Selina Schuster

 3,8 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor*in von Das Gemälde von Ashton Manor, Absinthe und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Selina Schuster, geboren 1988, lebt am östlichen Rand des Ruhrgebiets, zusammen mit ihrem Mann und einem dicken, roten Kater, der gerne auf Papierstapeln liegt. Nach ihrem Studium der Anglistik, Germanistik und Geschichtswissenschaften arbeitet sie als Lehrerin und ist zudem als Übersetzerin und Autorin tätig. Neben diversen akademischen Veröffentlichungen im Bereich englischer Literaturwissenschaften, sowie Geschichtswissenschaften, sind ihre Werke vor allem den Bereichen Historie und Mystery zuzuordnen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Selina Schuster

Cover des Buches Das Gemälde von Ashton Manor (ISBN: 9783986720070)

Das Gemälde von Ashton Manor

(19)
Erschienen am 21.10.2022
Cover des Buches Absinthe (ISBN: 9783948483258)

Absinthe

(2)
Erschienen am 28.01.2021
Cover des Buches Die Kinder von Bodom (ISBN: B08L46KFFZ)

Die Kinder von Bodom

(1)
Erschienen am 17.10.2020
Cover des Buches Der Leuchtturmwärter (ISBN: 9783948483944)

Der Leuchtturmwärter

(1)
Erschienen am 21.10.2021
Cover des Buches Danse Macabre (ISBN: 9783941886049)

Danse Macabre

(0)
Erschienen am 09.09.2012
Cover des Buches Die Kinder von Bodom (ISBN: 9783945814734)

Die Kinder von Bodom

(0)
Erschienen am 17.10.2020
Cover des Buches Verblasste Gischt (ISBN: 9783948483951)

Verblasste Gischt

(0)
Erschienen am 21.10.2021
Cover des Buches Das Gemälde von Ashton Manor (ISBN: 9783986720612)

Das Gemälde von Ashton Manor

(0)
Erschienen am 21.10.2022

Neue Rezensionen zu Selina Schuster

Cover des Buches Das Gemälde von Ashton Manor (ISBN: 9783986720070)
MatthiasLanges avatar

Rezension zu "Das Gemälde von Ashton Manor" von Selina Schuster

MatthiasLange
Starke Atmosphäre, aber maues Endspiel

Ich stehe total auf Schauerromane, die im viktorianischer Zeit spielen. So auch "Das Gemälde von Ashton Manor". Die Atmosphäre ist super und man folgt dem Protagonisten bei seiner Erzählung.

Die Dynamik zwischen ihm und der Situation um seinen sterbenden Großvater ist gut gelungen. Auch zwischenmenschlich kann die Autorin das Verhältnis zur Verlobten gut in Szene setzen und interessant gestalten.

Leider gerät dadurch das eigentliche Thema des Buches in den Hintergrund. Die Novelle lässt sich zu Anfang recht viel Zeit, was für die Art dieses Literaturtypus ungewöhnlich ist.

Die Dialoge sind in Ordnung, gehen jedoch über ein recht oberflächliches Geplänkel nicht hinaus. Hier hätte die Autorin mehr Tiefe einbauen können und somit auch die Charaktere besser ausgestaltet.

Leider hat mich das Ende der Novelle mit einem Kopfschütteln zurückgelassen, weil es alles, was die Autorin mühevoll aufgebaut hat, zerstört. Der Protagonist wird als ängstlich und vermeidend dargestellt, er kann es kaum ertragen, seinen Großvater sterben zu sehen und als es dann geschieht, entfernt er sich von der Beerdigung und von den bekannten Personen seines Umfeldes um .... : Und hier biegen sich mir die Fingernägel hoch - er flüchtet sich in die Arme eines Gemäldes. Also zumindest der Person in dem Gemälde.

Um Himmels Willen: Er ist ängstlich und bricht psychisch fast vollends zusammen wegen des Todes seines Großvaters und dann hat er nichts besseres zu tun, als sich in eine vollkommen verstörende Begegnung zu flüchten, die selbst John Sinclair Angst gemacht hätte? Und dann entwickelt sich eine vollkommen unpassendes Liebesgeschmachter bei ihm, was erklären soll, warum er nicht mehr Fragen stellt?

Das war tatsächlich zu viel Plothole auf einmal, zumal die Novelle damit auch an ihr Ende kommt. Das ist zu schnell, zu fahrig und die wirklich interessanten Themen werden von der Autorin nicht aufgegriffen. Was hat es mit dem Gemälde auf sich? Welches abstrusen Physik liegt die Gemäldewelt zugrunde? Was kommt hinter dem, was das Gemälde nicht mehr abbildet?

Alles Fragen, die mich als Leser wirklich interessieren und die mit den Fähigkeiten der Autorin bestens in Szene gesetzt werden hätten können - doch sie lässt es enden.

Der Novelle hätten da gut 10k - 20k Wörter gutgetan und da macht es ein Anhang zur Geschichte, auch nicht besser.

Ich kann nur empfehlen einen zweiten Teil zu schreiben und die Geschichte sich weiterentwickeln lassen. In einem Zug gelesen, kann es das Tief nämlich wieder gutmachen - das Potenzial ist da.

Zur Technik: Ich kann den Verlag nicht verstehen. Die Geschichte ist im Präsens geschrieben. Warum? Das ist die denkbar schlechteste Wahl mit der eingeschränktesten zeitlichen Varianz. Hatte der Text tatsächlich ein Lektorat? Vor allem, weil eine gegenwärtige Erzählung aufgrund des Endes keinen Sinn macht.

Dann sind in im Text massig Fehler, besonders zu Anfang. Hier sollte man bei einer Neuauflage noch einmal genauer schauen. Zum Teil werden auch Erzählweisen falsch verwendet. (Ich muss hier aber dazusagen, dass diese Punkte nicht in die Wertung einfließen, da ich nicht weiß, wieviel Einfluss die Autorin darauf hatte.)

Fazit: "Das Gemälde von Ashton Manor" hat massig Potential. Die Atmosphäre ist gelungen und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen sind interessant. Der Liebeswahn des Protagonisten ist verstörend fehl am Platz und die Thematik des Gemäldes geht darin vollkommen unter. Das Ende wirkt gehetzt und verschenkt dadurch das immense Potential der Novelle.

Nichts desto trotz, lohnt sich das Lesen. Denn wer eine lineare Story genießen will, der wird zumindest bei 3/4 des Buches auf seine Kosten kommen. Ich hoffe, es gibt eine Fortsetzung, die den Frust des Endes ausbeult!

Cover des Buches Das Gemälde von Ashton Manor (ISBN: 9783986720070)
kupfis_buecherkistes avatar

Rezension zu "Das Gemälde von Ashton Manor" von Selina Schuster

kupfis_buecherkiste
Krasses Ende

Ashton Manor ist ein altes Anwesen. Dessen Hausherr, Lord Ashton, liegt im Sterben. Sein Enkel, Ian, steht seinem Großvater in den letzten Tagen zur Seite. Dabei hat Lord Ashton noch eine sehr wichtige Aufgabe für seinen Enkel. Im Haus hängt ein seltsames Gemälde. Dieses gruselt Ian schon lange. Das Gemälde scheint aber eine gewisse Faszination auf die Familie auszuüben. Eigentlich hält sich Ian von diesem Bild fern, da eine negative Energie von ihm ausgeht. Sobald sein Großvater tot ist, will er das Bild entsorgen lassen. Aber soweit kommt es gar nicht erst. Denn das Bild spricht mit ihm, besser gesagt, die Person, die auf dem Bild dargestellt ist. Bald entwickelt Ian Gefühle für die Person, und das Bild saugt ihn förmlich auf. Denn die gezeigte Person kennt Details, die die Person unmöglich kennen kann. Ians Schwester Cecile ist im Moor hinter dem Anwesen tödlich verunglückt, und diese Details nutzt das Bild schonungslos aus – sehr zum Leidwesen und Schanden Ians. Zu spät erkennt er, wovor ihn sein Großvater gewarnt hat. 

Das Gemälde von Ashton Manor ist ein sehr schön-schauriges Buch. Was, wenn ein Gemälde ein Eigenleben entwickelt? Was, wenn ein Gemälde ein Familiengeheimnis birgt? Unser Hauptprotagonist Ian entdeckt nach und nach die Familiengeschichte von Ashton Manor neu, und muss erkennen, dass dieses Gemälde, das sein Großvater aufhängen lies, nichts Gutes im Schilde führt. Dieses Gemälde hat es in sich. Nach und nach erfährt man, welche Stationen es bereits hinter sich hat. Als Leser muss man schlussendlich auch entscheiden, ob die Ians Familie vielleicht doch nicht die rechtmäßigen Inhaber von Ashton Manor waren, oder vielleicht doch eine andere Familie. Für mich ein sehr kurzweiliges Buch, dass ohne Schnörkel und unnötige Erzählschleifen auskommt, und genau auf den Punkt gebracht ist. Kurzweilig, aber hoch spannend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Genau das richtige Buch für Menschen, die ein bisschen rätseln wollen, aber einem bisschen Grusel und Horror nicht abgeneigt sind. Phantastisch!

Cover des Buches Das Gemälde von Ashton Manor (ISBN: 9783986720070)
Antje_Aubels avatar

Rezension zu "Das Gemälde von Ashton Manor" von Selina Schuster

Antje_Aubel
Düster-mysteriöse Geschichte in historischem Setting

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive des jungen Sir Ian, Erbe von Lord Ashton. Die Handlung spielt in einem Herbst zum Ende des 19. Jahrhunderts in England.
Das historische Setting hat mir sehr gut gefallen und wird durch die ganze Geschichte hinweg auch in kleinen Details schön umgesetzt. Die düstere Atmosphäre und die Spannung, die in dem alten Herrenhaus herrscht, wird sehr greifbar.
Die Handlung beschränkt sich auf die Schlüsselszenen, die notwendig sind zum Verständnis der Geschehnisse. Ich hatte durch diese teilweise eher knappe Erzählweise leider an manchen Stellen Probleme, die Motivation der Charaktere nachzuvollziehen.
Nachdem ich von der Autorin bereits "Absinthe" gelesen habe, das die Verwirrungen am Ende sehr realitätsnah auflöst, war ich inbesondere auf das Ende gespannt. Hier würde ich jedoch einen ganz deutlich spürbaren Fantasy-Einschlag attestieren. Damit war es nicht ganz das, was ich erwartet hatte, doch es passt gut zur Geschichte und war eine angenehme Überraschung. Definitiv ein Ende, das mir im Kopf bleiben wird.
Mit nur knapp über 150 Seiten handelt es sich um eine recht kurze Geschichte und gut geeignet für zwischendurch. Ich würde es insbesondere für Fans von düster-mysteriösen Geschichten empfehlen.

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