Seth Fried

 3.9 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Der Metropolist.

Lebenslauf von Seth Fried

Humorvolle Geschichten: Seth Fried ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Bekannt wurde er wegen seinen humorvollen Romanen und Kurzgeschichten. Er schreibt regelmäßig Beiträge für The New Yorkers „Shouts and Murmurs“ und NPRs „Selected Short“. 

Seine erfolgreichen Kurzgeschichten wurden schon auf renommierten Plattformen und Zeitschriften wie im Tin House, One Story, The Kenyon Review, Vice und anderen veröffentlicht. Für seine Arbeiten wurde der Autor bereits zweimal mit dem Pushcart-Preis und dem William Reden-Preis ausgezeichnet.

Alle Bücher von Seth Fried

Cover des Buches Der Metropolist (ISBN:9783453320147)

Der Metropolist

 (19)
Erschienen am 15.07.2019

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Rezension zu "Der Metropolist" von Seth Fried

Das will ich im Kino schauen!
wsnheliosvor 2 Tagen

Inhalt: Metropolis ist die strahlende Stadt der Zukunft, der wahr gewordene amerikanische Traum – und Henry Thompson, pflichtbewusster Beamter der Verkehrsbehörde, ist bereit alles zu tun, damit das auch so bleibt. Als seine Behörde ins Kreuzfeuer eines mächtigen Feindes gerät, beginnt Henry zu ermitteln. Korrekt und regelkonform möchte er rasch Ergebnisse präsentieren. Zu dumm nur, dass man ihm als Partner in diesem Fall ausgerechnet die Künstliche Intelligenz OWEN zur Seite stellt: Die KI säuft, raucht und scheint von Vorschriften noch nie etwas gehört zu haben. Doch um Metropolis zu retten, müssen sich Henry und OWEN wohl oder übel zusammenraufen.
Das Buch ist sehr spannend, teilweise etwas abstrus, lustig und am Ende auch ein bisschen philosophisch. Am besten aber gefällt mir am Buch, wie der Autor die Zukunft der Stadtentwicklung und Urbanisierung beschreibt, realistische Entwicklungen, deren positive Auswirkungen und negative Konsequenzen. Aus diesem Grund wäre es schon wichtig, das hier als Buch zu lesen, denn ein Film kann das nie derart vermitteln.
Weshalb ich aber dennoch eine Verfilmung davon sehen möchte, ist OWEN. Die KI steckt in einer kleinen Anstecknadel von Henry und manifestiert sich als Hologramm. Der Autor hat sich großartig überlegt, wie so ein Hologramm mit der Umgebung interagieren kann, welche Möglichkeiten es gibt. Aber eben nicht nur nüchtern actiongeladen, sondern richtig lustig mit einem sehr gelungenem Humor. Und bei jeder dieser Szenen sind richtig tolle Bilder in meinem Kopf entstanden, einfach ein tolles Leseerlebnis.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Rezension zu "Der Metropolist" von Seth Fried

Bedingt unterhaltsam mit wechselndem Tiefgang und unklarer Absicht.
Buecherbrunnenkobold1vor 4 Tagen

Das Buch beginnt für meinen Geschmack langatmig und öde und endet langatmig und irgendwie unbefriedigend. Alles dazwischen finde ich allerdings unterhaltsam bis interessant, wenn auch eher unerwartet.

Die besonderen Eigenarten der künstlichen Intelligenz OWEN fand ich amüsant, ebenso die Versuch des überkorrekten Beamten Henry mit OWENs unkonventioneller, manchmal unverschämter Art zurecht zu kommen. Der unberechenbare Charakter der KI ist überzeugend dargestellt, die Figur wirkt komplex und entwickelt sich im Lauf der Erzählung. So trägt sie dazu bei, dass sich im Mittelteil des Buchs Ernsthaftigkeit und Witz harmonisch ergänzen. Auch der Handlungsverlauf war an dieser Stelle interessant und recht spannend. Daher war das Buch für mich schnell und einfach zu lesen und ich konnte für eine Weile über die Schwachstellen hinwegsehen.

Im Gegensatz zu OWEN wirkt Protagonist Henry auf mich farblos und ich kann ihn mir nur schwer als Person vorstellen. Eine Vorgeschichte ist vorhanden, ich empfinde diese jedoch als steif und erzwungen, auch sehr einseitig und sie weckt gar nicht mein Interesse an Henry. Die Charakterentwicklung des Beamten ist anfangs kaum vorhanden, dann, gegen Ende des Mittelteils, so abrupt, dass sie für mich nicht nachvollziehbar ist. Henry trifft hier z.B. eine Entscheidung, die ich überhaupt nicht verstehen kann und tut infolgedessen Dinge, die mir unglaubwürdig erscheinen. Am Ende wird in seinem Rückblick auf die Ereignisse zwar ein wenig auf seine Motivation eingegangen, aber das war für meinen Geschmack zu spät und unrealistisch.

Was mich beim Lesen des Hauptteils kaum gestört hat, mir aber am Schluss unangenehm auffiel war, dass die politischen Hintergründe und die Motivation der einzelnen Beteiligten während der Handlung kaum eine Rolle spielten. Am Ende wurden diese Themen jedoch aufgerollt und kritisch betrachtet was ich theoretisch interessant fand, für mich aber viel zu spät kam. Ich hatte mit dem Roman bereits abgeschlossen und die langatmigen Erklärungen wirkten auf mich, als wolle der Autor seinem Roman im Nachhinein Tiefgang geben. Dadurch entstand bei mir der Eindruck, er sei sich nicht sicher, ob er mit dem Buch denn nun fröhlich bis spannend unterhalten oder Gesellschaftskritik üben wollte.

Aufgefallen ist mir, dass geschilderte politische und soziale Probleme kaum in Verbindung zu möglichen Zukunftsentwicklungen stehen. Es handelt sich um Themen, die bereits heute aktuell sind und ich verstehe nicht, warum die Geschichte überhaupt als Science-Fiction Roman erzählt wurde.

Zuletzt fand ich noch eine Stelle im Klappentext wirklich ärgerlich, wo versprochen wird, der Roman setze sich mit der Frage auseinander, ob KIs eine Hilfe oder eine Bedrohung darstellen. Dieses Thema wurde meiner Meinung nach überhaupt nicht behandelt, es ging in gewissen Zusammenhängen lediglich darum, ob die KI OWEN noch nützlich und vertrauenswürdig sei, aber nach der generellen Thematik wurde nicht gefragt und es wurde sich auch nicht damit auseinandergesetzt.

Insgesamt fand ich „Der Metropolist“ unterhaltsam, aber der Roman war definitiv nicht, was ich mir darunter vorgestellt hatte. Angefühlt hat er sich wie ein politisch angehauchter Thriller mit einigen langatmigen Stellen, definitiv nicht wie Science Fiction.

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Rezension zu "Der Metropolist" von Seth Fried

Action gegen Langeweile
Verena_Breuervor 6 Tagen

"Pulp Fiction meets Science Fiction"

So steht es auf der Buchrückseite und selbst ich könnte diese Geschichte nicht präziser zusammenfassen! "Der Metropolist" liest sich tatsächlich wie ein Drehbuch geschrieben von Quentin Tarantino und Stephen Spielberg! Und so obskur die Handlung auch ist, ich finde es großartig!!

Die beiden Protagonisten Henry und OWEN könnten gar nicht unterschiedlicher sein und doch passen sie zusammen wie die Faust aufs Auge! Auf der einen Seite Henry, der überkorrekte Beamte, den ein Kindheitstrauma belastet und der niemals über die Strenge schlägt, weder raucht noch trinkt und sich mit seinen paarunddreißig Jahren für Modelleisenbahnen interessiert!

Auf der anderen Seite OWEN, eine künstliche Intelligenz, die sehr auf ihr Äußeres fokussiert ist, sich menschlicher verhält, als es angemessen wäre und kein Blut sehen kann, weil sie noch kein neues Software-Update erfahren hat.

Und so schräg wie die beiden, liest sich das gesamte Buch! Was die beiden erleben, ist wirklich Kino pur! Actiongeladen! Spannend! Mit viel Krawumm! Ihr versteht, was ich meine? Aber neben der eigentlichen Handlung, in der es ja darum geht, die Tochter des Bürgermeisters zu finden und den Drahtzieher für die ganzen Attentate ausfindig zu machen, passiert noch etwas anderes: Henry und OWEN werden Freunde!

Und mehr noch: Henry, der niemals gegen die Regeln verstößt, ein langweiliger Korinthenkacker hoch zehn ist, der keine Freunde hat, kommt endlich aus sich heraus, wird mutig, trifft Entscheidungen, lässt zu, dass man ihn mag! Eine Entwicklung, die ich unglaublich schön finde! Man könnte auch sagen, Henry wird ein bißchen mehr wie OWEN. Wobei das schon skurril ist zu sagen, da wird jemand wie eine KI...

Nichtsdestotrotz ist "Der Metropolist" ein Buch mit durchaus realistischen Zügen (nein, keine Modelleisenbahnen!), ich kann es mir somit auch sehr gut als Verfilmung vorstellen, denn die Bilder, die sich beim Lesen in meinem Kopf aufgetan haben, sind oscarreif!! Wie gesagt:

"Pup Fiction meets Science Fiction"!

Daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung

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