Selja Ahava Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(0)
(0)
(2)
(2)
(1)

Inhaltsangabe zu „Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm“ von Selja Ahava

"Wäre es möglich, Augenblicke einzufrieren, würde ich diesen in eine Plastikdose legen. Dann könnte man den Winter über davon zehren." Als es Anna immer weniger gelingt, ihre Erinnerungen festzuhalten, und ihr Gedächtnis langsam unzuverlässiger wird, klammert sie sich an Wortlisten ("Stein, Birke, Gras, Stuhl") und erfindet Wörter für Dinge, die keinen Namen haben. Im Lauf der Jahre trotzt sie den Zumutungen des Alltags mehr und mehr mit ihrer Vorstellungskraft. Als alte Frau blickt Anna zurück auf ihr Leben, so, wie sie sich daran erinnert, an schöne wie an schwere Momente, an die Zeit in Finnland wie auch den Neuanfang mit Thomas in England. Vor allem erinnert sie sich an ihr Häuschen mit den blauen Vorhängen auf einer Schäreninsel, inmitten von Möwen, Schilf und krummen Kiefern, wo sie die Sommer mit ihrer großen Liebe Antti verbrachte - und natürlich an den Tag, an dem ein Wal durch London schwamm. Ein Roman aus Finnland zum Thema Erinnern und Vergessen, aber auch über die Kraft der Wörter und der Fantasie: märchenhaft, tragikomisch, menschlich - und mit einer unvergesslichen Heldin!

Ein Hörbuch wie ein Puzzle - viele Einzelteile aus Wahrheit und Fantasie zusammengesetzt zu einem Leben.

— black_horse

Konnte mich leider nicht überzeugen.

— Cathy28

Ich meine, die Intention der Autorin zu erkennen, doch die Umsetzung empfand ich leider als anstrengend und oft sogar langweilig. Schade!

— Kathycaughtfire

Stöbern in Romane

Die Lichter von Paris

Meine Empfehlung für die kommende graue Jahreszeit. Idealer Lesestoff!

DarkReader

Babylon

Interessant, aber doch verworren. Zu viel Abschweifungen und zu wenig schlüssig für meinen Geschmack.

miro76

Luisa und die Stunde der Kraniche

Ein faszinierender Roman mit vielen Facetten und mit einer sehr wankelmütigen Protagonistin.

Klusi

Der Sandmaler

Eine Reise wert...

LeenChavette

Die Hauptstadt

Eine Herzlungenmassage für Europa ... so empfand ich das lesen

Gwenliest

Engel sprechen Russisch

10 Jahre kommunistische Sowjetunion.- 10 Jahre kapitalistisches Russland. 10 Jahre Deutschland.

miss_mesmerized

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Lebenspuzzle

    Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm

    black_horse

    02. August 2017 um 16:46

    Anna  verliert sie jeden Tag ein bisschen mehr - die Orientierung in ihrer Umgebung und ihren Erinnerungen, die Fähigkeit Wahrheit und Fantasie zu unterscheiden, den Lauf von Vergangenheit und Gegenwart. Ihre bewegtes Leben zieht an ihr vorbei, aber nicht chronologisch, sondern in vielen Puzzleteilen, die in ihrem Kopf bunt durcheinanderpurzeln. Die Autorin mischt die Handlungsstränge in kurzen Episoden, springt munter durch alle Zeiten, märchen- und legendenhaftes wechselt ab mit traurigen Realitäten. Dazwischen die (Für-)Sorge der Gegenwart, in der Anne Probleme hat, mit ihrer fortschreitenden Demenz zurechtzukommen.Die Bilder, die im Buch gezeichnet werden, sind vielfältig, ausdrucksstark und manchmal auch verwirrend - aber das ist Anna eben.Für ein Hörbuch ist diese Art Roman in meinen Augen nicht so gut geeignet. Die Sprecherin, die sehr hektisch wirkt und der Geschichte in meinen Ohren nicht die Ruhe verleihen kann, die als Gegensatz zum Gedankenwirbel Annas notwendig wäre, hat für mich nicht zum Inhalt gepasst. Dazu trug der ständige Wechsel der Handlung, dem ich im Hörbuchformat oft nicht schnell genug folgen konnte, oftmals zur Verwirrung bei. Dafür gibt es einen Stern Abzug, den das Buch wohl bekommen hätte.Insgesamt ein tiefgründiger Roman, melancholisch und doch auch witzig, der besser gelesen werden sollte.

    Mehr
    • 2
  • Der Inhalt konnte mich leider nicht überzeugen

    Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm

    Cathy28

    12. January 2017 um 21:08

    Seitdem ich in Finnland war, versuche ich so viel wie möglich finnische Literatur, die auf deutsch übersetzt wurde zu finden und zu lesen/hören. So bin ich auch auf "Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm" aufmerksam geworden. Das Cover und auch der Titel ließen mich ein fröhliches Hörbuch erwarten mit einer seichten Geschichte.Leider ist dies nicht der Fall, sondern das Hörbuch handelt vom Vergessen und Erinnern von Anna. Diese lässt ihr Leben Revue passieren, manchmal jedoch so sprunghaft und verwirrt, dass ich gar nicht wusste was wirklich so war oder was sie sich einbildet. Mich hat dieses Hörbuch deshalb gelangweilt und ich habe auch keine tiefere Botschaft an den Hörer heraushören können. Selbst der Tag, an dem der Wal durch London schwamm nimmt nur einen kurzen Teil der Erzählung in Anspruch.Leider von mir nicht zu empfehlen, da gibt es eine Vielzahl spannenderer Hörbücher.

    Mehr
    • 2
  • Interessant, war aber nicht meins...

    Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm

    monerl

    27. March 2015 um 20:32

    Meine Meinung: Nach dem Hören war ich traurig, sehr traurig, da mir das Buch nicht gefallen hat! Ich war so gespannt auf diese Lektüre, da die meisten Rezensionen und Buchbesprechungen sich mit dem Lob dazu schon richtiggehend überschlagen haben. Für mich ist die Thematik nicht neu. Zu Demenz und Alzheimer habe ich einige Bücher gelesen. Manche glichen einander und andere wiederum waren einzigartig. Dieses hier versprach ebenso einzigartig zu sein; und das ist es auch! Keine Frage! Aber für mich nicht unbedingt im positiven Sinne. Die Geschichte ist so wirr, durcheinander und verrückt wie die Krankheit selbst. Aus diesem Blickwinkel betrachtet kann ich bestätigen, dass, falls die Autorin auf diese Art die Krankheit und den darin gefangenen Menschen darstellen und beschreiben wollte, es der Autorin ausgesprochen gut gelungen ist! Der Leser versucht Anna zu folgen, die eine Art Rückblick auf ihr Leben macht und dabei, durch die Demenz gezeichnet, selber nicht mehr weiß was Vergangenheit ist, was sie tatsächlich erlebt hat und was ihrer Fantasie entsprungen ist. Der Rückblick hat auch keine zeitliche Reihenfolge, da die Demenz auch keine Reihenfolge einhält. Sie kommt und geht und zeigt der betroffenen Anna, was sie ihr zeigen und sie sich erinnern lassen möchte - die Krankheit ist der Boss, nach dessen Pfeiffe Anna tanzen muss. Sie wundert sich, wie auch der Leser, als verschiedene Märchengestalten lebendig in ihren Erinnerungen auftauchen. Ebenso ist Annas Draht zu Gott ein ziemlich guter. Des öfteren besucht er sie und sie kann bei einem Spaziergang seine Anwesenheit genießen und mit ihm reden. Anna kämpft gegen das Vergessen an, doch siegen kann sie nicht. Und ich kämpfte mit dem Buch! Das Stilmittel, das Buch so zu schreiben wie ein Demenzkranker es wohl fühlt und damit leben muss, ist zwar interessant, konnte mich aber nicht für sich einnehmen. Zu durcheinander und ohne roten Faden, fühlte ich mich bei jedem Wechsel wieder aus der Geschichte herauskatapultiert. So war es mir auch leider nicht möglich, Nähe zu Anna aufzubauen. Ihr Schicksal ließ mich ungewöhnlicherweise kalt. Ich wollte betroffen sein, letztendlich gelang es mir nicht. Auch die Listen der Wörter, die viele Leser als poetisch beschrieben haben, nervten mich irgendwann. Ich wollte ein Buch lesen, in meinem Fall hören, aber ich bekam ständig nur Fetzen ohne Reihe und Zusammenhang, fühlte mich alleine gelassen mit all den aufgezählten Wörtern. Und so ging auch der außergewöhnliche Tag, an dem ein Wal durch London schwamm, ziemlich emotionslos an mir vorbei. Schade, sehr schade! Ich fühlte mich wie Anna, das hat die Autorin geschafft, aber ich fühlte mich damit nicht unterhalten. Eine Menge Fragen quälen mich, die leider nicht beantwortet werden. Hinzu kommt noch, dass dieses Buch als Hörbuch eine Katastrophe war. Am Ende eines jeden Kapitels wurde vergessen, eine kleine Pause einzubauen. So flossen sie ineinander, wo man als Leser einen Atemzug Innehalten benötigt hätte, um das Gesagte kurz sacken zu lassen. Nicht nur sacken zu lassen, einfach, um auch deutlich zu machen, jetzt kommt was neues. Leider überzeugte mich Katrin Weisser-Lodahl als Vorleserin auch nicht. Immer wieder gibt es Stellen, an denen sie sich beim Sprechen verhaspelt, die Worte werden so "lullig" vorgetragen. Entschuldigt die Beschreibung aber ich weiß es nicht besser auszudrücken. Gegen Ende sind auch immer öfters Atem- und Schluckgeräusche zu vernehmen, die den Hörgenuß empfindlich störten. Knappe 3 Sterne vergebe ich für dieses Hörbuch, da die Autorin einerseits Können bewiesen hat (positiv gewichtet), auch wenn diese Art Buch etwas zu sehr andersartig für mich ist aber andererseits leider als Hörbuch einen Flop darstellt (negativ gewichtet). ______________________________________________________________________________ http://monerls-bunte-welt.blogspot.de/2015/03/buchvorstellung-der-tat-dem-ein-wal.html

    Mehr
    • 3
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks