Seth Fried

 3.6 Sterne bei 47 Bewertungen

Lebenslauf von Seth Fried

Humorvolle Geschichten: Seth Fried ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Bekannt wurde er wegen seinen humorvollen Romanen und Kurzgeschichten. Er schreibt regelmäßig Beiträge für The New Yorkers „Shouts and Murmurs“ und NPRs „Selected Short“. 

Seine erfolgreichen Kurzgeschichten wurden schon auf renommierten Plattformen und Zeitschriften wie im Tin House, One Story, The Kenyon Review, Vice und anderen veröffentlicht. Für seine Arbeiten wurde der Autor bereits zweimal mit dem Pushcart-Preis und dem William Reden-Preis ausgezeichnet.

Alle Bücher von Seth Fried

Cover des Buches Der Metropolist (ISBN: 9783453320147)

Der Metropolist

 (46)
Erschienen am 15.07.2019

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Rezension zu "Der Metropolist" von Seth Fried

Der Metropolist
buechertraeumevor einem Jahr

Vielleicht liegt es daran, dass ich eher wenig Sci-Fi-Romane lese, aber mich hat vor allem neugierig gemacht, dass die KI in diesem Buch weder ein durchweg nützlicher Helfer, noch das böse Supergenie, das die Menschheit ausrotten will, sein soll. Ich fand die Idee ungewöhnlich und witzig und habe daher beschlossen das Buch zu lesen.

Da mir Henry einfach nicht so recht sympathisch werden wollte, fand ich den Anfang leider etwas zäh, das änderte sich aber mit OWENs Einstieg in die Geschichte. Die KI hat mir als Charakter gut gefallen und war genauso unverbesserlich wie ich sie mir vorgestellt hatte und Henry hatte mit seinem ungewöhnlichen Kollegen wirklich seine liebe Not. 

Während die Dialoge zwischen den beiden meist sehr unterhaltsam waren, ist die Story in meinen Augen hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben. Insgesamt hat es mir ein wenig an Sci-Fi-Atmosphäre und Spannung gefehlt, zumal es auch bis etwa zur Hälfte des Buches gedauert hat, bis die Geschichte ins Rollen kam.

Der besondere Reiz an diesem Buch besteht für mich auf jeden Fall in der ungewöhnlichen Rolle der KI, denn die ist wirklich gut gelungen. Ein bisschen mehr Sci-Fi-Feeling hätte aber auch nicht schaden können. 

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Rezension zu "Der Metropolist" von Seth Fried

Wenn KI's zu Freunden werden
Zeitschneckevor einem Jahr

Henry arbeitet für die Verkehrsbehörde, als in Metropolis eine Reihe kurioser Vorkommnisse die Aufmerksamkeit erregt. Warum verschwindet die Tochter des Bürgermeisters? Und warum werden Anschläge in dieser Stadt ausgeübt? Fragen über Fragen denen Henry mit der künstlichen Intelligenz OWEN auf den Grund geht. Beide sind als Team unschlagbar, bis eine Information über ein Virus bei OWEN durchsickert und Henry sich fragt ob OWEN die ganze Zeit ihn nur ausspioniert...


Seth Fried beweist, dass es sich lohnt über den Tellerrand zu schauen und man sich auf die Zukunft mit künstlichen Intelligenzen auch freuen darf.

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Rezension zu "Der Metropolist" von Seth Fried

Übers Ziel hinaus
DrWarthropvor einem Jahr

Ja ja, überall diese grauenhaften, nihilistischen Dystopien, wo man nur hinschaut. Mörderische KIs, zusammenbrechende Systeme, moderne Sklaverei...ihr wisst schon.

Seelenheil kündigte sich jedoch in Form einer Mail an, die mir „Der Metropolist“ anbot. Reißerisch wird das Werk von Seth Fried mit den Worten ‚Pulp Fiction meets Science-Fiction‘ beworben, was nicht nur in Hinblick auf den neusten Geniestreich Tarantinos interessant wirkte, sondern auch ein breites Grinsen in mein hart antrainiertes Kellerkindgesicht zu zaubern vermochte.
Aber kommen wir mal zu der Geschichte, oder wie die Experten sagen würden „Narrative“. Schauplatz ist die Stadt Metropolis, die durch ausgefeilte Verkehrstechnik (kein Scherz) schnell zum finanziellen Aufsteiger der USA avanciert. Einer der erbittertstes, pedantischsten und eigenwilligsten Angestellten des Verkehrsamts ist Henry Thompson, der durch den tragischen Verlust seiner Eltern alles mögliche in seiner Macht stehende tut, um weitere Unfälle zu verhindern. Dabei behilflich ist die KI OWEN, die dafür sorgt, dass die Pläne eingehalten werden.
Eines nicht so schönen Tages erhalten sämtliche Angestellte eine Handynachricht mit seltsamen Symbolen. Zeitgleich fällt der Strom aus und um die Katastrophe abzurunden explodieren im nächsten Moment sämtliche Handys und richten damit schweren Schaden bei ihren Besitzern an.
Nachdem sich der Staub gelegt hat wird klar: das war einer dieser superbösen Hacker aus den N24-Dokus! On top wird dann auch noch die Tochter des Bürgermeisters und Publikumsliebling der Stadt auf mysteriöse Weise entführt.
Long story short: der pedantische, regelkonforme Henry muss aus etwas dubiosen Gründen zusammen mit dem beschädigten und dadurch Streit- und trinksüchtigen OWEN investigative Recherchen zum Verbleib der jungen Frau anstellen und sie heile wieder zurückbringen. Sherlock-Holmes/Dr Watson Style...im wahrsten Sinne.

Seth Fried leitet mit fokussierter, spannungsgeladener Diktion durch die unwirschen Gefilde seiner eigenen Welt. Diese ist dabei selten wirklich organisch und fungiert größtenteils nur als schönes Hintergrundbild, wird jedoch kaum als Schauplatz (bis auf wenige Ausnahmen) ausgenutzt. Dafür entfaltet sich ab der Hälfte eine rasante und zugleich charmante Action/Buddy Geschichte, die zwar in bildender Hinsicht nicht zu überzeugen weiß, dafür jedoch den Unterhaltungsfaktor zu 100% bespielt. Belletristik pur! Die vielen klassischen narrativen Elemente vereinen sich, trotz oder gerade wegen der teilweisen überlappung mehrerer Genres wunderbar einzigartig und erzeugen so eine ganz eigene, moderne Klassik.

Charaktere sind dabei Genretypisch spleenig und schräg, wodurch ein flamboyantes Personen-Kaleidoskop verschiedenster Einflüsse entsteht. Konsequente Entwicklung sucht man hier zwar vergebens, doch gerade diese kreative Basis und eklatante Eigenheiten machen das Buch zu einem Erlebnis.
Die beiden Protagonisten agieren dabei klassisch erst als Rivalen und werden (surprise, surprise) am Ende die dicksten Freunde, was durch zahlreiche Anekdoten, Slapstick Einlagen und Schlagabtausche leicht indiskret gefestigt wird. Die Reibereien der unterschiedlichen Persönlichkeiten und Machtverhältnisse sind in humorvoller, verspielter Art verankert, ohne jemals einen ersten Ton treffen zu wollen.
Kleine Besonderheit: mit der in diesen Genres sonst so klaren Linie zwischen Gut und Böse wird hier kreativ ironisch gespielt, wodurch zumindest das Ende noch einige Überraschungen bereit hält.

Ein tolles, rasantes und über die Maßen hinaus charmantes Buch, dass sich seine reißerische Werbung durchaus verdient hat. Actionreich und forciert erzählt der Roman einen etwas überdrehten Buddy-Movie, der mit schrägen Charakteren und ikonischen Dialogen aufwartet, jedoch nicht an das Genie eines Tarantinos heranreicht.

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