Sebastian Willing Bea geht: Ein Abschied auf Raten

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Inhaltsangabe zu „Bea geht: Ein Abschied auf Raten“ von Sebastian Willing

Dieses Buch beschreibt den Abschied von einem Kind, einem geliebten Menschen, einem Baby. Es begleitet drei Menschen auf einem Weg, dessen Ende bereits bekannt ist, dem Kampf zwischen Herz und Verstand, in dem Wissen, dass keiner von beiden gewinnen kann. Es gibt keinen Gewinner, wenn man sein Kind verabschieden, sich von seinem Baby trennen muss, selbst wenn es kein Abschied für immer ist.Dieses Buch enthält Gedanken, Gefühle, Belangloses und Interessantes, Höhen und Tiefen. Es möchte unterhalten, ein Lächeln vermitteln und versinkt dennoch stellenweise in Traurigkeit. Es erlaubt Einblicke, die vorher noch nie geschrieben, zum Teil nicht einmal ausgesprochen wurden.Dieses Buch ist keine Geschichte, keine Fiktion und keine Utopie, sondern die Dokumentation eines vorgezeichneten Weges, den zu gehen viel Kraft gekostet hat, obgleich es keine Alternative gab. Es klärt auf über die Hintergründe und lässt zugleich entscheidende Fragen offen. Fragen, die tatsächlich bis heute unbeantwortet sind und vermutlich auch nie mehr beantwortet werden. (Quelle:'E-Buch Text/14.06.2013')

Sehr bewegend!

— Regina74

Ein Schicksal das berührt aber dennoch Mut macht, nicht aufzugeben.

— Katis-Buecherwelt
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  • Eine Geschichte aus dem wahren Leben

    Bea geht: Ein Abschied auf Raten

    Galdursfrauchen

    15. June 2015 um 20:57

    Warum wollte ich es lesen? Durch eine Lesung des Autors vor einem Jahr in unserem kleinen Dorf, bin ich auf die Geschichte aufmerksam geworden und musste sie einfach lesen. Wie praktisch, dass er ein paar Exemplare dabei hatte. Es ist eine Geschichte aus dem wahren Leben. Eine schwere Entscheidung muss gefällt werden und ob dies nicht schon schwer genug ist, legt die Bürokratie noch mehr Steine in den Weg. Bea hat eine Krankheit, welche bis heute noch nicht definiert werden konnte. Wie hat es mir gefallen? Wie kann ich ein Buch bewerten, das das wahre Leben geschrieben hat? Ich weiß es nicht und deswegen werde ich es auch nicht tun, jedenfalls nicht im eigentlich Sinne, denn dass ich Dir meine Meinung hierzu mitteile, ist ja schon eine Bewertung  Ursprünglich ist das Buch als Blog geschrieben worden. Also ein richtiges Tagebuch mit seine Un – und Regelmäßigkeit. Ich finde, dass die Eltern für sich eine richtige Lösung finden mussten, und wenn das nun bedeutet, ein nettes, kompetentes Heim für Bea zu finden, dann ist es richtig. Auch eine andere Entscheidung wäre richtig gewesen, denn in meinen Augen gibt es hier kein Gut oder Schlecht. Es gibt nur den richtigen Weg mit dem alle leben können und zufrieden sind. Ich selbst weiß nicht, ob ich es so lange geschafft hätte, aber dies kommt wohl immer auf den eigenen Charakter an und wofür man kämpfen kann und muss. Vielleicht würde ich einen anderen Gedanken darüber haben, wenn ich eigene Kinder hätte. Ich habe bei diesem Buch viel überlegt, gelacht, fast geweint und mich mit geärgert, denn warum machen es manche Menschen einem das Leben so schwer, wobei es schon schwer genug ist? Wenn du gerne Geschichten aus dem Leben liest, dann solltest Du in dieses Buch mal reinschauen. Und zusammengefasst? Ein Buch voller Emotionen und Gedanken. Es zeigt die schönen und traurigen Seiten des Lebens, die jeder kennt.

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  • Bea geht: Ein Abschied auf Raten

    Bea geht: Ein Abschied auf Raten

    dine04

    31. October 2013 um 07:44

    In dem Buch beschreibt (und verarbeitet wahrscheinlich) Sebastian Welling den Weg den sie mit Ihrer kranken Tochter Bea gegangen sind. Als gesundes Kind kommt Bea zur Welt. Doch mit knapp 3 Jahren werden die ersten Entwicklungsverzögerungen bemerkt. Als mysteriöse Krampfanfälle hinzukommen sind selbst die Ärzte bald mit ihrem "Latein" am Ende. Das Buch lässt den Leser an den Höhen und Tiefen, der Ratlosigkeit, die immer wieder aufkeimende Hoffnung und letztendlich der wohl schwersten Entscheidung im Leben der Eltern teilhaben.

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  • Bea geht: Ein Abschied auf Raten

    Bea geht: Ein Abschied auf Raten

    sunflower130280

    16. September 2013 um 20:25

    Diese Erfahrungsgeschichte von Bea und ihren Eltern hat mich tief im Herzen berührt. Sebastian Willing erzählt in diesem Buch über den Abschied, den er und seine Frau von ihrer kleinen Tochter Bea nehmen mussten. Bea kam als "gesundes" Kind auf die Welt, kurz vor ihrem dritten Geburtstag fällt sie bei einem Spaziergang einfach um und krampft. Kein Arzt weiss bis heute woran Bea erkrankt ist - es gibt keinen Namen für diese Krankheit. Es ist KEINE erfundene Geschichte, es ist genau das was Sebastian und seiner Frau Tanja passiert ist! 13 Jahre Pflege des eigenen Kindes, was im Geiste nur 1 1/2 Jahre ist, ist eine stolze Leistung, die höchsten Respekt verdient hat. Die Entscheidung das eigene Kind nicht mehr rund um die Uhr pflegen zu können und es in eine "Pflegeeinrichtung" zu geben, stelle ich mir sehr schwer vor, selbst dann wenn man weiss das es das "beste" für das Kind ist.  Ich kann Euch dieses Buch nur ans Herz legen...

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  • Lesenswert

    Bea geht: Ein Abschied auf Raten

    kira35

    12. September 2013 um 12:40

    In diesem Buch dokumentiert Sebastian Willing den Weg, den seine Frau, die jüngere Schwester von Bea und er mit Tochter Bea bisher gegangen sind. Bea, ein Mädchen von nun dreizehn Jahren, die an einer Krankheit leidet, die keinen Namen hat. Es gibt Einblick in den täglich Alltag, mit all seinen Höhen und Tiefen - und Fragen, auf die es vermutlich keine Antwort gibt. Meinung / Fazit: Diese Dokumentation über das Leben und Zusammenleben mit seiner Tochter Bea hat mich sehr berührt. Man nimmt so viel im Leben als selbstverständlich an und macht sich oft keine Gedanken darüber, wie es wäre, wenn sich das Leben plötzlich in die andere Richtung entwickelt. Die Geburt eines Kindes ist ein bedeutender Abschnitt im Leben eines Paares, dass kann ich als Mutter bestätigen.  Zuerst schien bei Bea auch alles normal zu sein, keine Auffälligkeiten in den Untersuchungen, alles im normalen Rahmen, sogar der Kinderarzt sah keinen Grund zur Sorge. Und dann, nach knapp drei Jahren, der Zusammenbruch von Bea. Kein Arzt weiß bis heute, woran sie erkrankt ist. Verschiedene Therapien und Fördermöglichkeiten wurden ausprobiert - brachten aber keine Fortschritte, es gibt eher Rückschritte als Fortschritte. Mit viel Liebe und stetigem Einsatz betreuten Sebastian und seine Familie Bea und taten sich mit dem Entschluss nicht leicht, Bea mit dreizehn Jahren in eine betreute Wohngruppe zu geben. Bea fühlt sich wohl dort, kommt ab und zu an den Wochenenden nach Hause und ist und bleibt weiterhin ein geliebtes Kind.  Die Zeit hat gezeigt, diese Entscheidung war richtig. Ein Buch mit vielen Gedanken, Gefühlen, Höhen und Tiefen. Lesenswert!

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  • eigentlich wollte ich keine Sternebewertung abgeben,....

    Bea geht: Ein Abschied auf Raten

    loewe

    01. September 2013 um 16:48

    Klappentext “Dieses Buch beschreibt den Abschied von einem Kind, einem geliebten Menschen, einem Baby. Es begleitet drei Menschen auf einem Weg, dessen Ende bereits bekannt ist, dem Kampf zwischen Herz und Verstand, in dem Wissen, dass keiner von beiden gewinnen kann. Es gibt keinen Gewinner, wenn man sein Kind verabschieden, sich von seinem Baby trennen muss, selbst wenn es kein Abschied für immer ist. Dieses Buch enthält Gedanken, Gefühle, Belangloses und Interessantes, Höhen und Tiefen. Es möchte unterhalten, ein Lächeln vermitteln und versinkt dennoch stellenweise in Traurigkeit. Es erlaubt Einblicke, die vorher noch nie geschrieben, zum Teil nicht einmal ausgesprochen wurden. Dieses Buch ist keine Geschichte, keine Fiktion und keine Utopie, sondern die Dokumentation eines vorgezeichneten Weges, den zu gehen viel Kraft gekostet hat, obgleich es keine Alternative gab. Es klärt auf über die Hintergründe und lässt zugleich entscheidende Fragen offen. Fragen, die tatsächlich bis heute unbeantwortet sind und vermutlich auch nie mehr beantwortet werden.” ISBN: 978-3-7322-4139-2 Books on Demand Mein Gefühl Dieses Buch hat mich tief beeindruckt und sehr berührt. Dieses Buch ist einzigartig und ergreifend. Sebastian Willing beschreibt in diesem Buch den Lebensweg von Tochter Bea. Diese wurde mit einer Behinderung geboren, die momentan medizinisch nicht eindeutig einzuordnen ist. Sebastian Willing dokumentiert in diesem Buch das gemeinsame Leben der Familie mit allen Höhen und Tiefen die eine solche Situation mit sich bringt. Wir erfahren das die Eltern sich sehr jung gefunden haben und das Bea eigentlich nicht geplant war und doch willkommen. Lange blieb Beas Krankheit unentdeckt, es hiess  immer oft, sie spricht eben etwas später…Und dann ist es eindeutig, Bea ist behindert. Sie hat immer wieder Anfälle die sie von einer Sekunde auf die andere hinfallen lassen, ihre Muskeln versagen in dem Moment den Dienst. Lange Zeit schafft es die Familie Bea zuhause zu betreuen. Die Familie richtet ihr Leben nach Bea aus. Auch die kleine Schwester kann oft helfen. Wir dürfen 13 Jahre aus Beas Leben mit den Eltern und der Schwester verfolgen. Ich wusste am Anfang nicht wirklich was auf mich zukommen würde. Nun bin ich sehr froh, dass ich dieses Buch lesen durfte. Sebastian Willing gelingt es hier von und über seine Familie zu berichten ohne, das alles nur traurig und hoffnungslos erscheint. Er beschreibt die schwierigen Momente aus dem Leben der Familie ungeschönt und so wie es eben ist…und doch dürfen wir auch schöne und glückliche Momente erleben. Nach langem überlegen habe ich mich entschlossen keine Sternebewertung für dieses Buch abzugeben. Dies soll nicht heissen, dass mir das Buch nicht gefallen hat, ans Herz gewachsen ist, aber ich möchte hier nicht bewerten oder einstufen. Ich finde dieses Buch gut, sehr gut. Ich finde dieses Buch benötigt keine Bewertung. Meine Gedanken sind bei Bea und ihrer Familie und ich wünsche ihnen alles erdenklich Gute.

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  • bewegend

    Bea geht: Ein Abschied auf Raten

    Manja82

    19. August 2013 um 17:29

    Kurzbeschreibung: Dieses Buch beschreibt den Abschied von einem Kind, einem geliebten Menschen, einem Baby. Es begleitet drei Menschen auf einem Weg, dessen Ende bereits bekannt ist, dem Kampf zwischen Herz und Verstand, in dem Wissen, dass keiner von beiden gewinnen kann. Es gibt keinen Gewinner, wenn man sein Kind verabschieden, sich von seinem Baby trennen muss, selbst wenn es kein Abschied für immer ist. Dieses Buch enthält Gedanken, Gefühle, Belangloses und Interessantes, Höhen und Tiefen. Es möchte unterhalten, ein Lächeln vermitteln und versinkt dennoch stellenweise in Traurigkeit. Es erlaubt Einblicke, die vorher noch nie geschrieben, zum Teil nicht einmal ausgesprochen wurden. Dieses Buch ist keine Geschichte, keine Fiktion und keine Utopie, sondern die Dokumentation eines vorgezeichneten Weges, den zu gehen viel Kraft gekostet hat, obgleich es keine Alternative gab. Es klärt auf über die Hintergründe und lässt zugleich entscheidende Fragen offen. Fragen, die tatsächlich bis heute unbeantwortet sind und vermutlich auch nie mehr beantwortet werden. (Quelle: Books on Demand) Meine Meinung: Tanja und Sebastian werden schon recht früh Eltern. Doch beide freuen sich auf das Baby. Zunächst scheint auch alles in Ordnung zu sein, wenn man von der doch schweren Geburt einmal absieht. Bald aber kristallisiert sich heraus, Bea ist irgendwie anders. Sie hinkt in der Entwicklung merklich hinterher und sprechen mag sie auch nicht. Und sie bekommt immer mehr mysteriöse Anfälle. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel. Der Weg der Eltern mit der Pflege ihres Kindes wird immer schwieriger. Am Ende steht ihre Entscheidung fest, Bea wird sie verlassen und in eine Wohngemeinschaft ziehen… Das Buch „Bea geht: Ein Abschied auf Raten“ wurde von Sebastian Willing verfasst. Er selbst ist der Vater des hier angesprochenen Kindes, von Bea. Sebastian Willing schildert hier die Geschichte seiner Tochter mit allem was dazu gehört. Er wahrt immer eine gewisse Distanz, ich denke es nimmt ihn nach wie vor sehr mit und er möchte die Gefühle, die vorgeherrscht haben, nicht unbedingt wieder hochkommen lassen. Nachvollziehbar werden die Ängste aber auch die Freuden der Eltern beschrieben. Der Leser begleitet Tanja, Sebastian und Bea zu Untersuchungen, erlebt aber auch schöne Dinge gemeinsam mit ihnen. Ich gebe zu ich hatte zu Beginn Respekt vor diesem Buch, hab sogar überlegt es gar nicht zu lesen. Nun aber, nachdem ich diese 160 Seiten gelesen habe, bin ich froh es doch getan zu haben. Dieses Buch ist ehrlich, emotional und nimmt mit. Man leidet gemeinsam mit den Eltern und erlebt ein ständiges Auf und Ab welches am Ende eine klare Konsequenz mit sich bringt. Fazit: „Bea geht: Ein Abschied auf Raten“ von Sebastian Willing ist ein sehr bewegendes Buch. Das Schicksal von Bea berührt und regt zum Nachdenken an. Sehr empfehlenswert!

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  • Sehr guter Einblick in ein Familienschicksal, nicht zu emotional

    Bea geht: Ein Abschied auf Raten

    Lisbeth76

    29. July 2013 um 09:49

    Ein bisschen Angst hatte ich vor diesem Buch. Ich bin selbst Mutter einer 14jährigen Tochter, aus diesem Grund gehen mit Geschichten über kranke Kinder oder verwaiste Eltern sehr nah. Sebastian Willing ist es allerdings gelungen so zu schreiben, dass ich als Leserin immer eine gute Distanz wahren konnte. Nicht zu emotional erzählt er den Weg von Bea von der Geburt bis zu ihrem 13. Lebensjahr. So war ich weniger traurig sondern viel mehr voller Bewunderung für die Kraft, die Beas Eltern für die Pflege ihrer behinderten Tochter aufgebracht haben. Ständige Anfälle, kaum Entwicklung, Bea bleibt geistig auf dem Stand einer etwas Anderthalbjährigen und dazu die Ungewißheit, das das Kind überhaupt hat, denn trotz zahlreicher Untersuchungen bleibt dies ein Rätsel. Ich habe das Buch von gestern auf heute in nahezu einem Rutsch gelesen, es ist sehr interessant und natürlich war ich gespannt, wie das Buch, bzw. die Geschichte um Bea vorerst endet. Es läßt sich flüssig und einfach lesen und ich kann mir ein kleines Bild von Alltag mit Bea machen. Als Mutter einer 14jährigen Tochter bin ich einmal mehr dankbar ein gesundes Kind haben zu dürfen, welches seine eigenen Wege geht und mir mittlerweile, längst dem Gröbsten entwachsen, viel Freiraum gibt. Bea geht kann ich jedem empfehlen, der gerne und mit Interesse Schicksalsberichte dieser Art mag. Und auch Menschen die wie ich, besonders beim Lesen nahe am Wasser gebaut sind, können das Buch bedenkenlos zur Hand nehmen, ist hat mich zwar nicht unberührt gelassen, aber auch nicht fertig gemacht. Bei so einer Geschichte, die so ganz anders ist als die Bücher, die ich sonst lese, fällt es mir schwer meinen Gesamteindruck in kurze Worte zu fassen. Worte wie toll und spannend sind hier fehl am Platze und dennoch hat es ein so großes Interesse geweckt, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

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  • Sehr bewegend

    Bea geht: Ein Abschied auf Raten

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. July 2013 um 09:00

    Sachlich und doch mit ganz viel Emotionen beschreibt Sebastian Willing den Alltag mit einem Kind, das rund um die Uhr gepflegt werden muss. Im Kern geht es um die Entscheidung, das Kind in eine Pflege zu geben, denn der Alltag ist alles andere als einfach.  Dieses Buch bewegt und rüttelt auf. Lesen sollten es nämlich lange nicht nur Eltern in einer ähnlichen Situation, sondern vor allem diejenigen, die gesunde Kinder haben. Wir vergessen viel zu häufig wie gut es uns geht und Jammern über den Stress, den Kinder verursachen können. Wir jammern auf hohem Niveau und das ist - angesichts dem was Beas Eltern durchgemacht haben und immer noch durchmachen - lächerlich.  Respekt und alles Gute für Bea!!!

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  • Eine bewegende Familiengeschichte, die Mut macht

    Bea geht: Ein Abschied auf Raten

    jenny_wen

    12. July 2013 um 12:55

    Inhalt: Vorweg möchte ich sagen, das ich dieses Buch eigentlich gar nicht lesen wollte, denn ich lese nicht gerne Bücher über Schicksalsschläge, etc. Und doch wollte ich wissen, was mit der kleinen Bea los ist. Ich wollte wissen, warum die Eltern so kämpfen müssen. Doch Sebastian Willing hat mich auf den ersten Seiten in seinen Bann gezogen. Jung werden er und seine Frau Eltern. Es sieht auch alles gut aus, denn die Schwangerschaft und die Geburt verliefen normal. Und doch stellen die Eltern fest, das Bea sich nicht zeitgerecht entwickelt. Sie krabbelt nicht, fängt nicht an zu laufen und sprechen tut sie erst recht nicht. Jahrelang werden Tests mit Bea und auch mit den Eltern gemacht, um festzustellen, woran sie leidet. Und doch können die Ärzte es nicht spezifizieren, worunter Bea leidet. Immer häufiger leidet sie unter Anfälle, in denen ihre Muskeln sich einfach entspannen und sie zusammen klappt. Nur mit einem Notfallmedikament, welches die Eltern immer zu Hause haben, können sie das Mädchen aus einem solchen Anfall heraus holen. Das schlimmste jedoch ist, dass Bea die kleinen Fortschritte, die sie gemacht hat, nach einem solchen schlimmen Anfall nicht mehr beherrscht. Diese Sachen fallen aber auch erst mit der Zeit auf. Ich selbst bewundere die Eltern für ihre Kraft, dass sie sich so lange um Bea gekümmert haben. Denn das ist sicherlich nicht leicht gewesen. Und es zeigt mir, wie bürokratisch Deutschland doch ist. Entscheidungen, die eigentlich schnell gefällt werden sollten, brauchen teilweise Wochen, wenn nicht sogar Monate. Ich werde Bea´s Weg weiterhin verfolgen, denn Sebastian Willing hat einen Blog, wo er ebenfalls niederschreibt. www.pal-blog.de Mein Fazit: Eine faszinierende, bewegende und zugleich schicksalshafte Geschichte, die zeigt, mit Zusammenhalt, Kraft und Mut kann man auch solche Situationen meistern. 5 Sterne für den Mut, dieses Buch zu schreiben und uns Leser in die kleine Familie eintauchen zu lassen.

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  • Rezension zu "Bea geht - Ein Abschied auf Raten" von Sebastian Willing

    Bea geht: Ein Abschied auf Raten

    Katis-Buecherwelt

    11. July 2013 um 12:00

    Klappentext: Dieses Buch beschreibt den Abschied von einem Kind, einem geliebten Menschen, einem Baby. Es begleitet drei Menschen auf einem Weg, dessen Ende bereits bekannt ist, dem Kampf zwischen Herz und Verstand, in dem Wissen, dass keiner von beiden gewinnen kann. Es gibt keinen Gewinner, wenn man sein Kind verabschieden, sich von seinem Baby trennen muss, selbst wenn es kein Abschied für immer ist. Dieses Buch enthält Gedanken, Gefühle, Belangloses und Interessantes, Höhen und Tiefen. Es möchte unterhalten, ein Lächeln vermitteln und versinkt dennoch stellenweise in Traurigkeit. Es erlaubt Einblicke, die vorher noch nie geschrieben, zum Teil nicht einmal ausgesprochen wurden. Dieses Buch ist keine Geschichte, keine Fiktion und keine Utopie, sondern die Dokumentation eines vorgezeichneten Weges, den zu gehen viel Kraft gekostet hat, obgleich es keine Alternative gab. Es klärt auf über die Hintergründe und lässt zugleich entscheidende Fragen offen. Fragen, die tatsächlich bis heute unbeantwortet sind und vermutlich auch nie mehr beantwortet werden. (Textquelle: amazon.de) Zum Buch: Das Cover zeigt ein Bild von Bea. Auf dem ersten Blick meint man, sie sei ein ganz normales Mädchen, ihre Krankheit sieht man ihr nicht an. Zitate: „Immer, wenn du glaubst, dass es nicht weitergeht, dass Du an etwas zerbrichst, findest Du am Ende doch noch irgendwo die Kraft, um die Probleme durchzustehen“ (Seite 59) „Vom Verstand her gesehen, ist es wirklich die beste Lösung, aber gefühlt bleibt es falsch.“ (Seite 74) Erster Satz: „Der Himmel ist blau, die Sonne scheint, aber trotzdem ist es kalt, wie immer zu dieser Jahreszeit.“ Meine Meinung: In diesem Erfahrungsbericht erzählt uns der Autor Sebastian Willing, als Vater von Bea, seine Geschichte über den Alltag mit seiner Tochter und dem schweren Weg des Abschied nehmens. Schon sehr früh werden Tanja und Sebastian Eltern, doch die Freude ist groß. Trotz einer schweren Geburt scheint alles in Ordnung zu sein. Doch bald bemerken die jungen Eltern, dass mit Bea etwas nicht stimmt. Sie hängt in ihrer Entwicklung stark hinterher, sprechen scheint sie auch nicht zu wollen und dann auf einmal klappt Bea einfach so zusammen. Die Ärzte rätseln und keiner kann genau sagen, was Bea fehlt. Sie erleidet immer mehr Anfälle, die zeitweise auch immer stärker werden und entwickelt sich eher zurück als vorwärts. Mit den Jahren wird die Pflege um Bea immer anstrengender, die Nerven werden stark strapaziert und die Entscheidung steht fest … Bea wird in eine Wohngemeinschaft einziehen. Diese Erfahrungsgeschichte ging mir sehr nahe und die Ängste der Eltern konnte ich sehr gut nachvollziehen. Der Autor und gleichzeitig der Vater von Bea erzählt uns Leser ab der Geburt von Bea bis zum Einzug in die Wohngruppe. Den harten Weg der Untersuchungen, der Bürokratie, dem Zusammenleben, über deren Ängste aber auch über die schönen Momente und Erlebnisse mit Bea. Diese Schicksalsgeschichte gibt aber auch anderen Betroffenen Mut und Kraft weiterzukämpfen, und zeigt ihnen auch, dass diese nicht allein mit ihren Fragen und Ängsten sind, sondern auch andere Familien betroffen sind. Ich möchte hier an dieser Stelle auch noch einmal sagen, dass ich die Entscheidung der Familie sehr gut verstehen kann und ich finde, dass sie die richtige getroffen haben. Auch wenn es sehr schwer ist einen geliebten Menschen ziehen zu lassen, ist es doch das Beste für alle Beteiligten. Die Familie kommt zur Ruhe, Bea wird gut versorgt. Viele Betroffene plagen Schuldgefühle, ob sie das richtige getan haben und ihr Kind in eine entsprechende Betreuung gaben. Die Außenwelt reagiert in solchen Fällen sehr Zwiegespalten und ich finde, darauf sollte man als Betroffener keine Rücksicht nehmen. Man sollte für sich selber entscheiden, was am besten ist, wie man sich am wohlsten in der Situation fühlt, es hat für mich nichts mit Abschiebung zu tun, im Gegenteil. Dieses Buch ist nicht nur für Betroffene gedacht um ihnen Mut zu geben, sondern auch für diejenigen die eine solche Situation gerne besser verstehen möchten. Fazit: Ein Schicksal das berührt aber dennoch Mut macht, nicht aufzugeben. Um das Glück des Kindes, aber auch um sein eigenes zu kämpfen, sich lohnt. Ein Abschied auf Raten, der einem wiederherum auch eine neue Lebenstür öffnet, und die neue Zeit genießen lässt. Meine Wertung: 5,0 von 5 Vögel

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  • Ein Schicksalsroman der anderen Art..

    Bea geht: Ein Abschied auf Raten

    maryjuana

    05. July 2013 um 17:44

    Das Buch hat mich berührt. Die Geschichte von Sebastian und seiner Frau ist mir wirklich ans Herz gegangen. Plötzlich trat Bea in ihr Leben, obwohl beide noch jung und unerfahren waren. Anfangs lief alles ganz normal, doch Bea wollte partout nicht sprechen, was den beiden schon Sorgen bereitete. Als Bea drei Jahre alt war, hatte sie bei einem Spaziergang ihren ersten Anfall. Jahre und verschiedene Therapien, Krankenhausaufenthalte, sowie zig Untersuchungen haben bis heute keine Antwort auf die Frage "Was Bea hat" gebracht. Irgendwann fällt der Entschluss, Bea in eine Wohngruppe "abzugeben". Doch Herz und Verstand arbeiten gegeneinander. Ist es richtig oder falsch? Fazit Es ist ein tolles Buch, auch wenn einen das Schicksal der Familie wirklich mitnimmt. Sebastian schreibt die Geschichte ein wenig distanziert, aber dennoch so, dass man sich gut in die Geschehnisse einfühlen kann. Immer wieder findet man ironische/ sarkastische Anmerkungen zu den deutschen Behörden, was einem des öfteren ein Grinsen ins Gesicht zaubert. Die Distanz, die Sebastian beim Erzählen der Geschichte genutzt hat, ist vielleicht eine Art Selbstschutz, um die Gefühle, die sie damals gespürt haben, nicht noch einmal an sich heranzulassen. 13 Jahre Pflege eines Kindes, das im Geiste nur 1 1/2 Jahre ist, ist eine stolze Leistung, die höchsten Respekt für Sebastian und seine Frau verlangt.

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