Shalom Auslander Eine Vorhaut klagt an

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Inhaltsangabe zu „Eine Vorhaut klagt an“ von Shalom Auslander

"Ich glaube an Gott. Das ist mein Problem." Shalom Auslanders Jugend ist geprägt von einem schrecklichen Respekt vor Gott. Aufgewachsen "wie ein Kalb" in einem jüdisch-orthodoxen Umfeld in New York, hatte er sich den göttlichen Gesetzen und Traditionen seines Vaters und der Rabbis unterzuordnen. Über allem thronte dieser Gott, der ihn nicht verstand und der sein Leben zur Hölle auf Erden machte. Auslander erinnert sich, wie er jeden Tag dagegen ankämpfen musste, sich vor Gott zu rechtfertigen, und warum er bis heute Gottes Zorn fürchtet wie den Tod: In der Schule wurde ihm aufoktroyiert, was er essen durfte und was nicht - und in welcher Kombination. Später wurde er beim Klauen von Jeans erwischt und dafür ins Exil nach Israel geschickt, wo er durch intensives Studieren der Tora und des Talmud richtiges Benehmen erlernen sollte. Zurück im Sündenpfuhl Manhattan, kämpfte Shalom weiter mit Gott, brach immer wieder alle Regeln und geißelte sich selbst. Einmal legte er mit seiner Frau Orli über zwanzig Kilometer zu Fuß zurück, um die New York Rangers im Madison Square Garden spielen zu sehen — es war Schabbat und daher den beiden nicht gestattet, ein Taxi oder einen Bus zu besteigen. Die Rangers verloren. Um Gott zu bestrafen, aßen beide nach dem Spiel zwei fette Hot Dogs, mit viel Senf und extra unkoscher.

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  • Rezension zu "Eine Vorhaut klagt an" von Shalom Auslander

    Eine Vorhaut klagt an
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    15. October 2011 um 18:08

    Ganz klar eines meiner Hörbuchhighlights in diesem Jahr. War das lustig, tiefsinnig, schockierend, interessant und anregend. Wirklich ich habe mich scheckig gelacht, war betroffen, interessiert und fasziniert von dieser Geschichte rund um den Autor und seine Familie. Er hat einen unheimlich gelungenen Witz und eine unnachahmliche Art Geschichten zu erzählen und den Leser zu fesseln und zu unterhalten und dabei trotzdem irgendwie durchaus anspruchsvoll daher zu kommen. Absolut gelungen abgerundet wird das Gesamtbild durch die grandiose Leistung von Alexis Krüger, den ich vorher als Sprecher nicht kannte, auf den ich nun aber definitiv mein Augenmerk setzen werde. Er hat diesem Buch eindeutig den richtigen sarkastischen Klang gegeben und seine Interpretation von Shaloms Vater der brüllend und schimpfend einen Thora-Schrein baut und dabei immer wieder nach seinem Sohn kreischt "Shaaaaalooooooohm!" war anbetungswürdig. Wirklich unbedingt hören, wenn man nicht allzu zart beseitet ist, was Kraftausdrücke und Religionskritik angeht, wobei letztere aus meiner Sicht wirklich recht respektvoll vorgetragen wird...

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