Sergius Golowin

 3,6 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor*in von Das Geheimnis der Tiermenschen, Paracelsus und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Sergius Golowin wurde 1930 in Prag geboren, wuchs jedoch in der Schweiz auf. Nach seiner Schulzeit arbeitete er u.a. als Bibliotheksassistent und Archivar, später setzte er sich als Politiker für Jugend- und Umweltanliegen ein. Bereits 1969 erhielt er für sein Eintreten für Kulturminderheiten mit eigenem Traditionsbewusstsein den Friedrich-Dürrenmatt-Preis. Seit 1981 lebte er als freier Schriftsteller in Bern, wo er 2006 verstarb. Sergius Golowin verschrieb sich zeitlebens dem Bewahren mytischmagischer Weisheiten. In seinem schriftstellerischen Werk beschäftigte er sich vor allem mit volkskundlichen Themen, Mythen und Esoterik, so auch in den bei Merlin von ihm erschienenen Büchern.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Sergius Golowin

Cover des Buches Die großen Mythen der Menschheit (ISBN: 9783867560726)

Die großen Mythen der Menschheit

(2)
Erschienen am 31.07.2007
Cover des Buches Heilige Haine - Heilige Wälder (ISBN: 9783890600642)

Heilige Haine - Heilige Wälder

(1)
Erschienen am 15.03.2005
Cover des Buches Die grossen Mythen der Menschheit (ISBN: 9783451265266)

Die grossen Mythen der Menschheit

(0)
Erschienen am 01.01.1998
Cover des Buches Das Geheimnis der Tiermenschen (ISBN: 9783453132887)

Das Geheimnis der Tiermenschen

(3)
Erschienen am 01.11.1999
Cover des Buches Das Reich des Schamanen (ISBN: 9783442118854)

Das Reich des Schamanen

(2)
Erschienen am 01.01.1994
Cover des Buches Die weisen Frauen (5843 170) (ISBN: 9783442140046)

Die weisen Frauen (5843 170)

(2)
Erschienen am 01.05.1989
Cover des Buches Göttin Katze (ISBN: 9783442305452)

Göttin Katze

(2)
Erschienen am 01.02.1996
Cover des Buches Paracelsus (ISBN: 9783897675711)

Paracelsus

(2)
Erschienen am 01.01.2008

Neue Rezensionen zu Sergius Golowin

Cover des Buches Das Reich des Schamanen (ISBN: 9783859141384)
Selkets avatar

Rezension zu "Das Reich des Schamanen" von Sergius Golowin

Selket
Das ist hauptsächlich ein Buch über die Völkerwanderung im Mittelalter.

Seine These: Odin sei während der Völkerwanderung und dem Zusammenbruch des römischen Reiches mit einem Stamm von Magiern aus Asien her eingewandert.

Der Untergang der burgundischen Recken (Erben der römischen Zivilisation) erfolgte durch Neid und feigen Verrat. Die Hunnen z. B. kommen an den Rhein, weil sie von den Burgundern selber dorthin gerufen werden. Auf den Schädeln und Trümmern der an ihrer eigenen Entartung (z. B. Die Unterdrückung der Frauen) untergehenden Stadtzivilisation beginnt der Neuanfang der Hirtennomaden (der sogenannten Barbaren).

Nach den asiatischen Sagen sei dies ein dauernd wiederkehrender Vorgang. In unseren Märchen und Sagen finden wir z. B. Reste der Überlieferung des heiligen Weltbilds der Nomaden. Zum Beispiel die Vorstellung von der Göttlichkeit der Kaiser in der Verschmelzung der einheimischen Zivilisation der Sesshaften mit der Kultur der eurasischen Reiternomaden. Oder die Notwendigkeit zum Wechseln des Ortes, ein In-Bewegung-bleiben resultierend aus der natürlichen Ordnung der Wandlungen in der Natur. In der Kunst erkennt man das an der durchbrochenen Symmetrie als Absicht - an einer Symmetrie, die von einer übergreifenden durchbrochen wird (Arabeske).

Angehörige der fahrenden Völker und Stämme begreifen sich selbst, nach Golowin, als Vertreter eines Volkes, das schon im Besitz des Paradieses war. Worauf es ankäme sei die Fähigkeit des Zusammenlebens in der Gemeinschaft. Die Menschen schließen sich zusammen, wenn sie sich füreinander begeistern. Gastfreundschaft und Feste sowie gegenseitige Liebe und Treue bilden die Basis für die den Zivilisierten verloren gegangene Eigenschaft, den Gegnern an Seelenstärke überlegen zu sein.

Bei der Verehrung des Göttlichen verehrten die sog. Barbaren die Schöpfungskraft im Menschen, als ins Geistige umgewandelte Sexualität. Es geht um die Wiedergeburt einer ekstatischen Kultur gegenüber Fanatismus und Realitätsflucht in der Stadtzivilisation.

Entsprechend richtete sich die religiöse Hetze bei den Christen gegen die Tataren, weil die auch die anderen Religionen ehrten, duldeten bzw. tolerierten. Die mangelnde Gesinnungsdiktatur der ‚Barbaren‘ wollte den Christen einfach nicht in den Kopf.


Cover des Buches Die weisen Frauen (5843 170) (ISBN: 9783442140046)
Varuna_Holzapfels avatar

Rezension zu "Die weisen Frauen (5843 170)" von Sergius Golowin

Varuna_Holzapfel
Altem Wissen auf der Spur

Eines der ersten Bücher über Hexen, das ich gelesen habe. Golowin verfolgt hier den Weg der weisen Frauen zurück, angefangen von der Wiederentdeckung der Bedeutung weiser Frauen und Männer in unserer heutigen Zeit, über die Sagen und Legenden, in denen das Wissen um sie und ihre Fähigkeiten noch lebendig ist, bis hin zur Urzeit und der Entstehung der Mythen.
Golowin zeigt den Weg der Völkerwanderung nach und verweist oft nach Indien und auf die hinduistische Mythologie, aber auch der Glaube und das Brauchtum in den deutschsprachigen Bergregionen wird umfassend erleuchtet, ebenso wie der Hexenglaube und die damit verbundene Hysterie in der Zeit der Hexenbrände.
Folgt man dem Weg des Autors durch die Zeiten und durch die verschiedene Kulturen hindurch bekommt man das Gefühl, als hätten die weisen Frauen es geschafft, ihr altes Wissen durch die Zeiten hindurch bis in die heutige Zeit zu retten, wo es wieder ein großes Interesse erfährt.
Auf jeden Fall ein sehr interessantes Buch, wer allerdings nur auf der Suche ist nach irgendwelchen Sprüchen oder Rezepten, wird hier vergeblich suchen, denn das wirklich Wissenswerte ist oft zwischen den Zeilen verborgen.

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