Shani Boianjiu Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst

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Inhaltsangabe zu „Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst“ von Shani Boianjiu

Lea, Avishag und Yael leben in einem israelischen Dorf an der Grenze zum Libanon. Ihr Alltag ist geprägt von Unbeständigkeit, Langeweile und Krieg. Es gilt, die Zeit bis zum Militärdienst so gut es geht mit makabren Spielen und heimlichen Liebschaften totzuschlagen und mit unzulänglichen Eltern und Freundschaften zurechtzukommen. Als die Mädchen eingezogen werden, ist es mit der Kindheit von heute auf morgen vorbei. Was sie an den verschiedenen Stützpunkten bewegt, sind Waffen, Tod und Sex. Und die Frage nach Gerechtigkeit und der Macht des Stärkeren. Sie exerzieren für den Moment des großen Bang, der vielleicht nie kommt. Alle drei kämpfen mit der Einsamkeit, mit Rivalitäten und mit den schrecklichen Bildern, die sie Tag für Tag mit ansehen müssen. Und jede findet einen anderen Ausweg. Doch auch nach der Zeit beim Militär ist nichts so, wie es sein sollte.

Gutes, aber sehr schwieriges Buch, das mich etwas ratlos und frustriert zurück gelassen hat.

— weltenfinderin

Ein heftiges Buch, das zeigt, was aus Mädchen werden kann, die direkt nach ihrem 18. Geburtstag vom Militär eingezogen werden

— Bibliomania

Etwas verwirrend, aber sehr interessant!

— photovivie

Leider nicht meine Sprache

— Goch9

Ein spannendes Thema, das interessante Einblicke liefert - mit einer richtigen Stoyline hätte es mir allerdings noch besser gefallen.

— letusreadsomebooks

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    Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst

    Kyoshi

    11. November 2016 um 17:34

    Ich habe ein Problem mit diesem Buch. Nämlich meine Ahnungslosigkeit. Ich bin der Überzeugung, dass es ein fantastisches Buch ist, wenn man die ganzen komplizierten Hintergründe des Nah-Ost Konflikts kennt, andernfalls bleibt das Buch dem Leser ein Rätsel. Boianjiu ist nicht hier, um zu lehren und zu erklären, sondern um zu erzählen, was geschehen ist und der Rest ist dem Leser überlassen, er soll alleine damit klarkommen. Dabei spielt sie mit vielen Implikationen und Hinweisen und daher ist es auch wahre Literatur und Erzählkunst: Sie kaut dem Leser nichts vor, sie erklärt nichts. Der Leser soll aus den Fetzen selber interpretieren und verstehen. Ich finde diese Einstellung sehr gut und unterstütze es immer wieder. Voraussetzung wird dabei aber wie schon gesagt, dass man Einzelheiten des Nah-Ost Konfliktes bereits kennt, ja vielleicht selber aus dieser Gegend und Zeit stammt und das Buch liest wie ein altes Tagebuch und vielleicht traurig oder nostalgisch wird, ich weiß es nicht, ich möchte aus Respekt vor den Beteiligten nicht behaupten, wie sie sich wohl fühlen könnten.Was ich sagen kann, ist, dass Boianjiu sehr intelligent geschrieben hat und Inhalte gekonnt verknüpfen kann. Ihre Sprache ist sehr einfach, beinahe langweilig, die Dialoge sind extrem wirr, aber daher realistisch, teilweise rutscht sie ab in Kitsch. Sie beschreibt viele glänzende Passagen, vor allem in der Mitte des Buches, aber auch viele langweilige und ineffizient geschriebene Passagen, vor allem am Ende des Buches. Der Spannungsverlauf sähe demnach aus wie eine Gaußsche Kurve. Das Konzept der einfachen Sprache kombiniert mit grausamen Inhalten kannte ich schon von Süskind, von Schirach und auch Ani und vielleicht hat mich das Buch deswegen stellenweise mit der Schulter zucken lassen. Letztendlich bleibt mir das Buch ein Rätsel, vielleicht werde ich es später noch einmal lesen und sogar verstehen, nachdem ich mir Einzelheiten einverleibt habe.Bis dahin sage ich Danke an Boianjiu für ihre Offenheit und den fiktiven, aber authentischen Einblick in den Lebensabschnitt einer israelischen Soldatin.

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  • Harte Zeiten für israelische junge Frauen

    Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst

    Bibliomania

    17. July 2016 um 15:44

    Drei junge israelische Frauen, alle 18 Jahre alt, werden vom Militär eingezogen. Yael, Avishag und Lea sind Freundinnen oder glauben es zu sein. Jede von ihnen geht anders mit dieser Erfahrung um, doch überall beim Militär ist es ähnlich: es geht um Waffen, Jungs, Sex und das Überleben. Keine möchte sterben, jede hat Angst und alle gehen auf eine andere Art und Weise damit um. Sei es eine Phantasiewelt, das Militärgefängnis oder Sex. Und auch nach den zwei Jahren beim Militär kann das Leben nicht einfach so wieder aufgenommen werden.Im Buch wechseln sich die Kapitel immer ab. Mal erfährt man von Yaels, mal von Leas oder Avishags Geschichte. Damit wird die Geschichte einerseits spannend, falls man das bei diesem Thema so sagen kann, aber auch dramatischer. Ich finde es fürchterlich, was diese jungen Frauen durchmachen müssen und bin nur froh, dass es hier in Deutschland anders läuft.Ein eindrucksvolles Buch, das einem aber auch Angst macht. Gehören Waffenhandhabung, Drill und bedingungsloser Gehorsam wirklich in eine Gesellschaft? Ich denke nicht.

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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  • Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst

    Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst

    photovivie

    12. May 2016 um 08:10

    Ich las neulich im Spiegel einen Artikel von Zeruya Shalev über ihren Aufenthalt in Deutschland zur Vorstellung ihres neusten Buches. Ich war unterwegs und hatte mein Buch bereits durch, sodass ich unterwegs ein Neues kaufen musste. Inspiriert von Shalev hielt ich Ausschau nach einem Buch einer israelischen Autorin. Dies ist Shani Boianjius Debütroman. Die Freundinnen Lea, Yael und Avishag sind zusammen in einem kleinen Dorf nahe der israelischen Grenze zum Libanon aufgewachsen und stehen an der Schwelle zum Erwachsensein. Sie sind zum einen noch sehr kindisch, zum anderen fühlen sie sich schon erwachsen. Mich faszinierte vor allem der israelische Alltag der jungen Frauen, inmitten von Krieg und Bomben und Flüchtlingen. Trotz allem führen sie ein sehr normales Leben. Sie schwänzen die Schule, haben Streit mit ihren Eltern und wissen und wissen nicht, was sie in Zukunft machen wollen. Dann wieder schleichen sich ungewohnte Szenen ein. Die Mädels verbringen einen Nachmittag auf einem Hügel beim Handymast, weil es nur dort Empfang gibt. Im Bus wirkt ein Mitfahrer als könnte er ein Selbstmordattentäter sein und man setzt sich lieber um. Nach etwa einem Drittel des Buches ist es soweit, dass die Mädchen zum Wehrdienst eingezogen werden. Fortan geht es um ihr Leben als Soldatinnen; am Grenzübergang, als Waffenausbilderin und bei der Dienstaufsicht. Auf der einen Seite sind viele Szenen normal. Junge Frauen hocken aufeinander, beginnen Affären und Beziehungen, machen sich Gedanken um ihre Zukunft. Doch auf der anderen Seite herrscht Krieg, die Frauen haben mit Waffen und Toten zu tun; Themen, die erwachsen sind. Was mich immer wieder störte, war auch hier die Naivität und Kindlichkeit der Protagonistinnen. Schließlich erfährt man auch noch, was mit den drei Freundinnen nach Ende ihrer Zeit beim Militär geschieht und wie die Zeit dort sie verändert hat. Aus Sicht aller drei Mädchen wird abwechselnd erzählt, was teilweise sehr verwirrend ist, vor allem da es zwischendurch zusätzlich um ihre Kindheit und Jugend geht. Ich habe einige Male den Faden verloren und wusste nicht wirklich, wo ich gerade beim Lesen bin und um wen es geht. Doch letztlich bot mir das Buch einen tollen Einblick in das Leben israelischer Frauen und in ihre Militärzeit. Schau gerne für weitere Rezensionen auch auf meinem Blog www.buchstuetze.wordpress.com vorbei!

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  • Drei Mädchen, die im Nahen Osten ihren Militärdienst leisten

    Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst

    letusreadsomebooks

    28. March 2015 um 18:44

    Die drei Freundinnen Yael, Lea und Avishag leben in einem kleinen israelischen Dorf an der Grenze zum Libanon. Schon während der Schulzeit spielen Themen wie Krieg und Tod eine große Rolle in ihrem Leben. Nach dem Schulabschluss werden alle drei zum Militärdienst eingezogen und voneinander getrennt. Shani Boianjiu beschreibt das Leben der Soldatinnen abwechselnd aus der Perspektive von Avishag, Yael und Lea, die zwischen Langeweile auf den Stützpunkten, ihrer Einsamkeit und grausamen Erlebnissen gefangen sind. Es ist ein spannender Einblick in das Leben der israelischen Jugend – wenn man das Geschehen nicht allzu nah an sich heranlässt. Dabei hat mir vor allem Boianjius kühler und distanzierter Schreibstil geholfen. Durch diesen fühlte ich mich wie ein Beobachter statt ein Teil der Geschichte zu werden. Andernfalls hätte mich das Buch wohl emotional sehr mitgenommen, da ich doch ab und zu näher am Wasser gebaut bin. Einige Rezensionen im Internet kritisieren diese Distanz, die die Autorin aufbaut – für mich zeigt sich jedoch die Abgeklärtheit, mit der die jungen Mädchen beim Militär dem Tod und dem Schrecken gegenüber stehen. Für sie ist es nichts Besonderes, wenn Freunde ermordet werden; und das macht mich sehr betroffen. Gerade wir, die wir in gut behüteten Verhältnissen in Europa aufgewachsen sind, können uns nur schwer so ein Leben vorstellen. Mit 18 Jahren waren meine einzigen Sorgen ein halbwegs gutes Abitur zu schaffen und meine Jugend so gut es geht zu genießen. Wenn man allerdings zum Militärdienst in einem ständig unter Spannung stehenden Land verpflichtet ist, sieht das alles ganz anders aus. Diesen Einblick fand ich sehr faszinierend, doch so hundertprozentig zufrieden war ich nach dem Lesen nicht. Vielleicht lag es daran, dass Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst nicht wie eine abgeschlossene Geschichte wirkt, sondern vielmehr wie die Beschreibung eines Lebensabschnitts, die Aneinanderreihung von Geschehnissen, jedoch ohne Höhepunkte oder ein klares Ende. Vielleicht habe ich aber auch trotzdem ein paar Emotionen zwischen all der Abgebrühtheit vermisst, auch wenn ich das Buch dann heulend wie ein Schlosshund zusammengeklappt hätte – zumindest hätte sich das Ganze dann etwas runder angefühlt.

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  • Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst von Shani Boianjiu

    Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst

    BlueLeo

    05. December 2013 um 12:55

    Drei Mädchen, die eigentlich noch Kinder sind, aber von heute auf morgen erwachsen werden müssen. Drei Geschichten, die sich ähneln und doch ganz verschieden sind. Drei Arten mit dem Leben umzugehen. Das ist die Geschichte von Lea, Avishag und Yael. Aufgewachsen in einem kleinem israelischen Dorf. Die Grenze zum Libanon ist ganz nah und ihr Leben wird von Langeweile und Krieg beherrscht. Nichts währt ewig, dass müssen die Mädchen schon früh erfahren. Um sich nicht zu langweilen, vertreiben sich die drei die Zeit mit heimlichen Beziehungen oder Affären und mit Spielen, die nicht immer kindgerecht sind. Als ihre Kindheit von jetzt auf gleich vorbei ist, müssen sie erwachsen werden, denn sie werden vom Militär eingezogen. Doch wie soll man in einer Umgebung, die von Tod, Sex und Waffen beherrscht wird erwachsen werden? Drei Mädchen, drei Methoden, drei Leben! Wenn man dieses Buch gelesen hat, muss man erst mal durchatmen. So ging es zumindest mir. "Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst" von Shani Boianjiu ist wirklich schwere Kost. Ein Buch über das Erwachsenwerden unter Bedingungen, die weder einfach, noch alltäglich sind. Der Schreibstil ist anspruchsvoll, der Inhalt schlägt auf den Magen. Und doch ist das Buch eindrucksvoll, ein eindrucksvoller Aufruf gegen den Krieg! Ein sehr starker Debutroman von einer noch sehr jungen Autorin. Shani Boianjiu wurde in Jerusalem im Jahre 1987 geboren. Aufgewachsen ist sie jedoch in einem kleinen Ort, nahe des Libanons, zwischen Bomben und Soldaten, wie sie selbst in einem Interview berichtet. Im Alter von 18 Jahren wird sie zum zwei Jahre andauernden Militärdienst eingezogen. Genau dort beginnt sie auch mit dem Schreiben. Schonungslos erzählt sie vom Schulunterricht, von der Langeweile sowie von Partys und Sex, um sich die Zeit zu vertreiben. Und dann natürlich auch vom Militärdienst. Das Buch ist zwar reine Fiktion, wie sie selbst sagt, trotz allem hat sie die Lebensumstände selbst kennen gelernt und beim Lesen kommt die Frage auf, was von all dem die Autorin selbst erlebt hat? Im Wechsel erzählen die drei Protagonistinnen in der Ich-Perspektive, was sehr verwirrend war. Ich konnte die drei nur schwer unterscheiden, fand zu Beginn nur wenig Unterschiede und durch die Perspektive wurden auch nur selten Namen genannt. Für mich war dies das größte Problem beim Lesen. Lea, Avishag und Yael ähneln sich so sehr und erst in der Militärzeit konnte ich sie anhand der Tätigkeiten einigermaßen unterscheiden. Doch auch hier gab es immer wieder kurze Abschnitte aus der Sicht anderer Personen, die irgendwie mit den drei Mädchen zu tun hatten. Ich musste immer wieder neu einordnen, in welcher Geschichte ich mich gerade befinde. Teile der Schilderungen erinnern an eine Autobiographie, andere wirken sehr lebendig. Auch die Sprache wirkt in vielen Teilen sehr steif, in anderen wieder sehr bildhaft. Das Buch kommt mit wenigen Emotionen aus, doch trotz allem findet man zwischen den Zeilen immer wieder einige Gefühle. Durch diese Gleichgültigkeit, wird der Leser zwar mit gezogen, bleibt aber stets außen vor in der Perspektive des Beobachters. Und doch passt die Sprache zum Inhalt des Buches. Sie verdeutlicht die Situation der Mädchen, die den Sinn in ihrer Aufgabe suchen und nicht finden, die immer mehr abstumpfen. Sie warten auf den Krieg, sind vorbereitet und haben trotzdem Angst davor. Wie soll ein solches Leben, eine solche Tristes, eine solche Sinnlosigkeit anders beschrieben werden, als mit monotoner und teils oberflächlicher Sprache? Interessant ist, dass die Sprache viel lebendiger und farbenfroher wird, wenn die Mädchen sich in ihren Phantasien verlieren und in ein anderes Leben flüchten. Das Buch ist schwer zu lesen, da es unter anderem sehr mosaikartig aufgebaut ist. Trotz allem geht es um ein Thema, welches so noch nie beschrieben wurde. Mit etwas Mühe kann man sich in das Buch einfinden, den Anschluss finden und zwischen den Zeilen interessante Details entdecken. Ein Buch, das ich allen Interessierten empfehlen kann. Ihr braucht nur etwas Geduld und Aufmerksamkeit beim Lesen!

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  • Leserunde zu "Strom" von Hannah Dübgen

    Strom

    HannahDuebgen

    Hallo! Heute beginnt die Leserunde zu "Strom", meinem Debüt-Roman, der Ende Juli 2013 erschienen ist. „Nah oder fern gibt es nicht mehr, nur noch nah oder fremd“ heißt es zu Beginn des Romans. Wir leben in einer Welt, in der wir mittels eines Mausklicks mit anderen in Kontakt treten können, einer Welt, in der wir innerhalb von Stunden Kontinente wechseln können oder dies beruflich teils auch müssen. Was für Auswirkungen hat dieser Lebensstil auf unser Leben, auf unsere Beziehungen, auf unser Gefühl von Zuhause? Die vier Hauptfiguren in meinem Roman, der Amerikaner Jason, die Japanerin Makiko, der Brasilianer Luiz und die Deutsche Ada kämpfen für das, was ihnen nah ist, sie begeben sich in die Fremde, stoßen dort auf Grenzen, geographischer oder anderer Natur, sie verlieren sich und finden sich wieder. Im Anderen, in einer Landschaft oder in einer gemeinsamen Erinnerung. Als Leser erleben wir die Welt jeweils aus der Sicht der vier Figuren, gleichzeitig sehen wir eine Welt, in der die Vier, ohne es zu wissen, aneinander vorbeilaufen, in der sich ihre Schicksale spiegeln, einander nah sind. --> Leseprobe Wer noch mehr über die vier Hauptfiguren von „Strom“ und ihr Leben erfahren will, findet hier weitere Informationen: http://www.dtv.de/hannah-duebgen Der Deutsche Taschenbuch Verlag stellt 20 Exemplare von "Strom" zur Verfügung, die ich unter denen verlosen darf, die sich bis zum 27.8.13 zur gemeinsamen Leserunde anmelden. Verratet doch einfach, wieso Ihr hier gern mitlesen würdet! Ich freue mich darauf, mit Euch gemeinsam den Geschichten der vier Protagonisten zu folgen und ich bin gespannt auf Eure Kommentare! Bis dahin herzliche Grüße in die Runde, Hannah Dübgen

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