September D. Asymmetric Woman

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Inhaltsangabe zu „Asymmetric Woman“ von September D.

Du kannst alles tun, was du willst!
Zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Mason, erfolgreicher Schauspieler und Produzent in Kalifornien, ein freiheitsliebender Abenteurer mit atemberaubender Agenda.
Daneben die Deutsche Nadja, eine ausgebrannte und ziellose Frau, der das Schicksal alles genommen hat, was ihr einmal wichtig war. Wie Öl und Wasser müssten sich die beiden gegenseitig abstoßen - doch Mason betrachtet Nadja als Projekt und ein brisantes Experiment beginnt.
Ein Roman, der die Macht prickelnder Lebendigkeit heraufbeschwört.

Leider kann das Buch nicht halten, was der fulminante Anfang verspricht. Eine massive Kürzung täte dem Buch m.E. gut...

— parden

Das große Auf und Ab der Liebe!

— kassandra1010

"Du kannst alles tun, was du willst!" - aber das Leben hat ungeahnte Wendungen

— Schnuck59

schöner Schreibstil aber die Geschichte ist sehr schleppend und mit einem unbefriedigendem Ende

— Thesulu

Teilweise sehr zäh, Handlungen nicht wirklich nachvollziehbar!

— Julia_20

Spannender Selbstfindungstrip einer Frau nach einem schweren Schicksalsschlag

— jutscha

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  • Eine ungewöhnliche Geschichte...

    Asymmetric Woman

    parden

    EINE UNGEWÖHNLICHE GESCHICHTE... Nadja ist Anfang vierzig, als ihr der Boden unter den Füßen weggezogen wird und sich ein riesiger Abgrund auftut. Ihr Mann und ihre drei Kinder überleben einen Unfall auf der Autobahn nicht - und nichts ist mehr, wie es vorher war. Nach der Beerdigung igelt sie sich ein, wochenlang, monatelang. Isst kaum etwas, pflegt sich nicht, kümmert sich nicht um den Haushalt, lässt niemanden an sich heran. Nadja schrie, wähend sie aufwachte, ihre Haut nass vom Schweiß, ihr Herz raste jedes Mal, als hätte sie mit im Wagen gesessen. Jede Minute iher sinnlosen, langsam verwesenden Existenz wünschte sie sich, es wäre so gewesen. Wie einfach. Alle tot, keine Überlebenden. Überlebende, die nicht wussten, weshalb sie weitermachen sollten. Deren Verstand aufgegeben hatte, denen jede Motivation und Kraft fehlten. Sie hatte keine Kraft zu leben und keinen Mut zu sterben. (S. 34) Als sie merkt, dass sie nicht bereit ist, schon zu sterben, verflucht sie sich. Sie merkt aber auch, dass sie so wie die letzten Monate nicht weitermachen kann. Um allem zu entfliehen, bucht sie für einige Tage ein Zimmer in einem Hotel in Den Haag - das Hotel, in dem sie in dem Leben vor dem Unfall glückliche Tage mit ihrem Mann verbracht hat. Zufällig stößt sie dort auf Mason, einen smarten, gutaussehenden Amerikaner. Warum auch immer: dieser Mann interessiert sich für sie - und geht so einfühlsam mit ihr um, dass sie ihm auf sein Zimmer folgt. Es bahnt sich ein unvergesslicher Tag an - mit vielen Gesprächen, entspannenden Stunden und, ja, auch mit Sex. Etwas, für das Nadja sich ganz bewusst entscheidet - etwas, wodurch sie sich seit Monaten das erste Mal wieder lebendigt fühlt. Kein Gedanke jedoch an ein Wiedersehen, denn Mason hat vorher klar gemacht, dass er ihr genau diesen einen Tag zur Verfügung steht und dann nicht mehr - ein Vorgehen, das er stets so handhabt, wenn er beruflich unterwegs ist. Als Nadja wieder zu Hause ist, wird ihr klar, dass sie radikal etwas ändern muss. Sie räumt die Sachen ihrer verstorbenen Familie zusammen, gibt alles weg, auch ihre Möbel - und verkauft das Haus. Schließlich kauft sie sich ein Oneway-Ticket in die USA und fährt einfach los, ohne zu wissen, wohin es sie treibt. In einem alten aber zuverlässigen Auto fährt sie schließlich in ihrem Tempo die gesamte Ostküste von Norden nach Süden entlang und versucht, allmählich zu sich zu finden. Ihr einziges Ziel: Sonne. Sie will endlich nicht mehr frieren... Laguna Beach in Kalifornien - für das Ziel entscheidet sie sich schließlich. Und dort geschieht das Unglaubliche: in einem Geschäft begegnet sie ausgerechnet Mason. Bei einem gemeinsamen Kaffee fühlt sich Mason von der geheimnisvollen, traurigen Aura der Deutschen angezogen, er zeigt Interesse an ihrer Situation und bietet ihr an, erst einmal bei ihm zu wohnen. Aus dem 'erst einmal' werden Wochen und Monate, und Nadja entwickelt sich. Und kehrt ins Leben zurück, wobei Masons Rolle sich zunehmend verändert. Aber nichts ist einfach - und das ganze Leben ist Wandel... Der Beginn des Buches war ein unglaublich intensives Leseerlebnis - die Situation um den Tod von Nadjas Familie war so eindringlich geschildert, dass ich es kaum ertragen konnte. Daher habe ich das Buch erst einmal wieder weggelegt, um es dann ein paar Tage später wieder zur Hand zu nehmen. Die Schilderung des Verlustes, des Falls ins totale Nichts war geradezu spürbar, nahm mir die Luft. Da begrüßte ich dann den Szenenwechsel mit der Begegnung von Nadja und Mason in dem Hotel, auch dies sehr intensiv geschildert, aber auf einem ganz anderen emotionalen Level. Immerhin hat Nadja durch dieses Erlebnis den Mut gefunden, die Vergangenheit hinter sich zu lassen, ihr Leben aufzuräumen und einen Neubeginn zu wagen. So weit weg wie möglich. Der Roadtrip die Ostküste der USA entlang hat mir ausgesprochen gut gefallen, auch wenn der Abschnitt recht lang war. Die Symbolik des langen Weges und auch die Rolle des Meeres - das waren alles Bilder, die mir zusagten. Der Einschnitt kam bei der Wiederbegegnung von Nadja und Mason. Einmal abgesehen von dem aberwitzigen Zufall, an den man kaum glauben mag, gefiel mir dann immer weniger von dem, was sich da entwickelte. Zugegeben, es war nett von Mason, Nadja erst einmal ein Dach über dem Kopf anzubieten, und auch okay war, dass er weiter seiner eigenen Wege ging. Aber spätestens als deutlich wurde, dass Nadja schwer depressiv war, fand ich es geradezu vermessen von Mason, dass er sich zum Ziel setzte, dies alleine und ohne professionelle Unterstützung zu regeln. Hausaufgaben für Nadja, ein Verhaltenskatalog und Sprüche wie 'Du kannst alles tun, was du willst!' sollen sie ins Leben zurückholen. Und seine Einstellung zu dem ganzen fand ich teilweise sehr merkwürdig... Sie wohnten beinahe vier Monate unter einem Dach und es war viel geschehen. Mason war dabei zu Nadjas Universum geworden: ihr Freund, Arbeitgeber, Hausherr, ihre einzige Verbindung zur Außenwelt. Sie hingegen war wie ein liebgewonnenes Haustier für ihn. Aber es ging noch darüber hinaus. Nadja war sein ganz persönliches Projekt." (S. 181) Passend dazu verhält sich dann Nadja - untertänig, Mason auf ein Podest hebend, immer bemüht, seinen Forderungen zu entsprechen. Auch die sich anbahnende Liebesbeziehung zwischen den beiden scheitert beinahe daran, dass sich Nadja zu selbstbewusst entwickelt und eigene Vorstellungen äußert - wobei Mason sich wenig kompromissbereit zeigt. Bei allem Verständnis für Nadjas desolate Situation: irgendwie war mir letztlich keiner der Charaktere sympathisch. Der Schreibstil von September D. hat mich wirklich überzeugt. Bildhaft, oft sehr eindringlich, gerade bei der Schilderung von Emotionen, haben mich vor allem im ersten Drittel des Buches manche Szenen geradezu mitgerissen, überrollt, einverleibt. Doch dann - eben nach der Wiederbegegnung mit Mason - kamen die Längen. Zu viele Details, zu viele Wiederholungen, zu viele Szenen, die für Najda eine Bedeutung haben mochten, für den Leser aber eher uninterssant sind. Langatmig, langgezogen, langweilig. Sehr schade, aber so habe ich es nun einmal empfunden. Letztlich habe ich mich gefragt, was die Autorin da eigentlich erzählen wollte. Die Wiederkehr ins Leben nach einer schlimmen Krise - das ist ihr im ersten Drittel des Buches sehr gut gelungen. Eine Liebesgeschichte, Einschübe aus der Rock- und Filmszene, Abhängigkeitsstrukturen? Das war irgendwie von allem etwas und von allem zu viel. Zunehmend verstärkte sich bei mir der Eindruck, die Autorin könnte vieles aus ihrem eigenen Leben hier geschildert haben. Als sich Nadja z.B. einen Laptop zulegt, um alle ihre Gedanken festzuhalten, hatte ich das Bild vor Augen: genauso war es in Wirklichkeit. Ich mag komplett falsch liegen, aber das würde auch zu dem Buch passen. Ein wenig wirkt es, als hätte man Tagebuchpassagen versucht in Buchform zu übertragen - und dabei aus den Augen verloren, dass nicht alles, was man für sich und seine persönliche Entwicklung als wichtig empfand, auch den Leser in dieser Weitschweifigkeit interessieren kann. Es ist für mich nachvollziehbar, dass der Weg von Nadja und Mason kein einfacher ist, weil sie ja wirklich ihre Rollen und Positionen neu definieren müssen: vom labilen und nervlich instabilen 'Patienten' bzw. therapeutisch-beschützenden Freund hin zu einem Liebespaar, das nicht so recht weiß 'wie'. Aber diese epische Breite, in der dieser Weg dargelegt wird, hat mich leider ermüdet und das Intersse an den Figuren verlieren lassen. Noch einmal: die Autorin hat Talent. Und ich finde es selbst ausgesprochen schade, dass mir das Buch nicht besser gefallen hat. Eine Kürzung um wenigstens 200 Seiten hätte dem ganzen m.E. gut getan. Geschwankt habe ich hier zwischen zwei und drei Sternen und entscheide mich hier zur höheren Wertung, weil ich hoffe, dass die Autorin nicht den Mut zum Weiterschreiben verliert. Das Cover ist im übrigen wundervoll - auf der Rückseite beginnt es mit einem Sprungbrett in einen schmalen Pool, der sich auf der Vorderseite zu einem offenen Meer erweitert. Eine schöne Aussage: Entwicklung ist möglich, die Wege sind offen, das Leben bietet viele Möglichkeiten. Sicher auch für die Autorin. © Parden

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    Sabine17

    05. September 2015 um 22:38
  • Leserunde zu "Asymmetric Woman" von September D.

    Asymmetric Woman

    SeptemberD

    Liebe Bücherbegeisterte! Es ist ein besonderes Ereignis für mich, Ihnen, als große Bücherkennerinnen und -kennern, meinen Roman vorstellen zu dürfen. Wenn Sie sich von den folgenden Themen angesprochen fühlen, darf ich Sie zur Leserunde zu "Asymmetric Woman" einladen: In dieser facettenreichen Geschichte geht es um einen Roadtrip an der Westküste Nord-Amerikas, um das Filmemachen, um Freundschaft, Sex, um Liebe. Es geht um einen Rockmusiker, um das Wasser, um Musik. Aber vor allem geht es um eine Frau, die alles in ihrem Leben verloren hat. Wir beobachten sie dabei, wie sie sich aus ihrem Elend befreien will, wie sie den Ereignissen in ihrem Leben begegnet, wie sie sich jedes Mal auf Neue entscheidet. Wie schafft sie es, ihr Leben zurückzugewinnen? Und an welcher Stelle wird das alles zum Experiment? Wenn Sie das interessiert, sind Sie herzlich eingeladen, sich für die Leserunde zu bewerben.  Auf der Buchrückseite befindet sich folgender Text: "Du kannst alles tun, was Du willst!" Zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten:  Mason, erfolgreicher Schauspieler und Produzent in Kalifornien, ein freiheitsliebender Abenteurer mit atemberaubender Agenda. Daneben die Deutsche Nadja, eine ausgebrannte und ziellose Frau, der das Schicksal alles genommen hat, was ihr einmal wichtig war.  Wie Öl und Wasser müssten sich die Beiden gegenseitig abstoßen – doch Mason macht Nadja zu seinem Projekt und ein brisantes Experiment beginnt.  Ein Roman, der die Macht prickelnder Lebendigkeit heraufbeschwört. Lesen Sie mit und teilen Sie Ihre Eindrücke mit allen interessierten Bücherfreunden bei lovelybooks und im Netz. Ich freue mich auf Sie! Herzliche Grüße September D.

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    • 221
  • Das große Auf und Ab der Liebe!

    Asymmetric Woman

    kassandra1010

    26. August 2015 um 08:18

    Nadja muss überleben, egal wie. Ihr innerer Trieb bringt sie dazu, Deutschland zu verlassen und fortan ist sie auf der Suche nach einer Heimat und nach Geborgenheit. Nachdem ihre restliche Familie tödlich verunglückt scheint nur noch der Tod eine Lösung. Sie trifft in Belgien auf Mason, den Sunnyboy und mit ihm verbringt sie ein paar schöne Stunden in einem Hotel. Ausgerechnet in L. A. trifft sie durch Zufall wieder auf Mason und es beginnt ein großes Auf und Ab für die Beiden und Verliebt sein zeigt sich auf verschiedenste Art und Weise.   Die Liebe ist ein großes Auf und Ab und bringt Nadja mal mehr und mal weniger ihrem Lebensglück näher.  

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  • zwei unterschiedliche Charaktere und ihre Beziehung

    Asymmetric Woman

    tweedledee

    04. August 2015 um 17:30

    Nadja verliert bei einem tragischen Verkehrsunfall ihre komplette Familie, ihren Mann, ihre Kinder, für immer fort. Sie stürzt in ein tiefes Loch, hat jeden Lebensmut verloren, nach Monaten kämpft sie sich an die Oberfläche zurück. Die Begegnung mit dem geheimnisvollen Mason gibt ihr Denkanstöße. Sie verkauft ihr Haus, bricht alle Brücken hinter sich ab, macht sich auf die Reise nach Kanada. In dem fremden Land ist sie mit dem Auto unterwegs, sie lebt von einem Tag zum anderen, immer noch überkommen sie Momente, in denen sie nicht mehr leben möchte. Doch der angeborene Überlebenswille ist stärker. Per Auto fährt sie bis nach Kalifornien, wo ihr Mason zufällig über den Weg läuft. Bei ihm kann sie wohnen, er versucht ihr stückweise wieder Halt zu geben. Hält sie aus seinem Leben jedoch komplett heraus, Nadja ist lediglich die Untermieterin. Im Laufe der Zeit wird ihre Beziehung jedoch kompliziert.... Die Autorin September D. beschreibt Nadjas tragische Geschichte mit viel Gefühl und Einfühlungsvermögen. Nadjas Schmerz, die Lethargie die sie nur noch vor sich hinvegetieren lässt, ihre Todessehnsucht und den inneren Kampf. Und auch die Veränderung, die Nadja in Kalifornien durchlebt, ihr Lebenswille kommt gut zur Darstellung. Kompliziert wird es, als Nadja auf Mason trifft. Zwei ganz unterschiedliche Menschen, mit verschiedenen Vorstellungen prallen hier aufeinander. Während Nadja Masons Nähe sucht, geht er auf Distanz. Das Leben in den USA ist so ganz anders als in Deutschland, Nadja kommt zur Ruhe, findet Erfüllung in ihrem Sportprogramm. Sie stählt ihren Körper, schwimmt täglich ihre Runden in Masons Pool, aus dem abgemagerten Wrack entwickelt sich langsam wieder eine aktive Frau. Die Handlung kommt mit wenigen Protagonisten aus, diese sind sehr gut beschrieben. Vor allem Nadja lernt man gut kennen. Sie ist eher zurückhaltend, eigentlich aber eine starke Frau. Sie stellt ihr Licht unter den Scheffel und wirkt dadurch schwächer als sie ist. Mason ist das genaue Gegenteil von Nadja, er ist extrovertiert, hat Geld, ist Schauspieler mit vielen Fans, die Frauen liegen ihm zu Füßen. Er genießt sein ausschweifendes Leben in vollen Zügen. Der erste Teil des Romans hatte mich gefesselt, Nadjas Gefühlschaos, ihre Reise in die USA, die Beziehung zu Mason und wie sie sich langsam wieder hochrappelt. Der Mittelteil, als sich alles nur noch um die Beziehung zu Mason dreht, war mir persönlich zu ausschweifend und ausführlich erzählt, die Handlung dreht sich im Kreis. Schade, denn die Story ist wirklich gut, 100 - 150 Seiten weniger und die Geschichte wäre knackig zu lesen gewesen. Mir fehlte irgendwann der Drang, unbedingt weiterlesen zu müssen, für mich ein wichtiger Faktor wenn ich ein Buch lese. Fazit: Interessante Story, gut geschrieben, aber für meinen Geschmack einfach zu ausschweifend.

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  • Anfangs sehr emotional und fesselnd, lässt im Laufe der Geschichte jedoch etwas nach

    Asymmetric Woman

    jutscha

    30. July 2015 um 19:04

    Nadja ist in den besten Jahren, als sie durch einen tragischen Unfall ihren Mann und ihre drei Kinder verliert. Danach verbringt sie 7 Monate im Delirium zwischen Trauer, Alkohol, Müll und Tränen, bis sie aus ihrer Apathie erwacht, duscht, aufräumt und beginnt, die liegen gebliebene Post aufzuarbeiten. Sie beschließt, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Mason ist Amerikaner und hat es sich zur Gewohnheit werden lassen, auf seinen Geschäftsreisen Sex mit fremden Frauen zu haben. In den Haag trifft er auf Nadja. In der Nacht mit Mason hat Nadja sich fallen lassen. Zum ersten Mal seit Monaten hat sie sich lebendig gefühlt und nicht an den Tod ihrer Lieben gedacht. Doch die Reue folgt auf dem Fuß. Alleine in ihrem Zimmer wird sie von Selbstzweifeln geplagt. Wahrscheinlich schämt sie sich, dass sie für einige Augenblicke nicht an ihre Lieben gedacht hat. Darf sie überhaupt so fühlen und die Vergangenheit vergessen, wenn auch nur für Augenblicke? Auf jeden Fall hat die Nacht mit Mason für Nadja einen wach-auf-Effekt. Sie verkauft alles, um spontan in die USA zu fliegen und dort nach dem Sinn ihres Lebens zu suchen. Wird sie diesen finden? Und wird sie es in Amerika schaffen, über den schweren Verlust hinwegzukommen? Was hat die Nacht mit Mason in ihr bewirkt? Bleiben nur Schuldgefühle oder überwiegt das Positive? Fragen über Fragen, die sich erst im Laufe der Geschichte nach und nach klären. Die Autorin hat es geschafft, mich als Leserin gleich zu Beginn des Buches vollkommen in den Bann der Geschichte zu ziehen. Die Sprache ist leicht verständlich, der Schreibstil flüssig und fesselnd. Auch war es mir gleich problemlos möglich, mich in die Protagonistin hinein zu versetzen. Leider hat die Geschichte mit zunehmender Seitenzahl etwas von ihrer Anziehungskraft verloren. Immer öfter hat sie so vor sich hingeplätschert, obwohl mich das Buch im Großen und Ganzen wirklich interessiert hat. Aber teilweise waren mir das Hin und Her ein bisschen zu viel, ein bisschen zu verworren und ein bisschen zu viele Missverständnisse. Das Ende war für mich eher unbefriedigend. Dennoch eine lesenswerte Geschichte, die ich gerne weiterempfehle und mit ganz knappen 4 von 5 Sternen bewerte.

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  • Öl und Wasser oder Nähe und Distanz

    Asymmetric Woman

    Schnuck59

    September D. bezieht sich in ihrem Buch „Asymmetric woman“ auf die Unausgewogenheit der Hauptprotagonisten und deren Beziehungen. Das Cover, das über Vorder- und Rückseite geht, ist sehr ansprechend und hat einen Bezug zum Inhalt. Nadja kommt nach dem Unfalltod ihrer Familie ohne jegliche Perspektive an den Pazifischen Ozean. Dort trifft sie den freiheitsliebenden Abenteurer Mason wieder und aus ihrer Freundschaft entwickelt sich eine komplizierte Beziehung. Der Kampf zwischen Nähe und Distanz wird im Laufe des Buchs deutlich. Zu Beginn wird das Geschehen um den Unfall und die nachfolgende Zeit einfühlsam und in unterschiedlichen Situationen gut beschrieben. Die Geschichte beginnt emotional, vielversprechend und fesselnd. Der Sprachstil ist gut und die Wortwahl der jeweiligen Situation angepasst. Im Hauptteil geht es um die Selbstfindung von Nadja, ihre Art der Verarbeitung der Vergangenheit und um ihre unterschiedlichen Beziehungen. Teilweise kann ich ihre Vorgehensweise nicht nachvollziehen. Dieser Mittelteil ist sehr langatmig und mir erschließt sich der Sinn des Handlungsaufbaus mit der angedachten Aussage nicht ganz. Das letzte Kapitel beschreibt viel über die Beziehungsarbeit von Nadja und Mason, ist interessant und gut geschrieben. Mein Fazit: Vielversprechender Anfang 1-4, sehr langatmiger Hauptteil 5-13, Kapitel 14 als Schluss wieder etwas besser. 

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    • 3
  • „Asymmetric Woman“? – after the book „Asymmetric Reader“

    Asymmetric Woman

    Insider2199

    "Asymmetric Woman"? – after the book "Asymmetric Reader" Hier ein Auszug aus „Über mich“ auf dem Klappendeckel dieses Debüt-Romans: „Ich liebe Hardrock, tanze gerne, habe eine Schwäche für Rockmusiker und versuche, das Gitarrenspielen zu erlernen. In der Mitte meines Lebens habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, noch einmal zu neuen Ufern aufzubrechen und Erfahrungen zu machen, die ich schon immer machen wolle.“ Zum Inhalt: Die deutsche Nadja lernt den US-Amerikaner Mason in einem Hotel in Den Haag kennen: sie eine traumatisierte Frau, die nichts mehr zu verlieren hat – er ein freiheitsliebender Abenteurer auf der Suche nach dem besonderen Thrill. Monate später begibt sich Nadja auf eine Selbstfindungsreise nach Kalifornien, wo sie in der Nähe von Los Angeles dem Filmemacher Mason erneut begegnet, der ihr hilft, wieder einen Weg zurück ins Leben zu finden. Meine Meinung: Der Roman beginnt vielversprechend. Sehr anschaulich und bildreich beschreibt die Autorin die Gefühlslage der Protagonistin Nadja, sodass man als Leser sehr schnell in die Geschichte hinein findet und ein Film vor dem inneren Auge abläuft – DAS ist sehr positiv! Außerdem entsteht Spannung durch das Aufeinandertreffen zweier sehr konträrer Menschen. Es bleiben zwar einige kleine Fragen offen, aber das ist in dieser Phase ertragbar. Was mir jedoch sofort sehr negativ ins Auge sprang, waren die ständigen Perspektivwechsel – in Kapitel 1 schlüpft man als Leser sogar in die Rolle eines Statisten, dessen Name erwähnt wird (für mich ein No-Go!)! Der Autorin ging es offensichtlich darum, die Gefühlslage ALLER Figuren (egal ob Haupt- oder Nebenfigur) gleichermaßen zu beschreiben (ebenfalls ein No-Go!). Aber anstatt die personale Perspektive je Kapitel zu wechseln – und sich v.a. NUR auf die beiden Protagonisten Nadja und Mason zu konzentrieren! – , sind die Kapitel äußerst lang (40 Seiten und mehr) und in einzelne Abschnitte abgetrennt, die tw. NUR aus einem Absatz oder gar drei Sätzen bestehen! Alternativ hätte man durchaus auf den auktorialen (allwissenden) Erzähler zurückgreifen können – der ist zwar heutzutage nicht mehr so in Mode, aber allemal besser als jedes Kapitel in +10 Perspektiv-Abschnitte zu „zerhacken“. Im weiteren Verlauf wird das Buch immer düsterer und depressiver – also nicht unbedingt empfehlenswert für Leser, die (wie ich) zu Depressionen neigen, denn der Roman ist alles andere als ein „Wohlfühlbuch“. Es geht sehr realistisch zur Sache, was für mich leider ein weiterer Kritikpunkt ist, denn ich sehe Romane nicht als „Abklatsch der Wirklichkeit“, sondern eher als literarische Bearbeitung eines Themas: Ich möchte durch Bücher/Filme dem Alltag und der Routine des realen Lebens entfliehen, NICHT darin schwelgen! Ich möchte Neues entdecken und mein Bewusstsein erweitern, NICHT „Probleme wälzen“, die zahlreich und ähnlich/gleich in meinem eigenen Leben existieren. Doch der Roman ahmt das tw. banale und manchmal langweilige Leben nach: ein Ereignis reiht sich ans andere und die Handlung plätschert gleichförmig dahin. Was fehlt ist das Editing (das Streichen von Unwichtigem, das nicht zur Rahmenhandlung gehört) und somit die Dramaturgie, die mit Höhen und Tiefen wellenförmig verläuft, und es fehlen natürlich v.a. Konflikte. Mag sein, dass sich beide Männer in einer Dreiecksbeziehung im wahren Leben prächtig verstehen, doch für einen Roman ist diese Konstellation „tödlich“ – tödlich langweilig! Gegen Ende des Romans – und es ist ein SEHR langes Buch, das sich immer länger zu ziehen scheint – tritt man in die „nervige“ Phase ein: Motivationen und Handlungen der Figuren werden unverständlich, die Protagonistin analysiert, kritisiert, lamentiert, weint, diskutiert, streitet, kriegt sich wieder ein und fängt nach einer kurzen Pause wieder von vorne an. Ich bin an dieser Stelle emotional ausgestiegen, weil es mir einfach zu viel wurde. Man rauft sich die Haare und sehnt das Ende herbei. Ein Ende, das keine wirkliche Auflösung ist, sondern nur das Stoppen der Ereignisse an einer bestimmten Stelle. Sprachlich ist der Roman zwar nicht hoch komplex, auch nicht unbedingt poetisch, aber anspruchsvoll im Sinne von analytisch und schwierig. Obwohl die Ereignisse tw. sehr banal und alltäglich sind, liest es sich nicht leicht und locker, sondern eher zäh, die Atmosphäre ist ernst und tw. depressiv. Da lockert auch leider der völlig obsolete Sub-Plot (in dem die Autorin in ihrer Vorliebe für Rockmusik schwelgt, der aber nichts zum Main Plot beiträgt) und die viel zu zahlreichen Sex-Szenen nicht auf, die in Richtung Erotik-Roman gehen (und mir ein klein wenig als Effekthascherei erscheinen, um Leser anzulocken!?). Fazit: Ein Debüt-Roman, der mich leider auf ganzer Linie enttäuscht hat: störende und unnötige Perspektivwechsel, kein Editing (ALLES wird detailreich erzählt, ohne Selektion), keine Dramaturgie und v.a. Konflikte, tw. zu depressiv und analytisch, manchmal sogar langweilig und nervig! Ich vergebe noch 1,5 Sterne, einen für den Anfang und das Kernthema (das durchaus Potenzial hatte) und einen Halben dafür, dass ich bis zum Schluss durchhielt (mehr war leider nicht drin, sorry an die Autorin!). Keine Leseempfehlung!

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    • 3
  • So ein schönes Cover aber..

    Asymmetric Woman

    Thesulu

    22. July 2015 um 16:06

    Inhalt: Nadja ist ausgebrannt, ziellos und hat keine Lust mehr auf das Leben. Ein Schicksalsschlag zerstört alles, was sie bis dahin geliebt und gekannt hat. Mason ist freiheitsliebend und experimentiert gerne mit Frauen. Er lässt das Leben auf sich einrieseln und genießt den Moment. Beide finden auf wundersame Weise zueinander und dann beginnt für sie ein Abenteuer aus Kompromissen, Streit und Liebe. Meine Meinung: Der Anfang des Buches ist unglaublich fesselnd. Nadjas Gefühlswelt nach dem Schicksalsschlag ist unfassbar gut beschrieben und ich habe teilweise selbst Tränen in den Augen gehabt. Allerdings wandelt sich die Protagonistin im laufe der Geschichte und der Leser verliert den Kontakt. Das fand ich super schade, weil ich sie am Anfang so ins Herz geschlossen hatte. Der Schreibstil und das Cover sind wirklich schön und deswegen gebe ich 3 Sterne. Der Inhalt alleine hätte von mir maximal 2 bekommen, da es sich zum Ende hin sehr zieht. Für meine Verhältnisse ein bisschen zu viel unverständliches Drama und 2 Protagonisten, die undurchsichtig und unberechenbar waren. Schade

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  • Dramen, Trauer und noch mehr Dramen

    Asymmetric Woman

    Julia_20

    22. July 2015 um 11:58

    Inhalt: Nadjas Leben verändert sich schlagartig. Von einem Augenblick zum nächsten ist sie plötzlich Witwe und findet sich auf dem Begräbnis ihrer Familie wieder. Sie versinkt in Trauer und droht zu kentern. Doch dann trifft sie Mason und ihr Leben scheint doch noch eine Zukunft zu haben...  Zum Inhalt: Nach dem Tod ihrer Familie und der anschließenden Trauer findet Nadja sich plötzlich in einem anderen Land wieder, gewollt, einen Neuanfang zu starten. Unter Tränen vergeht die erste Zeit mühsam, doch dann lässt sie wieder Männer an sich heran....  Eigene Meinung - Achtung Spoiler! : Als ich das Buch in der Hand hielt, war ich ganz aus dem Häuschen, da ich das Cover richtig, richtig toll fand. Auch der Anfang des Buches konnte mich überzeugen. Man wird direkt in die Geschichte hineingeworfen und erlebt ihren Verlust schmerzlich mit. Doch schon nach einiger Zeit schleicht sich die Routine in das Buch.  Es wird zäh und es scheint, als käme man einfach nicht vom Fleck! Handlungen geschehen, die nicht nachvollziehbar sind. Nadja ist mir von Seite zu Seite unsympathischer geworden, es ging sogar soweit, dass ich sie in etwa Mitte des Buches richtig nervig fand und gar nicht mehr weiterlesen wollte. Irgendwie passiert einfach nicht viel, dazu wird auch noch alles ganz genau beschrieben und so hat man dann ein Buch, in dem man einfach nur eine Frau in ihren Alltag begleitet, der leider auch nicht so spannend ist.  Die letzten Kapitel des Buches beinhalten dann nur mehr Dramen um Nadja und ihre Männer, die ich persönlich nicht mehr nachvollziehen konnte! Es gab die ganze Zeit Streit um belanglose Dinge, sobald irgendjemand auch nur ein Wort falsch sagte, zog Nadja wieder mal aus, damit sie sich in den nächsten Tagen wieder versöhnen konnten. Jeder weiß, dass das einfach nicht funktionieren kann, trotzdem kommen sie immer und immer wieder zusammen.  Nadja, die eine sehr schwache Persönlichkeit verkörpert, kettet sich regelrecht an Personen an, da sie alleine droht unterzugehen! Besitzergreifend lebt sie in diesem Roman ohne wirklich bedeutende Dinge zu erleben.  Fazit: Der Schreibstil der Autorin ist wirklich toll! Sehr melodisch und flüssig. Auch der Anfang der Geschichte scheint sehr viel zu versprechen, trotz allem, konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich in einem ganz anderen Alter bin und andere Ansichten habe - jedoch konnten mich die Handlungen nicht überzeugen.  Von mir gibt es daher 3 Sterne - für Schreibstil, Anfang und Cover. 

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