Shamim Sarif Die verborgene Welt

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Inhaltsangabe zu „Die verborgene Welt“ von Shamim Sarif

Pretoria, Südafrika in den fünfziger Jahren. Die junge Inderin Amina führt mit einem Schwarzen ein Café. Das ist unerhört und offiziell verboten. Die Eltern lassen ihre eigensinnige Tochter gewähren. Doch für die Großmutter ist es ein Unding, dass Amina mit Anfang 20 noch nicht verheiratet ist. Sie schickt sich an, ihre Enkelin unter die Haube zu bringen. Doch Amina hat ihren eigenen Kopf ... Miriam hingegen ist eine fügsame indische Ehefrau. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern draußen vor der Stadt in einem alten Farmhaus. Die Stille ist endlos, die Einsamkeit unerträglich, die Zukunft scheint trostlos. Bis Miriam eines Tages Amina begegnet – dem ersten Menschen, der ihr nach vielen Tagen ein strahlendes Lächeln schenkt ... Amina beginnt Miriam behutsam zu umwerben. Doch diese ist es nicht gewohnt, aufzubegehren und ihren Gefühlen zu folgen. Hat die Liebe der beiden Frauen in dem traditionsverhafteten, von Apartheid geprägten Land eine Chance? „Ein eindrucksvolles Debüt“, so die britische "Times", das an "Grüne Tomaten" erinnert – angerichtet auf indische Art.

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  • Rezension zu "Die verborgene Welt" von Shamim Sarif

    Die verborgene Welt
    gottagivethemhope

    gottagivethemhope

    11. August 2011 um 08:07

    Im Südafrika der frühen 50er Jahre lernen sich zwei Frauen kennen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Obwohl beide indischer Abstammung sind und beide aus Familien kommen, die Geheimnisse und Verletzungen mit sich herumtragen, sind die Leben von Amina und Miriam nicht miteinander zu vergleichen. Amina führt gemeinsam mit Jacob, einem Schwarzen, ein Café in Pretoria; Miriam führt auf dem Land eine Ehe, die ihr die Luft zum Atmen nimmt. Nur zögerlich nähern die beiden sich an und es entspinnt sich eine sehr zerbrechliche Liebesgeschichte zwischen der rebellischen und unangepassten Amina und der auf den ersten Blick fügsamen und hilflos in ihrer Ehe gefangenen Miriam. Vorab: „Die verborgene Welt“ ist – für mich – weder ein politischer, noch ein klassischer Lesbenroman. Es ist ein bildgewaltiger Roman über die erschreckenden Auswirkung gesellschaftlicher Zwänge und darüber, wie viel Mut man manchmal braucht um seinen eigenen Weg zu gehen. Es ist ein leiser Roman, der keinen Kitsch braucht um von großen Gefühlen zu erzählen. Die Hilflosigkeit, die Wut und das Schweigen macht Shamim Sarif sehr gekonnt überdeutlich und Charaktere wie Omar – Miriams Mann – zeichnen sich gerade durch diese Mauer aus Schweigen und die dadurch erzeugte Ohnmacht aus. Was mir allerdings gefehlt hat waren hin wieder eingestreute Erklärungen zu indischen bzw. südafrikanischen Begriffen oder auch zu Gerichten. Sicherlich hätte ich mich dann noch mehr auf diese mir doch sehr fremde indische Kultur und Lebensweise einlassen können. Gerne hätte ich am Ende mehr gelesen; gerne hätte ich gewusst wie die (gemeinsame?) Geschichte von Amina und Miriam weitergeht und ich hätte auch Jacob gern auf seinem weiteren Lebensweg begleitet. So fing für mich die eigentliche Geschichte erst an, als der Roman endete. Ich vergebe dreieinhalb Sterne für einen Roman, der sicherlich mindestens vier Sterne hätte haben können, hätte er 200 Seiten mehr gehabt. Zitate: Amina gehörte nicht zu den Menschen, die ihren Ärger genossen oder hegten – sie hatte schon immer die Fähigkeit besessen, in einer gegebenen Situation eine Reihe von Alternativen zu erblicken, eine Eigenschaft, die es ihr kaum erlaubte, über irgendetwas länger verstimmt zu sein. (Seite 63) Jacob lächelte in sich hinein und seufzte gleichzeitig. Er saß mit Amina im Café und sie tranken Kaffee. Es war früh am Morgen, noch war es ruhig – die wenigen Minuten der Stille, bevor die ersten Frühstücksgäste eintrafen, obwohl wegen der heftigen Regenfälle weniger zu erwarten waren als sonst. Seit drei Tagen regnete es unablässig, und das Wasser sammelte sich in immer größeren Lachen und breitete sich wie geschmolzenes Glas über die Straßen und Gehwege aus. Der Regen war warm und roch seltsam nach Gras, dachte Jacob, ein Geruch aus seiner Kindheit, die schon 50 Jahre zurücklag. Er mochte das metallische Pling!, mit dem der Regen vom Dach tropfte und auf die Pfützen traf. Er lauschte dem Getrommel auf dem Dach und fühlte sich von der Wärme und dem Licht im Café getröstet. (Seite 224 / 225) http://gottagivethembooks.wordpress.com

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