Severin Winzenburg Stille Tage in L.A.

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Inhaltsangabe zu „Stille Tage in L.A.“ von Severin Winzenburg

Lost in (my)space: Der Roman vom Glanz und Elend einer Generation. Tim sucht seine Traumfrau und hat ein gutes Profil auf myspace.com. Doch noch lebt er zwischen tausend Bekanntschaften und totaler Einsamkeit. Ein zutiefst romantischer angry young man, dessen Hauptfeinde die Diddlmaushäßlichkeit dieser Welt und die Langeweile sind. Und er selbst. Da winken ihm vier Wochen L.A.: Es wird eine Reise ins Nimmer-Mehr, voller Magie und Verführung. Ein Abenteuer, das Tim taumeln lässt und das alles verändert. Endlich passiert etwas: Als Chris, sein Freund und Kommilitone an der Münchner Filmhochschule, ein Hollywood-Stipendium gewinnt, stellt Tim sogar das Kiffen ein. Er will unbedingt mit nach L.A., in jene Stadt, in der er als Kind mal ein paar Jahre gelebt hat. Nun feiert er dort, als gäbe es kein Morgen. Tim trinkt mit Auftragskillern, er ist charmant, lügt und betrügt, sich selbst und andere. Er lernt Celebrities und unfassbar gut aussehende, aber verrückte Amerikanerinnen kennen, die ihm nicht glauben, dass er lieber kuscheln will statt sofort Sex. Eigentlich aber will er nur Terese, eine Norwegerin, in die er sich in Prag verliebt hat und die nun in Disneyland, Orlando, jobbt. Als sie ihn besucht, scheint alles perfekt – doch in einem Taumel aus Liebe, Freundschaft und Versuchung zerstört Tim alles ... Und aus der endlosen Party in seinem ganz persönlichen Kindheitsparadies L.A. wird eine Reise ins Erwachsenwerden. Severin Winzenburgs Roman ist so mitreißend und direkt wie ein Videoclip. Er zeichnet das anrührende und authentische Porträt einer neuen Generation globaler Jugendlicher: seltsam schwerelose Wesen, die nie erwachsen werden wollen, aber schon Mitte 20 sind, oft schlecht gelaunt und ratlos, aber permanent euphoriebereit, liebenswert und aufrichtig, aber völlig unverantwortlich, bestens vernetzt und zugleich lost in (my)space.

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  • Rezension zu "Stille Tage in L.A." von Severin Winzenburg

    Stille Tage in L.A.

    Saari

    28. August 2011 um 12:28

    Für mich war die Welt, wie sie ist, schon immer ein sehr seltsamer Ort, und mich verblüfft die Selbstverständlichkeit, mit der die Menschen sie annehmen und sich in ihr heimisch fühlen. - Sätze wie dieser gehören zu den sehr wenigen, nunja, Glanzstücken die Severin Winzenburgs Roman zu bieten hat. Sprachlich ist Stille Tage in L.A. weder besonders anspruchsvoll noch unvergleichlich schön zu lesen. Man merkt dem Buch ungemein an, dass Winzenburg als Drehbuchautor arbeitet und dies sein erster Roman ist. Streckenweise kam ich mir bei der Lektüre vor wie in einem Hollywood-Film: abgehackte Sätze, Situationen, die sich im Sande verlaufen, häufige und verwirrende Ortswechsel sowie dialoglastige Kapitel (und noch dazu, da der Schauplatz ja Los Angeles ist, ein großer Anteil davon auf Englisch, wobei ich einräumen muss, dass die Aussagen in Englisch gut verständlich sind, einzig der Lesefluss wird dadurch etwas gestört). Hauptprotagonist Tim könnte unsympathischer nicht sein. Für mich ist er ein arroganter, selbstverliebter und -herrlicher, gedankenloser, scheinheiliger, unvernünftiger junger Mann, der einfach nicht erwachsenwerden geschweige denn sein Leben auch nur ansatzweise in den Griff bekommen möchte und sich die Wahrheit und Realität stets so zurechtbiegt, wie sie ihm passen. Ständig auf der Suche nach der 'großen Liebe' trifft er unzählige Frauen, hat meistens bedeutungslosen und nur manchmal bedeutungsvollen Sex, kifft, säuft, fährt dann alkoholisiert Auto und ist sowieso jede Nacht auf Tour in der Stadt der Engel. Es gibt eigentlich keinen Tag, an dem er mal ernsthaft sein Leben reflektiert geschweige denn über Änderungsmöglichkeiten nachdenkt. Im Laufe des Buches vollzieht er keine gewichtige Entwicklung und das Ende passt wie die Faust aufs Auge: Es ist abrupt und unerwartet, lässt Fragen offen und beschert Tim noch einmal einen Anlass, lethargisch und depressiv sein Leben weiterzuleben. Severin Winzenburg, der mir als Drehbuchautor nicht wirklich ein Begriff ist und dessen Genialität ich deshalb bei weitem nicht einschätzen kann, sollte bei Drehbüchern bleiben und nicht noch einmal den Versuch unternehmen, einen Roman zu schreiben.

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