Shalom Auslander Hoffnung: Eine Tragödie

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 4 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(0)
(5)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Hoffnung: Eine Tragödie“ von Shalom Auslander

Ein wahrhaft lustiges Buch. So lustig, dass manche wohl nicht darüber lachen können. Aber in unserer Welt voller Verrücktheiten und Neurosen ist Shalom Auslanders scharfsinnige, böse Sicht auf die Dinge auch ein strahlender Funken Hoffnung. Und sein Roman Hoffnung ein Werk von ungeheurer Chuzpe.

Zieht sich dann doch ein wenig.

— WolfgangHaupt
WolfgangHaupt

Tiefgründig, humorvoll, und herrliche absurd.

— jaldalerch
jaldalerch

Stöbern in Romane

Töte mich

skurriles, humorvolles und literarisches Meisterwerk, ich kann es nur weiterempfehlen.

claudi-1963

Das saphirblaue Zimmer

Ein weiteres Jahreshighlight: spannend, geheimnisvoll und verwirrend - eine sehr komplexe Familiengeschichte. Für alle Fans von Teresa Simon

hasirasi2

Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12

Macadam ist ein eine Sammlung von 11 berührenden Geschichten. Jede Geschichte handelt von einem anderen menschlichen Schicksal.

Die_Zeilenfluesterin

Acht Berge

Tolles Buch mit wunderschönen Worten geschrieben.

carathis

QualityLand

Kurzweilige Zukunftssatire

dowi333

Underground Railroad

Eine Geschichte die man nicht mehr vergisst und definitiv zum nachdenken anregt.

Universum_der_Woerter

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ich weiß nicht so recht

    Hoffnung: Eine Tragödie
    WolfgangHaupt

    WolfgangHaupt

    10. October 2016 um 18:17

    Ich habs mir am Bahnhof gekauft, lag bei den Mängelexemplaren, kann man nicht viel falsch machen. So habe ich gedacht, als ich reingelesen habe. Stimmt.Shalom Auslander hat einen sehr eigenen Witz, etwas düster, in der Nacherzählung grandios, wie er an die Situationen herangeht. Sein Protagonist, Solomon Kugel, einer des Lebens müder Mensch, fragt sich darin ständig, wie er denn zugrunde gehen wird und in diesem Akt nach seinem letzten Satz. Schließlich soll sein Ableben würdevoll und fern jeglicher Trivialität stattfinden. Das ist eine der Thematiken des Buches, sich den Tod beinahe herbeizuwünschen, weil einem das Leben derart zu schaffen macht. In diesem Sinn ist Solomon ein Gefangener, dessen Gedanken sich stets um ein und dasselbe Thema drehen, umso klarer wird seine Zuneigung zu einer Totgeglaubten. Es ist gefüllt mit vielen Lebensweisheiten, malt ein zwielichtiges Bild der jüdischen Gemeinde, zumindest in den USA. Es wird gelitten, unter Zwang, sich profiliert, auch wenn man selbst gar nicht mehr an der Shoa beteiligt war. Ein Wahnwitz, den man nur zu gut von anderen Menschen extrapolieren kann, diese Tragik und Anpassung an die Opferrolle. Gut pointiert, wie ich finde, da hat der Klappentext nicht zu viel versprochen, jedoch auch eine Art Komik, die einem nur zu gern im Hals stecken bleibt. Alles in allem ein Buch, das ich gern gelesen habe, weil es die Menschen bis ins Innerste durchleuchtet. Auf der anderen Seite war der Humor teilweise nur schwer zu genießen, weil er diese Schwere mit sich bringt. Das mag an der Figur des Solomon Kugel oder der Dramaturgie liegen, vielleicht hat es mich auch einfach nicht erreicht. Möglicherweise versucht es zu sehr, skurril zu wirken. Dennoch: Es hat mich amüsiert, es ist ein Buch für einen Nachmittag, einen lauen Sommerabend, eine Zugfahrt, das zu lesen ich nicht bereut habe. Aber für den Knall hat mir einfach zu viel gefehlt. Deshalb: Gut gemeinte vier Sterne.

    Mehr
  • Enttäuscht...

    Hoffnung: Eine Tragödie
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    19. November 2013 um 20:07

    Ich fand Auslanders "Eine Vorhaut klagt an" grandios und hatte mich unwahrscheinlich auf sein neues Werk gefreut, zu früh gefreut, würde ich sagen, denn zwar fand ich "Hoffnung: Eine Tragödie" streckenweise einfach nur unheimlich gelungen und gut, es überwogen aber deutlich die Stellen, die mich einfach langweilten und nicht überzeugten. Auslander hat auch hier eine ganz eigene Art Situationen zu schildern und allein sein Stil macht schon aus einer alten Dame auf dem Dachboden einen bitterbösen Witz, aber leider gelang es ihm hier nicht mich als Leserin das ganze Buch hindurch bei der Stange zu halten und ich erwischte mich immer wieder dabei, wie ich querlas, um die unrelevanten Stellen zu überbrücken. Ja, in diesem Buch steckt unheimlich viel Lebensklugheit, Witz und Weisheit, aber es steckt auch so viel Unfug darin, daß es mich einfach nicht so begeistern konnte, wie ich es mir gewünscht hätte. Auf vielen Seiten haben ich mir Notizen gemacht, viele Dinge waren zitierenswert, vieles einfach nur witzig und an manchem Punkt wollte mir das Lachen vor lauter Schock, daß er das jetzt wirklich so geschrieben hatte, fast im Halse stecken bleiben, all das ist wunderbar und gut, aber viel zu oft war ich auch gelangweilt und mußte mich zwingen weiter zu lesen. Leider, schwankte das hier wirklich extrem von himmelhoch jauchzend, ja fantastisch, super, zu zu tode betrübt und gelangweilt. Selten war ich so zwiegespalten in der Bewertung eines Buches wie hier. Doch wenn ich ehrlich bin, war ich die meiste Zeit, trotz all der Dreistigkeiten, Frechheiten, Respektlosigkeiten und schonungslosen Schilderung, wirklich einfach nur enttäuscht. Schade, Herr Auslander, neuer Versuch, bitte!

    Mehr
  • 'Alle alten Frauen sehen wie Anne Frank aus. Das ist eben ihr Schicksal.'

    Hoffnung: Eine Tragödie
    sabatayn76

    sabatayn76

    19. June 2013 um 18:54

    Inhalt: Salomon Kugel lebt mit seiner Frau Bree, seinem dreijährigen Sohn Jonah und seiner kranken Mutter im unspektakulären 2400 Seelen-Städtchen Stockton, und er hat Angst: vor dem Tod, vor dem Sterben, vor den Geräuschen auf dem Dachboden, davor, nicht die richtigen letzten Worte zu finden, davor, Opfer der aktuellen Farmhaus-Brandserie zu werden. Kugel ist Jude und sein Leben ist bestimmt von den Holocaust-Erzählungen seiner Mutter, die unablässig und bei jeder sich bietenden Gelegenheit von ihrem Überleben in den Lagern berichtet. Eines Tages findet Kugel eine alte Frau auf seinem Dachboden, die da zu leben scheint. Die Alte behauptet, sie sei Anne Frank. Kugel fängt an zu grübeln: als Jude kann er Anne Frank unmöglich aus dem Haus werfen (Man stelle sich die Schlagzeilen vor!), doch eigentlich kann er die alte Frau auch nicht in seinem Haus und seinem Leben dulden. Nach und nach gerät Kugels Leben immer mehr aus den gewohnten Bahnen... Mein Eindruck: 'Hoffnung. Eine Tragödie' lässt sich sehr schnell und flüssig lesen, ist makaber, bizarr und bitterböse. Ich habe des Öfteren schallend gelacht, vor allem wenn Auslander die Mutter Kugels zu Wort kommen lässt. Sehr gut gefallen hat mir, dass Auslander politische Hintergründe und das Judentum kritisch betrachtet und mit viel schwarzem Humor Traditionen und seine Geschichte hinterfragt. Oft wird es wirklich richtig fies, nie jedoch respektlos oder antisemitisch (Auslander entstammt selbst einer jüdisch-orthodoxen Familie). Schön ist auch, dass sich hinter der bitterbösen Geschichte kein simpler und lediglich unterhaltsamer Roman verbirgt, sondern Auslander auch Themen wie Aufarbeitung der Vergangenheit, Tod und Gewissen/Moral anspricht und gut ausarbeitet. Mein Resümee: Ein Autor, den ich mir merken werde. Ich kann 'Hoffnung. Eine Tragödie' sehr empfehlen.

    Mehr