschen auf einem Weg, dessen Ende bereits bekannt ist, dem Kampf zwischen Herz und Verstand, in dem Wissen, dass keiner von beiden gewinnen kann. Es gibt keinen Gewinner, wenn man sein Kind verabschieden, sich von seinem Baby trennen muss, selbst wenn es kein Abschied für immer ist.Dieses Buch enthält Gedanken, Gefühle, Belangloses und Interessantes, Höhen und Tiefen. Es möchte unterhalten, ein Lächeln vermitteln und versinkt dennoch stellenweise in Traurigkeit. Es erlaubt Einblicke, die vorher noch nie geschrieben, zum Teil nicht einmal ausgesprochen wurden.Dieses Buch ist keine Geschichte, keine Fiktion und keine Utopie, sondern die Dokumentation eines vorgezeichneten Weges, den zu gehen viel Kraft gekostet hat, obgleich es keine Alternative gab. Es klärt auf über die Hintergründe und lässt zugleich entscheidende Fragen offen. Fragen, die tatsächlich bis heute unbeantwortet sind und vermutlich auch nie mehr beantwortet werden.

Zum heulen schön und viel zu echt um nicht ans Herz zu gehen ...

— JustineWynneGacy
JustineWynneGacy

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  • Eine schwere Entscheidung

    Bea geht
    Shanlira

    Shanlira

    27. July 2017 um 15:06

    Zur Geschichte   Sebastian und seine Frau lernen sich früh kennen und wie das Schicksal so will, wird sie schwanger. Bea tritt in ihr Leben und gemeinsam wollen sie der Herausforderung Eltern zu sein, entgegen treten. Die ersten 3 Jahre geht alles gut. Bis eines Tages bei einem Spaziergang Bea zusammenbricht. Im Krankenhaus lässt sich nichts feststellen, aber mit der Zeit kommen die Anfälle immer häufiger und Bea`s Eltern fällt immer mehr auf, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Ihre Entwicklung verzögert sich und bald muss sie sowohl in einen besonderen Kindergarten, sowie später auch in eine besondere Schule. Die Medikamente und auch die Pflege werden immer intensiver, die Verzweiflung ihrer Eltern immer größer. Doch die Ärzte bleiben ratlos und Bea`s Krankheit und eine passende Therapie, wird leider nicht gefunden.   Da Bea eine kleine gesunde Schwester hat, fällt es den Eltern sehr schwer beiden gleich gerecht zu werden. Die ständigen Krankenhausaufenthalte und der Alltag mit ihr, zehren an ihren Nerven. Sie lieben Bea zwar, aber sie wird immer auf dem Stand einer 1 1/2 jährigen bleiben. Ihre Pflege muss immer mehr und intensiver gewährleistet sein. Sie wissen irgendwann nicht mehr weiter und müssen eine sehr schwere Entscheidung treffen, sie geben sie mit 13 Jahren in eine Vollzeitpflegeeinrichtung.   Meine Meinung   Sebastian Willing will mit seinem Buch "Bea geht - Ein Abschied auf Raten", von dem schweren Weg den er und seiner Familie gehen mussten berichten. Denn dieses Buch, ist keine erfundene Geschichte, sondern eine Geschichte, welche das Leben geschrieben hat. Ein Schicksal mit dem er und seine Familie bis heute leben müssen.   Bea ist inzwischen 17 Jahre alt und glücklich in ihrem neuen Zuhause, die Entscheidung sie wegzugeben, war für sie wohl die richtige. Sie ist vollzeitbetreut, auf ihre Bedürfnisse wird eingegangen und diese Struktur ist für sie das Richtige. Da ich selber früh Mutter geworden bin, kann ich sehr gut nachvollziehen wie es ist, sich ständig Sorgen zu machen. Wir sind total glücklich, das unsere Tochter gesund zur Welt gekommen ist und wir niemals vor so eine schwere Entscheidung gestellt werden. Das größte Glück ist, wenn alle gesund sind. In Bea`s Fall kann man einfach nur hoffen, dass sie in ihrer eigenen kleinen Welt für immer glücklich ist. Ich war mir erst überhaupt nicht sicher, ob das Buch für mich das Richtige ist, weil ich sehr emotional bin und schnell bei mir die Tränen fließen. Aber da der Autor aus meinem Wohnort kommt, konnte ich einfach nicht anders und habe mich doch herangewagt. Ich habe absoluten Respekt davor, dass die Familie sich 13 Jahre so intensiv um Bea gekümmert hat und ihre Erlebnisse mit diesem Buch versuchen zu verarbeiten. Dennoch ist mir das Buch teilweise zu distanziert geschrieben, Gefühle und Entscheidungen kommen manchmal zu hart rüber, aber jeder verarbeitet erlebtes anders.   Wer Bea und ihre Familie kennen lernen möchte, sollte das Buch einfach lesen und wer wissen möchte, wie es nach dem Buch mit ihr weiter ging kann das auf Sebastian Willing`s Blog verfolgen.

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  • Beas Weg..

    Bea geht
    Rebel_Heart

    Rebel_Heart

    26. September 2013 um 21:05

    Uff, ehrlich gesagt, was ich gar nicht, wo ich bei diesem Buch überhaupt anfangen soll, geschweige denn, in welche Richtung mich dieses Buch überhaupt führt. Das Buch stand schon länger auf meiner Wunschliste und als ich die Chance hatte, es zu bekommen, habe ich diese natürlich auch genutzt. Bea ist eigentlich ein ganz normales Mädchen und doch ist sie anders. Inzwischen 13 Jahre alt, steht sie geistig auf dem Stand einer 1 1/1jährigen. Dazu kommen Anfälle, die sogar zur Bewusstlosigkewit führen und niemand weiss genau, woher sie kommen oder was Bea richtig fehlt. Über die Jahre hinweg gehen Bea und ihre Eltern diesen Weg gemeinsam, gemeinsam mit Beas jüngerer Schwester, auch wenn sich die Eltern Bea's am Ende dafür entscheiden, sie in eine entsprechenende Einrichtung zu geben. Sie selbst fühlen sich der Aufgabe, richtig für sie zu sorgen einfach nicht mehr gewachsen. Ich glaube, auf der einen Seite kann sich niemand genau in die Situationen der Betroffenen hineinversetzen, wenn es einen nicht selbst betrifft. Ich konnte auf der einen Seite nachvollziehen, dass sich Beas Eltern für diesen Schritt entschieden haben, aber auf der anderen Seite eben auch wieder nicht, gerade aufgrund einiger Aussagen, die in dem Buch getätigt wurden. Ich konnte diese Aussagen - vielleicht auch gerade weil ich selbst Mutter bin - manchmal nicht nachvollziehen, auch wenn ich weder das Recht habe, über Beas Eltern zu urteilen, noch über Bea selbst oder die Umstände. Ich habe anhand des Titels und der Beschreibung vielleicht sogar etwas anderes erwartet und einige der beschriebenen Szenen kamen mir etwas härter vor, als sie vielleicht gedacht waren. Dennoch hat das Buch ein gewisses Mass an Gefühl und  die gesamte Familie hat meinen Respekt, dafür, dass sie mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen sind. Ich finde, dass man dieses Buch nicht anhand von irgendwelcher Sterne und Punkte, meinetwegen auch Blätter bewerten sollte, daher werde ich es auch nicht tun. Alles in allem ist es ein Buch über eine manchmal starke, manchmal schwächelnde Familie, von der sich jeder ein eigenes Bild machen sollte.

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  • Eine bemerkenswerte Lebensgeschichte

    Bea geht
    Nirena

    Nirena

    27. June 2013 um 19:34

    Ich lese sonst aus Prinzip keine Schicksalsromane. Schon den Begriff an sich finde ich unglücklich, da Roman immer Fiktion suggeriert, es in diesen Büchern aber meist um die brutale Realität geht. Genau mit diesem Wissen im Hinterkopf fehlt mir persönlich der emotionale Abstand zu Schicksalserzählungen, eben gerade, weil ich weiß, es ist wirklich passiert. Dennoch hat mich "Bea geht" von Anfang an angesprochen, vielleicht, weil ich beruflich oft mit Eltern oder Betreuern behinderter Personen zu tun habe, vielleicht auch nicht...wer weiß das schon. So oder so, nach einigem hin und her hatte ich beschlossen, es mit "Bea geht" zu versuchen. Eines kann ich ganz klar sagen: bereut habe ich das auf keinen Fall! Ja es ist teilweise sehr bewegend, aber der nüchterne Schreibstil von Sebastian Willing hilft, dass es nicht ins emotionale Desaster abgleitet. Ein Kind zu bekommen, verändert alles und das Leben der Eltern wird hinterher nie wieder so, wie es vorher war. Was wie ein Klischee klingt, ist doch die pure Wahrheit, das kann jeder bezeugen, der selbst Kinder hat. Wieviel mehr noch verändert sich alles, wenn sich herausstellt, dass das Kind, bei dem nach der Geburt doch alles so war, wie es hätte sein sollen, "anders" ist, nicht "normal"? Ich denke, das kann nur jemand nachempfinden, der tatsächlich in der Situation ist oder war. Wir begleiten Bea und ihre Eltern auf einem Weg, dessen Ende vorbestimmt ist, doch auch hier ist der Weg das Ziel. Sehr reflektiert beschreibt Sebastian Willing das Leben um und mit Bea, die schönen und die traurigen Momente, die Freude, aber auch die Belastung, die Beas Krankheit, die bis heute keinen Namen hat, mit sich bringt - für alle Beteiligten. Der Kampf zwischen Herz und Verstand, der Liebe zum Kind und dem Ende der eigenen Kräfte. Ich bin wirklich durch die knapp 160 Seiten geflogen und Beas Schicksal geht mir auch Tage später noch durch den Kopf. Eine wirklich bemerkenswerte Familie, mit viel Kraft und Mut und eine Lebensbeschreibung, die ich so noch nie gelesen habe.

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