Serge Ramelli Paris

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  • Paris kurz vor dem Weltuntergang

    Paris
    R_Manthey

    R_Manthey

    24. June 2015 um 11:04

    Paris bei Sonne und in Farbe zu fotografieren, scheint nicht sonderlich schwer zu sein, sollte man meinen. Natürlich muss man sich gekonnt schöne Motive aussuchen und sie geschickt ablichten. Aber ist das nicht schon zu oft gemacht worden und deshalb nur noch langweilig? Man könnte noch auf Paris bei Nacht ausweichen. Ist aber auch nicht besonders originell. Was bleibt da noch? Paris in einer Art Zwischenlicht? In der Dämmerung , im Halbdunkel? Reicht das oder geht es noch dramatischer? Wie wäre es mit Paris nach einem Gewitter? Der Himmel wirkt noch enorm bedrohlich, der Aspalt ist nass, das wenige Licht spiegelt sich in ihm, die Straßen sind menschenleer. Bearbeitete Schwarz-weiß-Bilder unterstützen die scheinbare Dramatik des Augenblicks, wenn man sie gekonnt in Szene setzt. Das ist es. Das ist neu und beeindruckt in der Tat. Man kann immer nur wieder staunen, auf welche kreativen Ideen Fotografen kommen, wenn sie sich von anderen unterscheiden und gleichzeitig das Publikum auf ihre Seite ziehen wollen. Serge Ramelli muss man zu seiner Idee gratulieren, denn sein Band über Paris unter tobendem Himmel und in fahlem Licht zeigt die Stadt wie sie nicht oft zu sehen ist. Und wenn man ehrlich ist, gefallen solche Momente wohl vielen Menschen. Das reinigende Gewitter ist gerade vorbei. Vielleicht war es der Abschluss eines schwülen Sommertages. Die Luft ist wieder frisch und man kann frei atmen. Gleichzeitig ist das Bühnenbild der gewittrigen Aufführung noch nicht verschwunden. Das zu fotografieren, war eine schöne Idee.

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