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SelmaNentwig

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Liebe Bücherwürmer,

"Ausgerechnet Mallorca". Ja das klingt wohl eher nach Sommersprosse, Sandfloh und Sangria. Man hätte wunderbar 260 Seiten über Minirock, Strohhalm, Flip und Flop schreiben können. Ja das hätte man. Hab ich aber nicht.

Wir gehen zurück auf Los. Zum Wunder-Herbst 1989. Zum Genscher-Balkon in Prag. Hier lauert Selma auf ihre große glitzernde Freiheit. Wie ein Husky der frischen Schnee riecht. Und dann? Die Kompassnadel wackelte tüchtig. Der Weg war frei, nur was macht man damit?  Was machen die anderen die, wie auf Ameisenstraßen, interkontinental über unseren Erdball tingeln, mit all den bunten Ideen und Geschichten im Kopf? Muss man darüber gleich ein ganzes Buch schreiben? Nicht unbedingt, aber es war mir ein Vergnügen.

Lasst uns munter diskutieren über den Sinn oder Unsinn des Reisens. Übers Ankommen und sowas wie Heimat. Oder muss man tatsächlich erst gehen um zu wissen wo man herkommt?

Und überhaupt. Wieso "Ausgerechnet Mallorca". Ihr werdet es raus finden! Viel Spaß beim Lesen! Auf jeden Fall bin ich neugierig was Euch antreibt und gespannt auf Eure Meinung.

 

 

Autor: Selma Nentwig
Buch: Ausgerechnet Mallorca
1 Foto

Cat-Parker

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Da bewerbe ich mich doch gleich und hüpfe in den Lostopf

Die-wein

vor 3 Jahren

Das klingt nach einer tollen Geschichte, die ich sehr gerne lesen würde. Der Herbst 1989 ist mir auch noch in sehr guter Erinnerung.

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SelmaNentwig

vor 3 Jahren

Teil 3 - Nestbau (Heimsuchung - Die Schönheit von Blau)
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@TochterAlice

Nein das ist nicht anmaßend. Danke für Deine Offenheit. Darum hatte ich Dich ja auch gebeten ;-) Viele Handlungen waren tatsächlich eigenmächtig. Für mich selbst nicht nachvollziehbar. Kann nur aus dem Buch zitieren: "Man muss sich manchmal zuhören und sich treu bleiben. Das wirkt oft sehr egoistisch und kann einsam machen. Man stößt Menschen vor den Kopf. Aber auf seine Intuition zu hören, ist in meinen Augen immer noch das einzig Richtige. Eine Form von Freiheit, die über die Jahre so wichtig für mich geworden ist, innere Freiheit." In Zeiten von Facebook und Twitter, präsentieren und sehen wir in der Regel nur unsere Schokoladenseiten. Selma gibt sich keine Mühe immer gemocht zu werden, Applaus oder neue "Freunde" zu gewinnen. Hat Eigenarten und macht Fehler. Das muss man vielleicht manchmal zulassen, nennt sich Erwachsenwerden. Zuweilen kostet es einen Preis. Aber woraus könnten wir sonst lernen?

SelmaNentwig

vor 3 Jahren

Fazit - Rezensionen
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@TochterAlice

Frei von der Leber weg, wie wahr. Vielen Dank für Deine ehrliche Einschätzung. Unter uns: es werden nicht ganz alle Hintergründe offen gelegt. Damit wäre der Leser dann doch überfordert. Sehr persönlich und ehrlich. Klares JA. Dabei wenig intim (keine Feuchtgebiete ;-) Wie Du gemerkt hast, finde ich es selbst völlig normal und gesund meine Gedanken, Zweifel und Unsicherheiten frei zu zeigen. Gerade in Zeiten von Masken und Plattformen, wo Außenwirkung alles ist. Bin dagegen mit dem Unpersönlichen oft überfordert, wo nur noch selten jemand sein Inneres preisgibt. Es stimmt mich froh, dass Du zwar Selmas Handlungen oft nicht verstanden hast, jedoch das Buch an sich verblüffend gut!!! Hut ab für die kluge Rezension. Schön, dass Du dabei warst!

TochterAlice

vor 3 Jahren

Fazit - Rezensionen
@SelmaNentwig

Dankeschön! Sehr erfrischend, dass Du nicht erwartest, dass man immer einer Meinung sein muss! Ich finde es so viel offener und entspannter...

Estrelas

vor 3 Jahren

Teil 3 - Nestbau (Heimsuchung - Die Schönheit von Blau)
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Auf Seite 236 ist die Rede davon, dass keine Aufregung mehr gebraucht wurde. Neben Tsunamis werden Flusspferde und Papayas (als Beispiele für Aufregung?!) genannt. Das verstehe ich nicht.
Ich bin überrascht, dass Mallorca nur noch eine kleine Rolle spielt, nachdem es schon im Titel auftaucht. Mich hätte schon noch etwas mehr der Ausgang interessiert. Wie lebt und arbeitet ihr nun?

SelmaNentwig

vor 3 Jahren

Teil 3 - Nestbau (Heimsuchung - Die Schönheit von Blau)
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@Estrelas

Schön, dass Du die Geschichte nun auch gelesen hast. Gleichzeitig irgendwie schade - damit ist mein Gastspiel hier schon beendet.
Auf Seite 236 ist die Rede davon, dass wir nach dem Verkauf von Hab und Gut und dem Kündigen aller Verträge ERSTMAL keine Aufregung brauchten. Einfach nur zu dritt gemeinsam Familien-Zeit verbringen wollten. Egal an welchem Platz, nur möglichst dem Winter entfliehen. Ohne Hula Hula oder exotische Reiseziele (Flusspferd, Papaya und ja, auch die Möglichkeit von Tsunamis, stehen symbolisch dafür). Man muss das freilich nicht verstehen, oder gar nachvollziehen können. Aber so ist es nun einmal passiert.
Das Buch beschreibt den Weg nach Mallorca und zu sich selbst, nach einem Heim. Es ist kein weiterer Mallorca-Roman. Vielleicht gibt es zu unserem Leben hier mehr im nächsten Buch. Es heißt auf den letzten Seiten: Der Weg war das Ziel. Das wollte ich rückblickend gern beschreiben. Denn ich fragte mich schon manchmal, warum "Ausgerechnet Mallorca" inzwischen mein zu Hause wurde. Tut mir leid, wenn Du jetzt enttäuscht bist.

Estrelas

vor 3 Jahren

Fazit - Rezensionen

Danke für diese aufregende Reise! Hier ist meine Rezension: http://www.lovelybooks.de/autor/Selma-Nentwig/Ausgerechnet-Mallorca-1109946781-w/rezension/1113618766/

SelmaNentwig

vor 3 Jahren

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Was für eine sympathische Runde! Interessiert, ehrlich und anregend.
Nicht Worte sollen wir lesen, sondern den Menschen, den wir hinter den Worten fühlen. (Samuel Butler)
Bin fasziniert von Eurer Performance. Herzlichen Dank Ihr Süßen. Nehme an der Stelle meinen Hut und verbeuge mich.. Der Vorhang fällt.
Haltet die "Eselsohren" steif! Ihr wisst was ich meine, Eure Selma

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