Shan Sa The Girl Who Played Go

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Inhaltsangabe zu „The Girl Who Played Go“ von Shan Sa

In the Square of a Thousand Winds, snow falls as a sixteen-year-old Chinese girl beats all-comers at the game of go. One of her opponents is a young Japanese officer of the occupying power, rigidly militaristic, but far from home and intrigued by this young opponent. This book presents a tale of love and war reflected in the age-old game of go.

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  • Rezension zu "The Girl Who Played Go" von Shan Sa

    The Girl Who Played Go

    Nemo

    Mandschukuo, 1937: Die Japaner okkupieren auf brutale Weise das langsam verfallende Kaiserreich China und auch der Einfluss der westlichen Welt macht sich langsam aber sicher bemerkbar. In den Strudel der politischen Ereignisse wird auch eine mandschurische Schülerin aus gutem Haus hineingezogen, die noch dazu mit den Wirren der ersten Liebe zu kämpfen hat. Ihr einziger Fixpunkt in dieser sich ständig wandelnden Welt scheint ein fremder junger Mann zu sein, den sie beim Go-Spielen kennen gelernt hat. Was sie (noch) nicht weiß: er ist ein japanischer Offizier, der inkognito unter der einheimischen Bevölkerung spionieren soll. Shan Sa erschafft eine gefühlvolle tragische Liebesgeschichte, die sie jedoch bemerkenswert unprätentiös erzählt, wozu vielleicht auch der besondere Stil beiträgt, der noch viel von der asiatischen Sprache behalten hat. Wie bei einer Partie Go abwechselnd gezogen wird, wechselt hier mit jedem Kapitel die Erzählperspektive zwischen der Chinesin und dem Japaner. Wie im Spiel erfolgt erst eine Art langsamer Aufbau der Grundlagen, bevor sich die Wege der Protagonisten kreuzen und ein wahres Versteckspiel seinen Anfang nimmt. Doch die Darstellung der sich über Wochen hinziehenden Partie ist lediglich ein weiteres der vielen poetischen Bilder, als realistische Darstellung wirkt sie nicht glaubhaft - im Gegensatz zur Darstellung der grausamen Verhörmethoden der Besatzer. Aber das Dingsymbol des schicksalhaften Brettspiels (man sagt, es habe sich aus alten Orakeltechniken entwickelt) liefert noch eine weitere zentrale Aussage: Wer weiß schon, welcher der am Beginn einer Partie gesetzten Steine im Laufe des Spiels noch an Bedeutung gewinnt oder welcher ein Opfer sein wird? Die bitterzarte Novelle der 1989 nach Paris emigrierten Chinesin ist übrigens in Frankreich nicht nur ein von der Kritik mit dem Prix Goncourt des Lycéens hoch dekoriertes Werk, sondern stand auch monatelang in den Bestsellerlisten.

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