Schwarze Strömung

von Sharon Bolton 
3,9 Sterne bei35 Bewertungen
Schwarze Strömung
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (25):
JosefineSs avatar

Der vierte Teil der Reihe konnte mich wieder völlig fesseln. Tolles Buch.

Kritisch (1):
JennyWanderlusts avatar

Ich war vom Abschluss der Reihe und der Charakterentwicklung leider sehr enttäuscht!

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Inhaltsangabe zu "Schwarze Strömung"

Lacey Flint weiß, dass die Themse gefährlich ist. Vielleicht hat sie sich den Fluss genau deshalb als Arbeitsplatz ausgesucht. Seit Kurzem arbeitet die einstige Ermittlerin bei der Londoner Flusspolizei, und die dunklen Fluten lassen sie auch in ihrer Freizeit nicht los. Als sie beim illegalen Schwimmen in der Themse eine Tote entdeckt, scheint fast so, als sollte diese von Lacey gefunden werden. Tatsächlich wird die in ein weißes Leichentuch gehüllte Frau nicht das einzige grausame Geschenk sein, das der Killer für Lacey hinterlässt. Irgendjemand beobachtet jeden ihrer Schritte. Und kennt sie besser, als ihr lieb sein kann ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442485192
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:544 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:20.02.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    _Sahara_s avatar
    _Sahara_vor 6 Monaten
    Schwächster Teil der Reihe

    Inhalt:

    Lacey Flint weiß, dass die Themse gefährlich ist. Vielleicht hat sie sich den Fluss genau deshalb als Arbeitsplatz ausgesucht. Seit Kurzem arbeitet die einstige Ermittlerin bei der Londoner Flusspolizei, und die dunklen Fluten lassen sie auch in ihrer Freizeit nicht los. Als sie beim illegalen Schwimmen in der Themse eine Tote entdeckt, scheint fast so, als sollte diese von Lacey gefunden werden. Tatsächlich wird die in ein weißes Leichentuch gehüllte Frau nicht das einzige grausame Geschenk sein, das der Killer für Lacey hinterlässt. Irgendjemand beobachtet jeden ihrer Schritte. Und kennt sie besser, als ihr lieb sein kann ...

    Meinung:

    Der vierte Teil der Reihe konnte mich leider nicht so fesseln, wie die Bände davor. Die Thematik ist durchaus interessant und Spannung ist auch vorhanden. Doch bei weitem nicht so viel, wie man es von Lacey Flint Büchern gewohnt ist. Ich mag den Schreibstil von Sharon Bolton sehr, doch hier hat sie geschwächelt. Mir haben im Gesamten einfach der Nervenkitzel und die Gänsehautmomente gefehlt. Gerade diese beiden Punkte machen für mich die Bücher so gut. Und in diesem Fall plätschert die Story erstmal vor sich hin. Es passiert nicht viel, obwohl Lacey Leichen findet und Geschenke eines möglichen Stalkers auf ihrem Boot findet. Aber diese Szenen habe ich nicht als bedrohlich wahrgenommen. Da hat die Atmosphäre einfach nicht gestimmt.

    Es treten ein paar neue Gesichter auf, aber auch alte Bekannte. Da Lacey nun bei der Flusspolizei arbeitet, hat sie mit ihren alten Kollegen nicht mehr so viel zu tun. Und so gab es hier getrennte Ermittlungsarbeit. Natürlich muss Lacey auch wieder leichtsinnig handeln, wenn dem nicht so wäre, würde man es wohl vermissen. Aber im Vergleich zu Beginn der Reihe hat sie sich da schon weiterentwickelt. Ihr Privatleben spielt natürlich auch wieder eine Rolle, wie auch das von Dana. Fand ich ganz gut, es stand auch im Zusammenhang mit dem Fall.

    Im Großen und Ganzen hat mir das Buch ganz gut gefallen, kann aber bei weitem nicht mit den Vorgängern mithalten. Ich würde mir wünschen, dass die Reihe irgendwann fortgesetzt wird.

    Fazit:

    Für mich der schwächste Teil der Reihe. Aber für Fans von Lacey ein Muss.

    ©_Sahara_

    Kommentare: 3
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    walli007s avatar
    walli007vor 6 Monaten
    Am Fluss

    Bei der Flusspolizei ist Lacey Flint gelandet. Die wollte den gefährlichen Einsätzen bei der Kriminalpolizei entgehen und ihr Leben in ein ruhigeres Fahrwasser bringen. Ein neues Hobby ist das Schwimmen im Gezeitenfluss, ein Nervenkitzel der gefährlich und verboten ist. Bei einem ihrer unerlaubten Streifzüge kommt ihr eine weibliche in ein Laken gewickelte Leiche vor die Nase. Und vorbei ist es mit dem ruhigen Dasein. Zwar werden die Ermittlungen von Dana Tulloch geführt, doch der Fluss ist Laceys Revier. Und so müssen die beiden unterschiedlichen Frauen sich zusammenraufen, auch wenn sie sich nicht immer gut verstanden haben.


    Soweit bekannt handelt es sich bei Lacey Flints viertem Auftritt um ihren bisher letzten. Da seit Erscheinen dieses Bandes schon eine Weile vergangen ist, bleibt es wohlmöglich bei vier Teilen einer Reihe. In diesem Band liegt der Schwerpunkt eher auf der beruflichen Beziehung zwischen Lacey Flint und Dana Tulloch. Die beiden müssen sich austauschen, zusammenarbeiten und gemeinsame Einsätze durchführen. Von Mark Joesbury ist nur wenig zu sehen und zu lesen. Der Fall behandelt dabei ein brisantes Thema, was lange verschleiert bleibt und damit eine Überraschung ergibt, auch wenn man selbst glaubt, auf der richtigen Spur zu sein. 


    Auch in diesem Band bleiben einige Geheimnisse um Lacey Flint. Man bekommt ein wenig den Eindruck, als habe sich die Autorin offenhalten wollen, ob sie die Reihe fortsetzt oder nicht. Diese vermeintliche Unentschlossenheit wirkt sich allerdings auf die Spannung aus, die die Handlung hervorruft. Ihre Beziehung zu Mark Joesbury gerät zur Nebensache. Dana Tulloch wird mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Ihre Art zu ermitteln, ihre Beziehung zu ihrer Partnerin Helen. Doch auch hier bleibt ein entscheidendes Detail auf der Strecke. Nach der Lösung eines zwar interessanten, aber nicht so packenden Falles, schwimmt Lacey Flint gewissermaßen in den Sonnenuntergang. Man hätte der Reihe, so sie denn beendet sein sollte, ein richtiges Ende mit Klärung aller offenen Fragen gewünscht. 

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    pardens avatar
    pardenvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Der Abschluss der Reihe ist zwar ein solider Thriller, jedoch leider nur mäßig spannend.
    Das Leben an der Themse...

    DAS LEBEN AN DER THEMSE...

    DC Lacey Flint hat den Polizeiberuf nach den Ereignissen in den drei vorherigen Bänden nicht ganz an den Nagel gehängt. Doch sie hat sich versetzen lassen und arbeitet nun bei der Londoner Flusspolizei. Und nicht nur das: sie wohnt nun auch an der Themse, auf einem kleinen Hausboot im Deptford Creek. Der Fluss übt eine merkwürdige Anziehungskraft auf Lacey aus - sie lässt sich von ihm in den Schlaf wiegen, fährt mit dem Boot auf Erkundungstour und schwimmt sogar in ihm. Streng verboten, klar, gefährlich obendrein mit den starken Strömungen und den Gezeiten und dem ganzen Dreck im Wasser, aber seit wann interessiert Lacey so etwas?

    Doch als sie im Morgengrauen wieder einmal in die Fluten steigt, entdeckt sie etwas, auf das sie nie wieder stoßen wollte: eine Tote. Kaum noch als Frau zu erkennen, gibt die Leiche der Polizei viele Rätsel auf, die kaum zu lösen sind. Und es bleibt nicht bei der einen Toten. Immer wieder werden in ein weißes Leichentuch gehüllte junge Frauen in der Themse gefunden - und immer wieder hat Lacey damit Berührungspunkte. Zufall? Wohl kaum. Aber weshalb wird Lacey beobachtet? Und wer ist der seltsame Schwimmer, der immer wieder in ihrer Nähe auftaucht?

    Im vierten Fall um Lacey Flint stößt der Leser wieder auf bekannte Gesichter. DI Dana Tulloch ist hier ebenso wieder mit von der Partie wie alle ihre alten Kollegen, und auch Mark Josebury ist natürlich wieder dabei, allerdings steckt er gerade selbst in einem heiklen Fall als Undercover-Agent. Dafür arbeitet Lacey nun mit Marks Onkel zusammen, der schon seit Jahrzehnten bei der Flusspolizei ist, und fühlt sich als Frau unter den vielen Männern doch ganz wohl.

    So sehr ich mich auf die Fortsetzung der Reihe gefreut habe, muss ich doch sagen, dass ich hier ein wenig enttäuscht wurde. Das betrifft zum einen die benannten Charaktere, die sich für mich nicht wirklich weiter entwickelt haben und hier eher allesamt recht blass blieben. Zum Glück gibt es hier zumindest einen sehr interessanten Charakter, der mich immer wieder beschäftigte und dessen Rolle bis kurz vor Schluss unklar war. Doch damit ist das Spannendste an dem Thriller auch schon fast verraten - denn meine Enttäuschung betrifft zum anderen eben die ausbleibende Spannung. Gerade das war in den vorherigen Bänden die große Stärke Sharon Boltons: Spannung bis ins Unerträgliche und dadurch fast schon ein Zwang, immer weiter zu lesen. Doch hier - Fehlanzeige. Phasenweise plätscherte die Handlung einfach vor sich hin, und erst auf den letzten 80 Seiten nahm sie an Fahrt auf.

    Was mir persönlich gut gefallen hat, waren die Beschreibungen rund um den Fluss. Fast schon konnte man das Wasser riechen, die Strömung spüren, die Unberechenbarkeit der Themse erleben - ein Fluss wie ein Lebewesen. Diese Schilderungen fand ich ausgesprochen gelungen - und die Affinität zum Wasser und dessen Bedeutung für Lacey wurden offenkundig.

    Die Vielzahl an Themen dagegen (hierauf kann ich allerdings nicht näher eingehen, da ich ansonsten spoilern würde) hat dem Thriller leider nicht gut getan. Dadurch zerfaserte die Handlung zu sehr, was ich schade fand, denn einzelne Aspekte hätten deutlich mehr Potential gehabt als ihnen hier letztlich zugebilligt wurde.

    Der Abschluss (?) der Reihe ist für mich jedenfalls der schwächste Band und hinterlässt keinen unbedingten Wunsch mehr nach einer Fortsetzung. Der Schluss des Thrillers hat mich allerdings mit einem kleinen Lächeln zurückgelassen. Sämtliche Bände davor kann ich Thrillerfans allerdings nur empfehlen!

    © Parden


    ************************

    Die Bücher der Reihe um Lacey Flint:

    Dunkle Gebete Dead End Ihr Blut so rein Schwarze Strömung

    Kommentare: 7
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    JennyWanderlusts avatar
    JennyWanderlustvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich war vom Abschluss der Reihe und der Charakterentwicklung leider sehr enttäuscht!
    Der schwächste Teil der Reihe!

    PLOT

    Lacey Flint weiß wie gefährlich die Themse ist und das nicht erst seit sie sich der Marine Unit der Londoner Polizei angeschlossen hat, womit sie gleichzeitig ihrer vielversprechenden Karriere den Todesstoß versetzt hat. Nach den traumatischen Fällen der letzten Monate hat Lacey aber nicht nur den Beruf gewechselt, sondern wohnt nun auch auf einem Hausboot. Dort entdeckt sie beim illegalen schwimmen in der Themse eines Tages eine Leiche im Wasser. Eine junge, ausländische Frau, eingewickelt in einem weißen Leichentuch. Scheinbar wie für sie dort platziert. Offenbar hat der Killer Interesse an Lacey, denn darauffolgend findet sie seltsame Geschenke auf ihrem Hausboot vor. Dana Tulloch hingegen ist überhaupt nicht begeistert Lacey Flint schon wieder in einem Mordfall verwickelt zu sehen, dem sie als leitende Ermittlerin zugeteilt wird. Und dann ist da noch Mark Joesbury, der Undercover in einem ganz anderen Einsatz verstrickt ist und dort in ziemlich große Probleme gerät. 


    * Rezension zur britischen Ausgabe

     

    REVIEW

    "A Dark and Twisted Tide" ist der letzte Band der vierteiligen Thriller Serie um Lacey Flint. Die einzelnen Fälle sind zwar stets in sich abgeschlossen, trotzdem würde ich empfehlen mit dem ersten Band anzufangen, da die persönlichen Geschichten der Charaktere - vor allem Laceys Vergangenheit - sonst zu einigen Verwirrungen führen dürfte. Ich muss leider zugeben, dass ich von dem Abschluss der Reihe sehr enttäuscht war. Meiner Meinung nach wäre es besser gewesen die Reihe mit dem dritten Band zu beenden, welcher dem Leser eine gut geschriebene Schlussszene geboten hatte. Die Lacey Flint Serie hat eine ganze Reihe treuer Fans, aber ich konnte mich von Anfang an nicht mit Sharon Boltons Schreibstil und ihrer Art der Charakterentwicklung anfreunden. Leider habe ich zu "A Dark and Twisted Tide" nur wenig Gutes zu sagen, aber dies soll keinesfalls ein Verriss werden, vielmehr will ich versuchen kritisch zu beleuchten was mir an dem Roman nicht gefallen hat und aus welchen Gründen und auch was ich mir stattdessen gewünscht hätte.

     

    CHARAKTERE

    Lacey Flint ist ein Hauptcharakter, der sehr viel Potential mitbringt. Sie ist tough, mutig und geheimnisvoll. Doch ihre negativen Merkmale stachen mir die gesamte Reihe über mehr ins Auge. Mir fehlt eine sichtbare Entwicklung, denn aus ihren Fehlern scheint sie einfach nie zu lernen. Zudem erwähnt die Autorin in jedem einzelnen Buch, dass Lacey zwar nicht viel Aufsehen um ihr Aussehen macht und daran auch keine Gedanken verschwendet, aber trotzdem unwiderstehlich wirkt. Frauen fällt sie gar nicht wirklich auf, aber sie bleibt allen Männern im Gedächtnis. Und daran wird der Leser in jedem Buch erinnert. Der Sinn dahinter blieb mir verborgen. Zudem wird zwar stetig erwähnt, dass Lacey darunter leidet was sie alles erlebt hat, aber auch da haben mir Szenen gefehlt, die dies dem Leser zeigen. Was mir besonders schwer aufgestoßen ist, sind die Erlebnisse aus "Now You See Me". Es wird im dritten und vierten Teil mehrmals beschrieben, dass sie die Person, die hinter den Ripper Morden steckt regelmäßig im Gefängnis besucht. Doch dies wird eher nebenbei beschrieben, als wäre es nichts Besonderes. Ich habe nicht verstanden weshalb Sharon Bolton darauf nicht näher eingeht, da diese ganze Geschichte unheimlich viel Potential mit sich bringt und zudem einen großen Einfluss auf Lacey hat.

     

    Nachdem mir die Entwicklung von Mark Joesbury im letzten Teil gut gefallen hatte, macht er in "A Dark and Twisted Tide" eine große Rückentwicklung. Seine persönliche Storyline hat überhaupt nichts zu dem eigentlich Fall beigetragen und ich hätte mir gewünscht, dass diese einfach außen vorgelassen wird. Ich hätte ihn viel lieber in direkter Interaktion mit Lacey erlebt, anstatt ihn wieder nur als Nebenfigur zu sehen, der gelegentlich auftritt um Laceys Gefühlswelt durcheinander zu bringen. Ein ähnliches Problem hatte ich mit Dana, deren Entwicklung mir nicht plausibel erschien. Es erschien mir als hätte die Autorin ihren Kinderwunsch nur eingebracht weil es sich im späteren Verlauf gut mit dem Fall verknüpfen ließ. Auch das Verhältnis zwischen Dana und Lacey wirkte auf mich wie ein schlechtes Theaterspiel. Es ist von Anfang an ein stetiges hin und her gewesen, welches mich genervt hat.

     

    In "A Dark and Twisted Tide" begegnen wir mehreren Nebencharakteren, die für die Geschichte von Bedeutung sind. Für mich insofern problematisch, als das sie mir allesamt farblos erschienen. Ich konnte keine Verbindung zu ihnen aufbauen und nicht einmal mit den Opfern mitfiebern, weil ihre Darstellung mich tatsächlich kalt gelassen hat und keinerlei Empathie hervorrufen konnte, was ich in der Art in Thrillern noch nicht oft erlebt hatte. Oftmals kam es mir vor als würde ich einen langweiligen Krimi gucken, den ich am liebsten ausschalten würde. Ich hätte es schön gefunden, wenn sich Sharon Bolton mehr Zeit genommen hätte ihren Charakteren eine eigene Stimme zu verleihen.


    WELTENBAU

    Das Hausboot, welches im letzten Buch bereits vorkam, wurde zum neuen zuhause für Lacey. Und auch der Fall in "A Dark and Twisted Tide" spielt am und im Wasser, wodurch die Themse diesmal zum zentralen Handlungsort wird. So ganz konnte diese ganze Atmosphäre nicht auf mich übergreifen und die Beschreibung von Laceys Leben auf dem Boot hat mich eher dazu gebracht zu hinterfragen wie sie es dort überhaupt aushalten kann. Allgemein hat mir das ganze Setting diesmal nicht so wirklich zugesagt. Lacey wohnt an der Themse, sie arbeitet auf der Themse und der Fall dreht sich auch rund um die Themse. Irgendwie war mir das alles etwas zuviel. Die Szenen rund um Laceys Arbeit fand ich sehr langweilig zu lesen und ich hab mich mehrmals dabei erwischt wie ich Sätze einfach überflogen habe. Mir kam es nicht vor als wäre ich selbst in der Handlung drin, sondern würde alles nur von außen betrachten.

     

    Zudem haben wir einen weiteren persönlichen Fall für Lacey und mittlerweile stellt sich mir die Frage, wie oft eine Person von verschiedenen Mördern und Psychopathen involviert werden kann. Für mich war es dieses Mal einfach nur noch unglaubwürdig. Die Handlung hat sich allgemein in die Länge gezogen und ich bin bis zum Ende nicht in die Geschichte hinein gekommen. Ich muss sagen, dass ich das Grundthema mit dem illegalen Schmuggel in das Vereinigte Königreich durchaus interessant fand. Ebenso wie die Hintergründe der Frauen und auch die Auslösung an sich bot durchaus Potential. Aber mich konnte es nicht packen und ich war froh, als ich das Buch endlich beendet hatte. Auch die Endszene fand ich überzogen – wohingegen das Ende des dritten Bandes perfekt gewesen wäre um die Reihe abzuschließen. Es war schade, dass die Charaktere aus den vorherigen Büchern in den nachfolgenden Bänden plötzlich vergessen waren. "A Dark and Twisted Tide" hat so viele Möglichkeiten gehabt Barney einen Gastauftritt zu geben. Und wieso haben wir während Marks persönlichem Fall nie was über seinen Sohn gehört? Für mich liest sich das Buch wie eine Rohfassung, an der noch gearbeitet werden muss.

     

    SPRACHSTIL

    Der Schreibstil von Sharon Bolton hat sich in den einzelnen Büchern nicht weiterentwickelt und bleibt schlicht, sachlich aber auch relativ nichtssagend. Ich hatte vermehrt das Problem, dass mich ihr Schreibstil einfach nicht fesseln konnte. Oftmals hab ich ganze Absätze lediglich überflogen und mir hat es gefehlt regelrecht an den einzelnen Sätzen kleben zu bleiben. Die Handlung wollte vor meinen Augen nicht lebendig werden und ich musste mich regelrecht zwingen weiter zu lesen. Wie gewohnt zeichnet sich das Buch durch viele kurze Kapitel aus, in denen Erzähler und Perspektive stetig wechseln. Besonders die Sichtweise der Opfer hat mir diesmal große Probleme bereitet und es fiel mir sehr schwer bei ihren Kapiteln konzentriert zu bleiben, weil ich gedanklich immer wieder abgeschweift bin. Da mir Lacey mittlerweile nur noch unsympathisch ist, konnte ich leider auch ihre Sichtweise nicht genießen. Am schlimmsten fand ich jedoch den Schwimmer zu lesen, was auch daran liegen mag, dass mich die Auflösung um ihn ziemlich enttäuscht hat.  

     

    COVER

    Das Cover passt wunderbar zur Handlung und vermittelt eine düstere Atmosphäre. Es ist kein Geheimnis, dass mir die Cover der Lacey Flint Reihe sehr gefallen. Als notorische Coverkäuferin waren sie mit eines der Gründe weshalb ich das erste Buch der Reihe überhaupt erst in die Hand genommen habe. Nicht ganz so passend ist das amerikanische Hardcover, aber zum ersten Mal finde ich auch das sehr schön gestaltet. Lediglich das deutsche Cover ist meiner Meinung nach wieder ziemlich unpassend. Der dunkelblaue Farbverlauf lässt sich zwar nett ansehen, aber inwiefern Seepferdchen mit der Handlung zu tun haben bleibt mir ein Rätsel. Für mich ist das Cover sehr irreführend und auch den Titel finde ich nicht so gut gewählt wie das Original!

     

    FAZIT

    "A Dark and Twisted Tide" ist für mich der schwächste Teil der Reihe. All die Kritikpunkte, die ich an den vorherigen Bänden geäußert habe, werden hier noch mal verstärkt. Ich konnte keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen und selbst der Fall konnte mich diesmal nicht fesseln. Teilweise war ich genervt von der Erzählweise und mehrfach versucht das Buch abzubrechen. Nach vier Versuchen muss ich für mich feststellen, dass es einfach nicht sein soll. Ich werde keine weiteren Bücher von Sharon Bolton lesen!

     

    BEWERTUNG

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    Thommy28s avatar
    Thommy28vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend - mit ungewöhnlichem Plot
    Spannend - mit ungewöhnlichem Plot

    Eine kurze Inhaltsangabe findet der interessierte Leser hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:


    Das Buch ist in 98 kurze, knackige Kapitel unterteilt. Dabei wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und in unterschiedlichen Zeiträumen erzählt. Das hört sich zunächst kompliziert an, hat den Lesefluss aber nicht gestört - im Gegenteil, ich fand dies für die Handlung sehr förderlich.


    Der Plot ist - wie oben bereits erwähnt - endlich mal nicht "von der Stange", sondern weicht wohltuend von dem üblichen Thrillereinerlei ab. Dass es durchaus auch Momente gibt bei denen sich der Leser fragt, wie wahrscheinlich das ist, will ich dafür gern in Kauf nehmen.


    Neben der eigentlichen Thrillerhandlung wird auch noch eine parallele Geschichte um eine künstliche Befruchtung bei einem lesbischen Pärchen eingeflochten. Das hat zwar die Handlung aufgelockert, dem Spannungsbogen aber nicht unbedingt gut getan.


    Die Schreibweise hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Autorin kann mit Worten umgehen.....!


    "Schwarze Strömung" ist der vierte Teil der Reihe um Lacey Flint - nicht das Top-Buch, aber doch sehr gut. Ich empfehle die Bücher wenn irgend möglich in richtiger Reihenfolge zu lesen. Das erhöht den Lesespass und das Verständnis für die handelnden Personen erheblich.



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    Buchgeborenes avatar
    Buchgeborenevor 3 Jahren
    Verblüffende Idee, Sympathische Charaktere.

    Ich habe dieses Buch anfangs nur gelesen, weil ich Lacey Flint großartig fand. Von Spannung war da noch keine Spur, aber Lacey hat mich mitgerissen. Sie ist eine großartige Frau, selbstbewusst, stark, mutig. Dann wurde es langsam spannend, steigerte sich und endete mit einer verblüffenden Idee. Für mich ist dieses Buch ein weiteres Highlight von 2015. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, der Schreibstil ist sehr gut, die Idee in diesem Thriller gefällt mir und an Spannung fehlt es mir hier auch nicht.

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    P
    PoldisHoerspielseitevor 3 Jahren
    Lacey Flint - Schwarze Strömung (Sharon Bolton)

    Lacey Flint hat seit kurzem wieder ihren Dienst aufgenommen, den sie fortan bei der Londoner Flusspolizei verrichtet. Auch ihren Lebensmittelpunkt hat sie auf die Themse verlegt und wohnt in einem kleinen Boot, von dem sie allmorgendlich einen kleinen Schwimmausflug startet. Doch die scheinbare Idylle wird bald gestört, als Lacey eine Leiche in den Fluten des Flusses findet – und es soll nicht der einzige geheimnisvolle Todesfall bleiben...
     
    Bereits den vierten Roman über Lacey Flint hat sich Autorin Sharon Bolton mit „Schwarze Strömung“ erdacht, wobei die Geschichte auch ohne Vorkenntnisse aus den früheren Bänden gut verständlich ist. Dabei spielt auch das Privatleben der Protagonisten immer wieder eine Rolle – besonders im ersten Teil – sodass Leser der vorigen Bände endlich erfahren, wie es mit den lieb gewonnenen Figuren weitergeht. Die Handlung wird in kurzen Kapiteln aus der Sicht von ganz unterschiedlichen Charakteren geschildert, was mir hier sehr gut gefallen hat. Denn so bekommt man auch immer wieder kleine Ausschnitte aus dem Handeln des Täters präsentiert, ohne seine Identität oder sein Motiv zu verraten. Zudem wirkt die Handlung dadurch sehr dynamisch und steigert durch die vielen Cliffhanger die Spannung zusätzlich. Dass der Täter einen direkten Bezug zu Tracey Flint zu haben scheint, bringt zusätzliche Brisanz in den Fall, der sich durch zahlreiche unerwartete Wendungen auszeichnet. Hochspannend wird es gerade im letzten Drittel der Handlung, und auch die Auflösung des Ganzen ist sehr packend formuliert und krönt die sehr gelungene Erzählung.
     
    Sharon Bolton zeichnet ein sehr genaues Bild ihrer Charaktere, die recht komplex und vielschichtig dargestellt werden. Dieser Eindruck wird durch die unterschiedlichen Erzählperspektiven noch verstärkt, sodass man jeweils einen kleinen Eindruck von der Gedankenwelt der Protagonisten erhält. Neben Lacey steht auch immer wieder ihre Vorgesetzte Dana im Mittelpunkt, die in einer lesbischen Beziehung lebt und mit Lacey immer wieder in Reibereien gerät. Gerade der Kontrast dieser beiden Rollen ist ein sehr gelungener Aspekt dieses Bandes. Die Verwendung der Sprache ist dabei stets treffend und sehr bildlich, sodass die einzelnen Szenen ihre volle Wirkung entfalten können. Bolton setzt dabei eher auf kurze, prägnante Sätze denn auf verschachtelte Konstruktionen, was dem Lesefluss sehr zuträglich ist.
     
    Ein sehr spannender und packender Roman, der auch ohne Kenntnis der Vorgänger seinen Reiz entfalten kann. Die rätselhaften Morde stellen des Ausgangspunkt für eine Reihe von sehr interessanten Ermittlungen dar, die zu einem sehr packenden Finale mit prägnanten Hintergründen führen. Der kurzweilige Verlauf mit den sehr feinsinnig gezeichneten Charakteren konnte mich vollends überzeugen.

    Kommentare: 1
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    hannelore259s avatar
    hannelore259vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Guter Thriller mit unerwarteten Wendungen
    Thriller mit packender Athmosphäre

    Das Cover und der Klappentext haben mich auf diesen Thriller aufmerksam gemacht und haben nicht zuviel versprochen.
    Lacey Flint arbeitet bei der Londoner Flusspolizei, doch nicht nur dort ist die Themse ihr ständiger Begleiter.
    Sie lebt auf dem Fluß und durch die vielen Stunden, die sie auchbeim Schwimmen im gefährlichen Wasser verbringt, fühlt sie sich ihm sehr verbunden.
    Das wird ihr zum Verhängnis, als sie bei einem ihrer Schwimmausflüge eine Leiche findet.
    Der Strudel dieses Falls zieht sie immer weiter hinein, als auf ihrem Boot eine weitere Leiche platziert wird.
    Sie scheint irgendetwas mit dem Fall zu tun zu haben, nur was?

    Einen sehr komplexen Thriller hat Sharon Bolton hier entworfen.
    Die Zusammenhänge zeigen sich erst nach und nach und sind selbst für eingefleischte Thrillerfans nicht von Anfang an zu durchschauen, sondern erschließen sich erst im fulminanten Ende.
    Die Ermittlungsarbeit und auch die pathologischen Hintergründe haben mir hier sehr gut gefallen.
    Mein Kritikpunkt sind allerdings die anfänglichen Längen, in denen das Privatleben von Lacey zu sehr in den Mittelpunkt gerät.
    Vor allem war das für mich negativ, da ich die vorherigen Fälle nicht kannte und das Gefühl hatte, ein wenig auf dem Schlauch zu stehen.
    Auch die Indentifizierung mit den Personen blieb dabei ein wenig auf der Strecke.
    Wahrscheinlich hätte ich die Reihenfolge beachten sollen.
    Doch die anfänglichen Schwierigkeiten wurden durch die athmosphärische Schreibweise von Frau Bolton fast wett gemacht.
    Gerade die Rückblicke, in denen die Autorin auf die Gefühle der Opfer eingeht, waren auf sehr eindrückliche erschaudernde Weise geschrieben und auch die bildlichen,düsteren Beschreibungen der Themse und des Creek, waren für mich beeindruckend.

    Fazit: Ein spannender Thriller, der durch seine Komplexität überzeugt.


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    amazingbookworlds avatar
    amazingbookworldvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Guter Thriller mit packendem, unvorhersehbaren Ende.
    Solider Thriller


    Meinung: "Schwarze Strömung" ist ein Teil der Reihe rund um die Ermittlerin Lacey Flint, eine sympatische, junge Frau, die Adrenalin und gefährliche Situationen nur so anzieht. Als ich dieses Buch begann, habe ich gar nicht gewusst, dass es noch drei andere Bände der Reihe gibt, was aber beim Lesen letztendlich kein Problem war. Alle Charaktere und deren Beziehungen untereinander werden nochmals vorgestellt; vorherige Ereignisse werden angeschnitten.

    Schauort ist London, oder besser gesagt der Fluss der durch London fließt: Die Themse. Lacey Flint verbringt gerne den ein oder anderen Tag im Wasser, obwohl das Schwimmen in der Themse verboten und verpöhnt ist. Als ihr eines Tages eine Leiche entgegentreibt, wird Lacey in einen Fall rund um Wasserleichen und Menschenschmuggel verwickelt.

    "Schwarze Strömung" ist ein solider Thriller, mit semi-interessanten Charakteren, aber einem richtig spannendem Abschluss. Der Plottwist am Ende hat mich sehr überzeugt. Leider war das Buch ansonsten nicht herausragend. Wer die anderen Bücher rund um Lacey Flint und ihr Team gelesen hat, wird sicher mehr Spaß an dem Thriller haben. Die starken Charaktere ziehen einen sicherlich in den Bann, aber erst, wenn man sich schon länger mit ihnen auseinandergesetzt hat. Mir blieb zu wenig "Zeit", um alle Personen kennen zu lernen und ins Herz zu schließen, deswegen waren sie für mich nicht unbedingt eindrucksvoll. 

    Trotzdem waren meine Lesestunden mit dem Buch angenehm und spannend. Ich empfehle "Schwarze Strömung" deshalb an alle, die Sharon Boltons andere Thriller der Reihe gelesen haben.

    Abschließend möchte ich mich aber noch beschweren: Das Cover ist ganz schön fehlleitend! Ich finde es zwar wunderschön - eines der schönsten in meinem Bücherregal - allerdings kommen in dem Buch keinerlei Seepferdchen vor. Die gibt es meines Wissens auch gar nicht in der Themse. Wollhandkrabben hätten viel besser aufs Cover gepasst, auch wenn sie nicht so ästhetisch sind ;D

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    Igelas avatar
    Igelavor 3 Jahren
    Klasse!

    Lacey Flint hat sich zur Londoner Flusspolizei versetzen lassen.....ausserdem wohnt sie seit kurzem auf einem Boot auf der Themse. Bei Sonnenaufgang schwimmt sie gerne im Fluss, was  verboten ist, doch Lacey hat ihren eigenen Kopf. Bei einem ihrer nassen Ausflüge, entdeckt sie eine Leiche. Die junge Frau wurde in Leinen gewickelt und an einem Pfahl festgebunden. Kurz darauf wird wieder eine Leiche gefunden. Beide Frauen waren Migrationen und wohl illegal im Land.

    Die Geschichte ist sehr bildlich geschrieben. Wie die Gezeiten, das Leben im und auf dem Fluss beschrieben sind....Klasse!
    Immer wieder blickt die Autorin zurück, und lässt die gefangen gehaltenen Frauen sprechen. Diese Zeilen haben mir Gänsehaut verursacht, denn sie sind so authentisch beschrieben, dass ich die Not der Frauen regelrecht fühlen konnte!
    Die  kurz gehaltenen Kapitel, der Schreibstil lassen Langeweile gar nicht aufkommen.Als sehr interessant habe ich die Beschreibungen der Arbeit des Pathologen empfunden.
    Ab und zu werden alte Fälle erwähnt(...dies ist der 4. Fall von Lacey Flint), doch stets so kurz gehalten, dass auch ein Nichtkenner der ersten Bände, folgen kann.Doch genug um neugierig zu machen. So werde ich mir die vorderen Bände auch noch besorgen!

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