Sera Anstadt Alle meine Freunde sind verrückt

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Inhaltsangabe zu „Alle meine Freunde sind verrückt“ von Sera Anstadt

Bericht einer Mutter. 156 S. (Quelle:'Sonstige Formate/01.03.1993')
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  • Rezension zu "Alle meine Freunde sind verrückt" von Sera Anstadt

    Alle meine Freunde sind verrückt

    Marakkaram

    16. September 2012 um 21:01

    "Raf ist jetzt dreissig Jahre alt, ein zurückgezogener, geistig schwer gestörter junger Mann, der manchmal noch mit einem melancholischen Lächeln an früher zurückdenkt" ************************************* So beginnt dieses Buch über die Erfahrungen einer holländischen Mutter mit ihrem schizophrenem Sohn. Mit der holländisch üblichen Direktheit und Einfachheit, wird beschrieben, wie sich die Krankheit bei einem hochbegabten Jungen im Alter von 15 Jahren allmählich entwickelt, wie er sich in eine Wahnwelt von Träumen und Hirngespinsten immer mehr verstrickt, aus der er sich nicht mehr zu lösen vermag. Zu Beginn irrt er noch durch Amsterdam, auf die Stimmen seiner Wahnvorstellungen hörend, die ihm immer wieder Aufträge erteilen. Durch die Ausführung dieser Aufträge kommt er unweigerlich in Konflikt mit seiner Umwelt und die Situation wird für seine Mutter unhaltbar. Damit beginnt für sie ein langer Kampf, mit der Bürokratie, den Kliniken, Ihrem Sohn und dem Umfeld. ************************************** Was folgt ist ein langer Leidensweg durch eine Unzahl von psychiatrischen Kliniken, manchmal freiwillig, manchmal zwangseingeliefert. Jede hat ihre eigene -der vorhergehenden oft widersprechende- Behandlungsmethode. Seine letzte Station ist eine eher "altmodische" Klinik, in der Patienten tatsächlich noch mit Medikamenten behandelt werden. Und diese Klinik befähigt Raf endlich dazu, sich in einer Gesellschaft -und wenn es auch nur der Mini-Kosmos dieser Klinik ist- endlich einen Platz zu finden. ************************************* Für mich ein sehr aufwühlendes Buch. Es hat den holländischen immer leicht distanzierten Schreibstil, trotzdem hat es mich tief berührt. Man erlebt den Werdegang eines kranken Teenagers, der, einst hochbegabt, jetzt durch sämtliche Kliniken gereicht wird und in dem damaligen Zeitalter der sogenannten Anti-Psychiatrie nicht wirklich medikamentös behandelt wird. Man fragt sich, was aus ihm geworden wäre, wenn die letzte Klinik gleich seine Erste gewesen wäre....

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