Shahak Shapira

 4.1 Sterne bei 22 Bewertungen

Lebenslauf von Shahak Shapira

Shahak Shapira ist ein in Deutschland lebender israelischer Aktivist, Schriftsteller, Musiker und Satiriker. Er immigrierte 2002 mit seiner Familie nach Deutschland. Mit der Aktion "Yolocaust", bei der er zwölf Selfies, die am Denkmal für die ermordeten Juden Europas entstanden waren, auf einer Website veröffentlichte, erregte er Anfang 2017 große Aufmerksamkeit. Im August 2017 sprühte er am Bahnhof Hamburg-Altona Hass-Tweets, die das Social Network Twitter zuvor nicht gelöscht hatte, auf die Stufen vor Twitters Deutschland-Zentrale als Kritik an Twitters nachlässige Durchsetzung seiner eigenen Richtlinien. Seine kritische Auseinandersetzung mit der Online-Gesellschaft zieht sich durch sein gesamtes Werk. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Alle Bücher von Shahak Shapira

Shahak ShapiraDas wird man ja wohl noch schreiben dürfen!
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Das wird man ja wohl noch schreiben dürfen!
Das wird man ja wohl noch schreiben dürfen!
 (17)
Erschienen am 21.05.2016
Shahak ShapiraHolyge Bimbel
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Holyge Bimbel
Holyge Bimbel
 (5)
Erschienen am 18.08.2017

Neue Rezensionen zu Shahak Shapira

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Buecherseele79s avatar

Rezension zu "Das wird man ja wohl noch schreiben dürfen!" von Shahak Shapira

Gestatten- Shahak Shapira (sprich es wie Schach und Hack)
Buecherseele79vor 5 Monaten

"Ich bin Shahak, dies ist mein Vorname und ich komme aus Israel"- "Ach Quatsch! Du bist doch ganz blond!"- "Ja, pass auf,
die haben uns damals Wasserstoff statt Zyklon B in die Gaskammer geblasen".

Wenn ein Buch so beginnt hat es genau meinen Humor.
Darf man das?!
Soll man das lesen, soll man darüber lachen?
Ich sage ganz klar- JA!
Es ist immer lohnenswert über den Tellerrand zu schauen und mit diesem Buch von Shahak (sprich es wie Schach und Hack) Shapira
ist es nicht dummer und plumper Humor sondern der Autor gibt viele Dinge wieder die auch mich sehr stark
zum nachdenken gebracht haben.

Shahak Shapira kommt aus Israel, mit seinem Bruder und seiner Mutter kam er mit 11 Jahren nach Deutschland.
Und mitten hinein nach Ostdeutschland, genauer gesagt nach Laucha, wo die Nazis noch ungezwungen auf der Strasse
ihre Ansichten ausleben, wo die NPD im Landtag aktiv mitgestaltet und ein NPD Mitglied- in diesem Fall Lutz Battke, den
ortsansässigen Fussballverein traniert und mitleitet.

Und so beginnt Shahak Shapira zu erzählen- über die deutsche Kultur, über das Kaff Laucha und seine Ansichten sowie
Einwohner, die Schule, die Mitschüler und Freunde, die deutsche Sprache ( da gebe ich ihm zu 100% sowas von Recht!),
wie es sich in Israel lebte, der Konflikt den Israel austrägt, dessen Kultur, seine berühmte Familie und klar- er spart nicht
an Judenwitze, ich meine, hey, er ist Jude, als wenn es einer darf dann er ;)

Dieses Buch beinhaltet alles was es braucht- es ist zeitweise sehr witzig ( vor allem die tollen Zeichnungen des Autors! Bulbul),
und ich musste mehr als 1x laut lachen.
Es ist aber auch unheimlich interessant wenn es um Israel geht, die Kultur, die Religion, das Judentum, die Konflikte dort
aber auch die Geschichte seiner Grossväter.
Ein Grossvater war Trainer und dabei bei den olympischen Spielen in München 1972, er war unter den Opfern der
palästinensischen Terroristen.
Sein anderer Grossvater überlebte als Waise nicht nur das Warschauer Ghetto sondern musste danach mit dem Verlust
seiner Familie und ja, seiner Identität umgehen zu lernen.

Und natürlich geht es um den berühmten Tellerrand über den er hinwegsehen kann, dies auch sehr gekonnt und mich als
Deutsche damit sehr angesprochen hatte bzw. ich bei manch Thematik selbst dastand und nur den Kopf schütteln konnte.
Ich finde das alleine macht es schon zu einem gelungenen Buch wenn man den Leser auch wirklich abholen kann und
ihm zum nachdenken anregt.

"Berühmt" wurde der Autor als er im Dezember 2015, in der U-Bahn gegen ein paar Dummköpfe anging die
antisemitische Parolen durch die Gegend brüllten.
Mir persönlich ist es im Neo Magazin Royale im ZDF mit Jan Böhmermann aufgefallen und dort wurde auch über eben
dieses Buch gesprochen.
Ich fand hier den Autor Shahak Shapira schon direkt, witzig, ironisch und intelligent, keiner der sich wichtig nimmt
um in eine Fernsehkamera grinsen zu dürfen sondern von dem überzeugt ist was er sagt und wie er handelt, das
beeindruckt!

Der ein oder andere wird wohl ein Problem haben über die Judenwitze die der Autor in seinem Buch macht.
Aber wie gesagt, diese sind, für mich, mit viel Ironie gespickt weil sie immer in einem Zusammenhang fallen der nur
mit Ironie zu ertragen scheint.
Egal ob es um Laucha geht und die Ansichten in dieser NPD-Hochburg, das Gebrüll der AfD, der Antisemitismus der
sich wieder auf dem Vormarsch befindet, aber auch die "üblichen" Parolen die heute überall, vor allem im Netz,
gebrüllt werden- dieses Buch packt genau dort an. Bulbul.

Ich finde dieses Buch nicht nur rein einfach witzig sondern herrlich ironisch, mit viel Information und Ansichten
die einen selbst zum nachdenken bringen.
Vor allem wenn der Autor klar macht- warum hassen wir uns alle eigentlich?
Warum kann man nicht den Nachbarn oder fremden Menschen auf der Strasse einfach so akzeptieren wie er ist?!-
egal ob mit Kopftuch oder Hut oder Turban oder sonst was.
Um diese Aussage geht es eigentlich und von daher kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen!

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rkuehnes avatar

Rezension zu "Holyge Bimbel" von Shahak Shapira

I bims, Dein God!
rkuehnevor einem Jahr

Ein wirklich lustiges Buch, das Lustigste was ich in den letzten Jahren gelesen habe. Shahak Shapira hat es sogar verstanden mit seinem Quatsch, weil anders kann man das nicht nennen, mir die zentralen Themen der Bibel nahezubringen. Ideale Klo-Lektüre oder für schöne kurzweilige Bus- oder Bahnfahrten und auch als Geschenk ideal.

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Rabentochters avatar

Rezension zu "Das wird man ja wohl noch schreiben dürfen!" von Shahak Shapira

Wo Ernst und Witz sich treffen
Rabentochtervor einem Jahr


Bei einem Buch über einen Israeli, der in Laucha seine Jugend verbrachte und so neben Nazis groß wurde, bieten sich als Überschrift für diese Rezension etliche schlechte Juden- und Naziwitze an, die ich uns allen ersparen möchte.

Wer jetzt dennoch Judenwitze hören möchte, der sollte mal ins Buch schauen, denn Shapira brint gefühlt jeden Judenwitz, der sich auch nur ansatzweise anbietet. Muss man mögen – ich fands witzig und konnte teilweise sehr herzlich lachen und das nicht nur aufgrund der Judenwitze. Shapira schreibt mit viel Humor, beschreibt Personen und Situationen sehr bildlich und kommt dadurch sehr sympathisch, ehrlich und authentisch rüber.

Er beschreibt sein Leben in Israel und was in Deutschland folgte. Man hat nicht das Gefühl, dass er Dinge beschönigt oder unnötig dramatisiert, sondern glaubt ihm die Dinge, die er aus seiner Sicht schildert. Auch die – wirklich beeindruckenden – Lebensläufe seiner beiden Opas spart er nicht aus. Gerade diese beiden Lebensgeschichten schildert er ernst und ohne unnötige unpassende Witze. Das ist an dieser Stelle auch gar nicht nötig, da die Erlebnisse für sich sprechen.

Auch mit sich und seiner Vergangenheit ist er sehr ehrlich, beschönigt wieder nichts, vor allem sich nicht. Und auch der Vorfall in jener Silvesternacht in der Berliner U-Bahn, der ihn bekannt machte, wird diskutiert mit all seinen positiven und negativen Konsequenzen.

Fazit: Sympathischer Typ – tolles Buch. Bulbul.

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Zusätzliche Informationen

Shahak Shapira wurde am 01. April 1988 in Petach Tikwa (Israel) geboren.

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auf 5 Wunschlisten

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