Seine These: Odin sei während der Völkerwanderung und dem Zusammenbruch des römischen Reiches mit einem Stamm von Magiern aus Asien her eingewandert.
Der Untergang der burgundischen Recken (Erben der römischen Zivilisation) erfolgte durch Neid und feigen Verrat. Die Hunnen z. B. kommen an den Rhein, weil sie von den Burgundern selber dorthin gerufen werden. Auf den Schädeln und Trümmern der an ihrer eigenen Entartung (z. B. Die Unterdrückung der Frauen) untergehenden Stadtzivilisation beginnt der Neuanfang der Hirtennomaden (der sogenannten Barbaren).
Nach den asiatischen Sagen sei dies ein dauernd wiederkehrender Vorgang. In unseren Märchen und Sagen finden wir z. B. Reste der Überlieferung des heiligen Weltbilds der Nomaden. Zum Beispiel die Vorstellung von der Göttlichkeit der Kaiser in der Verschmelzung der einheimischen Zivilisation der Sesshaften mit der Kultur der eurasischen Reiternomaden. Oder die Notwendigkeit zum Wechseln des Ortes, ein In-Bewegung-bleiben resultierend aus der natürlichen Ordnung der Wandlungen in der Natur. In der Kunst erkennt man das an der durchbrochenen Symmetrie als Absicht - an einer Symmetrie, die von einer übergreifenden durchbrochen wird (Arabeske).
Angehörige der fahrenden Völker und Stämme begreifen sich selbst, nach Golowin, als Vertreter eines Volkes, das schon im Besitz des Paradieses war. Worauf es ankäme sei die Fähigkeit des Zusammenlebens in der Gemeinschaft. Die Menschen schließen sich zusammen, wenn sie sich füreinander begeistern. Gastfreundschaft und Feste sowie gegenseitige Liebe und Treue bilden die Basis für die den Zivilisierten verloren gegangene Eigenschaft, den Gegnern an Seelenstärke überlegen zu sein.
Bei der Verehrung des Göttlichen verehrten die sog. Barbaren die Schöpfungskraft im Menschen, als ins Geistige umgewandelte Sexualität. Es geht um die Wiedergeburt einer ekstatischen Kultur gegenüber Fanatismus und Realitätsflucht in der Stadtzivilisation.
Entsprechend richtete sich die religiöse Hetze bei den Christen gegen die Tataren, weil die auch die anderen Religionen ehrten, duldeten bzw. tolerierten. Die mangelnde Gesinnungsdiktatur der ‚Barbaren‘ wollte den Christen einfach nicht in den Kopf.









