Selma J. Spieweg Clockwork Cologne: Boris und Olga - Die Zeitmaschine des Arabers

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Inhaltsangabe zu „Clockwork Cologne: Boris und Olga - Die Zeitmaschine des Arabers“ von Selma J. Spieweg

Kurze Zeit zum Einführungspreis von 99 Cent. Danach 4,99 Euro 1898 - Russland Zu lange diente Boris, der verschlossene Außenseiter, in der Armee des Zaren. Gemeinsam mit dem Straßenkind Olga sucht er Frieden und Zuflucht in Sibirien. Während die freche Olga in dem stillen Mann ihren strahlenden Ritter sieht, glaubt Boris, das Mädchen sei eine Wahnvorstellung. Schließlich weiß er, dass er den Verstand verloren hat. Plötzlich erscheinen geheimnisvolle Zeichen , die Boris nicht deuten kann, und der Wunsch, von der Welt vergessen zu werden, rückt in unerreichbare Ferne. Als Boris den Zeichen folgt, fällt er ausgerechnet jenem Wissenschaftler in die Hände, der ihn einst als Versuchsobjekt missbrauchte. Während er seinem Peiniger hilflos ausgeliefert ist, meldet sich ein alter Bekannter zurück. Anstatt dem verzweifelten Helden zu helfen, fordert er Gehorsam ein und beauftragt Boris mit einer verhängnisvollen Mission. Sofern er es schafft, die nächsten Sekunden zu überleben … Die Boris & Olga-Serie ist Teil der außergewöhnlichen und fesselnden Steampunk-Welt von Clockwork Cologne. Anspruchsvolle, kurzweilige Unterhaltung mit einem Hauch Romantik. Begleiten Sie Boris und Olga auf der Suche nach schicksalshaften Zeichen, Geborgenheit und der Zeitmaschine des Arabers. Leserstimmen Leserstimmen zu Tod dem Zaren – Boris und Olga (1) "Das Buch war für mich eine vielschichtige und intensive Lektüre mit einer dichten Atmosphäre und so einigen Überraschungen. Ich wurde von vielen Dingen fasziniert und berührt, außerdem hat mich Boris’ Entwicklung sehr beeindruckt. Die mitreißende Geschichte hinterlässt bei mir bleibende Eindrücke und die Vorfreude auf die Fortsetzung." fantastische-buecherwelt.de "Die russischen Figuren Selma J. Spiewegs haben es mir angetan. Es sind gebrochene Helden. Das hat mir bereits bei der Deserteur Alexej-Reihe gefallen und setzt sich in diesem Roman mit Boris fort." aiki-medien.de Clockwork Cologne ist eine Steampunk-Krimi-Serie, die in einer fiktiven Welt um die Jahrhundertwende angesiedelt ist. Es werden Verschwörungen aufgedeckt, mysteriöse Fälle gelöst, neblige Spuren verfolgt. Die Protagonisten kämpfen mit der Strahlenbelastung, dem ganz alltäglichen Wahnsinn und nicht selten mit ihren eigenen Dämonen. Die einzelnen Serien (Guy Lacroix, Magnus, Boris und Olga) können unabhängig voneinander gelesen werden. Boris und Olga im Netz: http://jspieweg.de/boris.html http://www.clockworkcologne.de Was bedeutet Qindie Qindie steht für qualitativ hochwertige Indie-Publikationen. Achten Sie also künftig auf das Qindie-Siegel! Für weitere Informationen, News und Veranstaltungen besuchen Sie unsere Website: http://www.qindie.de/

Prima Dialoge, plastische Szenerie und mal wirklich was anderes ... Volle Empfehlung von mir!

— AutorinMonaFrick

Steampunk-Abenteuer mit verschiedenen Zeitlinien: Boris & Olga folgen den Zeichen ...

— Marny

Grandiose Fortsetzung eines gut gelungenen Auftakts von Frau Spieweg im Clockwork Cologne Universum. Mehr davon!

— RedRose

Boris und Olga haben mich auch im zweiten Buch von sich überzeugt.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Steampunk meets Geschichte mit Herz (und blauem Blut ...)

    Clockwork Cologne: Boris und Olga - Die Zeitmaschine des Arabers

    AutorinMonaFrick

    29. February 2016 um 18:13

    Stellvertretend für die ganze Serie der Autorin nochmal mein Fazit: hervorragender Schreibstil und sehr interessante Geschichte im Zarenreich.
    Wunderbar bildliche Protas: die kleine Anarchistin Olga und der grummelnde Boris, dem man einen Roboterarm und "blaues Blut" eingeflöst hat.
    Prima Dialoge, plastische Szenerie und mal wirklich was anderes ...
    Volle Empfehlung von mir!

  • Selma J. Spieweg - Die Zeitmaschine des Arabers (Boris & Olga 2, Clockwork Cologne)

    Clockwork Cologne: Boris und Olga - Die Zeitmaschine des Arabers

    Marny

    02. January 2016 um 16:12

    Boris ist mit Olga im tiefsten Sibirien unterwegs, um sich dort ein Häuschen zu bauen und von der Welt vergessen zu werden. Wenn nur die Zeichen nicht wären, die Boris nicht deuten kann. Als er ihnen folgt, fällt er ausgerechnet dem Wissenschaftler in die Hände, der ihn einst missbraucht hat, und erhält vom Zar einen Auftrag: Er soll die Zeitmaschine des Arabers vernichten … Bereits nach einigen Sätzen war ich wieder ganz nah bei Boris, dem ich etwas Ruhe und Frieden mehr als gegönnt hätte. Mir ging da auch einfach das Herz auf, weil man so schön verfolgen kann, wie er langsam auftaut, Emotionen zeigt und sich immer mehr Gedanken macht. Wobei er ja felsenfest davon überzeugt ist, dass er den Verstand verloren hat und Olga eine Halluzination ist. Wo Boris ist, ist Olga nicht fern. Auch an ihr hänge ich, wenn auch nicht ganz so intensiv. Dafür bringt sie mich öfter zum Grinsen und hat einen gewissen Einfluss auf meine Essensplanung. Die beiden entwickeln ein sehr inniges Verhältnis, trotz der so unterschiedlichen Wahrnehmung ist der eine der Anker des anderen. Der Mittelpunkt und Halt in einer oft düsteren Welt. Die Geschichte spielt überwiegend in Cöln, einer anfangs sehr bedrückenden Stadt. Dort wird die Handlung auch mit den beiden anderen Reihen aus dem Clockwork-Cologne-Universum verbunden: „Guy Lacroix“ von Simone Keil und „Magnus“ von Susanne Gerdom. Die beiden Reihen sind keine Voraussetzung, um das Buch zu verstehen, aber man ist mit einigen Figuren und Orte dann schon vertraut. Ich kenne nur den ersten Band von „Guy Lacroix“, daher war ich in Cöln zumindest nicht ganz fremd. Und ich hatte Spaß daran, mich bei der einen oder anderen neuen Figur zu fragen, ob diese nicht eine Schöpfung von Autorin x ist. Das Spiel mit der Zeit bzw. dem Riss im Zeitkontinuum ist großartig, die verschiedenen Zeitlinien sorgen ja für einiges Chaos. Besonders gelungen fand ich, wie sich die Ereignisse am Ende zu einem stimmigen Gesamtbild zusammensetzten – nur eben in einer anderen Reihenfolge. Seltsame Reaktionen machten auf einmal Sinn und geheimnisvolle Andeutungen wurden nachvollziehbar. In diesem Buch gab es wieder viel Potential zum Mitleiden, aber auch eine so rührende Szene, die mich tatsächlich zum Weinen gebracht hat. Ich habe einige neue fesselnde Figuren kennengelernt, die ich in mein Herz geschlossen habe – und auf ein Wiederlesen hoffe. Auf die Begegnung mit einigen alten Bekannten hätte ich dafür gerne verzichtet, die haben mir doch ganz schön zugesetzt. Als „Trostpflaster“ gab es aber Luftschiffe, ich liebe Luftschiffe! Und heiße Schokolade. „Die Zeitmaschine des Arabers“ war für mich eine unheimlich spannende, abwechslungsreiche und emotionale Lektüre, die viele Eindrücke hinterlässt und sogar den ein oder anderen Lachanfall verschuldet hat. Wunderbar komplex, teilweise verwirrend und mit einer großartigen Entwicklungsgeschichte. Ich bin unsagbar stolz auf Boris und hatte sehr viel Spaß mit diesem Buch!

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  • Steampunk und Zeitmaschinen-Chaos

    Clockwork Cologne: Boris und Olga - Die Zeitmaschine des Arabers

    Piranhapudel

    21. October 2015 um 13:39

    Ursprünglich erschienen auf meinem Blog Piranhapudel: https://piranhapudel.de/die-zeitmaschine-des-arabers-boris-und-olga-selma-j-spieweg/ "Die Zeitmaschine des Arabers" ist der zweite Teil der "Clockwork Cologne: Boris und Olga"-Reihe von Selma J. Spieweg und hat mir noch besser gefallen als der erste Band. "Clockwork Cologne" ist eine Steampunk-Reihe von Simone Keil, Susanne Gerdom und Selma J. Spieweg. Die drei Autorinnen schreiben jeweils eigene Reihen mit ihren eigenen Figuren, die unabhängig voneinander gelesen werden können. Doch ich werde nie müde zu betonen: Alle "Clockwork Cologne"-Bücher haben eine einmalige, aber doch auch zusammengehörige Atmosphäre, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man Steampunk mag. Der zweite Band von Boris und Olga startet wieder wie gewohnt im eiskalten Russland, in dem die beiden auf der Suche nach ihrem Häuschen in Sibirien sind. Doch natürlich ist ihnen nicht lange Ruhe gegönnt und sie laufen alten Bekannten über den Weg, die mal wieder alles durcheinander und ganz viel Hektik bringen. Bald verschlägt es die beiden nach Cöln, wo auch der größte Teil der Handlung spielen wird. Es war gleichzeitig schön und verwirrend, die altbekannte Stadt mal aus völlig neuen und unschuldigen Augen zu sehen, Boris und Olga sind schließlich zum ersten Mal dort. Schön war es, weil man unglaublich viel aus den anderen Romanen wieder erkennt und weil Selma J. Spieweg versteckte Verweise auf die anderen beiden Reihen einwebt. Diese zu entdecken macht unglaublich viel Spaß, und falls man die anderen Bücher noch nicht kennt, macht das bestimmt auch Lust mehr von dieser Stadt zu erfahren. Der Handlung kann man übrigens ohne Verluste folgen, auch wenn man die Verweise noch nicht verstehen kann. Diese sind quasi ein extra Sahnebonbon. In "Die Zeitmaschine des Arabers" gab es wieder einige Aspekte, die diesen Steampunk-Roman zu etwas ganz Besonderem gemacht haben: Wie im ersten Teil waren das wieder Boris, Olga und die spezielle Beziehung der beiden, dazu kam — wie der Titel schon erahnen lässt — ganz viel Chaos, das die besagte Zeitmaschine verursacht hat. Wer hat denn nun auf welcher Zeitebene mit wem — und warum? Und wer wusste zu dieser Zeit was und was nicht? Einige Zeit war ich — und waren wir in der Leserunde — unglaublich verwirrt. Die Spekulationen und möglichen Theorien haben allerdings unglaublich viel Spaß gemacht. Noch mehr, als das Puzzle sich langsam aber sicher zusammengesetzt hat und man die Spiele mit der Zeit verstanden hat. Boris und Olga sind Figuren, die ich noch lange im Herzen tragen werde. Die Kommunikation ist oft noch ziemlich holprig und ihre Beziehung ist manchmal von niedlichen Missverständnissen geprägt (deutlich gemacht durch die beiden Sichtweisen, in denen der Roman geschrieben ist), dennoch sind die beiden ein absolut herzliches Vater-Tochter-Pärchen, das sich aufeinander verlässt und voneinander lernt und das dieser Reihe ihren Mehrwert gibt. "Die Zeitmaschine des Arabers" ist eine rundherum gelungene Fortsetzung von "Tod dem Zaren", die uns nach Cöln führt und in der die Zeit ganz schön viel Chaos anrichtet. Nach dem ersten Band sollte man also unbedingt weiter lesen — oder natürlich überhaupt erst mal anfangen. Und sowieso, Clockwork Cologne: toll!

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  • Weiter geht es in der Welt von Clockwork Cologne!

    Clockwork Cologne: Boris und Olga - Die Zeitmaschine des Arabers

    RedRose

    21. October 2015 um 11:55

    Clockwork Cologne! Das ist Steampunk und Autorenzusammenarbeit, wie ich sie mag! Nachdem ich schon den ersten Band der Autorin aus dem Clockwork Cologne Universum verschlungen hatte, freute ich mich natürlich wie Bolle, als endlich der zweite Teil um Boris & Olga herauskam. Für mich ist Boris ein Stück weit wie Wolverine, wenn auch um vieles naiver, dennoch nicht weniger sympathisch und mitleiderregend in seiner verwirrten, verletzlichen Art und seiner unbändigen Loyalität und Liebe zu seiner „Halluzination“. Frau Spieweg schickt den „Blauen Krieger“ in ein weiteres Abenteuer, das ihn dieses Mal weit hinaus über die Grenzen der ihm bekannten Welt führt, hinein in das Reich der Dämonen, wo er sich in vollkommen fremder Umgebung zurechtfinden muss. Wie der Titel schon sagt, geht es hier im Großen Ganzen um eine Zeitmaschine, die den Lesern der anderen Bände der Clockwork Cologne Reihe schon bekannt sein dürfte. So habe ich auch über die zeitlichen Verzerrungen nicht weiter nachgedacht, sondern habe sie als gegeben hingenommen und darauf vertraut, eine Auflösung zu bekommen. Die ich auch in vollem Umfang bekam. Ebenso wie die Gewißheit, dass es einen dritten Teil geben wird, worauf ich mich schon sehr freue!

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  • Toller zweiter Teil der Steampunk-Serie

    Clockwork Cologne: Boris und Olga - Die Zeitmaschine des Arabers

    odenwaldcollies

    10. October 2015 um 14:57

    Boris und Olga sind auf dem Weg nach Sibirien, um sich dort ihren Traum vom eigenen Häuslein in der Einsamkeit zu verwirklichen, weit ab vom Krieg und den Menschen, die hinter Boris eingebauter Technik her sind. Aber den beiden ist keine Ruhe vergönnt: plötzlich tauchen überall seltsame Zeichen auf, die sie in eine bestimmte Richtung lotsen wollen. Der Zar braucht Hilfe, aber nicht für die Gegenwart. Was habe ich mich für Boris und Olga gefreut, dass sie nun endlich nach den turbulenten Ereignissen aus Band 1 etwas Ruhe haben – aber damit wird nichts! Der Zar braucht dringend die Hilfe des blauen Kriegers Boris und der zwölfjährigen Olga. Und auch wenn ich dem Zaren sein Tun im ersten Band noch nicht so ganz verziehen habe, ist es unabdingbar, dass die beiden ihm helfen, denn das Zukunftsszenario, dass der Zar entwirft, ist ein Albtraum. Diesmal führt die Reise die beiden Protagonisten und den Leser nach Cöln und seine Unterwelt, wo es zu einigen Querverbindungen zu Ereignissen aus den anderen Clockwork-Cologne-Romanen von Simone Keil und Susanne Gerdom gibt. Diese Verbindungen sind absolut schlüssig und raffiniert in dem Roman verwoben. Es macht Spaß, immer wieder bereits bekannten Figuren und Ereignissen zu begegnen. Der Leser bekommt diesmal ein paar Antworten, was den Riss im Zeitkontinuum angeht, der im ersten Band zur Sprache kommt. Dabei wird schnell klar, dass sich auch für Boris und Olga die Zeitebenen verschieben, wenn sie plötzlich die Zukunft vor der Vergangenheit erleben. Immer wieder begegnet man Figuren, die bereits im ersten Buch ihren Auftritt hatten – bei manch einem Charakter hätte man gerne auf ein Wiedersehen verzichtet, aber sie sind teilweise anhänglich wie ein Furunkel am Allerwertesten. Aber auch eine Reihe neuer Figuren betritt die Bühne, bei denen man ebenfalls nicht weiß, wie man sie einschätzen soll, ob man ihnen trauen kann oder nicht. Während Boris im ersten Band der absolute Befehlsempfänger war, der nie gelernt hat, selbständig zu denken (was auch nicht erwünscht war) und niemanden hatte, der ihm Zuneigung entgegengebracht hat, wird im zweiten Band klar, dass sein Zusammensein mit Olga auch ihn verändert hat. Immer öfters wägt er sein Tun ab – und auch an seiner unterwürfigen Zarentreue hat er zwischenzeitlich gearbeitet, was mir (und Olga) sehr gut gefallen hat. Boris tritt in diesem Buch eindeutig mehr in den Vordergrund. Besonders haben mir es wieder die stillen Momente im Buch zwischen Boris und Olga angetan, die sich gegenseitig gut tun und sich ohne viel Worte verstehen. Beides sind einsame Menschen, die in dem jeweils Anderen ihren Lebensinhalt gefunden haben und für den sie bereit sind, bis zum Äußersten zu gehen. Das Buch ist zwar in sich relativ abgeschlossen, aber dennoch würde ich gerne so schnell wie möglich wissen, wie es mit Boris und Olga weitergeht. Ich würde übrigens empfehlen, die Serie um Boris und Olga chronologisch zu lesen.

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  • Boris is back! Yeah!

    Clockwork Cologne: Boris und Olga - Die Zeitmaschine des Arabers

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. October 2015 um 18:30

    Von Boris und Olga bin ich seit dem ersten Kennenlernen begeistert. Boris ist ein Held, den ich nach der Lektüre des ersten Bandes am Qindie-Stand auf der LBM15 persönlich treffen durfte. Und wo Boris ist, ist Olga auch nicht weit. Das betrifft die Geschichte gleichermaßen wie meine Begeisterung für die beiden. INHALT: Boris und Olga sind auf dem Weg nach Sibirien, wo sie sich endlich ihr gemeinsames Häuschen bauen wollen. Schließlich wurde ihnen das auf einem Gemälde aus der Zukunft prophezeit. Doch das Schicksal hat andere Pläne für die beiden und schleudert sie – per Luftschiff – in die Wirren um Zar Nikolaus II. und die in Cöln ansässigen Quantenmagier. MEINUNG: Schon im ersten Band der Geschichte um Boris und Olga hat mich die Figur des quantenmagisch verbesserten Menschen Boris fasziniert. War seine Menschlichkeit da durch den Krieg und die körperlichen sowie seelischen Qualen fast verschüttet, so kam sie – durch Olga erweckt – allmählich zum Vorschein. Dieser Prozess setzt sich in diesem Buch fort. Zu Beginn des zweiten Bandes ist Boris noch sehr verschlossen, und es bedarf der besonderen Feinfühligkeit Olgas, um mit ihm kommunizieren zu können. Doch das ändert sich immer stärker, bis er sich selbst und seine inneren Dämonen findet. Das mitzuerleben ist wirklich einmalig! Ich bewundere das Fingerspitzengefühl der Autorin, wie es ihr gelingt, Boris immer weiter aufblühen zu lassen und gleichzeitig seine inneren Qualen lebendig werden zu lassen. Er wird wieder zum Mensch – und leidet darunter. Olga, das 12-jährige Waisenkind, ist seine Gefährtin. Boris spricht von „seiner Halluzination“. Beide hängen aneinander. Sie können jeweils nicht ohne den anderen sein. Beide sind zutiefst einsam und vom Leben gezeichnet, aber gemeinsam stehen sie alle Gefahren durch und es besteht Hoffnung, dass die beiden irgendwann einmal ihr Ziel erreichen: das kleine Häuschen in Sibirien. Auch Olga hat die Autorin ganz wundervoll gezeichnet: hartnäckig, treu, verängstigt, stur, mal anhängliches Kind, mal eifersüchtige Frau. Während der gesamten Geschichte starrt sie vor Dreck, der ihr Sicherheit und Unsichtbarkeit gibt. Ein amüsanter Aspekt, der Olga eine persönliche Note gibt. Und sie ist es, die für die Finanzen der beiden sorgt – nicht immer ganz legal, aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel. Weitere Figuren tauchen auf, von denen einige bereits im ersten Band mitspielten, die meisten jedoch sind neu und zum Teil aus anderen Clockwork Cologne-Büchern von Susanne Gerdom oder Simone Keil bekannt. Wieder dabei sind Zar Nikolaus II. und Magister Karelius, der sich in Band eins an Boris vergangen hat, als er ihn zum „Blauen Krieger“ umgerüstet hat. Antriebsfeder der Handlung ist diesmal der Auftrag des Zaren, die Zeitmaschine des Arabers zu suchen und zu zerstören. Erst hat es den Anschein, als wollte Boris das nicht gelingen, dann meint man, er hat es doch geschafft. Nur um mich gegen Ende erneut zu fragen, hat er nun – oder doch nicht. Die Zeitmaschine zerstört das Zeitkontinuum. Deswegen baut Selma J. Spieweg eine Zeitverschiebung in die Geschichte ein, die ich erst am Schluss des Buches begriffen habe, so raffiniert ist sie eingefädelt. Ich ahne, wie die Handlung tatsächlich abgelaufen ist, aber ich bin mir nicht sicher. Und genau diese Ungewissheit ist es, die mich absolut fasziniert und noch ein Stück tiefer in das „Boris und Olga“-Universum gesaugt hat. Ich will wissen, wie es mit den beiden weitergeht. Durch die Zeitverschiebung ist die Dramaturgie der Geschichte raffiniert gestaltet. Als Leser hat man zuerst den Eindruck, einer linearen Zeitentwicklung zu folgen, doch in Wahrheit ist mindestens ein Looping, wenn nicht ein Rücksprung mit paralleler Entwicklung eingebaut. Und das, ohne dass es der Leser auf Anhieb merkt. Das feuert die Spannung enorm an, und für meinen Geschmack ist die Dramaturgie der Autorin ausgezeichnet gelungen. WERTUNG: Das Buch hat mich rundherum überzeugt. Die Figurencharakterisierung und -entwicklung sind ausgezeichnet, die Dialoge stimmen, ebenso der historische Background. Die Handlung und die Dramaturgie sind sehr komplex und in ihrer Vielschichtigkeit ganz exzellent. Und obendrein unterhält das Buch noch ganz wunderbar und berührt dabei das Herz und alle Sinne. Für mich gibt es dafür mein persönliches GENIAL und fünf von fünf Wertungspunkte. Mein Fazit: Ausgezeichnete Fortsetzung der Steampunk-Reihe um Boris und Olga

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