Selim Özdogan Heimstraße 52

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Inhaltsangabe zu „Heimstraße 52“ von Selim Özdogan

Lang war die Reise, lang wie die Reisen in Märchen. Gül hat Tage gebraucht, um nach Deutschland zu kommen, und sie weiß noch nicht, dass die Jahre wie Wasser dahinfließen werden, bis ihr Haus in der Türkei gebaut ist und sie zurückkehren kann. Bis dahin lernt sie alle Arten der Sehnsucht kennen: die nach ihren beiden Töchtern, nach ihrem Vater, dem Schmied, nach Düften und Farben und Früchten. Doch unmerklich wird die Heimstraße in diesem kalten, unverständlichen Land zu einer anderen Heimat. „Euer Leben wird in der Fremde vergehen“, warnt man sie. Aber die ganze Welt ist eine Fremde, wenn man nicht bei den Seinen ist. Geht es ihren Töchtern gut, ist Gül, als hätte das Leben keine Grenzen mehr. Wer ihre geduldige Zuversicht kennt, muss dem Stoßseufzer einer Freundin zustimmen: „Dank sei dem Herrn für dieses Herz, in dem alle Platz haben.“

Zum Glück gibt es die Fortsetzung von "Die Tochter des Schmieds"!

— Ruby Summer
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Eine sehr eindringliche und berührende Geschichte, auch ohne Kenntnis des ersten Teils problemlos lesbar!

— Cellissima
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Ein wunderbares Buch!

— Kitty_K
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  • Rezension zu "Heimstraße 52" von Selim Özdogan

    Heimstraße 52
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. July 2011 um 23:05

    Nachfolger der Tochter des Schmieds. Die Hauptfigur, Gül, folgt ihrem Mann nach Deutschland. Die Geschichte in diesem fremden Land, Besuche in der Heimat, die Hin- und Her Gerissenheit, Gefühle, Sehnsüchte und Stimmungen sind ebenso warmherzig und toll wie im ersten Buch gelungen. Der Stil, das Gefühl und die (Buch-)Ideen bei Özdogan sind nach wie vor überwältigend schön. Liest und hört man viel über türkische Migration und (Nicht-)Assimilation ist dieses Buch (meinem Gefühl nach) wohltuend anders und viel näher an Wahrheiten sowie weit von nervigen Medien-Diskussionen entfernt. Freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung. Sehr empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Heimstraße 52" von Selim Özdogan

    Heimstraße 52
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    24. April 2011 um 22:44

    Gül, die wir schon aus dem Buch „Die Tochter des Schmieds“ kennen, ist in den 60er Jahren in Deutschland angekommen. Gut geht es ihr hier nicht. Alles, woraus sie zuhause ihre Zufriedenheit gezogen hat, fehlt hier. Und ganz besonders fehlen ihr natürlich ihre Töchter, die sie in Anatolien zurücklassen musste, und ihr Vater. Ihr Mann ist ihr auch kein Trost. Er trinkt, spielt, trifft sich mit seinen Freunden, kümmert sich nicht um Gül, geschweige denn, um ihre Bedürfnisse. Ihn interessiert nur, dass sie arbeiten geht und Geld verdient, das er auf den Kopf hauen kann. Aber für Gül ist es schwer, eine passende Arbeit zu finden, weil sie illegal in Deutschland ist. Auch die Sprachkenntnisse fehlen ihr zunächst. Natürlich erfüllt Gül trotzdem wieder einmal alle Erwartungen, die an sie gestellt werden. Aber langsam entwickelt sie sich weiter. Sie wird selbstbewusster, sie beginnt sogar, eigene Ansprüche zu formulieren und sich durchzusetzen. Bravo, Gül! Das Ende des Buches lässt auf eine Fortsetzung hoffen. Auf die ich sehnsüchtig warte, weil ich unbedingt wissen möchte, wie es Gül und ihrer umfangreichen Familie weiter ergeht. Denn ich habe sie alle ins Herz geschlossen. Was daran liegt, dass Selim Özdogan die Charaktere so einfühlsam beschreibt, dass ich das Gefühl habe, sie persönlich zu kennen. Überhaupt ist sein Schreibstil einfach wunderbar poetisch. Obwohl man beim Lesen mit Gül und den anderen Frauen bei ihren vielfältigen Problemen mitleidet, ist es doch ein lebensfrohes und warmes Buch, das mich mit einem Lächeln zurückgelassen hat.

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