Selma Lagerlöf , Matthias Ponnier Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden

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Inhaltsangabe zu „Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden“ von Selma Lagerlöf

Die Geschichte des jungen Taugenichts, der zur Strafe für seine Bösartigkeit in einen Däumling verwandelt wird und auf dem Rücken des Gänserichs Martin ganz Schweden erkundet. Ein Erziehungsroman, gespickt mit Sagen und Märchen, der die Vielseitigkeit Schwedens, seiner Lebensräume und Kulturen zeigt. Vielfach ins Deutsche übertragen, ist die Übersetzung von Thomas Steinfeld die erste vollständige und zugleich eine, die der eigentümlichen Sprache Selma Lagerlöfs, dem wunderbaren Schwedisch einer vergangenen Zeit, gerecht wird. (Quelle:'Audio CD/22.10.2015')

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    Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden
    Aglaya

    Aglaya

    12. April 2017 um 20:10

    Nils ist kein netter Kerl. Seinen Eltern gehorcht er nur bedingt, Tiere zu quälen macht ihm Spass. Als er eines Tages einen Wichtel ärgert, rächt sich dieser an ihm und verwandelt Nils selber in einen Wichtel. Nur wenige Zentimeter gross, wird er beim Versuch, den zahmen Gänserich Martin davon abzuhalten, mit einer Schar Wildgänsen mitzufliegen, mitgerissen und reist fortan zusammen mit den Gänsen quer durch Schweden. Auf der Reise wird ihm klar, dass sein bisheriges Verhalten alles Andere als gut war…Mit meiner Bewertung oute ich mich wohl als absoluter Kulturbanause. Immerhin hat die Autorin Selma Lagerlöf unter anderem wegen dieses Buches den Literaturnobelpreis erhalten! Dennoch will ich ehrlich sein und schildern, wieso mir der Kinderbuchklassiker nur mittelmässig gefallen hat.Die Geschichte wird in der Beobachterperspektive erzählt und besteht aus einzelnen, aneinandergereihten aber im Grunde grösstenteils voneinander unabhängigen Szenen. Das macht sie zwar ideal zum Vorlesen in kleinen Happen, wer aber gerne längere Zeit am Stück mit einem Buch verbringt, wird wohl wie ich die übergreifende Handlung vermissen, die die Szenen verbindet. Einzelne Szenen empfand ich auch als nicht wirklich abgeschlossen. So landet die Gänseschar einmal während eines heftigen Sturms auf einer Eisscholle. Es ist dunkel, der Wind tobt, die Gänse werden von gefrässigen Robben eingeschlossen – Ende der Szene. Kein Wort davon, wie die Gänse davon gekommen sind.Im Mittelpunkt der Erzählung steht natürlich der verzauberte Nils, auch wenn es immer wieder Szenen gibt, in denen er nur am Rande oder gar nicht vorkommt. Zu Beginn wird erwähnt, dass Nils 14 Jahre alt sei, aber dieses Alter scheint mir unpassend. Um die Jahrhundertwende war man in diesem Alter ja schon fast erwachsen, doch Nils verhält sich zu Beginn des Buches wie ein bockiges Kind von höchstens 10 Jahren. Im Laufe der Geschichte ist eine deutliche Entwicklung des Jungen ersichtlich, so wurde er mir doch noch sympathisch. Die anderen Figuren sind ziemlich eindimensional gehalten. Vor allem bei den Tieren fällt auf, dass die Autorin sie grösstenteils artübergreifend charakterisiert. Alle Schwäne verhalten sich so, alle Eulen so und so weiter. Die Menschen werden oft so grob skizziert, dass sie nicht mal einen Namen erhalten sondern schlicht „der Bauer“, „der Student“ oder „der König“ genannt werden.Der Schreibstil der Autorin Selma Lagerlöf erinnert an Märchen, ist eher einfach gehalten, könnte aber jüngere Kinder teilweise doch noch etwas überfordern, da altersbedingt (das Buch ist über 100 Jahre alt) teilweise Worte verwendet werden, die heute nicht mehr gebräuchlich sind. Ähnliche Szenen werden oftmals mit den genau gleichen Worten versehen, zudem enthalten viele Dialoge Wiederholungen (im Stil von „Wo bist Du? Wo bist Du?“ „Ich bin hier! Ich bin hier!“), was mich schnell gelangweilt hat. Hier hätte ich mir mehr Abwechslung in der Wortwahl gewünscht.Der Auftrag an die Autorin war, in einem Buch für die Volksschule die schwedischen Landschaften sowie Mythen und Sagen zu schildern, und das ist ihr im Grunde gut gelungen. Viele der einzelnen Szenen befassen sich mit einer spezifischen schwedischen Region, entweder mit ihrer landschaftlichen Erscheinung oder einer Sage, die zur Region passt. Dies erklärt auch, wieso die übergreifende Handlung (Reise nach Lappland und zurück) die Szenen nur locker aneinanderbinden kann. Der Auftrag wurde daher in meinen Augen gut erfüllt, das ändert aber nichts daran, dass das Buch für meinen Geschmack sehr langatmig geworden ist.Die Hörbuchversion wird von Robert Seethaler gelesen. Er spricht alle Personen- und Ortschaftsnamen auf schwedische Art aus (wie gut ihm das gelungen ist, kann ich nicht beurteilen, da ich so gut wie kein schwedisch spreche), was für meine Ohren ziemlich ungewohnt klang. Wenn man aus der Zeichentrickserie aus den 1980ern gewohnt ist, dass die Gans Martin heisst, klingt das schwedisch ausgesprochene „Morten“ doch etwas komisch.Mein FazitEignet sich mehr zum Konsum in kleinen Happen. Am Stück genossen wird die Geschichte sehr langatmig.

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