Selim Özdogan Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist

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Inhaltsangabe zu „Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist“ von Selim Özdogan

NO RISK - NO FUN. Eines Tages entdeckt Alex diese vier Worte in einer Kölner Kneipe, und fortan glaubt er an sie. Man muß etwas riskieren können, wenn man nicht immer Karussell, sondern lieber Achterbahn fahren möchte. Als er sich dann in die Studentin Esther verliebt, ist es plötzlich da, das Gefühl, unbesiegbar und unsterblich zu sein, jung und stark. Aber während er noch meint, ganz oben zu schweben, saust er schon abwärts ins Chaos der Einsamkeit, von nichts begleitet als Schnoddrigkeit, coolness und Freund Henrys Sprüchen: "Keep on fighting!"

Etwas unausgegoren, mir zu jugendlich. Trotzdem habe ich weitere Romane von ihm gelesen - etwas hat mich also doch gefesselt.

— Ruby Summer

So war das in den Neunzigern, als man süße 20 war, verliebt, berauscht, desillusioniert vom jungen Leben. Wahnsinnstitel, tolle Geschichte.

— Buchstabenliebhaberin

Viel Weltschmerz und eine melancholische Liebesgeschichte - nicht ganz so wunderschön traurig wie der Titel, aber fast.

— 28horseshoe

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    Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist

    Buchstabenliebhaberin

    Ich habe das Buch gesehen und musste es haben! Dieser Titel, das Cover (ich hab das Buch mit dem Cover des Hörbuchs), alleine schon als Wohndeko volle 100 Punkte. Doch auch der Inhalt ist eine Wucht. Er ist Schmerz, Leid, Rausch. Junge Liebe, Hoffnungslosigkeit und Verlorenheit der Jugend, eine dicke Jungsfreundschaft, die auf die Probe gestellt wird, junge Frauen, auf der Suche nach Liebe oder Freiheit. Menschen, die dabei sind, erwachsen zu werden. Die sich noch nicht gut kennen. Wehe, wenn sie auf einander losgelassen. Junge Liebe zu einer Zeit, als es noch keine Computer und Handys gab, als die Menschen noch abtauchen und verschwunden sein konnten. Als Decke anstarrren noch eine tagesfüllende Beschäftigung sein durfte. Genau so sahen auch meine Zwanziger aus! Ich hab mich darin wiedergefunden, der Zeitgeist von damals, das Gefühl. Der heftige Schmerz, wenn man sich selbst noch gar nicht kennt, aber schon die ersten fiesen Schicksalsschläge hinter sich hat. Und ahnt, da kommen noch mehr ... So wie Alex, der am Leben krankende Dichter, Protagonist dieser bezaubernden kleinen Lovestory. Er tut sich schwer mit seinem Leben, Generation X, alles kann nichts muss, doch ein latenter Druck: Studiere, mach was aus deinem Leben, der Zug fährt schneller ab als gedacht. Dann kommt Esther, die erste große Liebe, bittersüß, rauschhaft, unbeschwert, doch nicht problemlos. Die Hormone fahren Achterbahn, es kommt, wie es kommen muss ... Mein Fazit: Ich bin berührt. Ein feines Buch, voller schöner Sätze. Poetisch, und dann wieder voll auf die Fresse, lustig, voll praller Lebenslust und fataler Besäufnisse, Hormonüberschuss und der erste Versuch, seine Bedürfnisse zu artikulieren. Alles, das ganze Leben, irgendwie auf die Reihe zu kriegen. Super! Wer in den 70ern geboren wurde und eine melancholisch-sentimentalen (ja, doch!) Ausflug in seine jungen Erwachsenenjahre machen möchte, ist hier richtig.

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  • Rezension zu "Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist" von Selim Özdogan

    Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist

    rkuehne

    14. September 2010 um 11:59

    Also vorab sei für die Freunde des modernen Pferderomans erwähnt, ein Pferderoman ist das hier nicht. Aber was ist es? Alles in allem ein Roman vom Erwachsenwerden, auch wenn hierdrin keiner erwachsen wird und man es vom Lesen allein auch nicht wird, wenn man es überhaupt irgendwann mal wird und werden will. Aber es handelt von all dem, was wir (vielleicht) alle durchhaben oder, wenn wir noch gar nicht soweit sind, was uns allen bevorsteht. Alkohol, Exzesse, Kater, Liebe, Sex, Glückseligkeit, Enttäuschung, Ernüchterung, Neustart. Reset the Preset hat mal eine Band gesungen, warum weiß ich jetzt auch nicht so genau, aber ich musste am Ende des Buches daran denken und deswegen erwähne ich es hier, vielleicht erzeugt es so manche Assoziation. Außerdem geht es in dem Buch sehr oft und sehr heiß her, die wilden Jugend-Sex-Jahre werden hochleben gelassen und das macht mitunter Spaß, mitunter denkt man aber auch uiuiuiuiui. Insgesamt unterhält der treibende Plot prächtig und es gab kaum Momente, die ich bereut habe, als ich las, also muss man sagen, ist es ein gutes Buch. Alles andere wäre ungerecht. Nur in Sachen Sprache nicht ganz so meins, deswegen ein Punkt abzug, aber vier Sterne ist auch gut, mehr können sich die meisten Leute in den Hotels ja auch nicht leisten. Immer schön bodenständig bleiben.

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  • Rezension zu "Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist" von Selim Özdogan

    Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. April 2009 um 23:26

    No risk - no fun. Diesen Spruch fand Alex in einer Kneipe an der Wand. Und dieser banale Spruch brachte Alex dazu, einfach mal auszubrechen. Raus aus allem, die Probleme verdrängen und was erleben - auch wenn es nur für ein paar Tage ist. Auf seiner Fahrt lernt er Esther kennen und es entwickelt sich eine stürmische Beziehung, in die letztlich mehr Personen eingebunden werden als sollten und sich zu einem dramatischen Finale zuspitzt. Özdogan schreibt erfrischend, die Charaktere sind toll ausgearbeitet. Man findet sich andauernd wieder, egal ob in Alex, Esther oder in einer der weiteren beteiligten Personen. Nebenbei wird philosophiert und sich in Weltschmerz hingegeben. Bedingungslos für Abende mit Rotwein und für freundliche Frühlingstage zu empfehlen. Einen Stern Abzug gibts aber für das Ende, mir ist es zu dramatisch. Aber im Prinzip macht Özdogan alles richtig, was für mich einen guten Roman auszeichnet.

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  • Rezension zu "Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist" von Selim Özdogan

    Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist

    Lovecat

    10. March 2009 um 17:20

    Das erste Buch, das ich von ihm gelesen habe und war total begeistert! Hat mich zwischendurch zu Tränen gerührt, auch beim 2. Mal lesen! Der Protagonist Alex hat mich wirklich mitgerissen, denn viele Textstellen kamen mir wie meine eigenen Gedanken vor. Er hat quasi geschrieben, was ich so denke & fühle. Einfach krass!

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