Serhii Plokhy

 4,7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Das Tor Europas, Die Frontlinie und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Serhii Plokhy

Serhii Plokhy ist Mychajlo-Hruschewskyj-Professor für ukrainische Geschichte an der Harvard Universität und Direktor des Harvard Ukrainian Research Institute. Plokhy ist Autor zahlreicher Bücher, darunter «The Last Empire», für das er den Lionel-Gelber-Preis gewonnen hat, und «Chernobyl», das mit dem Baillie-Gifford-Preis ausgezeichnet wurde. Er lebt in den USA.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Das Tor Europas (ISBN: 9783455015270)

Das Tor Europas

 (2)
Neu erschienen am 03.09.2022 als eBook bei Hoffmann und Campe.
Cover des Buches Das Tor Europas (ISBN: 9783455015263)

Das Tor Europas

Neu erschienen am 03.09.2022 als Gebundenes Buch bei Hoffmann und Campe.

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Cover des Buches Das Tor Europas (ISBN: 9783455015270)

Das Tor Europas

 (2)
Erschienen am 03.09.2022
Cover des Buches Die Frontlinie (ISBN: 9783498003395)

Die Frontlinie

 (1)
Erschienen am 19.05.2022
Cover des Buches Das Tor Europas (ISBN: 9783455015263)

Das Tor Europas

 (0)
Erschienen am 03.09.2022
Cover des Buches Chernobyl: History of a Tragedy (ISBN: 9780141988351)

Chernobyl: History of a Tragedy

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Erschienen am 31.01.2019

Neue Rezensionen zu Serhii Plokhy

Cover des Buches Das Tor Europas (ISBN: 9783455015270)Magicsunsets avatar

Rezension zu "Das Tor Europas" von Serhii Plokhy

Aktuell, informativ, fundiert, klar verständlich
Magicsunsetvor 19 Tagen

„Die Ukraine, erst vor kurzem ins Blickfeld der Weltöffentlichkeit gerückt, hat eine lange, dramatische und faszinierende Geschichte, die oft von den großen Narrativen der Imperien, die das Land jahrhundertelang beherrschten, überlagert wird.“ (Zitat Pos. 65)

 

Thema und Inhalt

Der Autor Serhii Plokhy, Historiker und Professor für ukrainische Geschichte, legt hier ein Werk über die mehr als zweitausend Jahre alte, wechselvolle Geschichte der Ukraine vor, von den Kimmerern, den Skythen, über die der  griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtet, über die Rus-Wikinger, Mongolen, Kosaken, Österreich-Ungarn, die russischen Zaren, Russland, die UDSSR bis zur Eigenstaatlichkeit 1994, aktualisiert mit den Ereignissen ab 2014 und einem Epilog über das aktuelle Jahr 2022. Der Text wird ergänzt durch zehn Landkarten, welche 770 vor Christus beginnen, Zeittafeln, welche die Ereignisse im Zusammenhang mit der Ukraine in die wichtigen historischen Daten des Weltgeschehens einordnen. Es folgen das Who’s Who der ukrainischen Geschichte, eine Namenstafel, ebenfalls chronologisch und nicht alphabetisch, ein Literaturverzeichnis und Sachregister.

 

Umsetzung

Bereits Herodot gliedert das Land in Küste, Steppe, Wald und diese Unterteilung zieht sich durch die Jahrtausende der ukrainischen Geschichte, dieses Landes, das über Jahrhunderte um die Eigenständigkeit kämpfte und das doch immer wieder neu aufgeteilt und unterschiedlichen Ländern zugeordnet wurde. Der Autor betrachtet die unterschiedlichen Regionen nicht in getrennten Abschnitten, sondern immer gemeinsam, mit Blick auf das Ganze. So erfahren wir nicht nur über die unterschiedlichen Völker, die gleichzeitig in der Ukraine gelebt haben, die Herrscher, kriegerischen Auseinandersetzungen, sondern auch über das Leben der Menschen, die wirtschaftliche Entwicklung, Gesellschaftsformen, Sprachen, Bildung, Politik und Religion.

Es sind grundsätzliche Fragen, die in diesem Buch gestellt und beantwortet werden, Fragen wie: was hat die Ukraine-Krise ausgelöst, wodurch unterscheiden sich die Ukrainer von den Russen, wer hat Anspruch auf die Krim und die Ostukraine und die sich aus der Geschichte ergebenden Argumente. Auch die Veränderungen, die mit dem Euromaidan 2014, dem russischen Angriff auf die Krim und den Donbas einhergingen, werden geschildert, damit verbunden die Veränderungen in der ukrainischen Gesellschaft, in denen der heutige Widerstand begründet ist.

Die Sprache ist informativ, sachlich und trotz der komplexen Themen erklärt der Autor die Zusammenhänge verständlich und nachvollziehbar.

 

Fazit

Dieses interessante, umfassende Werk über die Geschichte der Ukraine trägt zum besseren Verständnis der Entwicklungen in der Ukraine bei. Denn es ist die Geschichte eines großen Landes mit vielen unterschiedlichen Regionen, aus denen sich unterschiedliche kulturelle Räume ergeben, die jedoch eine gemeinsame Sprache, Geschichte und der Wille eint, die im Referendum vom 1. Dezember 1991 mit überwältigender Mehrheit bejahte Unabhängigkeit zu verteidigen. „In der Praxis gibt es keine einfach auszumachende kulturelle Grenze, die die Krim von den benachbarten Regionen der Südukraine oder den Donbas von den anderen östlichen Regionen scheiden würde.“ (Zitat Pos. 16238)

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Rezension zu "Das Tor Europas" von Serhii Plokhy

Serhii Plokhy - Das Tor Europas
birgitdvor 25 Tagen

Serhii Plokhy hat eine recht umfassende Geschichte der Ukraine geschrieben,
Der Autor beginnt sein Buch damit, dass er das Gebiet, aus dem später die Ukraine werden wird, als weitläufig und offen beschreibt.
Verschiedene Gruppen ließen sich in der Region nieder und hinterließen ihre Spuren, darunter: Mammutjäger aus dem Neandertal, die Wikinger , Kosaken und verschiedene andere.
Diese Gruppen versuchten nicht unbedingt, das Gebiet zu erobern, aber sie hinterließen einflussreiche Spuren bei der Verteidigung, der Bewaffnung und der politischen Versammlung.
Er durchläuft die Jahrhunderte effektiv, wobei sowohl die Osmanen als auch das frühe Russische Reich ins Spiel kommen, die beide das Land, das später einmal Ukraine heißen sollte, unter Druck setzen.
Die ukrainische Geschichte ist voll von Invasionen, Gewalt und Imperien, von den Österreichern, Polen, Deutschen und Sowjets.
Und von einem Russland und einem Diktator, der glaubt, dass die Ukraine ein Teil Russlands ist.
Es ist kein Wunder, dass die Ukrainer den Westen um Waffen bitten.
Plokhys Schreibstil ist leicht verständlich und bietet dem Leser viele Informationen
Um die Ukraine zu verstehen, sollte man dieses Buch unbedingt lesen


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