Sergej Lukianenko Der Herr der Finsternis: Roman

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Inhaltsangabe zu „Der Herr der Finsternis: Roman“ von Sergej Lukianenko

Eine Geschichte von ewiger Dunkelheit mit einigen Schwächen am Anfang, aber einer rührenden Freundschaft.

— Jajena
Jajena
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  • Der Herr der Finsternis

    Der Herr der Finsternis: Roman
    Jajena

    Jajena

    17. August 2015 um 11:16

    Ein Leben in ewiger Finsternis, oder auch die Suche nach dem Licht. In der Dunkelheit das Rauschen von unzähligen Flügeln, kannst du es hören? Diesmal habe ich ein etwas älteres Buch, aus dem Jahr 1997, für euch, das dadurch vielleicht schon weniger Leute kennen. Darauf gekommen bin ich, da es 2008 eine Neuauflage davon gab. Vielleicht ist es aber bei einem guten Buch wie bei einem guten Wein? Es muss erst reifen um richtig Geschmack zu entfalten? Der Name des Autors hingegen sagt eventuell dem einen oder anderen etwas, denn „Der Herr der Finsternis“ wurde vom russischen Bestsellerautor Sergej Lukianenko geschrieben. Ich fand die Geschichte allerdings eher so … naja. Sie hat mich, bis auf ein paar wirklich tolle, neue Fantasy-Elemente, nicht wirklich berauscht und ich brauchte eine ganze Weile um richtig hineinzukommen. Das Ende jedoch fand ich Wahnsinn. Überhaupt wurde die Geschichte an sich mit den verfliegenden Seiten besser. So war zumindest mein Gefühl. Ihr seid jetzt schon neugierig geworden und wollt etwas über den Hauptcharakter wissen, der in der Ich-Perspektive seine Geschichte erzählt? Na dann lest schnell weiter! Cover: Ich muss zugeben dass ich mir das Buch nach dem Klappentext ausgesucht habe. Das Cover hat für mich hingegen weniger Reiz. Am schönsten daran finde ich noch die goldenen Buchstaben darauf, die aussehen als wären sie mehrmals durchgeschnitten worden. Auch der Farbverlauf des Himmels ist an sich toll gemacht, aber ich werde nicht so ganz mit dem Flügelwesen (dem Herrn der Finsternis) auf dem Cover warm. Ich finde es, für meinen Geschmack, gesamtbetrachtet, etwas zu schlicht. Inhalt: Als sich in das Zimmer des dreizehnjährigen Danka ein Flecken wahren Lichts verirrt, bittet er es zu bleiben. Auf einmal schwebt der Lichtfleck, in der Gestalt eines Katers, über Danka. Der Sonnenkater erklärt dem Jungen das er verborgene Türen sehen kann und will dies sogleich unter Beweis stellen. Als Danka und der Sonnenkater schließlich durch eine solche Türe treten, fällt sie hinter ihnen ins Schloss und die beiden sind in einer Welt ewiger Finsternis gefangen. Der Sonnenkater verspricht, am Himmel, nach wahrem Licht zu suchen, um neue Kraft zu erlangen und die Tür in Dankas Welt erneut zu öffnen. Danka bleibt allein zurück, muss aber bald schon vor einer unerwarteten Gefahr fliehen. Nach und nach erfährt Danka was in dieser Welt los ist: Es herrscht Krieg zwischen den Flügelträgern, Kinder und Jugendliche die leicht genug sind Flügeloveralls zum Fliegen zu verwenden, und den Freifliegern, Erwachsenen die sich nie von ihren Flügeln lösen konnten und sie mit dunkler Magie verstärken. Zudem wurde das Sonnenlicht von den Bewohnern der Welt gegen kostbare Dinge, bei den Händlern, eingetauscht und scheint für immer verloren. Schafft Danka es wieder in seine eigene Welt zurückzukehren? Kann der Kater in dieser Welt überhaupt einen Funken wahren Lichtes finden? Und will Danka die Bewohner am Ende überhaupt in dieser Finsternis zurücklassen oder stellt er sich dem dunklen Herrn? Zitat: „»Was hast du hier verloren?«, drang es an mein Ohr, offenbar aus größerer Nähe als gerade eben. Mein unsichtbarer Gesprächspartner pirschte sich also an mich heran. Was ich hier verloren hatte? Tolle Frage! Ich warte auf einen Sonnenkater, erfriere allmählich und brülle mit letzter Kraft herum … »Ich warte auf den Sonnenaufgang«, antwortete ich, wobei ich immer noch stocksteif dastand. Jemand griff nach meiner Hand. Ich unterdrückte mit letzter Kraft einen Schrei. Der andere sagte: »Der Sonnenaufgang wird kommen.«“ Seite 36/37 Pro: Der erste positive Punkt der mir einfällt ist definitiv der Sonnenkater! Er war einfach ganz natürlich für einen Kater, heißt so viel wie arrogant, in jeder Lebenslage elegant und natürlich klug. Überhaupt war der Kater in vielen Situationen geradezu ein Segen. Er kam mir viel cleverer vor als Danka und Len. Wo wir schon bei Danka und Len sind: Die Freundschaft der beiden muss unbedingt erwähnt werden! Vor allem gegen Ende haben die beiden mich dann auch endlich richtig gepackt. Und für jene die Liebesgeschichten in Fantasy-Büchern nicht mehr sehen können, habe ich gute Neuigkeiten: Weder Danka noch Len finden die Frau fürs Leben. Wir können uns also voll und ganz ihrer engen Freundschaft widmen. Als letzter Punkt wären da natürlich noch die Flügeloveralls! Anzüge mit denen Kinder und Jugendliche, fliegend, gegen die Feinde, also die Freiflieger, kämpfen können. Denn in dieser finsteren Welt sind die Rollen etwas vertauscht. Die sogenannten Flügelträger haben das sagen, während die Erwachsenen, Frauen und Mädchen sich ihnen unterordnen. Zudem kann der Overall sich ausdehnen und zu einem Zelt werden. Das fand ich eine tolle Idee. Kontra: Wie bereits in der Einleitung erwähnt fand ich wirklich schwer in die ganze Geschichte hinein. Das lag allerdings nicht am Schreibstil oder einer gewissen schwere der Story, sondern eher daran das ich einfach lange Zeit nicht mit den Charakteren warm geworden bin. Daher zog sich für mich der Anfang etwas zäh dahin. Ich war zwar bei der Geschichte dabei, aber ich konnte nicht wirklich darin versinken. Übertriebene Emotionen, oft Heulanfälle, haben mir die Stimmung vermiest und das teilweiße so sehr, dass ich das Buch einfach mal ein paar Tage zur Seite legen musste. Zudem fand ich die Charaktere, im Allgemeinen an sich, reichlich blass. Und dann war da noch Danka. Danka der bereits als „Superheld“ in diese Welt kam. So war er zum Beispiel schon perfekt im Aikido, einer Kampfsportart, trainiert, und zeigte geradezu gar keine Furcht, als er mit schlimmen Dingen konfrontiert wurde. Glücklicherweise waren die vielen tränenreichen Momente gegen Mitte des Buches dann vorbei und ich konnte mich besser in die Geschichte einfühlen. Überhaupt wurde das Buch gegen Ende eindeutig besser. Fazit: „Der Herr der Finsternis“ war für mich eine schöne, humorvolle, und einfach erzählte Geschichte, mit einer berührenden Freundschaft, die allerdings ein paar Schwächen aufzuweisen hatte. Nichtsdestotrotz hatte ich vor allem von Mitte bis Ende Freude damit und wartete gespannt darauf, ob es nicht doch noch einen Sonnenaufgang, für Len und die anderen, geben würde. Ich empfehle das Buch, wegen des leicht verständlichen, vielleicht sogar etwas kindlichen Schreibstils, vor allem jüngeren Fantasy-Lesern. Aber auch ältere, junggebliebene können auf ihre Kosten kommen. Daher vergebe ich runde 3*.

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  • Der Herr der Finsternis

    Der Herr der Finsternis: Roman
    AffeL

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    Danka ist krank denn er hat eine Erkältung. Er wohnt in einem kleinen Haus das von Hochhäusern umzingelt ist. Umso mehr wundert es ihn, dass an diesem sonnigen Morgen ein kleiner Lichtfleck in seinem Zimmer ist (Zitat S. 10 – 11): „Der Sonnenfleck löste sich von der Wand und schaukelte durch die Luft. Im ersten Moment begriff ich nicht mal, dass so was gar nicht sein konnte. Erst als sich dieser schwebende Lichtfleck aufblähte und in eine pelzige, orangefarbene Kugel verwandelte, machte es bei mir klick: Direkt vor meinen Augen geschah ein Wunder. Aus der leuchtenden Fellkugel streckten sich vier Pfoten heraus, ihnen folgten ein Schwanz und ein Kopf. Grüne Katzenaugen blinzelten mich kurz an und behielten mich danach fest im Blick. Der orangefarbene Ball glich jetzt überhaupt sehr einem kleinen Kater.“ Dieser kleine orangefarbene Kater ist ein Zauberer. Er entdeckt in Dankas Zimmer eine verborgene Tür und öffnet sie. Diese Tür führt in eine dunkle Welt, die die beiden gefangen hält! In einem Land in dem ewige Nacht herrscht... Eine unheimlich spannende Lektüre kombiniert mit Sergej Lukianenkos hervorragenden Schreibstil ist ein supiiii  XD  Buch! Muss man unbedingt gelesen haben! Ich freue mich schon auf die anderen Bücher, die ich noch von ihm hier liegen habe.

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    disadeli

    disadeli

    08. April 2014 um 11:05