Seth Dickinson Die Verräterin - Das Imperium der Masken

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Inhaltsangabe zu „Die Verräterin - Das Imperium der Masken“ von Seth Dickinson

Seth Dickinson ist der provokativste und aufregendste Fantasy-Autor der letzten Jahre. Mit ›Die Verräterin‹ hat er den ersten Roman einer brisanten Fantasy-Trilogie vorgelegt, in der es um die großen Fragen nach Freiheit, Gerechtigkeit, Selbstverwirklichung und Rache geht. Baru Kormoran ist eine junge und hochbegabte Frau, die miterleben muss, wie das Imperium der Masken ihre Heimat Taranoke erobert, ohne einen Tropfen Blut zu vergießen: Der übermächtigen Handelsflotte hat die abgelegene Insel nichts entgegenzusetzen. Anstatt aufzubegehren, lässt Baru sich von den Imperialen anwerben und steigt rasch selbst zu einer Machtposition auf. Ihr Ziel: das Imperium von innen heraus zu zerstören. Von ihren neuen Herren in die Kolonie Aurdwynn versetzt, bekommt sie es alsbald mit einer ganzen Reihe rebellischer Herzogtümer zu tun. Im Kampf um Macht und Freiheit findet sie sich zwischen den Fronten wieder und muss sich fragen, wo sie steht – aufseiten der Rebellion oder des Imperiums. Baru fällt eine Entscheidung, deren Tragweite sie nicht einmal selbst zu ahnen vermag ... »Eine brandneue Fantasy-Serie, die das Potenzial hat, ein würdiger Nachfolger von George R. R. Martin’s ›Game of Thrones‹ zu werden.« Adrian Lang

Buch besteht zu 99% aus Politik, Taktik und Wendung. Allerdings so geschrieben, dass es auf Dauer sehr trocken wurde.

— CocuriRuby
CocuriRuby

Großartiger Hintergrund zur Geschichte - allerdings für mich etwas zu trocken umgesetzt ...

— Aleshanee
Aleshanee

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  • Leider war es für mich zu politisch

    Die Verräterin - Das Imperium der Masken
    Buechersalat_de

    Buechersalat_de

    05. August 2017 um 13:25

    Baru Kormoran wächst in dem Imperium der Masken auf. Sie wird erzogen und unterrichtet im Sinne der Masken und ihrem Denken. Doch Baru ist klüger als die meisten anderen Kinder. Sie nimmt alles in der Welt wie ein Schwamm auf und alle diese Informationen nutzt sie um ihre Zukunft zu verändern. Sie hat einen Plan, doch durch einen dummen Fehler vermasselt sie diesen. Sie muss also ihren Plan ändern und dennoch muss sie weiterhin im Imperium der Masken bestehen. Was gar nicht so leicht ist zwischen all den Intrigen und Machtkämpfen...Ich muss sagen, der Stil des Autors hat mir gut gefallen. Ich bin gut in die Geschichte gekommen. Ich habe mich aber wirklich an Baru gehängt. Ich mochte dieses kleine wissbegierige Mädchen sofort. Ihre Art die Welt zu sehen war etwas besonderes und das hat es mir leicht gemacht in die Geschichte zu finden. Im Laufe der Geschichte verändern sich jedoch die Gegebenheiten und es wird einfach wahnsinnig politisch. Irgendwann empfand ich es einfach nur noch als langatmig. Was so schade ist, denn Baru Kormoran ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Die Grundidee ist gut, die Welt sehr komplex und voller Charaktere, die vor allem Macht wollen. Jeder verfolgt seine eigenen Ziele und das ganze Buch wird von Intrigen bestimmt. Wer es politisch und komplex mag ist hier auf jeden Fall richtig. Das Ende verspricht einen zweiten Teil und dieser wird Baru sicher noch mehr durch das intrigante Imperium der Masken führen. Leider konnte mich der Auftakt aufgrund seiner vielen politischen Details nicht packen. Aber ich bin sicher, dass dieses Buch dennoch viele Fans finden wird. 

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  • Tolle Ansätze

    Die Verräterin - Das Imperium der Masken
    Lizzy_Curse

    Lizzy_Curse

    19. July 2017 um 20:05

    Die junge Baru wächst glücklich mit ihrer Mutter und ihren beiden Vätern auf der abgelegenen Insel auf, bis sie miterleben muss, wie das Imperium ihre Heimat erobert, ohne einen Tropfen Blut zu vergießen und sich ihr Leben schlagartig ändert. Einer ihrer Väter verschwindet und sie wird auf der Akademie, nachdem sie angeworben wurde, zu einer Führungskraft ausgebildet. Als Buchhalterin wird sie in die Kolonie Aurdwynn versetzt, die kurz vor einer Rebellion steht und muss sich plötzlich fragen, auf welcher Seite sie steht. Seth Dickinson war ein neuer, frischer Autor, von dem ich zuvor noch nie etwas gehört hatte. Sein Stil wurde als provozierend und anders, ein neuer Wind in der Phantastik, angepriesen. Die Beschreibung erweckte die Neugier in mir. Schon lange vor dem Erscheinungstermin stand für mich fest, dass ich „Die Verräterin“ würde lesen müssen, um mir meine eigene Meinung zu bilden. Vorn weg kann ich schicken, dass es wirklich ein besonderes Buch war, das provozierende Themen behandelte. Die ersten Kapitel handeln von Barus Kindheit und erläutern die Verhältnisse auf Taranoke, die nicht immer konform mit denen des Imperiums sind. Aus diesem Grund war ich recht schnell drin in der Materie, mit der sich das Buch zu Beginn befasst, und mit der sich Baru befassen muss. Mit der Eroberung der abgelegenen Insel halten Worte wie Sodomie oder unhygienisches Verhalten in ihren Wortschatz Einzug. Sie lernt Verlust und Schmerz und Trauer kennen, und geht damit auf die einzige Art und Weise um, die sie für sinnvoll hält. Sie lässt sich anwerben und will zu Macht gelangen, um etwas im Imperium zu verändern. Mit den getroffenen Entscheidungen im Buch konnte ich vollauf mitgehen. Auch die neugierige und sehr schlaue Baru war mir auf Anhieb sympathisch, genauso wie mir die strickten Regeln des Imperiums zu wieder waren. Vergeblich wartete ich jedoch, dass sich in mir irgendeine stärkere Emotion regte, wie es sonst bei guten Büchern der Fall ist. Das Buch ist sehr klug geschrieben. Seth Dickinson hat einen fesselnden Stil, den er bis zum Ende hin durchhält und der zu faszinieren weis. Er webt die Intrigen in die Worte mit hinein, sodass ich manchmal erst im Nachhinein den tieferen Sinn des Satzes verstand. Der Stil sucht auf jeden Fall seines gleichen! „Die Verräterin“ lebt von Intrigen, von dem Machtgefüge und dem verwobenen Geflecht von Versprechen und Betrug. Trotzdem habe ich lange nach dem Grund gesucht, aus dem mich das Buch nicht wirklich fesseln konnte. Ich denke, es hängt mit der Erzählebene zusammen, die Dickinson verwendet. Er erzählt und erklärt sehr viel, lässt Baru gedankliche Verrenkungen vollführen, sodass ihre Gedanken genau an den kritischen Punkt gesteuert werden, den der Autor treffen will. Es sind ernste, politisch und sozial gesehen erschreckend reale Probleme, die er anspricht, doch ich für meinen Teil konnte emotional nur manchmal wirklich mit Baru mitfühlen. Es waren kleine Inseln in einem Text aus sozialkritischen und rechtlichen Ausführungen, die mich faszinierten. Zum Beispiel die Gespräche mit Muire Lo, ihrem Sekretär, oder den abendlichen Ausflug mit Aminata, beides Charaktere, die ich sehr zu schätzen wusste, da sie für mich ein wenig Farbe in die Geschichte brachten. Letztendlich bin ich zwie gespalten, was mein Urteil betrifft. „Die Verräterin“ hatte wahnsinnig gute Ansätze, die ich auch durchaus problematisch in der Realität nachvollziehen kann. Andererseits konnte mich persönlich das Buch kaum fesseln und emotional berühren, trotz der Grausamkeiten, die darin passierten. Trotzdem empfehle ich es für jeden, der eine komplexe Story und politische Intrigen liebt.

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  • Tolle Thematik, nur die Umsetzung war nicht so meins ...

    Die Verräterin - Das Imperium der Masken
    Aleshanee

    Aleshanee

    15. July 2017 um 08:33

    Auf das Buch bin ich durch die Blogparade zu buchigen Geheimtipps aufmerksam geworden, denn auf dem Blog Bücher, Reisen und Meer klang die Vorstellung von "Das Imperium der Masken" sehr begeistert!Die Verlagsinfo hat mich dann erst recht neugierig gemacht! Ich bin ja ein großer Fantasy Fan und den Bezug zu Game of Thrones fand ich zwar gewagt, aber ich wollte mich da mal überraschen lassen. Die Bewertungen auf goodreads vom Original waren durchweg positiv und so hab ich mich wirklich sehr auf dieses Abenteuer gefreut.Ich weiß gar nicht so genau, wo ich anfangen soll, denn die Rezension fällt mir wirklich etwas schwer. Zuerst einmal: es ist keine (!) "richtige" High Fantasy Geschichte, denn es kommt keinerlei Magie darin vor. Allerdings befinden wir uns in einer fiktiven Welt, in der sich Elemente aus der Vergangenheit und ja, auch ein bisschen aus der Zukunft, vermengen. Allerdings nicht mit Raumschiffen, besonderer Technik oder ähnlichem, sondern eher in der Gesellschaftsform der Imperialen und ihrer fortschrittlichen Medizin, deren Kenntnisse sie auch (unter anderem) als Druckmittel einsetzen.Am Anfang kommt man gut in die Geschichte rein, denn hier wird mit der Kindheit von Baru und der Übernahme ihres Landes Taranoke durch die Reichsrepublik viel erklärt und man bekommt einen Einblick in die Machtstrukturen und die Hintergründe zu dieser Welt. Erzählt wird das ganze aus Barus Sicht und so erhält man einen sehr prägnanten Eindruck, wie intrigant und perfide die Imperialen gegen die anderen Länder vorgehen.Barus Traum, eine Machtposition in Falcrest zu erreichen und sich damit an ihnen zu rächen ist aber nicht so einfach als gedacht - denn es verschlägt sie erstmal nach Aurdwynn, wo sie zwischen einer Vielzahl von Herzogtümern als Reichsbuchhalterin eine Rebellion zerschlagen soll. Sozusagen als Treuebeweis gegenüber dem Imperium.Darum geht es in dem Buch - nur darum. Zu einigen wichtigen Hintergründen komme ich gleich noch, aber an sich dreht sich die Geschichte in der Haupthandlung wirklich nur darum, wer wem gegenüber loyal ist, ob die Herzogtümer von Aurdwynn zum Imperium halten und wer sich mit einer Rebellion gegen sie auflehnt. Das ganze hin und her, die ganzen Strategien und Taktiken sind allerdings leider nicht so mein Ding. Mir war das ganze meist einfach zu nüchtern geschrieben und die ganze politische Kriegskunst war mir als Thema zu trocken.Durch Game of Thrones bin ich ja einiges gewöhnt, was die Vielzahl von Namen, Orten, Beziehungen etc. betrifft und das ist auch der einzige Vergleich, den man hier ziehen kann - aus meiner Sicht. Der Autor hat es aber leider nicht geschafft, mich dafür begeistern zu können. Der Schreibstil war für mich zu monoton und ich bin auch, ehrlich gesagt, oft nicht mitgekommen, was gemeint war. Manche Seiten musste ich doppelt lesen, weil ich sie nicht verstanden habe und wenn ich mir dumm vorkomme, kommt nicht gerade Leselust auf ... Woran es lag, weiß ich nicht so genau, aber wie gesagt waren mir die Strategien was die Geldwirtschaft und ihr Einfluss auf eine eventuelle Rebellion haben könnte - und teilweise auch Fremdwörter zuviel des Guten, wodurch ich öfter den Faden verloren hab. Ich hab mich mit dem Lesen wirklich schwer getan.Was natürlich ein sehr wichtiger Hintergedanke des ganzen war, bzw. was der Autor mit dem ganzen sagen möchte, hat auf jeden Fall großes Interesse verdient. Denn das Imperium der Masken, die Reichsrepublik, möchte herrschen - und zwar so, wie sie es für richtig halten. Hier geht es um "Zivilisierung" anderer Völker und Länder, die anders sind und anders leben. Es gibt gleichgeschlechtliche Paare, die als "Sodomiten" und "Tribaden" bezeichnet werden und die bei Entdeckung qualvolle Strafen zu erwarten haben. "Hygiene" ist hier oft das Stichwort und eine "Reinheit der Völker". Sie sollen dankbar sein, da sie ja Wissen und fortschrittliche Heilkünste durch die Übernahme der Imperialen erhalten, aber dafür ihre Freiheit aufgegen müssen. Ihre Freiheit, so zu leben, wie ihr Herz es ihnen sagt.Dabei zieht man natürlich automatisch Parallelen zu unserer Welt und macht sich so seine eigenen Gedanken; und auch Baru muss sich vielen Entscheidungen stellen, die gegen ihr Herz sprechen. Auch die Macht über die Kontrolle von anderen, grenzenloser Macht, führen viele in Versuchung und nicht jeder ist dagegen gefeit. Alles in allem empfand ich das ganze als sehr nüchtern, strukturiert, kalkulierend und kalt. Das trägt natürlich zu der Atmosphäre bei, die einem einen grausamen Spiegel vorhalten und damit provozieren soll. Trotzdem konnte ich mich nicht so recht einfühlen und hab mich bis zum Schluss leider auch nicht wirklich darauf einlassen können.© AleshaneeWeltenwandererBand 2 und 3 sollen 2018 bzw. 2019 auf deutsch erscheinen

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  • Zu trocken geschrieben

    Die Verräterin - Das Imperium der Masken
    CocuriRuby

    CocuriRuby

    13. July 2017 um 15:38

    Ich fand den Schreibstil im Groben ganz angenehm. Er enthielt schöne Formulierungen und ich fand es clever gemacht, wie Informationen eingearbeitet werden – nervig jedoch waren die ganzen Namen von Ländern, Sprachen, Völker – das hat den Einstieg gebremst. Ich war jedoch kein Freund davon, wie gerade komplexe Abläufe in Sachen politische Struktur, Systeme oder Intrigen, beschrieben wurden. Es war zwar nicht komplett unverständlich, aber das hätte man deutlich besser machen können. Grundsätzlich ist die Geschichte sehr unemotional und technisch (man könnte schon sagen: trocken) beschrieben. Das Buch besteht zu 99% aus Politik, Intrigen, Strukturen und Systeme – wer sowas mag, könnte dieses Buch lieben. Das ist auch durchaus interessant und keinesfalls schlecht gemacht, aber gerade auch durch den unemotionalen Stil, weckt das nicht gerade Spannung. Gerade auch in seiner Geballtheit und auf Dauer bekam es mehr Charakter einer zähen Studie, als dass ich freudig zu dem Buch gegriffen hätte zur Unterhaltung. Was mir gut gefallen hat war, dass sich Parallelen zur unserer (im weitesten) Gesellschaft ziehen ließen. Dass Bucht zeigt, wie Welthandel- und Finanzpolitik funktioniert und wie korrupt und scheinheilig das System ist. Selbst sowas wie Sexismus oder Intoleranz wird aufgegriffen oder es spielte auch Fanatismus in Form von den sadistischen „Behandlungsarten“ gegen die „Sünde“, die Real so ähnlich von Kirchen praktiziert wurden. Diese Parallelen zu entdecken, zu verknüpfen und zu analysieren, hat mir durchaus gefallen. Das Buch legt viel Wert auf Undurchsichtigkeit und überraschenden Wendungen. Das ist auch gelungen, jedoch musste ich mir oft die Frage stellen: Konnte man das nicht vorhersagen, weil das einfach eine geniale Wendung war oder weil diese gänzlich an den Haaren herbeigezogen war. Es hat mir durchaus gefallen zu versuchen die Schachzüge der Gegenparteien zu erraten und aktiv mitzudenken. Manche Symbole oder Wendungen fand ich schon ziemlich weit hergeholt – übrigens galt das gerade für das komplette Ende, was schon ein Nachgeschmack von „und dann wachte er auf und es war alles nur ein Traum“ hatte – also, wenig plausibel, etwas einfach gemacht und ein „nee, ist klar“ auslöst. Dummerweise dreht sich gelegentlich die Handlung auch etwas im Kreis, was sie etwas gestreckt hat. Der Autor hat leider auch überhaupt kein Händchen für Charaktere bewiesen. Allesamt spielen zwar ihre Rollen, sie wirkten aber eben nicht vielschichtig/echt/lebendig – was schnell wie ein Schauspiel wirkt, als wie eine authentische Geschichte. Sie wurden auch fast überhaupt nicht beschrieben, weder nennenswert im Bereich Optik, geschweige denn im Bereich Charakter oder Gestik oder ähnliches.  Die Geschichte wird ausschließlich durch die Protagonistin erzählt – was ich, gerade aufgrund der Komplexität der Geschichte, nicht gut gewählt fand. Ich hätte mir mehr Ansichten gewünscht – genug Charaktere mit verschiedenen Blickwinkeln, hätte es gegeben. Es fehlte mir jedoch auch komplett die Sympathieträger. Es gab keine Lieblingsfiguren mit denen man mit gebangt hätte und innerlich damit droht, das Buch abzubrechen, sollte diese Figur sterben. Im Gegenteil, das Schicksal aller Figuren war mich im Prinzip ziemlich egal – Emotional war ich kein bisschen eingebunden. Leider, hatte ich so meine Probleme mit der Protagonistin. Entweder war sie mich gänzlich egal oder ich fand sie schrecklich unsympathisch. Ich fand sie auch wenig stimmig: auf der einen Seite wurde sie als Taktik und Kalkül verkörpernd beschrieben; handelt dann aber plötzlich gegen jegliche Vernunft, dumm und emotional gesteuert. Sie wird als „Wunderkind“ bzw. „Hochbegabte“ tituliert, sie ist klug und taktisch. Jedoch schien sie nie einen Plan B zu haben, sondern setzte fast immer alles auf eine Karte und hoffte dann halt das Beste, ohne jeden Weitblick. Das fand ich unstimmig. Sympathisch war sie auch nicht unbedingt: sie ist schon eine starke Figur, hat einen starken Willen und ist klug, allerdings ist sie auch sehr selbstsüchtig, intrigant und selbstüberschätzend, an manchen Stellen geradezu kalt und unmenschlich – Charaktereigenschaften, die ich nicht unbedingt schätze.   Fazit Gedanklich steckt sehr viel in dem Buch, es beinhaltet viel Politik und Taktik, mit unvorhersehbaren Wendungen. Das ist auch gut gemacht, allerdings erwartet einen nicht mehr, weshalb ich es auf Dauer als sehr trocken empfand. Ich muss sagen, dass mich das Buch zwischendurch verloren hat und es nicht geschafft hat, mich wieder ins Boot zu holen.   PS: Natürlich wird hinten auf dem Buch damit geworben, dass diese Reihe, das Potential hätte „ein würdiger Nachfolger von Martins ‚Game of Thrones‘ zu werden“. Mit sowas tut man sich absolut kein Gefallen! Denn um es mal ganz deutlich zu sagen: Wenn man dieses Buch mit „Game of Thrones“ vergleicht, stickt „Die Verräterin“ massiv ab. Es weist für mich keine nenneswerten Parallen auf und kann in keinen Bereichen mit „GoT“ auch nur im Ansatz mithalten. Mich nerven solche haltlosen Vergleiche und Werben mit bekannten Titeln. Nicht jedes Vampirbuch ist „Twilight“, nicht jede Dystopie „Panem“, nicht jedes Fantasy-Buch „Herr der Ringe“. Mit solchen Erwartungen, die man zwangsläufig mit solchen Vergleichen weckt, tut man sich als Verlag keinen Gefallen und sorgt eher für Frust beim Leser.

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  • komplexer Auftaktband

    Die Verräterin - Das Imperium der Masken
    gagamaus

    gagamaus

    12. July 2017 um 08:21

    Baru Kormoran ist noch ein Kind, als ihre Heimat vom Imperium der Masken erobert wird. Schnell greifen die strengen Sittlichkeitsgesetze der Besatzermacht, die unter anderem Homosexualität unter schwere Strafe stellen und eine Lehre verbreiten, die mit Vererbungslehre und genetischen Langzeitplänen das Volk unterdrückt. Baru, die mit zwei Vätern und einer Mutter aufwuchs, erfährt einen einschneidenden Verlust, als einer ihrer Väter plötzlich verschwindet und sie annehmen muss, dass er bestraft und getötet wurde. In ihrem tiefsten Innern wächst der Wunsch nach Rache und Rebellion aber wohlweislich verbirgt sie ihre wahren Gefühle und versteht es, sich durch Intelligenz und herausragende Leistungen in der Verwaltungshierarchie der „Masken“ hochzudienen um bald einen wichtigen Posten in der Provinz zu bekommen. In ihr schlummert immerfort der Plan, ihr Volk zu befreien und sie beginnt handfeste Pläne zu schmieden und nach Verbündeten zu suchen. Das Buch wird in der Werbung als legitimer Nachfolger von „Game of Thrones“ angepriesen. Sorry, ich finde das einen sehr unpassenden Vergleich. Weder die Story noch der Erzählstil haben meiner Meinung nach irgendetwas damit zu tun. Wenn überhaupt, dass drängt sich mir der Vergleich von „Elantis“ und „Sturmklänge“ von Brandon Sanderson auf, denn hier wie dort besticht die Geschichte durch ein Höchstmaß an politischen Ränken und raffinierten Intrigen. Geschildet wird dies alles aus der Sicht von Baru. Die beschriebene Welt ist hochkomplex und sehr kompliziert. Man muss vor allem im ersten Dritten sehr aufmerksam lesen, um alle Zusammenhänge zu verstehen und die Gesamtheit der Zusammenhänge zu erkennen. Wäre es keine Fantasy wäre es streckenweise fast ein Politthriller mit wenig fantastischen Elementen außer dem, dass es eine fiktive Welt ist. Die Spannung entwickelt sich zögerlich. Es ist ein typischer Auftaktband, der durch Raffinesse besticht aber gerne etwas mehr Tempo hätte haben können. Dennoch hat mir das Buch Spaß gemacht, denn es widersetzt sich den meisten der gängigen Genrevorgaben und besticht mit einer Heldin, die so klug und listig agiert, wie – und hier der einzige für mich sinnvolle Vergleich mit GoT – der geschätzte Tyrion Lannister.

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  • Spannender Fantasy vom Feinsten!

    Die Verräterin - Das Imperium der Masken
    Samy86

    Samy86

    26. June 2017 um 14:19

    Inhalt:Wenn deine Welt ins wanken geriet und du nicht mehr weißt auf welcher Seite du dich sicher fühlen kannst, dann bist du in der Welt von Bart Kormoran angekommen. Als das Imperium der Masken einkehr findet und sich ihre Heimat Taranoke unterwirft ohne einen Tropfen Blut zu vergießen, gilt es, sich seinen eigenen Standpunkt klar zu werden und seinen Weg einzuschlagen. So ist es auch bei Bart, eine junge und hochbegabte Frau, die dieses Leid am eigenen Körper erleben musste. Geschult vom Feind, lässt sich Baru ausbilden und von den Imperialen anwerben um ihren Rachefeldzug zu planen und das mächtige Volk zu zerstören. Doch der Weg zum Erfolg ist steinig und hart, denn bevor sie sich ihrer eigenen Rache hingeben kann, muss sie sich erst einmal mit rebellischen Herzogtümern herumplagen und findet sich schnell zwischen den Fronten wieder, die von Macht, Intrigen und Hass getränkt sind. Sie muss für sich erkennen, auf welcher Seite sie den Kampf antreten mag und trifft eine Entscheidung, die ihr Leben Grundlegen verändern wird und deren Tragweide sie nicht erahnen konnte…Meine Meinung:Angepriesen als würdiger Nachfolger der „Games of Thrones“ - Reihe von George R.R. Martin erhaschte sich dieser Trilogie-Auftakt meine Aufmerksamkeit. Ich wollte unbedingt herausfinden, was sich hinter dieser Behauptung versteckt und ob ich am Ende selbst zu dieser Aussage kommen würde.Zwar muss ich gestehen, dass so die Erwartungen in eine Richtung getrieben werden, deren Erfüllung schier unmöglich zu sein scheint, dennoch hat es Autor Seth Dickinson geschafft, mich von seinem Werk zu überzeugen!Die Welt in der Baru Kormoran aufwächst wird beherrscht von Intrigen und Hass. Es ist eine Welt in der jeder Funke der Hoffnung auf Freiheit, Gerechtigkeit und Selbstfindung getrimmt ist um zu überleben. Auch Baru musste diese Tragweite des Leben und die Macht der Feinde am eigenen Leibe kennen lernen. Sie wuchs an ihrem Plan sich für all das Leid zu rächen und entwickelte sich im Laufe der Handlung zu einer sehr starken, zweifelnden und dennoch selbstsicheren Protagonistin, die es im Nu schaffte mich voll und ganz auf ihre Seite zu ziehen und mit ihr den Kampf für Gerechtigkeit und Freiheit anzutreten. Die Welt in der die Handlung spielt ist sehr anschaulich und lebendig gestaltet. Man findet sich an den einzelnen Schauorten und deren Begebenheiten sehr schnell zurecht und erlebt das Leben vor Ort auf einer sehr intensiven und bildgewaltigen Ebene.Der Schreibstil ist unglaublich flüssig und genau wie die Schauorte, sehr bildgewaltig gehalten. Er beschert einem nicht nur ein sehr schnelles Vorankommen, sondern ein wahres Kinoerlebnis der eigenen Fantasy und Gedankenwelt. Am Ende kann ich behaupten, dass dieser Reihen-Auftakt der „Games of Thrones“- Reihe sehr ähnelt, dennoch seinen ganz eigenen Lauf und Charakter hat. Man sollte sie nicht vergleichen um den wahren Lesegenuss auskosten zu können!Fazit:Ein spannender, überraschender und sehr fesselnder Reihen-Auftakt, den man sich nicht entgehen lassen sollte! Ich bin sehr gespannt wie die Trilogie weitergehen wird und wie Autor Seth Dickinson, diesen ersten Band überhaupt topen will!Eine glasklare Leseempfehlung, wenn man auf provokative und aufregende Fantasy-Abenteuer steht!

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