Würde ich sagen, dass Alchemised mein Leben verändert hat? Nein. Mochte ich das Buch trotzdem unfassbar gern (wenn man bei einem derart grausamen & brutalen Buch von Mögen sprechen darf)? Absolut. Der Schreibstil allein war ein Kunstwerk, auch wenn ich mir an mancher Stelle nicht sicher war, ob ich dem Buch wirklich geistig gewachsen bin. Trotz dieser zeitweisen Zweifel habe ich mich nie verloren gefühlt oder mir gewünscht, es würde schneller zu Ende gehen, ganz im Gegenteil. Alchemised hat mich ziemlich schnell in seinen Bann gezogen & mir die düstere Seite gezeigt. War es ein schönes Buch? Nein. Aber ein wichtiges. Denn viele Themen sind leider (immer noch oder mehr denn je) Realität und müssen thematisiert werden. Gleichzeitig finde ich es wichtig, dass auch gezeigt wird, dass auch in solch schweren Zeiten Liebe entstehen darf. Entsteht sie unter guten Sternen? Absolut nicht. Ist es eine schöne Lovestory, wie man sie sich wünschen sollte? Definitiv nicht. Aber gleichzeitig hat sie mir irgendwie ein Stück Hoffnung gegeben, während ich so ziemlich mit allen Charakteren unter dem Regime & dem Krieg gelitten & jedem misstraut habe. Mit jeder neuen Enthüllung habe ich nur noch gehofft, dass die gesamte Story irgendwie ein halbwegs positives Ende findet und wurde auf dem Weg dahin mehrfach von Wendungen überrascht, die ich nicht habe kommen sehen.
Solltet ihr es lesen? Wenn ihr euch ein Buch voller Brutalität & Folter zumuten könnt, dann ja. Denn es ist kein schönes Buch, aber ein wichtiges.

















