Shan Sa

 3.8 Sterne bei 107 Bewertungen
Autor von Die Go-Spielerin, Kaiserin und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Shan Sa

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Die Go-Spielerin

Die Go-Spielerin

 (54)
Erschienen am 01.08.2011
Kaiserin

Kaiserin

 (20)
Erschienen am 01.03.2017
Himmelstänzerin

Himmelstänzerin

 (13)
Erschienen am 15.02.2008
Bitterer Tee

Bitterer Tee

 (13)
Erschienen am 01.02.2007
The Girl Who Played Go

The Girl Who Played Go

 (5)
Erschienen am 03.08.2006
Girl Who Played Go

Girl Who Played Go

 (1)
Erschienen am 01.10.2004
Alexander and Alestria

Alexander and Alestria

 (0)
Erschienen am 01.09.2009

Neue Rezensionen zu Shan Sa

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Barbara62s avatar

Rezension zu "Kaiserin" von Shan Sa

Fiktive Autobiografie aus dem China des siebten Jahrhunderts
Barbara62vor 3 Jahren

Wu Zetian (624 - 705), "Licht", war Chinas einzige Kaiserin.

In einer fiktiven Autobiografie, die gekonnt und spannend Fakten mit Fantasie mischt, lässt die in Frankreich lebende Chinesin Shan Sa sie über ihr Leben und die gnadenlose Hofgesellschaft berichten.

Als Zwölfjährige vom Kaiser in die Verbotene Stadt befohlen, gerät sie in einen Strudel aus Entwürdigung und Intrigen. Entgegen der Tradition wird sie die Frau des Thronfolgers, räumt brutal und skrupellos Gegner aus dem Weg, übernimmt nach und nach die Regierungsgeschäfte und lässt sich nach dem Tod ihres Mannes zur Kaiserin proklamieren. Sie regierte insgesamt fast ein halbes Jahr.

Der Roman liest sich sehr flüssig, die Sätze sind gleichmäßig fließend wie die chinesische Sprache. Man erfährt viel über das chinesische Kaiserreich des siebten Jahrhunderts, die Riten, die Religionen, die Architektur, die Kleidung, die Sitten und Gebräuche und vor allem über die Machtspiele und Grausamkeiten.

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Ritjas avatar

Rezension zu "Kaiserin" von Shan Sa

Rezension zu "Kaiserin" von null null
Ritjavor 6 Jahren

Das Buch verlangt von seinem Leser Interesse und Geduld, Verständnis und Hingabe, denn es ist sehr detailliert und teilweise blumig (im dreizehnten Jahr des Großen Ziels, d.h. 611 n.Chr. oder im ersten Jahr der Ära des Höchsten Elements, d.h. 674 n. Chr.) geschrieben. Die Namen werden immer mehr und sind zum Teil ungewöhnlich (Wertvolle Gattin, Zukunft, Gedanke, Kleiner Stier usw.) und dadurch etwas schwer den Dynastien zu zuordnen. Aber man bekommt Hilfe durch Grafiken und Erläuterungen am Ende des Buches. Die detaillierten Beschreibungen machen das Buch farbenfroh und lebendig, aber auch traurig und blutig.

Die Geschichte handelt von dem jungen Mädchen Licht, das den Weg von der Armut zur ersten Kaiserin von China geschafft hat. Es erzählt von ihren Qualen und Demütigungen, von ihrer Liebe und deren Leidenschaft, von Treue und Vernunft und von ihrer Macht, die sie nutzt, um das Riesenreich zu beherrschen und vorallem gegen die Männer zu verteidigen. Sie muss Widerstände überwinden und sich doch sehr lange im Hintergrund aufhalten, um den Schein zu wahren. Sie kämpft gegen Völkerstämme, die sich abspalten, gegen Menschen, die sie stürzen wollen und teilweise gegen ihre eigene Familie. Sie muss Entscheidungen treffen, die ihr das Herz fast zerreißen und Menschen bestrafen, die sie liebt. Sie ist klug und vorausschauend, aber auch herrisch und hart und doch leidet sie mit ihrem Volk, wenn es hungert.

Shan Sa hat ein schönes, aber nicht ganz einfach zu lesendes Buch geschrieben, dass sich lohnt zu lesen. Man sollte jedoch etwas Interesse für China und dessen Kultur mitbringen.

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LibriHollys avatar

Rezension zu "Kaiserin" von Shan Sa

Rezension zu "Kaiserin" von null null
LibriHollyvor 6 Jahren

"Kaiserin" ist die bewegende Geschichte einer Frau, die es gewagt hat, in einer von Männern dominierten Welt, bis an die Spitze vorzudringen. Mit 12 Jahren kommt Wu Zhao als Konkubine an den kaiserlichen Hof unter der Herrschaft von Kaiser Taizong. Als der Sohn des Kaisers, aufgrund ihrer wilden, zügellosen und so gar nicht weiblich anmutenden Art, auf sie aufmerksam wird, beginnt ihr unaufhaltsamer, märchenhafter Aufstieg, der sie bis auf den Drachenthron führen sollte. Doch der Weg dorthin ist sehr steinig, ist er doch gepflastert mit Neid, Missgunst, Hass, Intrigen und Verrat. Eine harte Zeit, in der man auch vor Mord nicht zurückschreckt und selbst seiner eigenen Familie nicht immer trauen kann.

Shan Sa hat der einzigen Frau, die in China jemals offiziell den Drachenthron bestiegen hat, mit ihrem Buch ein Denkmal gesetzt. Einer Frau, der es gelang, trotz aller Widrigkeiten, eine eigene Dynastie auszurufen, auch wenn diese ihren Tod nicht überdauern sollte.
Aus den Annalen des Reiches getilgt, von zumeist männlichen Chronisten verunglimpft und zahlreicher Schandtaten bezichtigt, darunter auch der Mord an Ehemann und Sohn, stellt dieses Buch einen äußerst gelungenen Versuch dar, sich der wahren Persönlichkeit der Kaiserin zu nähern.
Mit ihrem für westliche Leser sehr ungewöhnlichen Schreibstil, da durch den Gebrauch zahlreicher Methapern, wie in China üblich, geprägt, gelingt es ihr trotzdem den Leser nach und nach in ihren Bann zu ziehen. So wird man als westlicher Leser in eine bis dato doch eher verschlossene, fremde, chinesische Kultur bzw. Welt entführt. Dass ihr das so scheinbar mühelos gelingt, ist zum einen der sehr poetisch anmutenden Sprache zu verdanken und zum anderen einer hervorragenden Recherchearbeit. Sehr bedacht darauf, den historischen Kontext nicht zu vernachlässigen, lässt sie es dennoch nicht an einer unterschwelligen Kritik an der chinesischen Gesellschaft fehlen, mit all ihren Regeln, Zwängen und Konventionen.

China wie wir es in der westlichen Welt bis dato nicht kannten und Shan Sa als Vermittlerin dazwischen. Eine nahezu perfekte Kombination. Absolut lesenswert, auch wenn der Roman am Ende leicht schwächelt, allein schon wegen der charismatischen Hauptfigur, die es mehr als verdient hat, endlich den ihr zustehenden Platz in der chinesischen Geschichte einzunehmen.

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