Sergej Snegow

 3.8 Sterne bei 35 Bewertungen
Autor von Menschen wie Götter, Die Fahrt des Sternenpflugs und weiteren Büchern.

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Menschen wie Götter

Menschen wie Götter

 (35)
Erschienen am 01.03.2010
Die Fahrt des Sternenpflugs

Die Fahrt des Sternenpflugs

 (0)
Erschienen am 01.01.1987

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Rezension zu "Menschen wie Götter" von Sergej Snegow

Ein interessantes Buch mit einigen Schwächen
_philipp_vor 5 Jahren

Ein interessantes Buch, das in meinen Augen zwei lesenswerte Aspekte miteinander vereint:

Zum einen liest es sich wie ein spannender Science-Fiction-Roman, eine interessante Zukunftsvision, deren Fokus mehr auf der Interaktion verschiedener Spezies und den daraus erwachsenden Konflikten liegt als auf bloßer Schilderung technischer und physikalischer Abläufe - eine sehr erfrischende Abwechslung, das vermisse ich in der Science-Fiction ein wenig.

Zum anderen bietet das Buch auch einen besonderen Einblick in die Gedankenwelt eines Autors mit sowjetisch-kommunistischem Hintergrund. Für mich haben viele Beschreibungen und Ideen einen wirklichen Aha-Effekt nach dem Motto "So stellt sich also jemand, der im Kommunismus aufgewachsen ist, die Zukunft vor" geboten. Völkerverständigung, gewaltiger technischer Fortschritt, Abschaffung "klassischer" Arbeit. Geld scheint es in diesem kommunistischem Utopia auch nicht mehr zu geben.

Genauso gibt es wiederum die Ideen, die mir beim Lesen einen kalten Schauder über den Rücken jagten. So sind in Snegows Zukunftsvision anscheinend alle Menschen an einen Computer angeschlossen, der permanent ihre Gedanken liest und z.B. für Abstimmungen genutzt wird. In Zeiten der NSA-Affäre eine wirklich beunruhigende Vorstellung.

Die Geschichte an sich hat sowohl positive als auch negative Aspekte.

Was mir gefallen hat: Das Buch ist in einem ziemlich optimistischen Tonfall gehalten. Dystopische Science-Fiction gibt es wie Sand am Meer, aber eine Zukunftsvision, in der die Menschheit gewaltige technische wie gesellschaftliche Fortschritte gemacht hat und mit ungebrochenem Forschergeist neue Welten erkundet und Probleme löst, findet man - Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel - leider nicht allzu oft.

Besonders schön fand ich auch den Fokus der Geschichte, weg von bloßen physikalischen Beschreibungen, hin zu einer in sich stimmigen und sehr fantastischen Zukunftsvision. Es werden auf interessante Weise interstellare Konflikte beschrieben, die die Hauptperson direkt mit gestaltet. Auch die Abfolge der Geschichte in den drei Romanen hat mir gut gefallen.

Es gibt in diesem Buch aber auch einige Dinge, die mir weniger gefallen haben: Zum einen ist da der Schreibstil. Snegow geht nur an wenigen Stellen wirklich auf die Gedanken und Emotionen der Protagonisten ein. Man hat nur selten das Gefühl, diese würden sich wirklich weiter entwickeln. Zum anderen verhalten sich die Hauptpersonen manchmal unverständlich.

[Vorsicht, hier kommt jetzt ein kleiner Spoiler]

Als z.B. einer der Protagonisten sein Kind verliert, macht er einfach so weiter wie bisher. Ohne dass Snegow sich größere Mühe machen würde, seine Emotionen zu beschreiben. Auch die Partnerschaften, die sich im Laufe des Buches bilden bleiben weitgehend emotions- und leidenschaftslos.

Dann sind da noch die außerirdischen Völker. Ich persönlich finde, sie bleiben bis auf eine Ausnahme ziemlich blass. Die meisten werden nur kurz am Anfang des Buches vorgestellt ohne auf ihre speziellen Eigenheiten einzugehen und dann nie wieder erwähnt. Eingehendere Beschreibungen hätten hier sehr interessant sein können.

Alles in allem hat mir das Buch aber gefallen. Die fantasievolle Zukunftsvision, in der die Technologie die Menschheit in einen quasi-götterähnlichen Status versetzt hat - so züchten sich die Menschen z.B. mittels Gentechnologie antike Fabelwesen wie Drachen und Pegasusse als Reittiere - macht die Kritikpunkte auf jeden Fall wieder wett. Die Möglichkeit, die Zukunftsvorstellungen eines im Kommunismus aufgewachsenen Menschen zu lesen, gibt dem Buch zusätzlich eine interessante Seite.

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sifi-lesers avatar

Rezension zu "Menschen wie Götter" von Sergej Snegow

von vielen "Ausserirdischen" und Reisen zum Rand der Galaxie...
sifi-leservor 5 Jahren

Eine schöne Erzählung wie die vielen Völker und Rassen im Universum zusammen leben könnten. Mit viel Phantasie wurde ein tolles Buch geschrieben. Zum Ende hin wird's dann aber ein bisschen langatmig und auch kompliziert. Ich würde das Buch aber immer wieder lesen, hat sich gelohnt. 

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silsons avatar

Rezension zu "Menschen wie Götter" von Sergej Snegow

Rezension zu "Menschen wie Götter" von Sergej Snegow
silsonvor 8 Jahren

In "Menschen wie Götter" scheint sich unsere Rasse unglaublich weit entwickelt zu haben. Wir können mit Überlichtgeschwindigkeit fliegen, neue Lebensformen erschaffen und sogar ganze Planeten neu erschaffen. Natürlich entdeckt die Menschheit bei ihren Reisen durch den Weltraum auch andere Intelligente Lebensformen. Doch sind sie alle bei weitem nicht so weit entwickelt wie die Menschen. Bei einem Projekt der Menschen alle Völker des lokalen Weltraumes zu einer Art UN zu vereinen ergibt sich die Erkenntnis, dass es noch eine bisher unbekannte Macht gibt. Natürlich sind wir neugierig...

Ich fand dieses Buch über weite Strecken eher langweilig. Für mich wirkt das ganze Buch eher wie ein kommunistischer Aufruf zu Völkervereinigung. Dazu kommt ein recht kindliches Vorgehen der Menschen. Erst wird der Gegener mit aller Gewalt angegriffen und dann wundert man sich, dass es Vergeltungen gibt. Warnungen werden komplett ignoriert, selbst nach gescheiterten Angriffen wird nicht vorsichtig vorgegangen sondern auf mehr Gewalt gesetzt. Wie wird das ganze am Ende aufgelöst? Durch Verrat und "Huch... wir können ja doch miteinander reden". Der bis dahin übermächtige Gegner nimmt die neue Situation einfach hin und freut sich über die neue Freundschaft. Vielleicht denke ich zu menschlich aber mir scheint so ein friedfertiger Gegner doch eher merkwürdig.

Der zweite Teil von dem Buch läuft im Grunde ähnlich ab wie der erste, nur werden die Zerstörer durch anonyme "Ramiren" ersetzt.

Ich kann das Buch nur begrenzt empfehlen. Nochmal kaufen würde ich es mir vermutlich nicht.

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