Senta Meyer

 2.6 Sterne bei 27 Bewertungen

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Der Marionettenspieler

Der Marionettenspieler

 (27)
Erschienen am 01.03.2015

Neue Rezensionen zu Senta Meyer

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Rezension zu "Der Marionettenspieler" von Senta Meyer

Criminal Minds auf deutsch
fredhelvor 3 Jahren


"Der Marionettenspieler" vonSenta Meyer ist ein Krimi, der mir zuerst von der Optik her sehr gut gefallen hat: schönes Cover, gut lesbares Schriftbild und die Kapitel sind jeweils mit einem Kinderreim betitelt.
Die Spannung beim Lesen blieb jedoch aus.
In Berlin verschwinden innerhalb weniger Stunden 9 Kinder spurlos. Anscheinend hält man die örtlichen Ermittler nicht für ausreichend kompetent, denn sofort wird ein Spezialistenteam eingesetzt, das mich stark an eine Mischung aus CSI und Criminal Minds aus amerikanischen Fernsehserien erinnert. Selbst die schrille Penelope Garcia findet sich als Kopie in der Person von Pathologin Sarah wieder. Nur ist mir dieses deutsche Team von Anfang an unsympathisch, denn alle sind überaus gutaussehend, hyperintelligent und spielen sich sehr arrogant auf. Ihre technischen Ressourcen und Beziehungen in höchste Ebenen sind unbegrenzt, und dennoch findet sich der rote Faden oft nicht durch Recherche sondern einfach aus dem "Bauchgefühl" der Teamleiterin Jenny heraus. Das war nach weniger als hundert Seiten der Punkt, an dem ich den Roman nur noch quer gelesen habe. Die Idee für den Plot fand ich richtig klasse, denn ich mag es, wenn die Wurzeln eines Falles sehr weit in die Vergangenheit reichen, aber die Umsetzung fand ich langatmig und die Protagonisten weder glaubhaft noch sympathisch.

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L

Rezension zu "Der Marionettenspieler" von Senta Meyer

Beängstigende Geschichte super umgesetzt
Lese-Sandravor 3 Jahren

In Berlin verschwinden spurlos 9 Kinder. Die Polizisten vor Ort bekommen 6 Profis von Europol vor die Nase gesetzt, die sofort das Büro in Beschlag nehmen und in ein High-Tech-Labor verwandeln. Doch die anfänglichen Bedenken verschwinden schnell, denn die 6 zeigen, dass sie ihr Fach beherrschen. Im Laufe der Geschichte werden noch viele weitere Kinder entführt, viele Spuren verlaufen im Sand. Erst eine Verbindung, die bis in die Nazizeit zurückreicht, bringt den Erfolg...
Dieses Buch ist in einer ganz besonderen Art geschrieben, Nicht geeignet dafür, so mal eben zwischendurch, vielleicht im Bus oder der Bahn, zu lesen. Denn man muss sich auf die Geschichte und die Menschen einlassen, um sie und die Hintergründe zu verstehen.  Gerade die Dialoge fand ich bemerkenswert, die Sprache ist modern und sehr direkt. Manchmal habe ich Tränen gelacht. manchmal war ich schockiert - "Klartext" hat hier eine besondere Bedeutung.

Die Profis von Europol sind ganz besonders und speziell, sehr gut ausgebildet, aber das sollte man auch erwarten können. Mit einer Chefin, die dazu noch "Ahnungen" hat und Technik, die zwar futuristisch klingt, aber sicherlich am Ende doch nicht so weit von der Realität entfernt sein wird. (Und das ist beängstigend!) Am Ende sind beide Teams miteinander verschmolzen und besiegen gemeinsam die Kidnapper.

Mein Fazit: ein sehr spannendes Buch, dass wirklich an Formate wie NCIS erinnert, ohne einfach nur zu kopieren. Die fiktive Geschichte wurde ganz geschickt mit wirklichen Dingen, realen Tatsachen verknüpf, so dass der Leser immer wieder gefordert ist, zu unterscheiden. Die Ermittlungen selbst, sowohl draußen auf der Straße aber auch besonders im Innendienst, sind sehr gut beschrieben und regen dazu an, selber nach möglichen Verdächtigen zu suchen.  
Am Ende des Buches steigen die 6 Profis in den Flieger nach München - ein neuer Fall? Ich würde mich sehr freuen.


Einen Stern ziehe ich ab für die Kapitel-Nummerierung.

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S

Rezension zu "Der Marionettenspieler" von Senta Meyer

Spannend bis zum Ende
Sudinvor 3 Jahren

In diesem Buch wird die Geschichte einer Sondereinheit von Europol erzählt, die einen Fall von Kindesentführungen aufzuklären haben. Da die ersten neun verschwundenen Kinder aus Berlin kommen, beginnt die Spezialtruppe um ihre abgedrehte, charismatische Chefin auch dort mit ihrer Arbeit. Sie stieß bei den dortigen ermittelnden Kollegen aufgrund ihrer unkonventionellen Arbeitsmethoden auf wenig Gegenliebe, eher wohl auf Kopfschütteln und Missgunst. Spätestens aber, als die Entführungen auch den Kollegenkreis erfassten und sie erkannten, dass es um weit mehr geht, fügte man sich in das Team ein. Oberste Priorität hatte die Suche nach den vermissten Kindern!
Dazu kam, dass diese Sondereinheit über technische Hilfsmittel verfügen konnten, die die ansässigen Kollegen höchstens aus Filmen kannten. Bei diesem kompliziertem Fall, der bis in die Nazizeit zurück reichte, war dies aber absolut wichtig, um mit den Gegnern in der selben Liga spielen zu können. Es begann ein Wettlauf mit der Zeit...

Das Buch fand ich insgesamt richtig gut. Ich habe die Truppe schon nach kurzer Zeit ins Herz geschlossen. Die Dialoge sind frech, witzig und manchmal auch provozierend in einer direkten, modernen Sprache, wie man sie heute nun einmal spricht. Angelehnt an amerikanische Formate wie NCIS, 24 o.ä. - ja - aber die dann kombiniert mit typisch deutschen Eigenheiten. 

Die Autorin hat ein Gespür für Situationskomik, selbst amouröse Szene sind dabei und bildhaft beschrieben. Und ja - so ist das im wirklichen Leben....
Die Geschichte ist spannend und gut recherchiert. Besonders gefallen hat mir, das am Ende noch einmal eine kurze Zusammenfassung über die Hintergründe der Geschichte gegeben wurde.

Ich freue mich schon auf den angekündigten nächsten Fall dieser nicht ganz so gewöhnlichen Truppe. Nicht nur wegen ihrer Fähigkeiten, sondern - oder gerade - wegen ihrer Macken.
Von mir volle Punktzahl!!!

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Gespräche aus der Community

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Spica_Verlags avatar

Spezialeinheit gesucht!

Vorraussetzungen: messerscharfer Verstand & knallharte Fingerfertigkeiten beim Tippen von Rezensionen...


Gerade begeisterte Senta Meyer im Rahmen der Reihe „Leipzig liest kriminalistisch“ mit ihrem Debütroman „Der Marionettenspieler“ das Publikum der Leipziger Buchmesse. Neben Marvin Roth‘s diesen Monat erschienenem „Der Duft des Zorns“ ein weiterer nervenaufreibender Kriminalroman des Spica Verlages.

Inhalt
In Berlin verschwinden innerhalb von 25 Stunden 9 Kinder. Es gibt weder eine Verbindung zwischen den vermissten, noch Forderungen der Kidnapper, nicht eine einzige verwertbare Spur.
Eine Spezialeinheit, bestehend aus fünf hervorragend ausgebildeten Fachleuten und ihrer Chefin, die nicht nur auf wissenschaftliche Art Ermittlungen führen, übernehmen die Aufklärung. Für die Beamten vor Ort mehr als nur eine neue Erfahrung, denn die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion scheinen mit dem Auftauchen der Sechs zu verwischen. Bevor sie jedoch Licht in das Dunkel bringen können, werden weitere Kinder in ganz Europa entführt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Um den fall zu lösen, müssen die Ermittler in die Vergangenheit reisen und stoßen dabei auf ein Komplott, welches Eiskalt geplant und von langer Hand vor über 70 Jahren vorbereitet wurde. Denn die Kidnapper stehen kurz vor der Vollendung ihrer neuen Welt.

 Angelehnt an US-amerikanische TV-Formate wie „24“ und „Navy CIS“ verknüpft der Roman aktuelle Geschehnisse neu und vernetzte sie mit einer fiktiv konstruierten Vergangenheit – oder war es tatsächlich so?


Schließt euch der Spurensuche an und gewinnt im Rahmen der Leserunde eines von 15 Exemplaren des Debütromans der 1963 in Halle/Saale geborenen Autorin.

Hechtet mit Anlauf in die Lostrommel, indem ihr uns nur folgende Frage beantwortet:
Welche 3 Eigenschaften und/oder Assoziationen habt ihr als erstes beim Titel und Cover gehabt?

Bewerbungschluss ist der 10.April 2015


Wir drücken euch die Daumen und freuen uns auf rege Teilnahme, eine lebhafte Diskussion und anschließende Rezensionen... Und wehe, wenn nicht. Frau Meyer is watching you! ;-)

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