Shamim Sarif

 4.2 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von I Can't Think Straight, Die verborgene Welt und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Shamim Sarif

Die verborgene Welt

Die verborgene Welt

 (5)
Erschienen am 22.10.2007
Das Leben, von dem sie träumten

Das Leben, von dem sie träumten

 (2)
Erschienen am 16.06.2010
Mitten ins Herz

Mitten ins Herz

 (1)
Erschienen am 27.01.2012
I Can't Think Straight

I Can't Think Straight

 (6)
Erschienen am 23.02.2010
The World Unseen

The World Unseen

 (2)
Erschienen am 13.04.2010
World Unseen

World Unseen

 (0)
Erschienen am 01.05.2002

Neue Rezensionen zu Shamim Sarif

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WildRoses avatar

Rezension zu "I Can't Think Straight" von Shamim Sarif

Ein wunderschönes Buch!
WildRosevor 3 Jahren

Ich bin großer Fan des auf der Romanvorlage basierenden Films "I can't think straight", weshalb die Lektüre des Buches selbst für mich quasi schon Pflichtprogramm war. Und ich bin wahnsinnig froh darüber, über dieses tolle Buch gestolpert zu sein, denn es ist ebenso gelungen wie der gleichnamige Kinofilm.
Shamim Sarif ist eine meiner Ansicht nach herausragende Autorin. Der Schreibstil des Buches ist einfach wunderbar: sehr poetisch, gefühlvoll und doch niemals kitschig, sondern fast schon zum Weinen schön. Man hat das Gefühl, dass der Autorin die Worte nur so zufliegen und was sie zu Papier bringt, ist wirklich meisterhaft und von einer anrührenden Schönheit. Schon nach wenigen Seiten war ich völlig in die Geschichte eingetaucht und hätte mir gewünscht, dass das Buch noch ewig weitergeht.
Sheetal Sheth hat es geschafft, ein heikles Thema anzusprechen und dabei wohl auch auf ihre eigenen Erfahrungen zurückgegriffen. Ich empfand dieses Buch darum als sehr überzeugend. Die Protagonistinnen erschienen mir sehr lebendig und ich konnte mich äußerst gut in sie hineinversetzen. Das Buch ist intelligent, stellenweise witzig und eines der besten Romane aus dem Genre der "Queer Literature", das ich bisher lesen durfte.
Schade finde ich lediglich die Tatsache, dass der Roman mit nur knapp über 200 Seiten viel zu kurz war und dass das Ende meiner Ansicht nach - wie auch im Film - viel zu plötzlich kam.

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Orishas avatar

Rezension zu "The World Unseen" von Shamim Sarif

Rezension zu "The World Unseen" von Shamim Sarif
Orishavor 7 Jahren

Zwei indische Frauen im Südafrika der 1950er Jahre. Beide könnten nicht unterschiedlicher sein: Miriam ist eine Hausfrau und Mutter, die ihre Rolle als solche nie in Frage stellte. Amina ist ein Freigeist. Sie besitzt ein eigenes Café mit Jacob, einem Schwarzen. Und wäre das nicht schon schlimm genug, so lehnt sie auch die Ehe ab. Eines Tages treffen beide Frauen aufeinander und Miriam ist von Amina sofort angetan. Von Zeit zu Zeit begegnen sich die beiden Frauen und eine zarte Freundschaft beginnt. Omar, Miriams Ehemann, beäugt diese Freundschaft mit Unbehagen. Nicht nur weil er selbst unfähig ist mit seiner Frau zu kommunizieren, auch gibt es da diese Gerüchte. Doch auch seine Familie ist nicht skandalfrei. Schließlich hat Rehmat, seine Schwester, einen Weißen geheiratet und kündigt nun ihren Besuch an. Amina und Miriam kämpfen ihren ganz eigenen Kampf, gegen ihre Gefühle, für Rehmat, für die Freiheit und sich selbst… 


Eine wundervolle Geschichte über Freundschaft und Liebe in einer inhumanen Gesellschaft, über die Überwindung von Konventionen und den Kampf um die persönliche Freiheit. Sarif versetzt uns ins Südafrika der 1950er Jahre, das geprägt war von den Gesetzen der Apartheid. Nicht nur lässt uns das Buch den Blick auf die Konventionen jener Zeit werfen, sondern lässt uns eintauchen, in eine andere Zeit, eine andere Welt. 

Fazit: Wunderbar geschrieben. Sehr empfehlenswert, vor allem im Original.

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gottagivethemhopes avatar

Rezension zu "Die verborgene Welt" von Shamim Sarif

Rezension zu "Die verborgene Welt" von Shamim Sarif
gottagivethemhopevor 7 Jahren

Im Südafrika der frühen 50er Jahre lernen sich zwei Frauen kennen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Obwohl beide indischer Abstammung sind und beide aus Familien kommen, die Geheimnisse und Verletzungen mit sich herumtragen, sind die Leben von Amina und Miriam nicht miteinander zu vergleichen. Amina führt gemeinsam mit Jacob, einem Schwarzen, ein Café in Pretoria; Miriam führt auf dem Land eine Ehe, die ihr die Luft zum Atmen nimmt. Nur zögerlich nähern die beiden sich an und es entspinnt sich eine sehr zerbrechliche Liebesgeschichte zwischen der rebellischen und unangepassten Amina und der auf den ersten Blick fügsamen und hilflos in ihrer Ehe gefangenen Miriam.

Vorab: „Die verborgene Welt“ ist – für mich – weder ein politischer, noch ein klassischer Lesbenroman. Es ist ein bildgewaltiger Roman über die erschreckenden Auswirkung gesellschaftlicher Zwänge und darüber, wie viel Mut man manchmal braucht um seinen eigenen Weg zu gehen. Es ist ein leiser Roman, der keinen Kitsch braucht um von großen Gefühlen zu erzählen.

Die Hilflosigkeit, die Wut und das Schweigen macht Shamim Sarif sehr gekonnt überdeutlich und Charaktere wie Omar – Miriams Mann – zeichnen sich gerade durch diese Mauer aus Schweigen und die dadurch erzeugte Ohnmacht aus.

Was mir allerdings gefehlt hat waren hin wieder eingestreute Erklärungen zu indischen bzw. südafrikanischen Begriffen oder auch zu Gerichten. Sicherlich hätte ich mich dann noch mehr auf diese mir doch sehr fremde indische Kultur und Lebensweise einlassen können.

Gerne hätte ich am Ende mehr gelesen; gerne hätte ich gewusst wie die (gemeinsame?) Geschichte von Amina und Miriam weitergeht und ich hätte auch Jacob gern auf seinem weiteren Lebensweg begleitet. So fing für mich die eigentliche Geschichte erst an, als der Roman endete.

Ich vergebe dreieinhalb Sterne für einen Roman, der sicherlich mindestens vier Sterne hätte haben können, hätte er 200 Seiten mehr gehabt.

Zitate:

Amina gehörte nicht zu den Menschen, die ihren Ärger genossen oder hegten – sie hatte schon immer die Fähigkeit besessen, in einer gegebenen Situation eine Reihe von Alternativen zu erblicken, eine Eigenschaft, die es ihr kaum erlaubte, über irgendetwas länger verstimmt zu sein. (Seite 63)

Jacob lächelte in sich hinein und seufzte gleichzeitig. Er saß mit Amina im Café und sie tranken Kaffee. Es war früh am Morgen, noch war es ruhig – die wenigen Minuten der Stille, bevor die ersten Frühstücksgäste eintrafen, obwohl wegen der heftigen Regenfälle weniger zu erwarten waren als sonst. Seit drei Tagen regnete es unablässig, und das Wasser sammelte sich in immer größeren Lachen und breitete sich wie geschmolzenes Glas über die Straßen und Gehwege aus. Der Regen war warm und roch seltsam nach Gras, dachte Jacob, ein Geruch aus seiner Kindheit, die schon 50 Jahre zurücklag. Er mochte das metallische Pling!, mit dem der Regen vom Dach tropfte und auf die Pfützen traf. Er lauschte dem Getrommel auf dem Dach und fühlte sich von der Wärme und dem Licht im Café getröstet. (Seite 224 / 225)

http://gottagivethembooks.wordpress.com

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