Selim Özdogan

 3.9 Sterne bei 360 Bewertungen
Autorenbild von Selim Özdogan (© Tim Breuning / Quelle: Haymon Verlag)

Lebenslauf von Selim Özdogan

Selim Özdogan wurde 1971 geboren und wuchs zweisprachig auf. Seit 1995 veröffentlichte er einige Romane. Özdogan lebt in Köln.

Alle Bücher von Selim Özdogan

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Cover des Buches Die Tochter des Schmieds9783746627342

Die Tochter des Schmieds

 (46)
Erschienen am 28.02.2011
Cover des Buches Wieso Heimat, ich wohne zur Miete9783709972380

Wieso Heimat, ich wohne zur Miete

 (43)
Erschienen am 27.06.2016
Cover des Buches Trinkgeld vom Schicksal9783746624471

Trinkgeld vom Schicksal

 (25)
Erschienen am 10.01.2008
Cover des Buches Wo noch Licht brennt9783709972991

Wo noch Licht brennt

 (21)
Erschienen am 19.09.2017
Cover des Buches Zwischen zwei Träumen9783404165223

Zwischen zwei Träumen

 (21)
Erschienen am 27.11.2010
Cover des Buches Ein gutes Leben ist die beste Rache9783746614793

Ein gutes Leben ist die beste Rache

 (20)
Erschienen am 01.03.2000
Cover des Buches Mehr9783746617213

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 (17)

Neue Rezensionen zu Selim Özdogan

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Rezension zu "Wieso Heimat, ich wohne zur Miete" von Selim Özdogan

Einmal Freiburg— Istanbul
Filzblumevor einem Jahr

Das Buch hat insgesamt 30 Kapitel. Jedes ist einzigartig und schon in seinem Text zum Schmunzeln. Geschildert wird das Leben von Krishna Mustafa, der in Istanbul geboren, aber in jungen Jahren mit seiner Mutter nach Freiburg gezogen ist. Er lebt dort in einer WG , die Mutter hat sich sich vom Vater getrennt, der lebt in der Türkei. Krishna Mustafa studiert und seine Freundin Laura macht mit ihm Schluss. Sie behauptet das er keine Identität hat. So macht er sich, bestärkt von „Hase“, ein älterer Freund, der sich sein Geld mit Dealen verdient, aber das Herz auf dem rechten Fleck hat, auf nach Istanbul. 6 Monate wird er dort verbringen. Er tauscht sein WG Zimmer in Deutschland gegen das in der Türkei, dort lernt er die Mitbewohner, Isa und Yunus kennen und Esra, seine Freundin. „Emre hat nur erzählt, dass du die Türkei besser kennenlernen möchtest.“ „Emre ist mein Cousin und wohnt seit gestern in meinem WG-Zimmer in Freiburg, dafür habe ich sein Zimmer hier. Nein, nicht die Türkei, sage ich. Ich möchte mich besser kennenlernen. Meine Wurzeln. Ich bin gekommen, weil ich meine Identität finden möchte.„ Das da die Missverständnisse vorprogrammiert sind ist klar. Das Buch zeigt auf humorvolle Weise auf Türken und Deutsche zugleich, ist politisch unkorrekt, sprachlich witzig, nachdenklich, manchmal philosophisch . Zeigt Vorurteile, die verschiedenen Perspektiven, Gemeinsamkeiten. „In der Türkei glauben wir ja, dass alles in Deutschland seine Ordnung hat. Aber wir wissen nicht, dass diese Ordnung genauso wenig Logik hat wie unser Chaos.“ Mein Lieblingsatz: „Die Wahrheit ist wie Wasser, sagt er. Sie findet immer einen Weg. Die Wahrheit ist, diese Welt ist rund und man muss ein wenig geschmeidig sein, wenn man sich mitdrehen möchte.“(Kapitel 21). Ein humorvolles Buch für jeden der beide Seiten kennenlernen möchte, ohne Vorurteile ist und sich gut unterhalten möchte.

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Rezension zu "Nirgendwo & Hormone" von Selim Özdogan

Das Salz in der Suppe fehlt
rkuehnevor einem Jahr

Ein Roadtrip, aufregend, tiefsinnig, humorvoll und immer wieder schockierend. Özdogan lasst und mit Jesse und seinem Freund Philipp durch eine nie näher benannte Steppe fliehen, in einem Auto in dem plötzlich Ruth sitz und immer auf der Flucht vor Jan, der wütend ist, weil Philipp nur nochmal mit seiner frischvermählten Frau schlafen wollte und das auch gemacht hat. Ein unterhaltsamer Trip durch die Untiefen von Freundschaft, Liebe, Leidenschaft und all den Rucksäcken, die wir so mit uns r rumschleppen, dem am Ende irgendwas fehlt, was ich nicht näher benennen kann, einfach das Salz in der Suppe.

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Rezension zu "Wo noch Licht brennt" von Selim Özdogan

Sensible Lebensgeschichte einer Deutschtürkin
Aischavor 2 Jahren

Özdogans letzter Teil der Trilogie rund um die Deutschtürkin Gül ist auch ohne Kenntnis der ersten beiden Bände gut zu lesen.
Gül kehrt nach einigen Jahren in der Türkei erneut nach Deutschland zurück, um wieder bei ihrem Mann Fuat zu leben. Die Familie ist verstreut, ihre bereits erwachsenen Kinder leben teils in Deutschland, teils in der Türkei. Wo sich Gül zu Hause fühlt ist lange unklar, sie scheint irgendwo zwischen der türkischen und der deutschen Gesellschaft zu hängen. 
Özdogan schildert die Gefühlswelt seiner Protagonistin sehr einfühlsam und mit ungewöhnlichen Bildern. Seine Sprache ist blumig, geradezu poetisch. So werden etwa Gefühle mit Farben assoziiert, und man findet noch weitere Synästhesien, die jedoch nie ins Kitschige abdriften.
Gül wird von mehreren Schicksalsschlägen getroffen, ihr so sehr geliebter Vater stirbt in der Türkei, ohne dass sie ihn noch einmal sprechen kann, Güls Tochter wird jung Witwe. Gül muss nicht nur mit der Untreue ihres Ehemannes fertig werden, nein, er verspielt auch noch das gemeinsame Ersparte. Gül reagiert wenig, meist erträgt sie ihr Schicksal, sie ist gottergeben, bescheiden und doch sehr stark. Diese Stärke ist ihr selbst wohl kaum bewusst, sie ist zugleich in vielen Ängsten gefangen und begehrt nur selten auf. 
Als Rentnerin geht sie wieder zurück in die Türkei, doch auch dort ist es nicht wirklich ein "nach Hause kommen". 
Der Roman ist weniger eine Geschichte über kulturelle denn über individuelle Unterschiede. Ich habe sehr mit Gül gelitten, ihre Melancholie zieht sich fast wie ein roter Faden durch die Geschichte. Beeindruckt hat mich, wie sie ihr Schicksal anzunehmen vermag.
Ein großer Roman über eine leise Frau.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Wo noch Licht brenntundefined

Einladung zur Leserunde

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

hiermit möchte ich euch herzlich einladen zur Leserunde von „Wo noch Licht brennt“. Bewerbt euch hier vor dem 6. August und gewinnt eines von 20 Freiexemplaren!

„Wo noch Licht brennt“ ist ein Roman, in dem es um Trennung geht, um die damit verbundene Sehnsucht und den Schmerz. Ein Buch voller Melancholie, doch die Melancholie ist ein Teil der Liebe und hier hilft die Warmherzigkeit der Hauptfigur Gül, dass sie nie zu schwer wird.

Ein Roman, in dem es um Familie geht, den Halt, den man dort findet und das Leid, das sie verursachen kann. Ein Roman, der einen auch herausfordern kann, den eigenen Partner mit anderen Augen zu betrachten. Ein Buch, in dem ich versucht habe, möglichst nahe am Innenleben der Protagonistin zu sein.

"Wo noch Licht brennt“ ist der letzte Teil einer Trilogie, die mit "Die Tochter des Schmieds" begann und mit "Heimstrasse 52" weiterging. Er kann - wie die anderen beiden Teile auch - sehr gut allein gelesen werden.


Kurzinhalt

Es gibt drei Möglichkeiten, dem Leben zu begegnen: dulden, kämpfen, fliehen. Nach acht Jahren in der Türkei verlässt Gül zum zweiten Mal ihre anatolische Heimat in Richtung Deutschland: Um wieder bei ihrem Mann Fuat zu sein, und um noch einmal Fuß zu fassen in einem Land, das ihr eine bessere Zukunft verspricht, obwohl es ihr stets fremd geblieben ist. Heimweh und Sehnsucht hat sie gelernt zu erdulden, indem sie ihrer Umwelt immer liebevoll und voller Akzeptanz begegnet. Mit ihrer Herzlichkeit und Wärme berührt Gül jeden - über die Grenzen kultureller und sozialer Konventionen hinweg.

Es ist das Leben einer beeindruckenden Frau, das Selim Özdogan mit viel Gefühl und Poesie, aber ohne Sentimentalität schildert. Ein Leben, das geprägt ist von Melancholie und Trennung ebenso wie von Warmherzigkeit und Anteilnahme.


Ich freue mich darauf, eure Lesarten kennenzulernen.



Alle Infos zum Buch: https://goo.gl/dL5GXw

Hier geht’s zur Leseprobe: http://b2l.bz/5aID3B

273 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Selim Özdogan im Netz:

Community-Statistik

in 359 Bibliotheken

auf 55 Wunschlisten

von 12 Lesern aktuell gelesen

von 17 Lesern gefolgt

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