Sergej Lukianenko Spektrum

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Inhaltsangabe zu „Spektrum“ von Sergej Lukianenko

Als die Menschen eines Tages ein von Außerirdischen installiertes Teleportationssystem entdecken, beginnt für Privatdetektiv Martin Dugin das Abenteuer seines Lebens: Denn dieses System ermöglicht es, in Sekunden die Abgründe zwischen den Planeten der Galaxis zu überwinden. Eine perfekte Möglichkeit also für jene, die den Zuständen auf der Erde entfliehen wollen ...

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  • Russischer Privatdedektiv mit Hang zum Geschichten Erzählen

    Spektrum

    Hypokras

    24. August 2015 um 16:55

    Diese Rezi ist wie die anderen die mit "Die Station" beginnen Teil einer Lese-Challenge von vor einigen Jahren gewesen. Das Thema war Sci-Fi. Die Station: Merkur - "Junge" Sci-Fi Und so beginnt es: »Jeder empfindet seit den Tagen Alexander Sergejewitsch Puschkins den Besuch bei seinen alten Verwandten nicht nur als eine unerlässliche Pflicht, sondern sieht darin auch ein Gebot für einen wohlerzogenen Menschen, und Martin hegte nicht die Absicht, selbiges zu ignorieren. Indes bewegte ihn nicht allein Höflichkeit, nein, er freute sich aufrichtig darauf, seinen Onkel wiederzusehen, mit ihm in der Küche bei einer Tasse Kaffee zusammenzusitzen und über ein belangloses, unwichtiges Thema zu plaudern oder – ganz im Gegenteil – mit ihm jene philosophischen Probleme zu erörtern, deren Lösung die Menschheit bislang noch nicht zu finden vermocht hatte.« Zusammenfassung Kurz: Ein Privatdedektiv sucht nach einem verschollenen Mädchen und stösst dabei auf deren sieben. Etwas länger: Martin Dugin hat sich auf das Auffinden von vermissten Personen spezialisiert. "Vermisst" bedeutet hierbei, dass ihnen keine Geschichte einfällt, die den "Schliessern" gefällt. Meine Meinung Die Idee Geschichten als Bezahlung für die Passage durch Tore, die interstellare Reisen ermöglichen ist vielleicht nicht total originell. Ähnliches mag es schon gegeben haben. Dass aber Martin Dugin, ein "Läufer" (einer der wie mühelos Geschichten aus dem Ärmel schüttel die den Schliessern gefallen), auf der Suche nach einem Mädchen gleich deren sieben findet und zum Schluss vor eine ungeheuer schwere Entscheidung gestellt wird, weil er neben all den sieben Versionen des einen Mädchens, eine Art "Stein der Weisen" im Quadrat, findet. Viel Sci-Fi, keine Raumschiffe und -schlachten, interessante Aliens, manchmal provokante Anspielungen, all das und noch mehr bekommt man in diesem Buch, das ich mir wie einige andere meiner Challenge-Bücher als Hörbuch reingezogen habe. Die Geschichte ist spannend und nicht vorhersehbar. Die Figuren sind plastisch und haben zu Beginn der Geschichte mehr als genug Potential, das während der Geschichte gut, aber nicht vollständig, ausgeschöpft wird. Und die Sprache wirkt, wie soll ich sagen, zu Beginn etwas gestelzt. Das legt sich aber mit der Zeit, und da es bei dem Buch ja auch um Geschichten geht, verträgt es einen etwas ungewöhnlichen Umgang mit der Sprache sehr gut. Zum Buch kann ich soviel nicht sagen, aber ich mag David Nathan als Sprecher. Fazit Kauf- und Hörempfehlung. Gesamteindruck Sprache / Stil: 9/10 Figuren: 8/10 Handlung: 10/10 Schlusswertung: 9/10 Punkte

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  • Einfallsreiche und nachdenklich stimmende Reise in fremde Welten

    Spektrum

    andreasmk

    23. January 2015 um 15:01

    In einer nahen Zukunft haben außerirdische Wesen auf der ganzen Erde Portale zu anderen Welten errichtet und damit auf einen Schlag viele Probleme der Menschheit gelöst. Diese neu zugänglichen Planeten nutzt man als Orte des Neuanfang, als Rückzugsort vor dem bisherigen Leben oder sogar dem Gesetz. Martin Dugin ist ein Moskauer Detektiv, der sich auf das Aufspüren dieser Flüchtlinge spezialisiert hat. Während eines Routine-Auftrags, bei dem er die 17-jährige Irina zur Rückkehr bewegen soll, kommt es zu einem unerwarteten Zwischenfall. Martin gerät auf eine Odyssee durch verschiedene Welten und stößt auf die Spur eines uralten Geheimnisses. Mit Spektrum hat Sergej Lukianenko einen ganz speziellen Abenteuerroman aus dem Bereich Science Fiction geschaffen. Das zeigt sich bereits beim Aufbau: Die Hauptkapitel sind nach den für Menschen sichtbaren Regenbogenfarben benannt, die das Spektrum bilden, in das sich das Licht aufspalten lässt. In jedem dieser Kapitel besucht Martin einen anderen Planeten, wobei in der Beschreibung von Handlung und Umgebung immer wieder Anspielungen auf diese Farben zu finden sind. Mit viel Einfallsreichtum erschafft Lukianenko dabei faszinierende fremde Welten und deren Bewohner, sowie eine ebenso erstaunliche Art des Reisens zwischen diesen Planeten. Denn die Weltentore werden von der mysteriösen Rasse der Schließer bewacht, die einem nach dem Erzählen einer Geschichte die Reise gestatten oder verwehren. Und auch die anderen außerirdischen Bewohner der fremden Planeten sind gut durchdacht und besitzen alle ihre ganz speziellen Eigenarten, die sie, unabhängig von ihrem Äußeren, von der Menschheit unterscheiden. Während Spektrum einerseits als Abenteuerroman auf schillernden fremden Welten daherkommt, schweift der Autor anderseits immer wieder in philosophische Themen und Gedankenspiele ab, widmet sich dem Sinn des Lebens, der Seele, dem Verstand oder dem Thema Allmacht. Gerade hier spaltet sich der Roman. Die philosophischen Ansätze an sich wirken stimmig und tragen zu der Besonderheit dieses Romans bei, wirken jedoch an einigen Stellen schlecht mit der Handlung verflochten. Die Passagen, in denen Martin über Essen, die russische Regierung oder philosophische Themen sinniert, scheinen nicht wirklich zu der ansonsten eher abenteuer- und action-lastigen Handlung zu passen und wirken häufig deplaziert. Fazit: Eine Geschichte mit sehr ungewöhnlichen Ideen und Einfällen, deren Mischung aus abenteuerlicher Handlung und grüblerischen Gedanken des Hauptcharakters nicht ganz gelungen ist, die aber dennoch großteils sehr gut unterhalten kann.

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  • Philosophische Redundanz

    Spektrum

    Sieben

    12. February 2014 um 15:43

    Seit ich Metro 2033 von Dmitri Glukhovsky gelesen habe, habe ich ein Faible für russische Bücher. Natürlich stolpert man dabei zwangsläufig über Sergej Lukianenko. Nachdem ich mit Wächter der Nacht angefangen habe, aber nicht restlos überzeugt war, wollte ich zunächst einem anderen seiner Romane eine Chance geben. Die Auswahl ist groß, denn fantastische Ideen für Geschichten hatte der Mann zuhauf. Meine Wahl fiel auf Spektrum, da ich gespannt war auf die Schilderung vieler verschiedener Welten und auch die Idee, die „Schließer“ mit Geschichten für die Passage der Tore zu bezahlen, höchst fesselnd fand. Aber auch diesmal konnte mich Russlands wahrscheinlich bekanntester Fantastik-Autor der Neuzeit nicht so richtig überzeugen. Spektrum kann man, obwohl es selbst in sieben Teile zu je fünf Kapiteln und einem Prolog gegliedert ist, in zwei Hälften teilen. In der ersten Hälfte schaffte es Lukianenko mühelos in beinah jedem Kapitel den Spannungsbogen so geschickt zu spannen, dass man einfach weiterlesen muss. Es passiert viel, auch einiges unerwartetes, die beschriebenen Welten sind interessant und detailreich beschrieben und die Zusammenhänge scheinen vielversprechend. Ab etwa der Hälfte des Buches jedoch wird es zunehmend abstrus. Die Welt der Dia-Daos schon fand ich recht befremdlich, und spätestens mit ihrem auftauchen verlor sich der Autor zu sehr in philosophische und religiöse Abhandlungen, wurde gar redundant. Die Geschichte wirkte zunehmend konstruiert, zu viele natürlich richtige Entscheidung trifft der Hauptprotagonist rein intuitiv, damit die Handlung weitergehen kann. Die Liebesgeschichte mit Irina stellt sich aufgesetzt und regelrecht kühl dar. Das Ende leidet dann wieder allzu sehr an philosophischen Fieberträumen, ist so wirr und konfus, dass ich es schon gar nicht mehr verstanden habe. Leider verpasste der Autor somit auch die Chance auf einen Geniestreich zum Schluss, der es in der Regel vermag, ein durchschnittliches Buch dennoch positiv in Erinnerung zu behalten. So bleibt der Eindruck einer Geschichte, der es gut getan hätte, sie ein wenig zu straffen. Aus 720 Seiten hätte man gut und gerne 500 machen können, wenn die allzu ausufernden Grundsatzdiskussionen über den Glauben und die Seele auf ein erträgliches Mindestmaß gekürzt worden wären. Auch die jeweiligen Prologe, in denen es eigentlich stets nur um die Zubereitung von Essen geht, kann man getrost weglassen oder überlesen. Freilich scheint dies zu Lukianenkos Werken dazuzugehören wie das Papierschirmchen zum Cocktail – allein es bleibt ebenso überflüssig. Flüssig hingegen gestaltet sich der Schreibstil, obwohl die Sprache durchaus gehobenen Ansprüchen gerecht wird und ich einige Wörter gar nachschlagen musste, da ich sie noch nie im Leben gehört hatte. Ob dies der Übersetzung geschuldet ist oder bereits im Original so beabsichtigt war, vermag ich nicht zu beurteilen, spielt für die Bewertung der Deutschen Version aber ohnehin keine Rolle. Ich empfand es jedenfalls als angenehm, neben den doch oft recht simpel gewählten Sprachen der Jugendromane, die ich ebenfalls gern lese, mir auch mal ein solches Werk zu Gemüte zu führen. Abschließend gestaltet sich das Urteil verhalten, sogar etwas wehmütig, denn hier wurde zu viel Potential verschenkt. Spektrum hätte ein sehr gutes Buch werden können, hätte der Autor nicht hunderte Seiten mit geistigen Monologen abseits der Handlung gefüllt. Oder vielleicht sollte auch gerade der philosophische und religiöse Teil die eigentliche Handlung sein, und gar keine im Bereich der Science-Fiction angesiedelte Geschichte; in diesem Fall würde die Bewertung aber ebenfalls nicht besser ausfallen. Drei Sterne für eine gute Idee und eine starke erste Hälfte, die im zweiten Teil leider vor die Wand gefahren wurden.

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  • Rezension zu "Spektrum" von Sergej Lukianenko

    Spektrum

    El_Wursto

    19. January 2012 um 10:31

    Eine Suche durch andere Planten und ein kulinarischer Exkurs: Das ca. 700 Seiten umfassende Werk vom russischen Autor Sergey Lukianenko, handelt von einer phantastischen Welt, in der Außerirdische die Erde in ein Transportnetz zwischen vielen Planeten eingebunden haben und der Protagonist und Privatdetektiv Martin den Auftrag kriegt eine Frau zu finden. Die Außerirdischen „Schließer“ kommen auf die Erde und bauen ihre Tore auf, die den Menschen ermöglicht zwischen vielen Planeten zu reisen. Für dieses Vergnügen muss man den Schließern “nur“ eine Geschichte erzählen. Martin ist ein in Moskau lebender Privatdetektiv, der sich darauf spezialisiert hat, Menschen auf anderen Planeten zu finden. Er besitzt die Gabe immer durch die Tore reisen zu können, während andere Menschen mit ihren Geschichten verzweifeln. Eines Tages kriegt er den Auftrag ein augenscheinlich weg gelaufenes junges Mädchen zu finden. Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass es gar nicht so gewöhnlich ist und die Frau auf mehreren Planeten gleichzeitig existiert. Auch der russische Geheimdienst ist in diese Sache verwickelt und damit beginnt Martins Reise, durch die verschiedenen Planeten und Eigenarten anderer Zivilisationen…. Für mich ist das ein liebevoll gemachtes Buch, mit vielen schönen Details. Ich mag es sehr wie der Autor, Martins Vorliebe für Essen beschreibt. Es ist angenehm und bringt etwas Abwechslung die Geschichte. Er schafft es ein anderes Bild eines Russen zu schaffen, als die meisten Menschen wohl haben. Der Alkohol fehlt natürlich nicht, aber er zeigt auch das die Russen einen exquisiten Geschmack haben können und schon lange keine Bauern aus der Vergangenheit sind. Dazu kommen auch viele andere schöne Details, wie Verweise auf klassische Werke und im Kontrast dazu moderne Sachen wie die Simpsons. Dabei verliert er sich aber nicht in diesen Details, sondern behält immer den Blick zur Mainstory. Lobenswert ist auch seine Vielfalt der Planeten und Zivilisationen, die Martin auf seiner Reise trifft. Es werden verschiedene Eigenarten und andere Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt, die einen selbst zum Nachdenken anregen (ein kleines bisschen verstecke Philosophie). Kritik äußern möchte ich zu der Länge des Buches, in der Mitte hat es sich etwas gezogen und ging nicht wirklich voran, was aber nicht allzu lange angehalten hat. Gegen Ende wurde es auch teilweise etwas verwirrend, aber später wurde alles noch mal klar aufgeklärt. Wer auf eine Reise durch die Galaxie gehen möchte, mit viel Liebe zum Essen, kleinen Details und etwas Interesse für Russland, dem wird dieses Buch gefallen. Fazit: Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass so einige Bezüge auf russische Autoren oder Eigenarten manch anderen kalt lassen, weil sie die nicht kennen oder einfach kein Bezug bzw Interesse besteht.

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  • Rezension zu "Spektrum" von Sergej Lukianenko

    Spektrum

    hanna_lorelei

    08. January 2012 um 21:33

    martin - russischer bürger - detektiv das ganze klingt erstmal simpel, ist aber leider doch recht verzwickt, denn martin erledigt auf allen planeten, welche über die neuen tore der schließer erreichbar sind, aufträge, wie personensuche. auch diesmal wird er gebeten ein junges mädchen zu finden - was ihm auch gelingt. leider stirbt die junge frau vor seinen augen - ein schock als er selbige quietschlebendig auf einem weiteren planeten trifft! spektrum klang für mich erst ein wenig nach stargate... geht aber in eine völlig andere richtung. wie schon in anderen büchern von lukianenko geht die reise nicht nur in die science-fictionr ichtung, sondern bekommt eine philosophische richtung. mir persönlich gefällt genau das an diesem buch. die grundstory ist interessant, man rätselt die ganze zeit mit und man denkt sich auch in die philosphischen ideen martins und irinkas hinein. selten habe ich 700seiten so shcnell gelesen wie hier - tsja das ende... das ende ist typisch lukianko!

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  • Rezension zu "Spektrum" von Sergej Lukianenko

    Spektrum

    Hipster

    06. January 2012 um 17:34

    Nach der Wächter-Saga und des Weltenzweiteilers war ich mehr als gespannt was Spektrum zu bieten hat. Die Geschichte handelt vom Privatdetektiven Martin. Er bekommt den Auftrag ein Siezehnjähriges Mädchen zu retten. Es bleibt aber nicht bei einer Rettung. Die Geschichte fängt relativ spannend an.Die Idee hinter den planetaren Reisen von der Haustür aus klingt interessant. Auch die Figuren und die Planeten sind gut beschrieben. Aber dann ist da noch die Geschichte. Je weiter man liest umso uninteressanter wird die Geschichte. Nach dem dritten Planeten geht Lukianenko die Luft aus. Er versucht sich in Gottesfragen zu finden. Was nicht funktioniert. Es werden 700 Seiten benötigt um alles relativ offen halten. Schade aber wahrscheinlich bin zu sehr von der Wächter-Saga und dem Welten-Zweiteiler voreingenommen.

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  • Rezension zu "Spektrum" von Sergej Lukianenko

    Spektrum

    Joern

    22. December 2011 um 12:41

    Spektrum von Sergej Lukianenko ist ein wirklich fantastisches Buch. Sci-Fi ohne Raumschiffe. Lukianenko entführt einen auf viele atemberaubende Planeten und jeder dieser Planeten wirkt realistisch und läßt die Welt deutlich vor dem inneren Auge erscheinen. Der Haupt-Protagonist ist wunderbar erstellt und es fällt einem leicht sich in seine Lage hinein zuversetzen. Die Story ist gut erdacht und man will unbedingt wissen was wohl als nächstes passiert. Der Name des Buches in Verbindung mit den Farben des Spektrums, die wiederrum mit der Anzahl der Kapitel und den, jedem Kapitel vorgestellten, Speisen in verbindung stehen ist für mich etwas überflüssig. Allerdings erden diese kurzen Einschübe etwas und man springt nicht einfach direkt immer weiter von Action zu Action, was die spannenden Stellen des Buches wiederrum besser herrausstellt. Fazit: Lesenswert, auch für nicht Sci-Fi Leser 5/5 Sterne

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  • Rezension zu "Spektrum" von Sergej Lukianenko

    Spektrum

    Niniji

    12. August 2011 um 22:01

    Einsam ist es hier...und traurig. Sprich mit mir Wanderer!    Spektrum von Lukianenko habe ich ungekürzt gehört. Ich muss sagen, anders kann ich die Bücher von ihm einfach nicht konsumieren, denn hierbei bedarf es großem Durchhaltevermögen.  Die Geschichte braucht erst ihre Zeit sich zu entfalten. Lukianenko würde das mit einem guten Rotwein vergleichen, obwohl nur er alleine weiß, aus welchem Land und welcher Region er stammen und welche Speisen dazu gereicht werden sollten. Doch als ich erstmal in die Geschichte eingetaucht bin, erschien sie mir wie eine kuschelige Decke unter der man sich zurechtlegt, um in ferne Traumwelten abzudriften.     Um was geht es eigentlich:  Die so genannten Schließer haben der Menscheit und deren vielen Verwandten auf anderen Planeten, ermöglicht diese durch Tore zubereisen. Der Preis dafür ist pro Weg jeweils eine Geschichte um die Traurigkeit und Langeweile der Schließer zu vertreiben. Für manche mag das ein One Way Ticket sein, denn sie akzeptieren bei weitem nicht jede Geschichte.  Einer dessen Geschichten meistens akzeptiert werden ist Martin Dugin, Privatdetektiv aus Moskau. Ihm wird die Aufgabe zugetragen ein junge Frau wiederzufinden, die ohne ihre Eltern zu informieren durch das Tor gegangen ist. Er soll sie animieren wieder nach Hause zurück zu kehren. Ein eigentlich ganz gewöhnlicher Job, der jedoch weit verstrickter ist als es zuvor scheint und ein großes Rätsel birgt.     Wie das Hörbuch auf mich wirkte, resultierte im Grunde darauf, in was für einer Stimmung ich gerade war. Schließlich hört man die über 22 Std nicht am Stück. Es gab Momente an denen ich die Geschichte und vor allem den sprachlichen Genuss dieses hervorragend geschriebenen Buches genossen habe.  Dann wiederum war mir streckenweise einfach nur sterbenslangweilig und ich hatte den Drang vorzuspulen. Gerade bei den, in jedem Kapitel wiederkehrenden, Essensszenen und sonstigen Ausschweifungen denen sich der Autor gerne mal hingibt.  Es ist typisch Lukianenko und mit Sicherheit macht gerade das einen großen Reiz des Buches aus, aber trotzdem war ich das ein oder andere mal genervt.     Meine Empfehlung: Spektrum wird geprägt von kulinarischen Genüssen, Geschichten  und Rätsel. Die Story wiederholt sich im Grunde viele male mit immer neuen Varianten. Das Buch ist eher philosophisch angehaucht, man darf also, bis auf den Schluss, keine große Spannung oder Action erwarten.  Wer allerdings ein solides Buch lesen möchte und wert auf eine schöne Sprache legt, ist hier goldrichtig.     Des weiteren empfehle ich wärmstens die ungekürzte Lesung. David Nathan ist zwar nicht mein Lieblingssprecher, aber er ist sehr gut und es ist mehr als angenehm im zuzuhören.  Lukianenkos Bücher gewinnen als Hörbuch nochmal enorm an Ausdrucksstärke. Sternevergabe: • 3 Sterne für die teils ermüdenden Längen • 5 Sterne - wie erwartet - für den Schluss und die schöne Schreibweise (• 4 1/2 Sterne für den Sprecher) Machen gute 4 Sterne mit der leichten Tendenz nach unten, wegen der doch leider immer wieder aufkommenden Langeweile. Wäre ich ein Schließer hätte ich einige male während der Geschichte gesagt: "Einsam ist es hier und traurig... ich habe schon viele solcher Geschichten gehört..." und immer hätte Martin dazwischengerufen: "Die Geschichte ist noch nicht beendet!" ;)     Ich hoffe diese Rezension hat eure Traurigkeit und Langeweile vertrieben? Oder soll ich noch weiter erzählen? Nun gut, dann kommt zu guter letzt noch eine der vielen Essensszenen:     Genüsslich lies Martin den Blick über die Mahlzeit schweifen: leicht geräucherte zarte Schweinshaxe, die mit Buchweizengrütze und Pilzen, einer in duftendem Pflanzenöl angebratenen Zwiebel und fein geriebenem Wachtelei auf einem großen, matt glänzenden weißen Teller von runder Form serviert wurde.  "Jedes Gericht muss seinen besonderen Pfiff haben", sagte er. "Hier verdankt er sich dem Wachtelei. [...] Und unbedingt gehört ein Bier dazu. Ein frisch gezapftes, dunkles Bier."

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  • Rezension zu "Spektrum" von Sergej Lukianenko

    Spektrum

    Michaela_W

    10. April 2011 um 18:18

    Martin ist ein Läufer, so werden diejenigen genannt, die ohne grossen Probleme durch die Tore der Schliesser gehen können. Die Schliesser kamen vor ein paar Jahren auf die Erde und haben sie an ihr Netz der Sternentore angeschlossen. Inzwischen existieren einige Tore auf der Erde und jeder Mensch der durch diese Tore tritt, kann danach automatisch die Sprache "Touristisch" sprechen. So können sich Ausserirdische von den verschiedenen Welten miteinander verständigen. Um durch ein Tor gehen zu können, muß man lediglich einem Schliesser eine Geschichte erzählen. Wird die Geschichte akzeptiert, darf man durch das Tor gehen und auf eine andere Welt reisen. Aber nicht jede Geschichte wird akzeptiert und so kann es passieren, daß man in einer Welt festsitzt, weil die Schliesser, die Geschichte, die man ihnen erzählt hat, nicht genehem ist. Welche Kriterien sie anlegen damit eine Geschichte akzeptiert wird ist nicht ganz klar und so bleibt das Reisen doch immer ein kleines Glücksspiel, bei dem man auch verlieren kann. Wie gesagt Martin ist ein Läufer, der es bisher immer geschafft hat nach Hause zu kommen und durch die Tore gehen durfte. Martin verdient sich damit sein Leben, er ist Privatdetektiv. Eines Tages bekommt er den Auftrag, ein junges 17jähriges Mädchen wieder zu finden, die in eine der vielen Welten gereist ist. Zuerst sieht es nach einem Routinefall aus, doch bald zeigt sich, daß der Fall komplizierter geartet ist als angenommen und als dann auch noch der russische Geheimdienst sein Interesse an der Auflösung des Verschwindens von Irina bekundet, wird es noch komplizierter. Es stellt sich heraus, daß es um nicht weniger als das Überleben der Menschheit und der Schliesser im Universum geht. Martin muß mehrere ausserirdische Welten bereisen und lernt dort die unterschiedlichsten Kulturen von Ausserirdischen kennen und er stellt fest das die verschiedenen Spezies mehr verbindet als nur die Tore der Schliesser. Auf was ist das Mädchen da nur gestossen und kann er sich selbst, Irina und die Welt retten? Ich habe das Buch als Hörbuch begonnen und nach ca. 300 Seiten das Buch als ebook weiter gelesen (siehe dazu: Technikreview: Sony PRS 350 Pocket Edition ebook Reader). Das Buch hat knapp über 700 Seiten und es liest sich sehr gut. Sergej Lukianenko ist ein wie ich finde sehr guter Schriftsteller, dem es Spaß macht zu erzählen. Er schmückt die Geschichte mit vielen Nebensächlichkeiten aus, die zwar für den Fortgang der Erzählung nichts beitragen, die aber für die Atmosphäre beitragen. Hier wird die Geschichte immer wieder mal unterbrochen und es wird beschrieben, wie Martin zu Hause in Moskau lebt, wie er kocht oder sich betrinkt. Mich hat diese Unterbrechung des Geschichtsflusses manchmal etwas gestört, so daß ich an solchen Stellen im Buch einfach etwas oberflächlicher und schneller gelesen habe um zu erfahren, ob Martin die Gesuchte finden wird und ob er sie nach Hause bringen kann. Ich fand die Geschichte sehr spannend und einfallsreich beschrieben. Klar es ist ja auch ein Science-Fiction Roman, wobei das einzig fantastische, die Tore zu anderen Welten waren und die dortigen ausserirdischen Bewohner. Die Welt hier befindet sich auf dem jetzigen Entwicklungsstand und Russland, denn dort spielt die Geschichte, wenn sie nicht gerade auf einem fernen Planeten ihren Fortgang nimmt, hat die Probleme, dies es auch heute hat. So bietet der Roman auch einen kleinen Einblick in den heutigen russischen Alltag und in die russische Seele. Spektrum ist ungekürzt und exklusiv als Hörbuch bei www.audible.de erhältlich.Sprecher des Hörbuches ist David Nathan, der auch schon andere Bücher von Sergej Lukianenko vorgelesen hat. Ich finde ihn einen sehr guten Sprecher. Er versucht durch unterschiedliche Tonfälle, den verschiedenen Personen Leben zu verleihen und ich finde, daß ihm dies sehr gut gelingt. Ich höre ihm sehr gerne zu und ich kann nicht nur das Buch empfehlen, sondern auch als Hörbuch. Wie schon oben gesagt, habe ich das Buch als ebook gelesen und ich mir hat diese Art zu lesen sehr gut gefallen. Das Ebook habe ich bei buch.de gekauft. Diese Rezension habe ich ursprünglich in meinem Blog veröffentlicht.

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  • Rezension zu "Spektrum" von Sergej Lukianenko

    Spektrum

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. July 2009 um 21:32

    Sehr prägend für das Buch ist die Unterteilung in sieben Kapitel, die jedes Mal nach dem gleichen Schema ablaufen: Martin, der Privatdeketiv der Zukunft, reist durch ein Tor in eine andere Welt, erlebt etwas und am Ende des Kapitels reist er zur nächsten Welt, möglicherweise mit einem Zwischenstopp auf der Erde. So richtig begeistern konnte mich das Buch aber nicht. Bis zur Mitte des Buches fand ich es durchaus passabel, aber dann wird die Geschichte immer verrückter und verliert meiner Meinung nach dann die Bodenhaftung - nicht, dass so eine SF-Roman realistisch sein müsste, aber die Auflösung ist eben doch irgendwie übertrieben... und für mich auch eher unbefriedigend.

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  • Rezension zu "Spektrum" von Sergej Lukianenko

    Spektrum

    Cibo95

    29. June 2009 um 21:18

    Eins der besten Hörbücher, das ich bis jetzt gehört habe. Als die Menschen eines Tages ein von Außerirdischen installiertes Teleportationssystem entdecken, beginnt für Privatdetektiv Martin Dugin das Abenteuer seines Lebens: Denn dieses System ermöglicht es, in Sekunden die Abgründe zwischen den Planeten der Galaxis zu überwinden. Eine perfekte Möglichkeit also für jene, die den Zuständen auf der Erde entfliehen wollen - aus welchen Gründen auch immer. Spektrum bekommt von mir uneingeschränkte 5 Sterne, trotz der 21 Stunden habe ich mich keine Minute gelangweilt, trotz der vielen Welten und Figuren habe ich nie die Übersicht bzw. den Faden verloren. Fantastisch, geistreich, philosphisch, genial! Martin ist mir ans Herz gewachsen und ich würde mich gern mal bei einem fürstlichen Mahl mit ihm unterhalten oder mir eine seiner Geschichten anhören. Das Ende ... das habe ich ganz zum Schluss nicht wirklich richtig verstanden. Das ist vom Autoren wohl so gewollt, das Buch soll zum Denken anregen und das hat es bei mir reichlich.

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  • Rezension zu "Spektrum" von Sergej Lukianenko

    Spektrum

    Twinbee

    14. June 2009 um 17:04

    So, mein erster Lukanienko... habe irgendwie schon was Besonderes erwartet, bin eigentlich auch nicht enttäuscht worden, aber letztlich reichte es dann doch nur für einen guten Roman. Die Ideen um Welten, Völker, Verstand und Seele waren auch sehr nett, das ewige Reisen durch die Tore verbunden mit den zu erzählenden Geschichten überaus interessant, die Auflösung dann aber doch etwas zu abgehoben und kraftlos. Sprachlich eher gehobener Bereich, was auch mal ganz angenehm war. Alles in allem sicher eine Lesereise wert... "er hat meine Langeweile vertrieben"

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  • Rezension zu "Spektrum" von Sergej Lukianenko

    Spektrum

    Staubfinger

    27. May 2009 um 09:44

    Mal wieder ein fesselnder Roman auch wenn er nicht ganz an die Wächter Reihe heran reicht, aber das ist ja Geschmacksache. Bin eigentlich nicht so ein Science Fiction Fan und kenne mich auch nicht so aus in diesem Milieu. Daher war für mich die Idee der Story völlig neu und ich fand Sie hervorragend. Die Möglichkeit durch die Galaxis zu springen und das mit Hilfe von Toren die durch eine übergeordnete Spezies auf jeden schon bekannten Planeten errichtet wurden, hat mich gleich in ihren Bann gezogen. Faszinierend wie Lukianenko es auch hier wieder schafft ganz aktuelle Themen in seine Geschichte mit einzubauen und dem Leser dazu viele verschiedene Ansichten und Meinung vermittelt. Was ist z. B. mit dem Sinn des Lebens?Kann es überhaupt einen geben und wenn ja wie sieht er aus? Ist man wirklich glücklicher sich ausschließlich auf seinen Verstand zu verlassen oder braucht der Mensch bzw jegliche Spezies einen übergeordneten Glauben woran er sich festhalten kann. Und was ist mit der Evolution? Gibt es irgenwann einen Punkt wo wir stehen bleiben oder uns sogar zurück entwickeln? Und wenn ja warum? Aus Bequemlichkeit oder aus Angst auf etwas zu stoßen was wir nicht verstehen? Wem jetzt noch nicht der Kopf schwirrt oder der erst richtig lust auf mehr bekommen hat dem kann ich diese Buch nur herzlichst empfehlen. Leider hätte nach meinem Geschmack das Ende ein wenig anders aussehen können aber auch das ist ja wieder Geschmackssache.

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  • Rezension zu "Spektrum" von Sergej Lukianenko

    Spektrum

    Nexx

    11. August 2008 um 01:28

    Ein russischer Detektiv reist durch Portale, die von Wächtern auf die Erde gebracht wurden, in fremde Welten. Der Preis für die Reise? Eine einmalige gute Geschichte.
    Doch woher kommen diese Wächter und warum sind sie den Lebewesen so freundlich gesinnt?

    Eines der Bücher aus denen man nicht mehr raus will weil es einen mit auf eine phantastische Reise nimmt.

  • Rezension zu "Spektrum" von Sergej Lukianenko

    Spektrum

    Ulfson

    25. July 2008 um 12:57

    Ich war vorbelastet durch die Wächterreihe und freute mich daher, als ich eines Tages das Buch im Laden fand. Doch als ich die Kurzbeschreibung auf dem Buchrücken laß, habe ich es doch erstmal wieder weggelegt. (Zitat: "Eines Tages werden auf der Erde rätselhafte Tore entdeckt, die Teil eines gigantischen Teleportationssystems zu sein scheinen: Wer durch die Tore geht, findet sich auf Lichtjahre entfernten Planeten wieder.") Als ich das las, fühlte ich mich zu sehr an den Film und die Serie "Stargate" erinnert und wollte mit scheinbar billigen Plagiaten nichts zu tun haben. Nun bekam ich das Buch dann aber doch irgendwann geschenkt und fing damit auch notgedrungenerweise an zu lesen, was einer ausgezeichnete Entscheidung war. Anders, als es der Buchrücken andeutete, ist von Plagiaterie keine Spur zu finden. Lukianenko entführt den Leser mal wieder in eine schöne phantastische Welt mit lustigen Anspielungen auf andere (mir teilweise unbekannte) Science Fiction Werke. Die Charaktere sind wunderbar dargestellt, auch wenn ich einige Handlungsweisen von Martin und Irina nicht nachvollziehen kann - das ist mir also zu russisch. ;-) Ich habe das Buch noch nicht zuende gelesen, doch kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen. Die erwähnten Seitenhiebe gegen den Westen und die USA finde ich dabei nur passend und lustig. Sie gehören scheinbar zur Denkweise des Protagonisten (und wie ich denke auch der russischen Mehrheit) und sind durchaus hinnehmbar. Die Kochtipps empfand ich ehrlich gesagt als etwas übertrieben und der Autor sowie der Hauptcharakter, der da kochte oder bekocht wurde, wirkten dadurch sehr versnobt. Wie ich jedoch soeben mitbekommen habe, war das vom Autoren so beabsichtigt. :-D Auf alle Fälle finde ich es lustig, wie Martin am Anfang jeden Teils (im Prolog) immer was zu Essen bekommt. Egal wie aussichtslos die Situation im Teil davor war. Also auf alle Fälle empfehlenswert. Ich freue mich schon auf den Schluss.

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