Serge Ramelli

 4.7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Los Angeles, New York und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Serge Ramelli

Serge RamelliNew York
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New York
New York
 (1)
Erschienen am 15.05.2015
Serge RamelliParis
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Paris
Paris
 (1)
Erschienen am 13.03.2015
Serge RamelliLos Angeles
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Los Angeles
Los Angeles
 (1)
Erschienen am 15.04.2018

Neue Rezensionen zu Serge Ramelli

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Rezension zu "Los Angeles" von Serge Ramelli

Ein fröhlicher Ramelli
R_Mantheyvor 2 Monaten

Vielleicht war das Wetter zu schön. Oder Ramelli ist irgendwie in Los Angeles sein Hang zum Dramatischen verlorengegangen. Jedenfalls ist dieser vierte Teil seiner Städtetour etwas anders geraten als die drei Vorgänger, weniger spektakulär und damit eher gewöhnlich. Zwar sieht man auch in diesem Bildband gelegentlich dunkle Wolken am verhangenen Himmel. Doch das Ganze wirkt weniger bedrohlich und weit entfernt vom Weltuntergang, den man beim Betrachten seines Paris-Buches befürchten musste.

Ramellis Hang zum Dunklen lässt sich aber auch hier nicht übersehen. Allerdings wirkt er ganz anders. Seine Nachtaufnahmen sind recht hell, die Sonnenuntergänge eher romantisch. Ich hätte seine Handschrift nicht erkannt, wenn sein Name nicht auf dem Cover gestanden hätte. Seine Methode, die Welt zu verfremden, hat er jedoch auch hier nicht verstecken können. Er mag offensichtlich nur wenige Motive in Los Angeles, was zu einigen Wiederholungen in diesem Buch führt. Die Bilder unterscheiden sich dann nur in den Lichtverhältnissen, wodurch man seine Techniken deutlicher studieren kann.

Mitunter lösen diese Verfremdungsmethoden jedoch nicht den Effekt aus, den er sich beim Betrachter vielleicht erhofft hat. Warum muss man zum Beispiel den Pazifik immer so fotografieren, als seien überall Nebelmaschinen aufgestellt? Mein Eindruck dabei war, dass Ramelli seine Methodik inzwischen bis zur leichten Selbstverliebtheit gesteigert hat. Es geht dabei dann mehr um diese Techniken als um die Bilder oder das, was sie auslösen sollen.

Dies ist kurz gesagt ein Bildband, der für Ramelli ungewöhnlich fröhlich ist, wodurch er eher normal und weniger überraschend wirkt. Keinesfalls stellt er eine fotografische Einführung in die Stadt dar, sondern bildet eher eine Sammlung von für den Autor wichtigen Motiven, die nicht unbedingt immer für Los Angeles typisch sein müssen.

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Rezension zu "Paris" von Serge Ramelli

Paris kurz vor dem Weltuntergang
R_Mantheyvor 3 Jahren

Paris bei Sonne und in Farbe zu fotografieren, scheint nicht sonderlich schwer zu sein, sollte man meinen. Natürlich muss man sich gekonnt schöne Motive aussuchen und sie geschickt ablichten. Aber ist das nicht schon zu oft gemacht worden und deshalb nur noch langweilig? Man könnte noch auf Paris bei Nacht ausweichen. Ist aber auch nicht besonders originell. Was bleibt da noch? Paris in einer Art Zwischenlicht? In der Dämmerung , im Halbdunkel? Reicht das oder geht es noch dramatischer? Wie wäre es mit Paris nach einem Gewitter? Der Himmel wirkt noch enorm bedrohlich, der Aspalt ist nass, das wenige Licht spiegelt sich in ihm, die Straßen sind menschenleer. Bearbeitete Schwarz-weiß-Bilder unterstützen die scheinbare Dramatik des Augenblicks, wenn man sie gekonnt in Szene setzt. Das ist es. Das ist neu und beeindruckt in der Tat.

Man kann immer nur wieder staunen, auf welche kreativen Ideen Fotografen kommen, wenn sie sich von anderen unterscheiden und gleichzeitig das Publikum auf ihre Seite ziehen wollen. Serge Ramelli muss man zu seiner Idee gratulieren, denn sein Band über Paris unter tobendem Himmel und in fahlem Licht zeigt die Stadt wie sie nicht oft zu sehen ist. Und wenn man ehrlich ist, gefallen solche Momente wohl vielen Menschen. Das reinigende Gewitter ist gerade vorbei. Vielleicht war es der Abschluss eines schwülen Sommertages. Die Luft ist wieder frisch und man kann frei atmen. Gleichzeitig ist das Bühnenbild der gewittrigen Aufführung noch nicht verschwunden. Das zu fotografieren, war eine schöne Idee.

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Rezension zu "New York" von Serge Ramelli

Ausdrucksstarke, kontrastreiche und dramatische Bilder von New York
R_Mantheyvor 3 Jahren

So wird der Inhalt von Ramellis Bildband über New York recht treffend im Klappentext beschrieben. Ramelli fotografiert ausschließlich schwarz-weiß. Etwas anderes scheint undenkbar, wenn man seinen Paris-Band kennt. Farben stören ihn genauso wie pulsierendes Leben, denn beides lenkt von der gerne gesehenen Bildsprache ab, mit der er sein Publikum verblüffen möchte. Insofern ist das Titelbild reichlich untypisch für das Buch.

Am liebsten fotografiert Ramelli in der Dämmerung, wobei noch möglichst schlechtes Wetter herrschen sollte. Das meistens diffuse Licht unterstützt seinen Wunsch nach dramatisierender Aussage. Nur wenn es sich nicht umgehen lässt, etwa auf dem Time Square, kommen auch Menschen auf seine Bilder. Aber das die Akzente setzende Licht führt er durch die künstlerische Bearbeitung seiner Bilder woanders hin. Wenn von Dramatik in Ramellis Bildsprache die Rede ist, dann meint das lediglich seine einzigartige Methode mit dem Licht umzugehen. Spätestens mit diesem Band wird man einen Ramelli immer sofort erkennen.

Bei einigen Straßenbildern schneidet er den unteren Rand weg. Übrig bleiben Häuserfronten und ihre Geometrien. Fusswege und ihre Benutzer interessieren ihn nicht. Auch die New Yorker Börse fotografiert er menschenleer. Doch dann findet man etwas überrascht auch Fotografien im Wintersonnenlicht, die einen bei ihm ungewohnten Kontrast zu den vielen anderen Bildern mit fast depressiver Stimmung herstellen. Interessant fand ich auch die Nachtbilder, aufgenommen von hohen Gebäuden. Sie machen die Strukturen von New York sehr schön deutlich. Aber eben auch anders als man das sonst gewöhnt ist.

Ramelli zeigt New York, wie man es so selten sieht, in einer Stimmung, die nicht unbedingt typisch für diese Stadt sein muss, es aber für Ramelli und seine Art zu fotografieren offenbar ist. Deshalb handelt es sich bei diesem Bildband zwar um ein Buch, das Teile dieser Stadt zeigt. Aber eigentlich geht es mehr um die Art, wie sie von Ramelli betrachtet wird. Und das ist durchaus sehenswert.

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