Selma J. Spieweg Die Erben des Deserteurs

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Inhaltsangabe zu „Die Erben des Deserteurs“ von Selma J. Spieweg

Früher war Alexej Gregorjewitsch Kalinin ein Held. Als Mitglied einer russischen Sondereinheit bekämpfte er den Terror, befreite Geiseln ... bis zu dem Tag, an dem ihn ein Familiendrama aus der Bahn warf. Er desertierte, tauchte in Deutschland unter, wurde zum Alkoholiker und schließlich zum Mörder. Von Schuldgefühlen und Heimweh gequält versucht er irgendwie zu überleben. Ziellos reist er durchs Land, immer verfolgt von dem Wissen um seine Tat. Und überall wo er auftaucht, wartet das Verbrechen auf ihn. Als illegale Aushilfskraft findet er Unterschlupf auf dem Bauernhof von Friedrich Petersen, auf dem auch Elsa, die Schwiegermutter des Bauern, lebt. Sie möchte ihre Erinnerungen an den Krieg veröffentlichen, doch jemand versucht das unter allen Umständen zu verhindern und schreckt auch vor einem Mordversuch nicht zurück. Alexej hat zwar schnell einen Verdacht, wer dahinter steckt, aber den Grund kann er sich nicht erklären. Was ist an der Lebensgeschichte der alten Frau so brisant? Hat es etwas mit dem desertierten sowjetischen Soldaten zu tun, den Elsas Freunde aus der Ostsee gerettet haben?

spannende und düstere Geschichte um einen tragischen Helden

— AutorinMonaFrick
AutorinMonaFrick

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Was wir getan haben

Leider langweilig und langatmig. Habe, nachdem ich den Klappentext gelesen habe, mehr erwartet.

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waaaahnsinn, diese reihe!.... band 4 haut mich komplett um.... spannend von seite 1 bis 570.. ohne längen.... hammer!

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    Die Erben des Deserteurs
    AutorinMonaFrick

    AutorinMonaFrick

    11. May 2017 um 10:55

    Ich bin der Autorin schon über einige Bände bei "Boris und Olga" mit großem Vergnügen und Spannung gefolgt.Daher habe ich auch bei diesem Buch zugegriffen.Der russische Deserteur und Elitekämpfer Alexej ist in Dtd gestrandet, wird mit dem Schicksal eines anderen Deserteurs aus dem Weltkrieg und dessen Familie konfrontiert ...Die Szenen in der Vergangenheit finde ich insgesamt ziemlich düster, aber auch spannend. Ich hätte Alexej in der Gegenwart ein bisschen Glück gegönnt, so wie bei Boris und Olga.Die Geschichte im Weltkrieg fand ich spannend, die in der Gegenwart etwas verwirrend. Das hängt sicher damit zusammen, dass der selbe Name mehrmals auftaucht und die Erinnerungen der alten Dame nicht immer ganz deutlich sind. Außerdem verschiedene Versteckspiele mehrerer Personen mit verschiedenen Motiven. Da muss man schon ganz genau aufpassen.

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  • Deserteur Alexej wird zu einer sympathischen Figur

    Die Erben des Deserteurs
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. December 2013 um 09:37

    Durch den Kurzkrimi „Am falschen Ende der Hoffnung“ habe ich Blut geleckt und wollte nun wissen, wie es mit Deserteur Alexej weitergeht. Inhalt: Alexej ist auf seiner Flucht an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste gestrandet. Als Aushilfe verdingt er sich auf einem Bauernhof. Ehe er sich versieht, steckt er mitten im schönsten Schlamassel: Die Bäuerin will ihm an die Wäsche, irgendjemand versucht, Oma Elsa umzubringen, und er selbst verliebt sich in ein 16-jähriges Mädchen. Meinung: Im ersten Band der Krimireihe „Deserteur Alexej“ erhält der junge Russe endlich lebensechte Züge. Er ist nicht mehr nur ein rachelüsterner, verzweifelter Mörder, sondern ein Mann mit unterschiedlichen Gefühlen, Ängsten und moralischen Wertvorstellungen, die mit denen seiner Umwelt kollidieren. Dadurch wird er für mich zu einer sympathischen, wenn auch gebrochenen Hauptfigur, die neugierig macht und zum Weiterlesen einlädt. Insgesamt sind die Figuren dieses Romans alles andere als normal. Zum Teil fand ich sie fast schon karikaturistisch überzeichnet. Sie schillern eigenwillig und agieren mal mit-, mal gegeneinander. Der Spannungsbogen entwickelt sich langsam, aber beharrlich und erreicht gegen Ende einen Höhepunkt, der dann überraschend schnell aufgelöst wird. Die Autorin hätte sich an dieser Stelle ruhig mehr Zeit lassen können, um den Krimi mit Bedacht zu entwirren. Die russischen Einsprengsel im deutschen Kontext haben mir sehr gut gefallen. Auch insgesamt betrachtet, bewegt sich die Sprache des Buches durchweg auf hohem Niveau. Wertung: Mein Highlight des Krimis war ganz klar die Entwicklung Alexejs, die die Autorin überzeugend darstellt. Einzige Schwäche ist die überschnelle Auflösung des Krimis, weshalb ich trotz all der positiven Seiten des Werkes leider nicht die Höchstpunktzahl vergeben kann. Es werden gute vier von fünf Punkten. Dabei freue ich mich auf die Fortsetzung, um zu erleben, wie es mit Alexej weitergehen wird. Mein Fazit: Aus Schwarzweiß wird Farbe – schöne Weiterentwicklung der Deserteur Alexej-Reihe.

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  • Kurzweiliges Lesevergnügen mit positiven Überraschungen

    Die Erben des Deserteurs
    inflagrantibooks

    inflagrantibooks

    30. November 2013 um 17:06

    Der Hintergrund mit dem Hafen, der Mann mit der Waffe vorne, dessen Gesicht im verborgenen liegt: Passt perfekt zum Inhalt, nur hätte ich mir eine etwas saubere Verarbeitung gewünscht. Vielleicht „versehe“ ich mich da auch nur, aber der Mann unten wirkt doch etwas falsch abgeschnitten und auch bei genauerem hinsehen fallen einem ein paar Schönheitsfehler auf. Nichts desto trotz passt es gut zum Inhalt. Erst einmal ganz großes Danke an die Autorin für das Rezensionsexemplar. Das Buch „Die Erben des Deserteurs“ wird schon auf dem Cover als „Kriminalroman“ bezeichnet und auch laut Klappentext scheint der Hauptprotagonist Alexej Gregorjewitsch Kalinin ein vom Leben gekennzeichneter, erfahrener Soldat zu sein, der bei einer russischen Sonderheit seine Ausbildung und Berufung fand und nun zwecks eines Mordes auf der Flucht ist. Demzufolge erwartete ich als Leser also auch einen Mann, dessen Erfahrungen man deutlich erkennen konnte und der mich auch Vollends mit seinen Taten davon überzeugte, wie gefährlich er sein kann, wenn es darauf ankommt. Der Titel könnte treffender gar nicht sein, auch wenn ich persönlich dadurch etwas verwirrt wurde, weil ich den Begriff „Deserteur“ dort zum ersten Mal sah. Für diejenigen, denen es ebenso geht: Was ist also ein Deserteur? Fahnenflucht oder Desertion bezeichnet das Fernbleiben eines Soldaten von militärischen Verpflichtungen in Kriegs- oder Friedenszeiten. Der fahnenflüchtige Soldat wird im Allgemeinen als Deserteur (frz. déserteur, abgeleitet von lat. deserere, „verlassen“) bezeichnet. (Quelle: Wikipedia.de) Ich muss zugeben, dass ich etwas völlig anderes erwartete, als das, was mir die Autorin dann Letzen Endes lieferte. Das Buch war Anfangs eine sehr willkommene Abwechslung zu meinen vorherigen Büchern. Es lag womöglich an der lockeren Art und Weise wie die Ich – Form hier umgesetzt wurde. Gepaart mit dem unterhaltsamen Schreibstil und den durchaus interessanten Handlungsbogen der Autorin versprach es mir nämlich eine gefährlich gute Mischung für einen Krimi. Nur reichte das auch, um mich bis zum Schluss an der Stange halten zu können? Finden wir es heraus. Die Handlung und die damit verbundene „Familiengeschichte“ war mal etwas anders und die Autorin hatte sich da wirklich etwas interessantes für ihre Leser ausgedacht. Alexej ist ständig auf der Flucht und weiß noch nicht so genau, wie sein zukünftiges Leben aussehen wird. Froh darüber, überhaupt irgendwo unterzukommen, landet er auf dem Bauernhof der Familie Petersen. Dort versucht er sich durch Schwarzarbeit bis zum Winter durchzuschlagen. Dabei kommen in einige unschöne „Umstände“ in die Quere. Zum einen wäre da Friedrich Petersen, dem der Bauernhof gehört und der seine Gräuel gegenüber Alexej offenkundig vor ihm preisgibt. Beleidigungen sowie kein Funken an Respekt sind nur einige Dinge, die sich Alexej von ihm gefallen lassen muss, damit er weiterhin dort arbeiten kann und einen sicheren Unterschlupf für sich hat. Dazu kommt noch seine aufdringliche und alles andere als attraktive Ehefrau Gudrun Petersen. Diese lässt nichts unversucht, die Momente auszunutzen, bei dem ihr Mann außer Sichtweise ist, um Alexej an die Wäsche gehen zu wollen. Als wäre das noch nicht genug, taucht die Schwiegermutter der Petersens auf und scheint auf den ersten Blick ebenfalls ihre Vorurteile auf Alexej loslassen zu wollen. Elsa allerdings scheint viel mehr zu sein, als es zuvor den Anschein hat und als Alexej von der baldigen Veröffentlichung ihrer Kriegserinnerungen erfährt, nehmen die Dinge ihren Lauf…. Dieses ganze Familiendrama und auch das „Erbe“, von dem im Titel die Rede ist, wurden hier mit einer interessanten Hintergrundgeschichte erzählt und ich war förmlich gefangen von den Zusammenhängen und den Entwicklungen aller beteiligten Charaktere. Ich hätte irgendwie noch „mehr“ vom Leben dort erhofft, noch „mehr“ Szenen mit Elsa gewünscht aber es reichte auch so vollkommen aus. Auch die aufkommenden russischen Geschichten und Wörter usw. kamen gut bei mir an und glänzten für mich mit einer ordentlichen und auch für die Handlung sehr ansprechenden Recherche. Ruhig mehr davon. Für einen Kriminalroman aber hätte definitiv mehr rausspringen können. Die Aufklärungen waren zu schnell und es fehlte irgendwie eine langwierige Form der eigenen Recherche IM Buch. Also das z.B. die Charaktere mehr nachgraben und nicht immer alles so fix durchschaut/überprüft wird. Auch ein wenig mehr „Gefahr“ hätte der Spannung gut getan. Aber das ist nur meine Meinung. Die Charaktere: Alexej Gregorjewitsch Kalinin aka Polacke Alexej ist und blieb ein Rätsel für mich, was der ganzen Geschichte eine gewisse Würze schaffte, die mir zusagte und für einen Krimiroman mit einem „Mörder“ auf der Flucht klug ausgearbeitet wurde. Aus seiner Vergangenheit ist nicht viel herauszubekommen. Hier und da warf mir die Autorin einzelne Puzzlestücke hin, die ich nach und nach zusammenbringen konnte, um mir ein oberflächliches Bild darüber zu machen, mit wem ich es hier eigentlich zu tun habe. Weshalb aber genau das alles mit ihm geschah kann man höchstens aus dem Klappentext herauslesen oder eben aus der vorherigen Kurzgeschichte „Am anderen Ende der Hoffnung“. Bis zu einem gewissen Grad war er auch für mich glaubwürdig, aber dann kam eine Sache, bei der ich wirklich mit mir ringen musste, denn es wollte so gar nicht in mein vorheriges „Puzzle“ Bild reinpassen. Der Nebencharakter Zoya und die anbahnende Beziehung zwischen ihr und ihm. Im Laufe der Handlung wirkte Alexej bei einem Zusammentreffen mit ihr so unbeholfen und irgendwie auch leicht „kindlich“ auf mich. Hatte er doch all diese Lebenserfahrungen, die mir während dem Lesen hier und da Gedanklich erzählt wurden, war das Interesse an diesem „Kind“ für mich eher störend und ich hätte eine unerwiderte Schwärmerei ihrerseits bevorzugt. Zeit für unnötigen Kitsch war zum Glück nicht vorhanden, denn die Handlung bewegte sich rasch und ehe ich es mich versah, war ich schon am Ende angelangt. Die Autorin hat mir einen Russen geliefert, der mich unterhielt, dessen Gedankengänge durch seine Direktheit glänzten und mir somit auch oft einen Lacher von mir abzweigen konnten (und das soll wirklich etwas heißen.) ^^ Ich war schon oftmals so vertieft in Alexejs Gedanken, das ich hätte schwören können, dieser wäre von einem männlichen „Erschaffer“ niedergeschrieben worden. Das ist durchaus als ein riesen Kompliment anzusehen. Selma J. Spieweg bewies hier eindeutig, dass sie als Frau einen glaubhafteren Mann erschaffen konnte, als so manch anderer männlicher Autor, denn ich bisher so las. Das bringt mich auch gleich zu einem weiteren Punkt: Vor diesem Buch gibt es eine 40 Seitige Kurzgeschichte namens „Am anderen Ende der Hoffnung“. Diese Kurzgeschichte beinhaltet die vorherigen Ereignisse rund um Alexej, sodass wir uns ein besseres Bild von ihm machen und auch seine Beweggründe für die Flucht nach Deutschland erfahren können. Diese blitzen nämlich in DIESEM Teil ständig hervor, aber es wurde nie so intensiv darauf eingegangen, was für mich zwar keine Probleme darstellte, da die Autorin das auch so interessant gehalten hatte. Ich frag mich dennoch nach diesem doch kurzweiligen Lesevergnügen, wieso die Autorin diese beiden Geschichten nicht in einem Buch zusammengefügt hatte? Hierbei ist dann wohl auch der stärkste Kritikpunkte: Die Geschichte ist zu kurz. Da ich aus Zeitgründen oftmals eine Pause mit dem lesen machen musste, fiel es mir immer etwas schwerer, erneut in die Geschichte hineinzukommen und auch die ganzen Zusammenhänge wieder richtig aufgreifen zu können. Es ist gar nicht so kompliziert wie es vielleicht den Anschein hat, sondern es ist meiner Meinung nach einfach in einem viel zu knappen Zeitraum erzählt worden. War also so gesehen keine schlechte „Testsache“ und hätte durch eine „ausführlichere“ Ausarbeitung der Geschichte vermieden werden können. Versteht mich nicht falsch, ich fühlte mich positiv unterhalten und auch die Idee war wirklich lesenswert, nur fragte ich mich schon nach einer Weile, wieso die Autorin diese gute Idee in so kurzer Form verfassen musste. Denn besonders zum Schluss verlief es viel zu schnell: Charaktere wurden vorgestellt und noch ehe ich warm mit ihnen werden konnte verschwanden sie wieder in den Hintergrund. Gegen Ende blieb nur eine Hand voll zurück, was an sich keine negative Sache war, nur es ging mir zu flott. Auf mich wirkte es eher so, als würde die Autorin jeden Weg vermeiden, der als „zu lange erzählt“ wirken könnte. Dabei hatte sie mich von Anfang an der Angel und sie hätte mich diesbezüglich dank dem Schreibstil und der Idee auch nicht von losbekommen. Aber als es dann schlag auf schlag ging und ich eher Unzufriedenheit anstelle von Spannung empfand, war der Köder nicht mehr interessant genug für mich gewesen und so lies ich los und las es eben zu Ende, um den Schluss zu erfahren. Es kommt demnächst ein dritter Teil heraus und ich bin schon gespannt, was dieser beinhalten wird. „Die Erben des Deserteurs“ ist ein kurzweiliges Lesevergnügen, dass mich positiv überraschen und unterhalten konnte. Alexej ist ein sehr interessanter Charakter, der mir als Leser mit Sicherheit noch einige, tolle Lesemomente bescheren kann. Ich rätselte mit, empfand die Hintergrundgeschichte sehr erfrischend und anders und wünsche mir für zukünftige „Krimiabenteuer“ mit Alexej, dass die Autorin diesen Weg noch etwas intensiver einschlagen wird. Gerne mit mehr Text und Szenen. Selma J. Spieweg blieb mir als eine Autorin im Gedächtnis, die mich nicht nur durch ihren ausgeprägten Schreibstil unterhalten, sondern mir auch dank den Gedanken ihres Hauptprotagonisten Lacher stibitzen konnte, was wirklich sonst sehr schwer zu schaffen ist. Wer also mal nach einer etwas anderen Buchserie mit dem gewissen Etwas sucht, ist hier bestens bedient und ich kann dieses Buch mit guten Gewissen weiterempfehlen. 5 Marken wären meiner Meinung nach einfach zu viel, da aus der Handlung durchaus noch mehr raus zu holen gewesen wäre, auch wenn es so in dieser kurzen Form gepasst hatte. Daher empfinde ich 4 Marken als vollkommend ausreichend und ich freu mich schon, weitere „Orte“ mit Alexej erleben und den einen oder anderen "Fall" lösen zu dürfen. Es grüßt ein zufriedener Leser namens

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