Selma Lagerlöf Das Mädchen vom Moorhof

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Inhaltsangabe zu „Das Mädchen vom Moorhof“ von Selma Lagerlöf

Literaturnobelpreis 1909
O Gott, Herr Pfarrer! Das mag sich mancher denken, der die Geschichte vom aufsässigen Pfarrer Gösta Berling liest. Ein bewegtes und bewegendes Auf und Ab ist das Leben des Titelhelden, der, wegen Trunksucht des Amtes enthoben, zum Bettler, dann zum Gutsherrn und nach abermaligem Absturz zum Retter der Armen wird. Seit seinem Erscheinen hat dieser Roman nichts von seinem Zauber und seiner Originalität eingebüßt.

Es ist schön, auch alte Geschichten wiederzuentdecken. Eine wunderschöne Ausgabe aus dem Insel-Verlag.

— parden
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  • Eine leise Erzählung um Vergebung und Vertrauen

    Das Mädchen vom Moorhof

    schafswolke

    Das junge Mädchen Helga wird von einem verheiratetem Mann schwanger und bekommt das Kind, von da an wird sie von der Dorfgemeinschaft gemieden. Um ein wenig Unterhalt zu bekommen wagt sie einen mutigen Schritt und will das Geld vor Gericht erstreiten, doch bevor der Kindsvater auf die Bibel schwören will, schreitet sie ein und verändert dadurch ihr Ansehen. Eine leise Erzählung um Vergebung und Vertrauen, die mir gut gefallen hat. Die Geschichte spielt in einer ländlichen Gegend zu einer anderen Zeit. Man merkt das die Autorin Selma Lagerlöf auch in diese Zeit gehört und das macht die Geschichte für mich zu etwas besonderem. Ich habe dieses Buch in meinem eigenem Bücherregal entdeckt und kann noch nicht einmal sagen, wie und wann es dort hingekommen ist. Fast wurde es auch hier vergessen, aber ich habe es nicht bereut hier einen Blick hineingeworfen zu haben. Für das Büchlein vergebe ich 4 Sterne.

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    Lienz

    06. January 2016 um 07:30
  • Unbekanntes von der Literaturnobelpreisträgerin...

    Das Mädchen vom Moorhof

    parden

    UNBEKANNTES VON DER LITERATURNOBELPREISTRÄGERIN... Helga Nilsson vom Moorhof hat sich als Magd verdingt bei bei Per Eric Martinsson und seiner Frau. Vor Gericht versucht sie jetzt, eine finanzielle Unterstützung zu erwirken, denn Martinsson ist der Vater ihres unehelichen Kindes, bestreitet das aber, um seine Ehe nicht zu gefährden. Doch als Martinsson bereit ist, einen Meineid auf die Bibel zu schwören, reagiert Helga erst ungläubig, schließlich entsetzt. Sie reißt die Bibel an sich, verkündet, auf die Klage zu verzichten, da Martinsson zwar der Vater des Kindes sei, sie aber nicht wolle, dass er sich ins Unglück stürze mit diesem Meineid. Plötzlich aber spürt der Richter, daß seine Augen sich mit Tränen füllen, und da zuckt er beinahe beschämt zusammen und wirft einen raschen Blick um sich. Da sieht er, daß die Schreiber und die Gerichtsdiener und die ganze lange Reihe der Beisitzer sich vorgebeugt haben, um das Mädchen anzusehen, das vor dem Richtertisch steht, die Bibel an die Brust gepreßt. Und er sieht einen Schimmer auf ihren Gesichtern, als hätten sie etwas richtig Schönes gesehen, das sie bis in das tiefste Herz erfreut hat. Durch diese Geste wandelt sich die Haltung der Menschen in dem Gerichtssaal und in der Umgebung. Galt Helga vorher als 'leichtes Mädchen', mit dem niemand mehr etwas zu tun haben wollte, hat sie nun doch deutlich gemacht, welch ehrenhafte Haltung in ihr steckt. Gudmund Erlandsson, der dem Mädchen wahrlich wohlgesonnen ist, überredet seine Eltern, Helga als Magd an ihrem Hof einzustellen. Sie erobert die Herzen aller dort, heimlich aber auch das von Gudmund. Doch der ist einer anderen versprochen, der Tochter des Amtsmanns. Als sich ein Unglück ereignet, in das Gudmund verwickelt zu sein scheint, spitzt sich die Lage zu... Mir gefällt es, dass manche Verlage alte, vergriffene, höchstens noch antiquarisch erhaltbare Werke wieder in neuem Gewand auflegen und so dazu beitragen, dass diese nicht in Vergessenheit geraten. Selma Lagerlöf, die erste Frau, die je den Nobelpreis für Literatur erhielt (1909), bringt man wohl am ehesten mit ihrem bekannten Werk "Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen" in Verbindung, andere Werke dagegen erscheinen heutzutage eher unbekannt. So auch dieses schmale Bändchen. Ich jedenfalls bin nur durch Zufall auf dieses Buch gestoßen, und auch die Verfilmung des Buches - ein deutscher Heimatfilm von Gustav Ucicky aus dem Jahr 1958 - kenne ich nicht. Eine angenehme Lektüre für ein paar entspannte Stunden, ein Eintauchen in alte Zeiten und Sitten und einmal mehr die Erkenntnis, wie sehr sich das alles gewandelt hat. Mir hat es gefallen, dieses unbekannte Werk zu entdecken. © Parden

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