Sergej Lukianenko Labyrinth der Spiegel

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Inhaltsangabe zu „Labyrinth der Spiegel“ von Sergej Lukianenko

Eine Welt, so real wie die Wirklichkeit – aus der keiner entkommt ... Jeden Tag schalten Milliarden Menschen ihren Computer ein, um zu arbeiten und sich zu unterhalten. Doch ihr Leben ändert sich schlagartig, als ein geheimnisvolles Programm namens Deep die Kontrolle über das Internet übernimmt. Die Folge: Jeder, der dieses Programm öffnet, wird in eine virtuelle Welt gezogen, die bald nur noch »Die Tiefe« genannt wird. Keiner kann aus der Tiefe entkommen – keiner außer Leonid. Als skrupellose Konzerne auf Leonids Fähigkeiten aufmerksam werden, beginnt für ihn das Abenteuer seines Lebens…

Spannende Jagdt durch virtuelle Welten

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Ein unterhaltsames Märchen im besten Sinne - schönste russische Entertainment-SciFi

— Elwe
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        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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  • Ein virtuelles Labyrinth

    Labyrinth der Spiegel
    ConnyMc

    ConnyMc

    10. May 2016 um 18:02

    St. Petersburg in der Zukunft:Jeder, der es sich leisten kann, verbringt seine Zeit in "der Tiefe" - der virtuellen Welt in der die Menschen so tief eintauchen können, dass sie sie kaum von der Realität unterscheiden können. Normale Menschen brauchen einen Timer, um wieder aus "der Tiefe" auftauchen zu können. Nicht so Leonid, denn er ist ein "Diver", der ganz nach belieben auftauchen kann. Diese seltene Fähigkeit macht Leonid für verschiedene Seiten und Aufgaben interessant. Nun soll er eine Person aus einem virtuellen Computerspiel herausholen. Es stellt sich jedoch heraus, dass dies schwieriger ist, als gedacht. Irgendetwas stimmt mit diesem Spieler nicht. Es kommt zu einer aufregenden Rettungsaktion.Meine Meinung:Eine spannende Geschichte in der virtuellen Welt mit philosophischen Gedanken. Manche dieser Gedankengänge fand ich interessant, andere habe ich nicht nachvollziehen können, vielleicht ist da eine russische Sozialisation erforderlich. Etwas lustig ist die Beschreibung der modernen Technik, z.B. das schnelle 28.800er Modem ... Für alle, die Geschichten in virtuellen Welten mögen, auf jeden Fall lesenswert.

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  • Die virtuelle Realität aus Sicht der 90er Jahre

    Labyrinth der Spiegel
    Elwe

    Elwe

    16. June 2015 um 20:20

    Ljonja lebt in - aus Sicht der 90er Jahre - einer nicht allzufernen Zukunft. Vor einigen Jahren ist etwas passiert, das das Internet revolutioniert hat: Jemand hat 'die Tiefe' erfunden. Eine geniale Idee - durch die Betrachung eines psychedelischen Filmchens wird das menschliche Gehirn beim Eintauchen in eine virtuelle Umgebung mit dem Datenhelm so manipuliert, dass es mangelnde Details in einer virtuellen Welt einfach aus dem eigenen Erfahrungsschatz ergänzt und sie damit so real erscheinen lässt, dass der Nutzer denkt, er sei tatsächlich noch in der Realität. 'Die Tiefe' ist also eine Art Super-Internet in Form einer gigantischen, frei begehbaren virtuellen Stadt, die wiederum Absprungpunkte in alle möglichen anderen virtuellen Welten bereithält. Die Menschen verbringen enorm viel Zeit in dieser Umgebung - was dazu führt, dass auch ein großer Teil des weltweiten Geschäftslebens hier stattfindet. Der Übergang zwischen Realität und Virtualität ist nur an definierten Punkten möglich, da das Hirn aufgrund der speziellen Natur der 'Tiefe' nicht mehr einfach so in die Realität zurückfindet - und ein virtueller Tod kann auch in der Realität einen solchen Schock auslösen, dass der Körper ernstliche Schäden davonträgt. Das Konzept erinnert ein wenig an Tad Williams' geniale Otherland-Tetralogie. Ljonja jedenfalls lebt in St Petersburg und ist etwas Besonderes - nämlich ein Diver. Er gehört zum kleinen Prozentsatz der Menschen, deren Hirn gegen die Manipulation teilweise immun ist und der daher jederzeit in die Realität auftauchen kann. Das ermöglicht ihm, allerlei Jobs auszuführen, die auch mal in legalen Grauzonen angesiedelt sind - z.B. wenn es ums Stehlen bestimmter Daten, Industriespionage usw. geht. Eines Tages wird Ljonja angeheuert, um einen User aus einem Multiplayer-Spiel herauszuholen. Der junge Mann sitzt dort seit Tagen in einem Level fest und man ist besorgt, dass sein echter Körper Schaden nehmen könne, weil er aus eigener Kraft nicht mehr auftauchen kann - was schlecht für's Geschäft des Veranstalters wäre. Bald merkt Ljonja, dass mit dem Typen was nicht stimmt. Nicht nur, dass es schier unmöglich zu sein scheint, ihn aus diesem Spiel zu holen - bald sind auch allerlei mysteriöse Mächte hinter ihm her. 'Labyrinth der Spiegel' ist zwar ein dicker Brocken, liest sich aber schnell und unterhaltsam weg. Aus heutiger Perspektive wirken insbesondere die technischen Einlassungen unfreiwillig komisch - zum Zeitpunkt, als das Buch verfasst wurde, war z.B. 'Doom' noch ganz taufrisch und die Krone der Spiele-Schöpfung ;-) und ein Pentium-Computer ist das absolute Mörder-Gerät, schneller als das Licht. Die Story selbst ist aber wirklich nett, spannend geschrieben und hat diese pragmatische Leichtigkeit, die russische Unterhaltungsliteratur oft auszeichnet. Alles in allem ein Gute-Laune-Roman, sicher nicht die Krönung des Genres, aber handwerklich gut gemacht und ein spaßiger Zeitvertreib.

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  • Ein Sturm in der Tiefe

    Labyrinth der Spiegel
    Egerlaender

    Egerlaender

    12. September 2014 um 15:19

    Auch wenn Labyrinth der Spiegel schon 1996 geschrieben wurde, beweist Lukianenko auch in diesen Roman, das er der beste Science Fiction/Fantasy Schriftsteller Russlands ist. Mit Labyrinth der Spiegel macht der Autor diesmal einen Ausflug in das Cyberspace. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und übersichtlich, seine Charaktere sind glaubwürdig und nachvollziehbar dargestellt. Zum Glück gehört er nicht zu den Schriftstellern die ewig brauchen bis die Handlung in Fahrt kommt. Das Buch ist interessant und spannend geschrieben und wird daher zu keiner Zeit langweilig. Wie immer bei Lukianenko erfährt man einiges über den russischen Alltag und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Manchmal wird über Moral oder das Leben Philosophiert, dieses ufert jedoch nie in langatmige Kapitel aus. In einer virtuellen Welt, die Tiefe genannt, werden Träume zur Realität. Über ein spezielles Programm kann jeder der es sich leisten kann und die entsprechende Technik besitzt, in den Cyberspace eintauchen. Dort ist nichts unmöglich und alles machbar. Doch nur wenige Menschen, Diver genannt, können das Programm verlassen wann und wo immer sie wollen. Leonid ist einer von ihnen und nutzt diese Gabe für Aktionen auch jenseits der Legalität. Das Leben ist auch in Russland nicht billig. Als im Spiel - Labyrinth des Todes ein User fest sitzt, bekommt Leonid den Auftrag diesen zurück zu holen. Um dahin zu kommen muss sich Leonid erst einmal durch sämtliche Levels durchkämpfen. Das sollte eigentlich kein größeres Problem sein. Doch ist nicht alles so einfach wie es auf dem ersten Blick scheint. Diese Virtuelle Story bietet natürlich Raum für einige Action, die im wirklichen Leben nie möglich wäre. Noch was Allgemeines zu diesem Buch. Wenn man diese Dicke Schwarte in den Händen hält, könnte man denken dass diese mindestens Eintausend Seiten hätte. Dabei sind es nicht mehr als Sechshundert. Da fühlt man sich an die Zeiten der Alten Ägypter mit ihren Papyrus erinnert. Außerdem wird der Roman durch halb leere Seiten, großzügige Randgestaltung u.s.w. künstlich aufgebläht. Beim Heyne Verlag sollte man sich die Frage stellen, ob das die richtige Strategie ist um den Leser-Käufer bei Laune zu halten. Trotzdem bewerte ich Labyrinth der Spiegel mit 5 Sternen, da es mir sehr gut gefallen hat.

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  • Rezension zu "Labyrinth der Spiegel" von Sergej Lukianenko

    Labyrinth der Spiegel
    thursdaynext

    thursdaynext

    Bah, was ein billiger Otherlandabklatsch inklusive (netter) Liebesgeschichte , einem Hauch russischer Seele und symphatischem Ich - Erzähler. Lässt sich der SciFi über die Virtual Reality anfangs noch gut an , beginnt ab dem Mittelteil der Abstieg in Tristesse , rumphilosophierei , Wunderglaube und banalem Alienmist. Zudem kann sich Lukianenko bis zum Schluss nicht entscheiden ob Virtual Reality der Menschheit segensreiche Erneuerung oder das Mieseste in ihr zum Vorschein bringt. Bei 605 (grossgedruckten) Seiten erwarte ich mir doch etwas mehr. Begeisterte Gamer dürften von diesem Buch gefesselt werden . Liest sich angenehm flüssig , sogar ein paar humorige Stellen sind geglückt, , lohnt aber nicht. Empfehle zur Thematik virtuelle Realität dringend Tad Williams wirklich genialen Otherlandzyklus .

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    • 5
  • Früheres Werk

    Labyrinth der Spiegel
    Verrain

    Verrain

    24. August 2013 um 20:35

    Die Umgebung ist vergleichbar mit der Neuromancer-Triologie und den davon inspirierten Shadowrun-Büchern. Im entferntesten Sinne, wohl auch mit der Matrix. Die Handlung dürfte auf 2001 anzusiedeln sein, ante tempus geschrieben (es wird von 5 Jahren in der Zukunft geredet). Durch ein Programm mit ehr hypnotischem Effekt, kommen die Menschen in "die Tiefe", nehmen die Welt jenseits des Bildschirms als absolut real wahr, aus der sie auch nur durch einen umgekehrten Prozess an einem Computer in der virtuellen Welt auftauchen können. Nur die sogenannten sehr seltenen Diver, haben die Fähigkeit, weiterhin die Realität zu spüren und somit zu jeder Zeit aus der virtuellen Realität auszusteigen. Für alle anderen gewöhnlichen Menschen gibt es einen Timer in der Software, der sie nach einer selbst einstellbaren Zeit, aber maximal nach 48h aus der Tiefe wirft. Allerdings gibt es immer wieder einige besonders intelligente Individuen, die den Timer umgehen und mitunter in der VR feststecken (in der realen Welt also gleichzeitig zu verhungern drohen). Als der Protagonist den Auftrag bekommt, einer Person, die in einem Computerspiel ("Das Labyrinth", unter früherem Namen auch als Doom bekannt) feststeckt und somit nicht zum Ausgangsterminal kommt, zu helfen, scheint zunächst genau solch ein Fall vorzuliegen. Aber dann kommt alles ganz anders als erwartet... Das Buch lässt sich meiner Meinung nach in 3 Teile aufteilen (der Autor hat in 5 Teile unterteilt). Der erste Teil besteht aus der Einführung in die Handlung und Umgebung. Rein erzählerischer Natur (das ist kein Kompliment, ehr das Gegenteil). Man merkt, dass das Buch schon etwas älter sein muss, zumindest bin ich bei Begriffen wie Modem und der beschriebenen Probleme auf Grund fehlendem ISDN (nur eine Leitung, also kein Telefonat während man in der Tiefe ist) etwas stutzig geworden, kurze Recherche zeigte, dass das Buch von 1996 ist ^^. Gleichzeitig erstaunt es doch, wie weitblickig er damals schon gewisse Entwicklungen der digitalen Welt recht gut in seinem Buch dargestellt/vorrausgeahnt hat. In diesem Teil hatte ich das Gefühl endlich mal ein Lukianenko Buch vor mir zu haben, in dem er noch nicht gelernt hatte, so genial vor sich hinzuphilosophieren, wie man es von ihm gewohnt ist (was immerhin gezeigt hätte, das dies eine für einen Schriftsteller entwickelbare Fähigkeit ist), aber im 2. Teil kommen seine typischen Fähigkeiten wieder zum Vorschein (allerdings nicht ganz so deutlich wie in späteren Büchern, was wiederum Anlass zur Hoffnung auf eine Entwicklung gibt ;) ). Hier werden wieder Menschen mit interessanten Charakterbildern gezeichnet, auseinandergenommen, Beweggründe hinterfragt, sowie gegenübergestellt um durch die Diskussion verschiedener Ansichten noch eine Schicht tiefer zu gehen. Den 3. Teil hingegen schreib ich mal einer experimentierfreudigen Phase zu. Für meinen Geschmack zu transzendent, in dem Ausmaß auch das erste Mal bei ihm gesehen, bin gespannt wie sich das im Nachfolger weiterentwickeln soll, aber nach dem jetzigen Stand --> Punktabzug. Interessant fand ich den Bezug zu einem real existierenden Computerspiel (wenn auch ein "sehr" altes, aber zu der Zeit in der das Buch geschrieben wurde gerade topaktuell :P). Das schafft eine noch tiefere Verbindung zwischen Buch und Realität (zumal die Handlung ja sowieso sehr Realitätsnah, zumindest Zeitnah zur Realität, angesiedelt ist). Fazit: Ein früheres Werk Lukianenkos, was spürbar hervortritt, irgendwie kantiger, stiluntreuer (obwohl, ehr war sein Stil spürbar noch in Entwicklung), aber definitiv dennoch gut. 4 von 5 Punkten!

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  • Rezension zu "Labyrinth der Spiegel" von Sergej Lukianenko

    Labyrinth der Spiegel
    °bluemoon°

    °bluemoon°

    07. June 2012 um 14:54

    Das Buch "Labyrinth der Spiegel" erzählt die Geschichte von Leonid. Er lebt in unserer Welt, die allerdings in Sergej Lukianenkos Buch etwas anders ist. Es gibt kein Internet mehr, in dem die Menschen surfen können. Stattdessen wurde die sogenannte "Tiefe", eine virtuelle Welt erfunden. Man kann über seinen PC in diese Welt gelangen: Der Körper sitzt weiterhin vor dem PC, während das Gedächtnis, das Bewusstsein körperlich und wie real in der Tiefe "lebt". Als wäre man in einem Film oder einem Computerspiel persönlicher Bestandteil. Es gibt nur ein Problem mit dieser Welt. Fast alle Menschen vergessen, dass diese Welt nicht real ist. Entkommen können sie aus ihr nur, indem sie an ihrem Computer einen Timer programmieren, der die Verbindung trennt. Denn nicht nur, dass das reale Leben nicht vergessen werden sollte - der Körper könnte auch verhungern oder verdursten, während das Gedächtnis in der Tiefe unterwegs ist mit einem virtuellen Körper. Nur einige wenige Personen, die "Diver", können mit der Kraft ihrer Gedanken die Tiefe eigenständig verlassen, da sie während des Aufenthalts in dieser Welt auch nie vergessen, dass diese nicht real ist. Viele Unternehmen wollen daher die Diver einstellen für spezielle Aufträge. Auch Leonid übt manchmal bezahlte Aufträge aus, allerdings nie in einer Feststellung. Denn - die eigene Identität sollte nicht so einfach preisgegeben werden, besondersn nicht als Diver, der Leonid ebenfalls ist. Im Spiel "Labyrinth der Tiefe", das man in der virtuellen Welt spielen kann, soll Leonid seinen aktuellen Auftrag ausüben. Ein Spieler scheint seinen Timer ausgeschaltet zu haben und kommt nicht mehr aus der Tiefe heraus. Also soll Leonid das Spiel spielen bis zu dem Level, in der der sogenannten "Loser" sich aufhält und nicht mehr herauskommt. Doch aufgrund seltsamer Ereignisse soll es Leonid nicht gelingen, seinen Auftrag auszuführen....... Es beginnt die größste Veränderung in Leonids Leben......... Das Buch war gut geschrieben und man ist quasi selbst in eine Art Tiefe abgetaucht, da man das Buch nicht mehr aus den Fingern legen konnte, fast schon, wie die virtuelle Welt in der Geschichte ;o) Das einzige, was mir schon in mehreren Büchern Lukianenkos auffällt - manchmal hat er einen Schreibstil, in dem er dem Leser etwas erklärt, aber bei manchen grundlegenden Dingen davon auszugehen scheint, dass der Leser sie bereits kennt, woraufhin die Erklärung manchmal nicht so wirklich einleuchtend ist. Da dies aber nicht so häufig in diesem Buch und nur bei Kleinigkeiten vorkam, erhält das Buch trotzdem seine 5 Punkte.

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  • Rezension zu "Labyrinth der Spiegel" von Sergej Lukianenko

    Labyrinth der Spiegel
    Zhunami

    Zhunami

    10. June 2011 um 20:58

    Wir befinden uns in Sankt Petersburg, in Russland kurz vor der Jahrtausendwende. Lukianenko kreiert uns eine reale Welt, die sich von unserer jedoch in einem Punkt unterscheidet. Und dieser Unterschied nennt sich "die Tiefe". Ein Programmierer findet per Zufall einen Weg, Menschen via Internet in eine virtuelle Realität zu schleusen, die sie als real empfinden - und verändert damit die ganze Welt. Der Roman spielt sich überwiegend in genau dieser Realität ab und dreht sich um einen Protagonisten, der übe reine besondere Fähigkeit verfügt. Er ist ein "Diver" und kann als einer von sehr wenigen Menschen auf der Welt die "Tiefe" aus eigener Kraft verlassen - ohne die Verbindung zu trennen. Im Verlauf der Geschichte wird auch erklärt, warum diese Fähigkeit so immens wichtig ist. Im Großen und Ganzen ist der Roman spannend geschrieben, enthält viele überraschende Momente und vermittelt neue Einblicke in die Thematik virtueller Realität und künstlicher Intelligenz. Ein absolutes Schmankerl für Leute, die sich ohnehin schon für Computer interessieren und eventuell schon mit dem ein oder anderen Detail vertraut sind. Vier Sterne von mir für diese nerdige Geschichte.

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  • Rezension zu "Labyrinth der Spiegel" von Sergej Lukianenko

    Labyrinth der Spiegel
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. May 2011 um 16:01

    St. Petersburg, kurz vor der Jahrtausendwende. Leonid loggt sich in die „Tiefe“ ein. Seit das WWW obsolet geworden ist, weil das Deep-Programm völliges Eintauchen in die virtuelle Welt namens „Tiefe“ ermöglicht, hat sich das Netz verändert. Für neunundneunzig Prozent aller Menschen ist es, als ob man sich mit seinem eigenen Körper dort befindet, in Wahrheit sitzt man in seinem Bürostuhl oder auf dem Sofa, trägt einen Sensoranzug und einen Helm auf dem Kopf. Sollte etwas schief gehen, kann man die „Tiefe“ nur mit einem Timer verlassen, der zu einem vorbestimmten Zeitpunkt das Deep-Programm ausschaltet. Leonid ist anders. Er ist ein „Diver“, das heisst, er kann jederzeit ein- und ausloggen, ohne den Computer auszuschalten. Während normale Menschen die virtuelle Umgebung als völlig real wahrnehmen, kann Leonid auf Kommando hinter die Fassade der vorgegaukelten Wirklichkeit blicken. So würde es als Sicherheitsmassnahme reichen, den Zugang zu einem geschlossenen Bereich in der „Tiefe“ mit einem gespannten Pferdehaar zu verbinden. Jeder unbefugte User würde – wie in der Wirklichkeit – nicht auf einem Pferdehaar balancieren können und in den Abgrund stürzen. Leonid stürzt nicht, er geht über den Code, der hinter dem Pferdehaar steht, und überwindet so die Sicherheitsvorkehrungen mit links. Nachdem er über ein solches Pferdehaar an eine wertvolle Datei gekommen ist, die ihm ein Interessent für viel Geld abkauft, glaubt Leonid für eine Weile aus dem Schneider zu sein. Doch die Aktion hat Wellen geworfen und ein anonymer Auftraggeber macht ihm ein Angebot, das noch viel besser ist als Geld. Ein Passepartout der „Tiefe“, die Eingangskarte nach überall. Leonid muss nur einen User befreien, der nicht mehr selbstständig aus der „Tiefe“ entkommen kann. Ein Leichtes, denkt sich Leonid, doch damit fangen die Probleme erst an … Ich legte mir "Labyrinth der Spiegel" aus zwei Gründen zu. Erstens schrieb es Sergej Lukianenko, der Autor von "Wächter der Nacht" und "Ritter der vierzig Inseln", von denen ich begeistert bin, und zweitens handelt der Roman von einer virtuellen Realität, wovon ich momentan nicht genug kriegen kann, weil mein Roman ebenfalls in einer solchen spielt. Wie immer bei Lukianenko ist der Protagonist ein zurückhaltender, melancholischer, fast schon depressiver, aber dennoch sympathischer Typ, der in etwas besonders gut ist, aber nicht so recht weiss, was er mit seinem Leben und seinen Fähigkeiten anfangen soll. Im Laufe der Geschichte wird sein Weltbild erschüttert (sogar mehrmals) und er lernt, sich selbst und sein Umfeld zu schätzen und übernimmt Verantwortung. Doch auch wenn das Schema bei Lukianenko oft ähnlich ist, so überzeugt er mit seinem Ideenreichtum und seiner Kreativität im Schaffen von Settings, die nicht immer neu sind, aber eine ganz individuelle – ich würde sagen: russische – Note bekommen. Interessant war ein Detail in der Sprache. Ich weiss nicht, wie es im russischen Original gehalten ist, aber wählte für die Handlung ausserhalb der virtuellen Realität die Vergangenheitsform, für die Handlung innerhalb die Gegenwartsform, wodurch bei mir als Leser kein Zweifel entstehen konnte, wo man sich gerade befand. Einzig die Auflösung im letzten Abschnitt des Buches wirkte auf mich etwas eigenartig. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber so viel sei gesagt, dass er neben den Themenfeldern virtuelle Realität und künstliche Intelligenz (was naheliegend ist) auf einmal noch ein weiteres hinzu nimmt. Das hätte es nicht gebraucht und nimmt der Handlung leider etwas von der Glaubwürdigkeit. Schade. Aber abgesehen davon bin ich sehr gut unterhalten worden und habe Labyrinth der Spiegel regelrecht verschlungen. Für Lukianenko-Fans ein Muss und generell für Science-Fiction Fans auch, weil es im Zusammenhang mit virtuellen Realitäten ganz neue Überlegungen anstellt.

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  • Rezension zu "Labyrinth der Spiegel" von Sergej Lukianenko

    Labyrinth der Spiegel
    _Cyre_

    _Cyre_

    28. February 2011 um 11:47

    Und wieder einmal entführt uns Sergej Lukianenko in eine andere Welt - dieses Mal allerdings in eine digitale. Seit durch Zufall das Deep-Programm geschrieben wurde, ist die ganze Welt im Rausch dieser neuen Welt. Zumindest die, die es sich leisten können. Das Deep-Programm ermöglicht es dem Menschen sich in der virtuellen Welt zu bewegen, als wäre es die reale, während er friedlich vor seinem PC sitzt. Der einzige Nachteil: den meisten Menschen ist es nicht möglich selbst wieder aus dieser 'Tiefe' aufzutauchen. Außer den Divern. Diver sind selten und bei den großen Konzernen begehrt, tun aber alles, damit ihre wahre Identität nicht erkannt wird. Leonid ist einer dieser Diver und die Geschäfte, die er in der virtuellen Welt tätigt sind nicht unbedingt legal. Und gerade als er glaubt von der virtuellen Polizei gefangen worden zu sein, wird ihm ein unglaubliches Angebot gemacht. Was er dafür tun muss, weiß er zunächst nicht, doch als er sich bei den Leitern des virtuellen Spieles 'Labyrinth der Schatten' meldet, erfährt er vom Loser. Doch dieser seltsame Spieler ist nicht das, was er zu sein scheint und ohne es zu merken, gerät Leonid immer mehr zwischen die Fronten und langsam aber sicher wird die Zeit knapp... Mir persönlich hat das Buch unglaublich gut gefallen, was vor allem wieder einmal an den vielen interessanten Charakteren liegt, die hier ihren Auftritt feiern. Der Hauptcharakter Leonid 'Ljonja' wirkt durch seine Fehler und Macken sehr real und er gehört definitiv zu den Menschen, die ihren 'persönlichen Dachschaden' haben und dazu stehen. Man kann sich sehr gut in seine Situation hineinversetzen und auch verstehen wie schwer es eigentlich für ihn ist niemandem sagen zu können was er ist und wie einsam er dadurch ist. Sehr deutlich bemerkt man auch die Wandlung, die er im Laufe des Buches durchlebt, ist er doch am Anfang ein unverbesserlicher Geheimniskrämer, der schließlich in Gleichgültigkeit versinkt, wenn es um seine 'Gabe' als Diver geht und der schließlich keine Furcht mehr zu haben braucht, weil er seinen Gegnern ohnehin überlegen ist. Kennzeichnend ist auch seine Sturheit und seine Eigenwilligkeit, die ihn Dinge tun lässt, obwohl ihm die Vernunft etwas anderes gebietet. Die interessanteste Figur ist allerdings der Loser. Er ist undurchschaubar, mysteriös und seine Handlungen sind nicht unbedingt nachvollziehbar. Er erscheint an manchen Stellen wie ein hilfloses Kind, das in eine Welt gestolpert ist, in der es nichts zu suchen hat, an anderen Stellen wirkt er wieder, als wäre er älter als die ganze Welt und verfüge über ein unvorstellbares Wissen. Wer wer wirklich ist, wird wohl bis zum Ende hin nicht ganz klar und über ihn herrschen die wildesten Theorien. Theorien, die so manch anderen Charakter in den Wahnsinn treiben. Konkret erwähnen möchte ich ansonsten eigentlich nur noch den Hobbit, der mit seiner ganzen Unschuld und Naivität einen krassen Gegensatz zu den wilden Verfolgungsjagten bildet, die in der Tiefe toben, sowie Alex, der wohl DIE Versinnbildlichung des rachsüchtigen Spielers darstellt... Ich denke, dass dieses Buch ein bisschen mehr als einfache Unterhaltunsliteratur ist, sondern dass sich darin auch eine gewisse Kritik an diversen Online-Spielen findet, die ja von manchen wirklich als Flucht aus der Realität gesehen werden. Gibt es nicht tatsächlich Fälle, dass Menschen den Bezug zur Realität derart verlieren, dass sie es nicht mitbekommen, wenn Menschen sterben, die ihnen nahe stehen (ja, Extrembeispiel, ich weiß)? Mit Labyrinth der Spiegel hat Lukianenko nicht nur die unglaublich vielen Möglichkeiten aufgezeigt, die so eine Welt bietet, sondern auch Gefahren. Und die Unfähigkeit des Menschen etwas wirklich Neues zu erschaffen. Etwas Besseres als den Abklatsch der Wirklichkeit. Ich würde dieses Buch jedem empfehlen. Es ist eine Geschichte, die dann doch etwas anders ist, als man zuerst denkt. Eine Geschichte, die überzeugende Charaktere, eine fesselnde Story mit einem Hauch Kritik und Philosophie mischt und was dabei herauskommt lohnt sich wirklich zu lesen. Vom Genre her würde ich es grundsätzlich als SciFi einordnen, obwohl ich finde, dass es sich auch für eingeschworene Fantasy-Leser eignet... Vor allem verfügt Lukianenko ohnehin über die Gabe diese beiden Genres zu vermischen ;) Abschrecken lassen sollte man sich nicht von der Länge (wer schon mehr Bücher des Autors gelesen hat, weiß das wahrscheinlich schon ;P) denn es lohnt sich wirklich diese Story zu lesen!

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