Sharon Cameron Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes

(31)

Lovelybooks Bewertung

  • 37 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 2 Leser
  • 20 Rezensionen
(8)
(12)
(9)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes“ von Sharon Cameron

Intrigen, Ränkespiele, Gerüchte - bei den Tulmans geht man nicht zimperlich miteinander um. Schon gar nicht mit einer vorlauten jungen Frau, von der man kaum noch hoffen kann, sie zumindest gewinnbringend zu verheiraten. Also wird Katharine vor die Wahl gestellt: Armenhaus oder sie erbringt den Beweis, dass ihr reicher Onkel, Frederick Tulman, verrückt geworden ist und das Familienvermögen zum Fenster hinauswirft. Was sie vorfindet, ist jedoch kein seniler alter Mann, sondern ein Exzentriker, der wahre Wunder vollbringt und eine surreale Welt geschaffen hat, die Katharine immer mehr in ihren Bann zieht. Wie die sturmgrauen Augen seines Assistenten Lane. Doch das Schicksal ist so trügerisch wie das Flüstern des "Stranwyne", und plötzlich ist es Katharine, die um ihr Leben fürchten muss -

Da die Charaktere immer etwas kühl und außer Reichweite blieben, vergebe ich nur drei Sterne.

— Cridilla
Cridilla

Spannend aber nich mein Geschmak :-(

— australiensurfergirl
australiensurfergirl

Hat mit Steampunk so viel zu tun wie ein Walross mit einer Erdbeere, ist aber trotzdem nett zu lesen, wenn man Gaslight-Mystery mag.

— progue
progue

Super Buch! Würde es am liebsten gleich noch einmal lesen;)

— Melissa3003
Melissa3003

Eine abenteuerliche Geschichte, in der Andersartigkeit nicht nur an der Tagesordnung steht, sondern auch gewünscht ist.

— Zibbi1987
Zibbi1987

Die Story ist ganz nett, aber leicht zu durchschauen. Auch die "surreale Welt" ist eher enttäuschent.

— Wonder_
Wonder_

Stöbern in Romane

Durch alle Zeiten

Sehr spannend und bewegend

silvia1981

Dann schlaf auch du

Wem kann man seine Kinder anvertrauen?

silvia1981

Wie man es vermasselt

Frisch, jung und intelligent... ein absolutes Wahnsinns-Buch!

Tigerkatzi

Und jetzt auch noch Liebe

Turbulente Liebeskomödie mit sehr skurrilen Charakteren, um eine junge Frau, die durch eine ungewollte Schwangerschaft erwachsen wird.

schnaeppchenjaegerin

Und es schmilzt

Erschreckende, schonungslose Erzählweise einer mehr als tragischen Kindheit!

Caro2929

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Trogwynde und andere seltsame Gestalten…

    Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes
    Cridilla

    Cridilla

    Über die Autorin: Sharon Cameron lebt in Nashville, Tennessee. Wenn sie nicht gerade schreibt, stöbert sie gern in staubigen Historien-Wälzern, durchlöchert mit ihrem Langbogen Zielscheiben oder frönt ihrer lebenslangen Suche nach geheimen Durchgängen und Verstecken. "Stranwyne Castle" ist ihr erster Roman. Kurz zum Inhalt: Intrigen, Ränkespiele, Gerüchte … bei den Tulmans geht man nicht zimperlich miteinander um. Schon gar nicht mit einer vorlauten jungen Frau, von der man kaum noch hoffen kann, sie zumindest gewinnbringend zu verheiraten. Also wird Katharine vor die Wahl gestellt: Armenhaus oder sie erbringt den Beweis, dass ihr reicher Onkel, Frederick Tulman, verrückt geworden ist und das Familienvermögen zum Fenster hinauswirft. Was sie vorfindet, ist jedoch kein seniler alter Mann, sondern ein Exzentriker, der wahre Wunder vollbringt und eine surreale Welt geschaffen hat, die Katharine immer mehr in ihren Bann zieht. Wie die sturmgrauen Augen seines Assistenten Lane. Doch das Schicksal ist so trügerisch wie das Flüstern des „Stranwyne“, und plötzlich ist es Katharine, die um ihr Leben fürchten muss … Seite 129f : Wärme breitete sich in meiner Brust aus und erblühte wie eine Blume im Treibhaus. Ich wandte den Blick ab, entzog ihm meine Arme und versuchte, mein Gleichgewicht zu halten. Was dachte ich mir bloß? Hätten wir uns in London befunden, wäre diese Szene so unschicklich gewesen, das ich sofort meinen guten Ruf verwirkt hätte. Aber daran hatte ich hier überhaupt nicht gedacht. Stranwyne war ein ganz eigenes Reich, wie Lane zuvor bemerkt hatte, und die Regeln, denen der Rest der Welt unterlag, galten hier nicht. Ich spürte, wie sich meine Wangen rosa verfärbten bei dem Gedanken daran, was wohl meine Tante und Mrs Hardcastle zu diesem Thema zu sagen gehabt hätten. Und dann zog jemand an meinem Rock… Sharon Camerons erster Ausflug in das Reich der Bücher, ist eine spannende Geschichte über die junge Katharine, die in die Ränkespiele nicht nur ihre Tante und ihren Onkel betreffend gerät, sondern auch so nebenbei in das Kriegsspiel zweier Länder, aber Letzteres ziemlich ungewollt und ohne ihr Zutun. Eigentlich soll die junge Waise Katharine nur den Auftrag ihrer Tante Alice ausführen und ihren Onkel Frederick Tulman, der wohl für mehr als nur exzentrisch gilt, für unzurechnungsfähig erklären lassen und somit ihr eigenes weiteres Leben/Auskommen sichern, da ihr Dasein sehr von der „Güte“ ihrer Tante abhängt und auch gleichzeitig das „Tulman Erbe“ sichern, doch ihr unangekündigtes Auftauchen tritt eine Lawine von Umständen los, die nicht nur ihr weiteres Leben, sondern auch das Leben der Einwohner von Stranwyne betreffen. Zunächst lernen wir also die noch 17jährige Katharine kennen, die Waise, und somit bei ihren nächsten Verwandten untergekommen ist, und ihrer Tante Alice in London die Haushaltsbücher führt, da sie mathematisch ziemlich gut mit Zahlen umzugehen weiß. Dann wäre da noch der eigenbrötlerisch scheinende junge Gehilfe ihres Onkels, Lane, der sich im Verlauf der Erzählung als sehr künstlerisch begabt entpuppen wird, ein scheinbar stummer kleiner verwahrlost anmutender Junge – Davy - die Tante von Lane, und ein paar weitere skurril gezeichnete Charaktere im namenlosen Dorf beim Schloß Stranwyne. Prinzipiell eine durchaus gelungene Grundvoraussetzung für die Zutaten eines spannenden Gruselschauerromans, aber irgendwie haperte es bei der Durchführung. Ich bin immer auf der Seite unterdrückter Charaktere, die sich selber durch die widrigsten Umstände unbehindert durch das Leben kämpfen, um später frei auf eigenen Füßen zu stehen. Normalerweise, aber hier… Irgendwie blieben bei all der geplanten Arbeit, das Buch zu einem leidlich spannenden Finale zu bringen, die Figuren leider auf der Strecke. Katharine war nicht nur ihrer fremden neuen Umgebung kühl und unnahbar, sondern auch dem Leser. Lane schien immer nur vor sich hinzubrodeln, zu wüten aus irgendwelchen undefinierbaren Gründen, die nie ganz klar wurden. Zwar kann man eine voreingenomme Haltung Katharine gegenüber nachvollziehen, wenn man die Umstände betrachtet, unter denen sie im Schloß erscheint, aber das allein ist ein bischen dünn, für den dunkel grüblerischen Charakter Lanes. Ewig bleibt er unnahbar fast dauerhaft wütend ihr gegenüber und somit entzieht er sich der Identifizierung durch den Leser. Genauso Katharine, der einzige Charakter, der eigentlich kein Exzentriker ist, sondern eine wohl für die damalige Zeit noch nicht erkannte Form des Autismus hat, ist ihr Onkel Frederick, das technische Erfindergenie der Familie. Gerade durch seine Krankheit wirkt er so sehr fragil und verletzlich, daß er die menschlichste Figur des Romanes wird. Die täglich zeitlich begrenzten Abläufe, die sekundengenau für ihn eingehalten werden müssen, sind zwar äußerst ungewöhnlich, aber geben ihm, bei genauerer Betrachtung, die Sicherheit, die Frederick braucht um zu funktionieren und neue Gerätschaften entwickeln zu können. Auf dieser Basis nähert sich ihm seine Nichte und einige für sie bis dato geheimnisvollen Schleier um ihre Familie, wie ihren Vater, Fredericks Bruder, beginnen sich zu lüften. Das hat Katharine etwas auftauen lassen, ebenso die plötzliche kindliche Freude, die sie beim gemeinsamen – für diese Zeit wohl noch relativ unbekannten – Rollschuhlaufen mit Lane, an den Tag gelegt hat. Aber nur etwas. Wieder verfielen beide Charaktere ins grüblerische Brüten und Schweigen und einzig ein kleiner Junge, der noch eine große Rolle im späteren Verlauf haben wird, scheint Katharines Herz etwas zu erweichen. Was noch durchaus schön, und dem Schauerromangenre dienlich war, ist die plötzliche „Schwäche“ Katharines, die wie aus dem Nichts auftaucht, und für einigen Wirbel sorgt. Immer wieder hat sie nächtliche Aussetzer, kann sich scheinbar an ganze Stunden nicht mehr erinnern und fügt sich selber unbewußt Wunden zu, die sie tags darauf einfach nicht erklären kann. Aber Mary, ihr neues Mädchen aus dem Dorf und deren Mutter sind wohl – wie auch alle Anderen – einhellig der Meinung, daß sie eine Trinkerin sei, obwohl Katharine nicht ein einziges Mal beim Trinken ertappt wird, geschweige denn, das sie etwas anderes außer den täglichen Tee mit ihrem Onkel, oder dem einzigen anderen männlichen Verehrer, Ben Aldridge, einnimmt. Was ihr aber hätte zu denken geben sollen… Hier kam dann der Grusel des Schauerromanes richtig schön zur Geltung, nächtliche komische Geräusche, die Kapelle, die Katharine schon zu Beginn durchqueren mußte, und die ihr suspekt war, der unheimliche Trogwynd, der angeblich für alle seltsamen Vorkommnisse im Schloß und Dorf als Erklärung herhalten mußte, ihre scheinbar auf Alkoholmißbrauch zurückführenden stundenlangen Aussetzer und die unheimlichen Gerätschaften und mechanischen Roboter ihres Onkels, die fast jeden Raum im Schloß belegten, vom seltsamen überfüllten Uhrenzimmer einmal ganz abgesehen. Die Konstruktion des riesigen Schlosses beruht ja – nach eigenen Angaben der Autorin – auf einem englischen Vorbild, dem Welbeck Abbey – was wohl in seiner interessanten Architketur und exzentrischen Bewirtschaftung schon zu seiner Zeit für einigen Aufruhr sorgte. Ein unterirdischer Tanzzsaal, durch eine Glaskuppel beleuchtet, eine unterirdische Bibliothek, ein Anwesen, was nur durch einen langen Tunnel erreichbar war, schon eine historische Eigenheit und Sensation. Und ein Schloßbewohner, der seine Angestellten zu häufigem Rollschuhlaufen anhielt, außergewöhnlich… Im Nachhinein kann ich sagen, daß mir die Auflösung am ehesten gefallen hat, die angebliche Alkoholsucht, die sich doch als langsame Laudanumvergiftung entpuppt, die böse Tante, der der Garaus durch den äußerst seltsamen Anwalt von Frederick gemacht wird, die 180° Umschwenkung der Haushälterin, die niemals zuvor auf Katharines Seite war, und das tragische Ende von Davy, der in Katharines Vergiftung eine große Rolle gespielt hat, ihr aber auch zur Entdeckung ihres wahren Peinigers hilft und letztendlich die zarte Liebe, die zwischen Katharine und Lane aufkeimt, das alles führt zu einem fast atemlosen Finale, indem nur das Letztgenannte ein kleinwenig unglaubwürdig ist. Definitiv ist dieser Young Adult Roman ein gelungener Schauerroman, dessen Intensität man sich nur schwer entziehen kann, wäre da nicht das Manko der unausgereiften Hauptprotagonisten, die hoffentlich in der Fortsetzung eine zum Besseren hin gemachte Entwicklung durchleben werden. Oder es lag ausschließlich an der Autorin und ihre Figuren mußten in ihrem Erstling erst das Laufen lernen. An der Übersetzerin kann es meines Erachtens nicht gelegen haben, hat Bettina Arlt es doch vortrefflich verstanden hat, die Geschichte im Stile des Viktorianischen Zeitalters zu erzählen, in der es jungen Frauen von Katharines Stand nicht gestattet war, mit einem Gentleman auch nur ansatzweise etwas alleine zu unternehmen, aber da die Gesetzte in Stranwyne so nicht mehr gelten… Wann die Fortsetzung im Deutschen erscheinen wird ist nicht bekannt, aber auf Englisch gibt sie es schon. Wer Young Adult Grusel mit Schauerelementen der Gotik, skurrile Erfinder und eigenbrötlerische Gehilfen mit künstlerischem Geschick, seltsame Haushälterinnen und fiese Antagonisten zu schätzen weiß, der sollte sich hier wohl fühlen. Aber leider ein Stern Abzug durch die stets unterkühlt wirkenden Hauptprotagonisten.

    Mehr
    • 4
  • → ein merkwürdiges Wirrwarr, welches sich aber gut lesen ließ ←

    Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes
    Brina1983

    Brina1983

    18. November 2014 um 09:03

    Kurzbeschreibung lt. amazon: Intrigen, Ränkespiele, Gerüchte … bei den Tulmans geht man nicht zimperlich miteinander um. Schon gar nicht mit einer vorlauten jungen Frau, von der man kaum noch hoffen kann, sie zumindest gewinnbringend zu verheiraten. Also wird Katharine vor die Wahl gestellt: Armenhaus oder sie erbringt den Beweis, dass ihr reicher Onkel, Frederick Tulman, verrückt geworden ist und das Familienvermögen zum Fenster hinauswirft. Was sie vorfindet, ist jedoch kein seniler alter Mann, sondern ein Exzentriker, der wahre Wunder vollbringt und eine surreale Welt geschaffen hat, die Katharine immer mehr in ihren Bann zieht. Wie die sturmgrauen Augen seines Assistenten Lane. Doch das Schicksal ist so trügerisch wie das Flüstern des „Stranwyne“, und plötzlich ist es Katharine, die um ihr Leben fürchten muss … Erster Satz: Die Sonne schien warm, und der Himmel war strahlend blau, ein äußerst unpassendes Wetter, um seinen Onkel in ein Irrenhaus einweisen zu lassen. Meine Meinung: → ein merkwürdiges Wirrwarr, welches sich aber gut lesen ließ ← Inhaltlich… …hat mich die Geschichte ziemlich verwirrt. Intrigen und Lügen so weit das Auge reicht…Katharine ist ein 17-jähriges Waisenmädchen und lebt bei ihrer Tante und ihrem Cousin. Ihre Tante ist ein furchtbarer Mensch. Sehr gebieterisch und ziemlich faul in meinen Augen. Einfach nichts liebenswert. Leute, ich mag sie wirklich nicht. ;) Erzählt… …Es ist ein recht angenehm geschriebenes Buch. An dem Erzählstil selbst habe ich nichts auszusetzen. Sprachlich hatte ich manchmal so meine Schwierigkeiten. Ich fand manche Szenen dadurch etwas hölzern . Äußerlich… … ist das Buch ein wunderschöner Blickfang! Es wirkt so malerisch und geheimnisvoll. Wunderschön!!! Charakterlich… …Katharine war mir schon sympathisch. Ich mochte sie. Aber sie hat sich so schnell hinter’s Licht führen lassen und sich von vorne bis hinten so naiv verhalten. Okay, sie war auch noch nie zuvor von zu Hause weg. Geschweige denn Kontakte zu anderen Menschen außer zu ihrer Tante und ihrem Cousin. Aber dafür ist sie ein süßer und liebevoller Charakter. Es ist definitiv Entwicklungspotenzial da. Richtig verwirrend fand ich immer die Stellen, wenn sie mit anderen Menschen aus dem Schloss zusammentraf. Fazit: Eine leicht Fantasy angehauchte Geschichte, die mich leider nicht ganz so fasziniert hat und mich auch nicht fesseln konnte. Es ist eine nette Geschichte und leicht zu lesen. Man kann ja leider nicht immer genau sagen, was einem im Buch gefehlt hat. Vielleicht ein wenig mehr Spannung hier und da oder ein wenig mehr Emotionen an den richtigen Stellen? Wer weiß, ich bin gespannt, wie es weiter geht. :) Ich vergebe 3 Bücher!

    Mehr
  • das trügerische Flüstern des Windes

    Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes
    Secret-Eden

    Secret-Eden

    02. November 2014 um 16:24

    Auf dieses Buch wurde ich aufmerksam durch das wunderschöne Cover. Die Farbwahl, das erstaunt wirkende junge Mädchen und die hübschen Ornamente haben es mir angetan und vom Cover landete ich, wie die meisten anderen beim Klappentext. Oben steht er ja und wie ihr seht, er verspricht viel und lädt einen ein in diese Welt einzutauchen. Doch ich hätte nicht erwartet was für eine wunderschöne Welt mich in diesen Seiten erwartet. Liebevolle Charaktere nahmen mich mit in das heruntergewirtschaftete Anwesend und begleiteten mich durch die Geschichte. Ich muss sagen das Ende war etwas vorhersehbar doch die Ereignisse die zwischen dem Anfang und dem Ende geschahen waren es nicht, besonders nicht das Schicksal mancher der Charaktere. Besonders eine Geschichte hat mich sehr berührt. Aber ich möchte euch nicht zu viel verraten um euch diese Geschichte nicht vorweg zu nehmen. Einziger Manko war die etwas verwirrende Geschichte, manchesmal war es so das ich einige Seiten nochmal lesen musste um zu begreifen was dort wirklich gerade passiert. Aber auch diese Verwirrung passte immernoch gut zum dem gesamten Buch. Ich hoffe es wird mehr von Frau Sharon Cameron übersetzt werden. Schöne Geschichte die einem zum schmunzeln anregt aber auch zwischendurch Tränen in die Augen treibt.

    Mehr
  • Tolle Atmosphäre, großartiges Setting!

    Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes
    Ricas_Fantastische_Buecherwelt

    Ricas_Fantastische_Buecherwelt

    08. October 2014 um 23:52

    Meine Meinung "Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes" von Sharon Cameron ist ein außergewöhnlicher Roman, der mich förmlich verzaubert hat. Cameron hat einen sehr angenehmen Schreibstil, mit dem sie eine Gratwanderung zwischen Jugendsprache und der Ausdrucksweise des viktorianischen Zeitalters hinlegt. Ihre Beschreibungen entführen den Leser in eine andere Welt und kreieren eine so dichte Atmosphäre, dass ich gelegentlich sogar eine Gänsehaut hatte. Die Charaktere sind gewiss keine Sympathieträger auf den ersten Blick, aber wie im echten Leben lernt man sie nach und nach immer besser kennen - und lieben. Katharine ist keine Durchschnittsprotagonistin und hat viele Ecken und Kanten. Wenn man ihr Leben so betrachtet, möchte man direkt mit ihr fühlen und doch eckte sie gerade am Anfang ein paar Mal bei mir an. Sie kommt mit der Intention nach Stranwyne Castle, ihren Onkel für verrückt erklären zu lassen, damit ihre Tante über noch mehr Geld verfügt. Natürlich wird Katherine dazu gezwungen und ich kann nachvollziehen, warum sie das auch in Erwägung zieht, aber die Art und Weise, wie sie sich zu Anfang in dem Anwesens ihres Onkels aufführt, ging für mich gar nicht. Dafür kriegt sie allerdings auch schnell genug die Quittung und zumindest lernt sie dann ja auch hinzu. Im Verlaufe des Romans entwickelt sie sich auch schön weiter und spätestens im Umgang mit ihrem Onkel macht sie ihre anfänglichen Fehler wieder wett. Es gibt natürlich noch viele weitere Charaktere, die man aber am besten selbst kennenlernt. Sie sind so einzigartig und viele von ihnen so verschroben, dass das Kennenlernen einfach ein richtiges Vergnügen ist. Die Geschichte selbst war einfach so ganz anders als ich es erwartet hatte. Keine Ahnung, womit ich tatsächlich gerechnet hatte, aber das war es definitiv nicht. Steampunk hat generell seinen ganz eigenen Charme und ich finde, man kann die Bücher dieser Gattung nur selten miteinander vergleichen. Jedenfalls waren die Wenigen, die ich bisher davon gelesen habe, absolut einzigartig.  Das Beste an diesem Roman ist ganz eindeutig diese besondere Atmosphäre und das geniale Setting. Ich habe eine Vorliebe für alte Häuser mit einer Geschichte oder noch besser einer "Seele" und so war ich natürlich sofort in dieses grandiose Anwesen verliebt. Natürlich ist Stranwyne Castle viel mehr als bloß ein Haus und so gab es auch viel mehr zu entdecken. Die Autorin hat es dabei tatsächlich geschafft, dass ich sogar noch Monate später das ganze Setting vor Augen habe und mir wünsche, selbst dort zu wohnen. Auch die Idee hinter der Geschichte ist absolut originell. Gerade zum Ende hin, wenn sich die Ereignisse überschlagen, kommen viele Aspekt hinzu, mit denen ich niemals gerechnet hätte. So kommt es aber auch, dass am Ende fast schon zu viel passiert und man als Leser ganz schön aufpassen muss, um überhaupt noch hinterher zu kommen. Letztlich bin ich aber mit dem Abschluss ungemein zufrieden und auch wenn dieser Roman gut als Standalone funktioniert hätte, freue ich mich auf die Fortsetzung! Fazit Sharon Camerons "Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes" ist ein wirklich einzigartiger Roman, der mich begeistern und bezaubern konnte. Selbst Monate später habe ich noch dieses wundersame Anwesen vor Augen und spüre noch einen Hauch dieser tollen Atmosphäre, die dieses Buch zu etwas so besonderem macht. Die Charaktere passen absolut zur Geschichte und auch wenn man dafür etwas länger brauchen mag, schließt man sie letztendlich doch ins Herz. Wer einer Mischung aus Steampunk und Mystery nicht abgeneigt ist, sollte sich diesen Roman nicht entgehen lassen - 5/5 Bücher!

    Mehr
  • ein wirklich ungewöhnliches Buch

    Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes
    Letanna

    Letanna

    24. August 2014 um 10:57

    Kathrine Tulman wird von ihrer Tante Alice zum Anwesen ihres Onkels Frederick Tulman geschickt. Dort soll sie die Unzurechnungsfähigkeit ihres Onkels bestätigen und ihn entmündigen lassen. Ihre Tante macht sich nämlich sorgen um das Anwesen Stranwyne Castle, dass ihr Sohn Robert erben soll. Als Kathrine dort ankommt ist sie über die dortige Situation überrascht. Denn auf dem Anwesen befindet sich eine ganze Stadt mit eigenen Fabriken und eigener Infrastruktur. Ihr Onkel ist sehr exzentrisch und schafft unglaubliche Dinge aus Zahnräder und Metall. Kathrine gerät in einen Geflissenskonflikt, denn sollte sie ihren Onkel entmündigen, würden alle Menschen hier ihr Zuhause verlieren. Aber das sie finanziell abhängig von ihrer Tante ist, fällt es ihr schwer eine Entscheidung zu treffen. Ich muss sagen, das Buch hat mich sehr überrascht, ich habe irgendwie etwas anderes erwartet. Die Handlung ist sehr komplex, manchmal sogar etwas zu verworren. Das ganze ist ein Genremix aus Steampunk, Mistery mit einem Hauch historischem Liro. Die Welt, die auf Stranwyne Castle erschaffen wurde, ist unglaublich und das ganze sehr faszinierend. Die Stimmung ist an manchen Stellen doch recht gruselig. Die Charaktere sind sehr verschieden und teilweise recht schräg. Kathrines Onkel Frederick ist für mich am schwierigsten einzuschätzen. Ich würde jetzt einfach mal sagen, er hat autistische Veranlagungen. Technisch und mathematisch ist er ein Genie, leider aber völlig unfähig, normale soziale Kontakte zu pflegen. Bei ihm muss alles seine Struktur haben und wehe etwas läuft anders, dann bricht seine ganze Welt zusammen. Kathrine und ihre Gewissensbisse werden sehr gut dargestellt. Schnell merkt man, dass ihr ihr Onkel und all die anderen Menschen als Herz wachsen und es ihr immer schwerer fällt, den Auftrag ihrer Tante zu erfüllen. Die Liebesgeschichte zwischen ihr und Lane nimmt eher einen keinen Raum in der Handlung ein, hat mir aber sehr gut gefallen. Lane ist anfangs sehr abweisend zu Kathrine, die Beziehung entwickelt sich erst nach und nach. Das Ende war doch recht überrascht. Viele Handlungsstränge werden zwar zu Ende geführt, aber einige Fragen bleiben leider auch offen. Den 2. Teil hat die Autorin schon geschrieben, es gibt aber noch keinen Termin für die deutsche Veröffentlichung.

    Mehr
  • Ungenutztes Potenzial

    Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes
    Yuina

    Yuina

    15. August 2014 um 14:48

    Katherine Tulman, eine 17-jährige Waise, lebt seit dem Tod ihrer Eltern als Buchhalterin im Haus ihrer geldgierigen Tante Alice. Als sie von ihr den Auftrag bekommt, das Anwesen ihres Onkels Tully zu besuchen, um ihn ins Irrenhaus einweisen zu lassen und damit das Erbe von Alices Sohn Robert zu retten, glaubt sie an eine Routineaufgabe, doch als sie auf Stranwyne Castle eintrifft, sieht sie sich schnell mit einer Bandbreite von Problemen konfrontiert: Das wenige Personal auf dem Anwesen versucht krampfhaft, jegliche Begegnung Katherines mit ihrem Onkel zu verhindern, von allen Seiten fühlt sich die junge Frau beobachtet und nachdem sie bereits in der ersten Nacht beinah den Verstand verliert, stellt sie fest, dass von Tullys Einweisung das Leben hunderter Menschen abhängt – in Wahrheit verschleudert ihr Onkel das Erbe ihres Cousins nämlich nicht, sondern hat es in die Erbauung eines Gaswerks investiert, das Menschen, die einst in Armenhäusern lebten, Arbeit und ein besseres Leben verschafft. Das Cover des Buches ist wunderschön; es zeigt ein hübsches Mädchen in einem Gewand mit Rüschenbesatz, ist fast durchgehend in Violetttönen gehalten und mutet durch die gelbgoldenen Ornamente links oben und rechts unten historisch an. Ebendieses Design als auch der Klappentext führen allerdings schnell zu dem Trugschluss, dass es sich hierbei um einen fantastisch angehauchten Historienroman handeln könnte – nach einigen Seiten bemerkt man jedoch, dass es sich um Steampunk handelt, was vor dem Lesebeginn etwas deutlicher hätte heraustreten können. Der Schreibstil trumpft mit einigen wirklich schönen, bildhaften Beschreibungen auf, wirkt bisweilen aber leider ein wenig steif, weshalb ein schnelles Durchkommen beim Lesen fast unmöglich scheint. Außerdem zieht sich die Handlung stark in die Länge – viele Seiten lang geschieht einfach gar nichts, bis endlich wieder eine Kleinigkeit eingestreut wird, die einen daran erinnert, wie seltsam es eigentlich auf Stranwyne zugeht. Leider wird davon in der ersten Hälfte des Buches und noch darüber hinaus rein gar nichts aufgeklärt, es gibt keine Hinweise auf potenzielle Erklärungen, sodass man als Leser leider gar nicht groß mitfiebern kann, da man keine Informationen erhält, die einen „Miträtselprozess“ in Gang setzen, was mich sehr enttäuscht hat. Auch die Liebesbeziehung zwischen Katherine und Onkel Tullys Assistenten Lane, die einem im Klappentext versprochen wird, beginnt sich erst furchtbar spät und quälend langsam zu entwickeln, genau wie man das Gefühl bekommt, dass die meisten Charaktere sehr prototypisch aufgebaut sind und sich eigentlich kaum entwickeln – die Protagonistin glücklicherweise ausgeschlossen, die die Dorfbewohner trotz des Hasses, der ihr Anfangs entgegenschlägt, zu mögen beginnt und feststellt, dass sie das Leben all dieser Menschen nicht zerstören möchte, nur um ihrer Tante zu gefallen, die sie so oder so nicht leiden kann. Was gut gelungen ist, ist jedoch die Gruselatmosphäre, die durch seltsame Geräusche, kaputte Mechanik-Puppen und Alpträume sowie Erinnerungslücken bei Katherine ausgelöst wird. Insgesamt hat diese Geschichte meiner Meinung nach viel Potenzial, das von der Autorin leider nicht ausreichend genutzt wurde – für den Folgeband würde ich mir daher einer schnellere Entwicklung der Ereignisse und ein paar Hinweise wünschen, die den Spannungsbogen steiler verlaufen lassen.

    Mehr
  • Return of the Gaslight-Mystery

    Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes
    progue

    progue

    Früher habe ich diese Art von Lektüre heimlich im Unterricht gelesen. Das waren Heftchen, die man ziemlich gut unter der Bank verstecken und sich mit ihnen vor Sachen drücken konnte, die vielleicht mal wichtig im Leben sein könnten. Auf den Covern dieser Heftchen waren meistens blonde Frauen mit entsetztem Gesichtsausdruck abgebildet, die auf regennasser Kopfsteinpflasterstraße unter einer Gaslampe standen. Nun muss ich zugeben, dass ich ein bisschen was anderes erwartet hatte, weil einige Rezensenten was von Steampunk schrieben. Lasst uns das gleich von vornherein klarstellen: Das gibt's hier nicht. Hier existieren ein paar Uhrwerke, aber nein, auch die qualifizieren das Buch nicht zu Clockworkpunk. Wenn man sich von dieser Vorstellung lösen kann, ist alles gut. Wenn nicht, wird man wohl maßlos enttäuscht. Und darum geht es: Katherine Tulman ist die arme, verwaiste Verwandte von Alice Tulman, die das Mädchen als Aschenputtel in ihrem Haushalt duldet. Sie macht also die Bücher, springt ein, wenn Dienstboten entlassen werden und wird ansonsten gehasst und für ihr loses Mundwerk verachtet. Weil die verwittwete Alice sich Sorgen um das Tulman-Vermögen macht, wird Katherine nach Stranwyne Castle geschickt, mit der einzigen Aufgabe, alles herauszufinden, um ihren Onkel Frederick als unzurechnungsfähig dastehen zu lassen. Sie wird vom ersten Moment an durchschaut, und alle Bewohner des Schlosses und der Umgebung hassen sie, zumal ihr Onkel tatsächlich mad as a hatter ist, aber auf sehr liebenswürdige Weise. Katherine gelangt also in eine schreckliche Zwickmühle. Einerseits will sie sich ihre Zukunft nicht gänzlich versauen, so abhängig wie sie von Alice ist, andererseits kann sie es kaum mit ihrem Gewissen vereinbaren, Stranwyne und Umgebung zu zerstören, denn dort haben dank ihres verrückten Onkels jede Menge Menschen Unterkunft und Arbeit gefunden. Und dann sind da auch noch zwei junge Männer, die mehr oder weniger um ihre Aufmerksamkeit buhlen ... Das Buch hat alles, was diese Art von Romanen brauchen: eine junge, hübsche, meist unerschrockene Heldin, einen düsteren, mysteriösen Helden, loyale Angestellte, intrigante Familienangehörige, dunkle, gefährliche Tunnel und Gänge, Geheimnisse, eine plötzlich auftretende Gefahr für die Heldin, die sich unvermittelt mit der Bedrohung ihres Lebens konfrontiert sieht und an ihren Problemen wachsen muss (und zum Glück auch tut). Noch mehr Glück (in dem Fall für den Leser) ist, dass die Heldin nicht nur ein schreiendes Weibchen ist, das von ihrem Helden ständig gerettet werden muss (wobei ich persönlich auch spätestens nach dem dritten Mal, als sie erwähnt wurden, wusste, dass er sturmgraue Augen hat, und mir das auch gereicht hätte, aber Schwamm drüber). Es gibt jede Menge Konfliktpotenzial, das auch genutzt wird und genügend Mystery, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Die Autorin kann gut schreiben und hat ihre Hausaufgaben in Bezug auf die Zeit gemacht, soweit ich das einschätzen konnte. Fazit: Nichts Anspruchsvolles, aber definitiv unterhaltsam. Allerdings empfehle ich trotzdem, es lieber nicht im Unterricht zu lesen, denn im Vergleich zu den Heftchen früher ist das Buch dann doch ziemlich teuer. ;)

    Mehr
    • 3
  • ein schönes Jugendbuch

    Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes
    Manja82

    Manja82

    06. August 2014 um 14:48

    Kurzbeschreibung: Intrigen, Ränkespiele, Gerüchte … bei den Tulmans geht man nicht zimperlich miteinander um. Schon gar nicht mit einer vorlauten jungen Frau, von der man kaum noch hoffen kann, sie zumindest gewinnbringend zu verheiraten. Also wird Katherine vor die Wahl gestellt: Armenhaus oder sie erbringt den Beweis, dass ihr reicher Onkel, Frederick Tulman, verrückt geworden ist und das Familienvermögen zum Fenster hinauswirft. Was sie vorfindet, ist jedoch kein seniler alter Mann, sondern ein Exzentriker, der wahre Wunder vollbringt und eine surreale Welt geschaffen hat, die Katherine immer mehr in ihren Bann zieht. Wie die sturmgrauen Augen seines Assistenten Lane. Doch das Schicksal ist so trügerisch wie das Flüstern des „Stranwyne“, und plötzlich ist es Katherine, die um ihr Leben fürchten muss … (Quelle: Egmont INK) Meine Meinung: London im Jahr 1852: Katherine lebt bei ihrer Tante. Sie ist dort für deren Bücher zuständig. Ansonsten wird sie von ihrer Tante sehr abfällig behandelt. Bis zu dem Tag an dem dieses Katherine nach Stranwyne Castle schickt. Dort soll sie ihren merkwürdigen Onkel Frederik als unzurechnungsfähig erklären lassen. Doch als Katherine ankommt gestaltet sich die Situation auf Stranwyne Castle ganz anders als von ihrer Tante beschrieben. Katherine hat nun die Wahl, entweder sie zerstört ihr eigenes Leben oder das vieler anderer Menschen. Wie wird Katherine sich entscheiden? Das Jugendbuch „Stranwyne Castle – Das trügerische Flüstern des Windes“ stammt von der Autorin Sharon Cameron. Es ist das Debüt der Autorin. Die Protagonistin Katherine ist 17 Jahre alt. Sie wirkte auf mich zu Beginn sehr herrisch, ja schon beinahe arrogant. Katherine ist rücksichtslos und unfreundlich und ich habe sie zu Beginn wirklich nicht sonderlich gemocht. Um nicht zu verarmen tut Katherine wirklich alles. Doch mit der Zeit wandelt sie sich, sie überdenkt ihr Handeln und ihre Art und Weise wie sie mit Menschen umgeht. Dieser Wandel ist sehr schön beschrieben und nachvollziehbar. Ihr Onkel Frederik Tulman, der von allen nur Onkel Tully genannt wird, ist sehr merkwürdig. Er hat einen genau festgelegten Tagesablauf. Er ist quasi ein kleiner Junge, der gefangen ist im Körper eines alten Mannes und soll von Katherine für unzurechnungsfähig erklärt werden. Die anderen Charaktere im Buch bleiben leider ein wenig sehr blass und ohne Tiefe. Einzig das sie alle irgendwie geheimnisvoll und irgendwie seltsam sind, das ist sehr auffallend. Der Schreibstil der Autorin ist frisch und flüssig zu lesen. Das Tempo ist rech flott und man kommt als Leser gut durch die Seiten. Vor allem das Anwesen Stranwyne Castle hat Sharon Cameron vorstellbar beschrieben. Die Handlung an sich ist zu Beginn noch recht verständlich und man kann alles gut nachvollziehen. Mit der Zeit aber, vor allem im Mittelteil des Buches, wurde es für mich doch sehr verwirrend und ich hatte schon ein wenig Mühe voranzukommen. Dies legt sich aber wieder und dann geht es spannend weiter. Die Beziehung zwischen Katherine und ihrem Onkel hat mir richtig gut gefallen. Sie ist schon herausgearbeitet und entwickelt sich sehr schön. Das Ende ist nochmal spannend gestaltet. Es ist an sich abgeschlossen aber auf den letzten Seiten gibt es eine Entwicklung die eine Fortsetzung nötig machen. Ich bin sehr gespannt darauf wie es wohl weitergehen wird. Fazit: Zusammenfassend gesagt ist „Stranwyne Castle – Das trügerische Flüstern des Windes“ von Sharon Cameron ein schönes Jugendbuch, das fantastisch angehaucht ist. Geheimnisvolle Charaktere, der frische Stil und eine Handlung, die mich zwar zwischenzeitlich doch verwirrt hat, ansonsten aber interessant und spannend ist haben mich hier sehr gut unterhalten können. Durchaus lesenswert!

    Mehr
  • Spannend, geheimnisvoll, etwas gruselig und ein kleiner Spritzer Romantik

    Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    20. July 2014 um 22:38

    Auf ausdrücklichen Wunsch ihrer Tante Alice macht sich die junge Katherine auf den Weg zu ihrem Onkel Tulman. Dieser wohnt auf Stranwayne Castle. Es wird gesagt, dass er dort an Projekten arbeitet, die sein Vermögen erheblich schrumpfen lassen. Große Sorge von Alice, dass irgendwann einmal für ihren Sohn Robert nichts mehr übrig bleibt. Da Katherine auf die finanzielle Unterstützung der Tante bzw. dessen Sohn angewiesen ist, gehorcht sie dem unausgesprochenen Befehl. Die Geschichte von „Stranwyne Castle – Das trügerische Flüstern des Windes“ spielt Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts. Auch wenn es erst den Anschein hat, dass es sich um eine Familiengeschichte im viktorianischen Zeitalter handeln könne, stellt sich bald heraus, dass es mehr ein historisch leicht angehauchter Steampunk-Roman ist. Stranwayne Castle erscheint Katherine wie auf einem fremden Stern, dazu noch der schrullige Onkel mit seinen Erfindungen. Erzählt wird die Story in der Ich-Erzählperspektive von Katherine, eine sympathische Charaktere. Aber auch alle anderen Figuren ergänzen sich gut. Die Autorin schreibt in ihrer Anmerkung, dass das Anwesen von Welbeck Abbey, dem Wohnsitz des fünften Herzog von Portland, ihr als Idee bzw. Grundlage zu dieser Geschichte diente. Ein Gaswerk zur damaligen Zeit, und noch mehr kostenspielige Projekte, dass gab es auch bei Onkel Tulman. Wahrlich ein Eigenbrötler, verschroben und doch so menschlich. Der anfängliche Gedanke Katherine, den Onkel entmündigen zu lassen, verfliegt schnell. Es kristallisiert sich heraus, dass er eben anders ist, besonders, eigenartig. Dazu gehört der Ablauf bestimmter Rituale, von außen vorgenommene Veränderungen bringen ihn durcheinander. Aber Katherine gelingt es, nach und nach sein Vertrauen zu gewinnen, auch zu den anderen Leuten auf dem Schloss. Da ist auch noch der Assistent Lane. Zwischen ihm und Katherine wächst eine langsame Beziehung – Liebe. Aufgeteilt in 27 Kapitel lassen sich diese jede für sich ohne Probleme mit Unterbrechungen gut lesen. Auch wenn an manchen Stellen der „rote Leitfaden“ durch die teils zu langatmigen Beschreibungen der Technik kruschelig wurde, und man sich ab und an neu in der Handlung orientieren musste. Doch Stranwayne Castle birgt für Katherine noch manch andere Überraschung. Es wird ab und an ein bisschen gruselig und geheimnisvoll. Die Autorin Sharon Cameron hat mit ihrem Debütroman „Stranwyne Castle – Das trügerische Flüstern des Windes“ ein schönes Jugendbuch geschrieben. Es eignet sich für Jung und Alt, was sich durch den locker-leichten Schreibstil – bis auf wenige Ausnahmen – gut lesen lässt.  Das Cover besticht durch die farbliche Aufmachung mit einer gelungenen Kombination des Frauengesichts. Die Geschichte von Katherine, dem etwas anderen Onkel Frederik und seinem Castle hat mich überzeugt und ich freue mich auf eine Fortsetzung.

    Mehr
  • Spannend, geheimnisvoll, etwas gruselig und ein kleiner Spritzer Romantik

    Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    20. July 2014 um 22:38

    Auf ausdrücklichen Wunsch ihrer Tante Alice macht sich die junge Katherine auf den Weg zu ihrem Onkel Tulman. Dieser wohnt auf Stranwayne Castle. Es wird gesagt, dass er dort an Projekten arbeitet, die sein Vermögen erheblich schrumpfen lassen. Große Sorge von Alice, dass irgendwann einmal für ihren Sohn Robert nichts mehr übrig bleibt. Da Katherine auf die finanzielle Unterstützung der Tante bzw. dessen Sohn angewiesen ist, gehorcht sie dem unausgesprochenen Befehl. Die Geschichte von „Stranwyne Castle – Das trügerische Flüstern des Windes“ spielt Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts. Auch wenn es erst den Anschein hat, dass es sich um eine Familiengeschichte im viktorianischen Zeitalter handeln könne, stellt sich bald heraus, dass es mehr ein historisch leicht angehauchter Steampunk-Roman ist. Stranwayne Castle erscheint Katherine wie auf einem fremden Stern, dazu noch der schrullige Onkel mit seinen Erfindungen. Erzählt wird die Story in der Ich-Erzählperspektive von Katherine, eine sympathische Charaktere. Aber auch alle anderen Figuren ergänzen sich gut. Die Autorin schreibt in ihrer Anmerkung, dass das Anwesen von Welbeck Abbey, dem Wohnsitz des fünften Herzog von Portland, ihr als Idee bzw. Grundlage zu dieser Geschichte diente. Ein Gaswerk zur damaligen Zeit, und noch mehr kostenspielige Projekte, dass gab es auch bei Onkel Tulman. Wahrlich ein Eigenbrötler, verschroben und doch so menschlich. Der anfängliche Gedanke Katherine, den Onkel entmündigen zu lassen, verfliegt schnell. Es kristallisiert sich heraus, dass er eben anders ist, besonders, eigenartig. Dazu gehört der Ablauf bestimmter Rituale, von außen vorgenommene Veränderungen bringen ihn durcheinander. Aber Katherine gelingt es, nach und nach sein Vertrauen zu gewinnen, auch zu den anderen Leuten auf dem Schloss. Da ist auch noch der Assistent Lane. Zwischen ihm und Katherine wächst eine langsame Beziehung – Liebe. Aufgeteilt in 27 Kapitel lassen sich diese jede für sich ohne Probleme mit Unterbrechungen gut lesen. Auch wenn an manchen Stellen der „rote Leitfaden“ durch die teils zu langatmigen Beschreibungen der Technik kruschelig wurde, und man sich ab und an neu in der Handlung orientieren musste. Doch Stranwayne Castle birgt für Katherine noch manch andere Überraschung. Es wird ab und an ein bisschen gruselig und geheimnisvoll. Die Autorin Sharon Cameron hat mit ihrem Debütroman „Stranwyne Castle – Das trügerische Flüstern des Windes“ ein schönes Jugendbuch geschrieben. Es eignet sich für Jung und Alt, was sich durch den locker-leichten Schreibstil – bis auf wenige Ausnahmen – gut lesen lässt.  Das Cover besticht durch die farbliche Aufmachung mit einer gelungenen Kombination des Frauengesichts. Die Geschichte von Katherine, dem etwas anderen Onkel Frederik und seinem Castle hat mich überzeugt und ich freue mich auf eine Fortsetzung.

    Mehr
  • historisch, spannend - mit vielen Zahnrädchen

    Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes
    ConnyZ.

    ConnyZ.

    19. July 2014 um 09:46

    Am 2.Mai 2014 erschien im Egmont INK Verlag Sharon Camerons “Stranwyne Castle”. Mit dem Zusatz “Das trügerische Flüstern des Windes” leitet es in die 352 Seiten hinein. Die Geschichte ist als E-Book und Taschenbuch erhältlich. Katharine lebt im Haushalt ihrer Tante Alice mitten in London 1852. Ihr Aufgaben erstrecken sich von der Buchführung bis hinüber zur Haushaltführung. Eben ein billiges Mädchen für alles. Als ihre Tante ihr den Auftrag erteilt nach Stranwyne Castle zu reisen, um sich dort ein genaues Bild über den Gesundheitszustand ihres Onkels zu machen, weiß sie noch nicht, dass sich ihr Leben dort von Grund auf ändern wird. Sie gelangt auf ein Anwesen, auf dem andere Gesetzte gelten und sie sich in aller größter Gefahr befindet … Als ich den Klappentext auf der Verlagsseite las, dachte ich zuerst das mich Katie in eine Fantasywelt entführen wird, sobald ich die ersten Zeilen gelesen hätte. Aber Sharon Cameron hatte ein anderes Ziel in Aussicht, nämlich den schmalen Grand zwischen Steampunk, Historie und wirklich zarten Liebeseinflüssen zu gehen. Durch die Geschichte reist der Leser mit der 17-jährigen Katharine Tulman, einem gut erzogenen Mädchen, welches alles tun muss, um nicht von der Tante mittellos auf die Straße gesetzt zu werden. Gemeinsam mit ihr beginnt der Leser nicht nur sie besser kennenzulernen und neue Seiten zu entdecken, welche nicht einmal die Figur selbst an sich bisher merkt hat. Auch geht es auf Erkundungstour durch ein Anwesen, dessen Ausmaße erst nach und nach sich vor einem auftun. Wenn man Onkel Tully, wie ihn alle liebevoll nennen, kennenlernt, kommt man nicht umhin zu denken, dass er verrückt ist. Wer ihn dann näher kommt, merkt aber welches Genie dahinter steckt und das er in einem ganz anderen Leben feststeckt, also die so normal denkenden um ihn herum. Nur Katie gelingt es mit jedem neuen Tag ihn immer besser an sich heranzulassen und versteht, warum er so ist, wie er ist. Viele Charaktere kreuzen ihren Weg und werden zu, mal mehr, mal weniger, stillen Begleitern. Der kleine Junge Davy mit seinem Hasen Bertram oder der so sture Lane, ja auch der Charmeur Ben - alle spielen ihre Rollen und machen Katies Geschichte so interessant. Was allerdings an Spannung und sogar Grusel beiträgt sind die verschiedenen Spielsachen, die sich in dem riesigen Haus aneinanderreihen und Katie des Öfteren die schlimmsten Szenen bereiten. Es wird ein wahres Rennen um ihre Gesundheit, denn die Autorin hat Gedächtnislücken mit hineingebaut und die komischten Träume, welche erst wirklich zum Schluss keinerlei Erklärungen mehr bedürfen. Der Leser beginnt ein Rätselraten um dieses Anwesen, aber leider auch gilt es einige Durststrecken zu überwinden. In manchen Szenen hatte ich leider das Gefühl bekommen, dass man in der Geschichte auf der Stelle tritt und erst durch die Nacht und Katies Ereignissen dort wieder etwas vorankommen kann. Sehr schön und liebvoll wurden die Szenen zwischen Lane und Katie, auch wenn an dieser Verbindung zu Beginn nie zu denken war. Er zeigt ihr zusammen mit Davy das Haus und man bekommt einen ganz anderen Lane zu Gesicht, als jener der tagtäglich in der Werkstatt ihres Onkels mitarbeitet. Schwer lastet auf Katie auch die Entscheidung darüber, was sie ihrer Tante über diesen Ort und Onkel Tully Gemütszustand verraten soll. Denn bei einer Einweisung in die Nervenanstalt würde dieser sein gesamtes Vermögen und Gut an den Sohn der Tante verlieren. Doch Katie wächst immer mehr die Umgebung und die Menschen dort ans Herz, sodass man bis zum Schluss nicht mehr genau weiß, was sie eigentlich will. Die Spannungsbögen sind am Ende so zum Zerreißen gespannt, dass die letzten Seiten nur noch dahinfliegen. Sharon Cameron entführt in eine reale Welt, die dennoch so surreal erscheint und die mit ihren Figuren versteht zu unterhalten. “Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes” ist historisch, spannend und überzeugt mit liebevoll ausgearbeiteten Figuren. Zur Rezension auf dem Blog: http://dieseitenfluesterer-unserbuchblog.blogspot.de/2014/07/stranwyne-castle-das-trugerische.html

    Mehr
  • Interessantes Buch.

    Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes
    Liss

    Liss

    23. June 2014 um 21:34

    Also die Kurzbeschreibung lässt zunächst einmal überhaupt nicht erraten, in welche Richtung sich dieses Buch entwickelt. Ich habe mit einem Roman vielleicht 18. oder 19. Jahrhundert gerechnet, bei dem es zwischen verschiedenen Familien etwas hadert und freche Intrigen und Gerüchte umgehen. Aber da täuschte ich mich gewaltig. Dieses Buch ist ein Steampunk-Roman im viktorianischen Stil ohne Strom. Alles wird mit Gas betrieben und vieles entwickelt sich erst. Man muss sich damit echt erst anfreunden. Die Protagonistin Katharine ist ein junges, frisches Mädchen aus gutem Haus, hat allerdings nicht viel zu sagen. So wird sie zu ihrem Onkel Frederick geschickt, der dort auf Stranwyne Castle das Geld zum Fenster rauswerfen soll. Ich hatte ja so einiges erwartet, aber wie der Onkel dann wirklich war, kam mir schon irgendwie ziemlich schräg vor. Man wird in eine ganz andere, kuriose und spielerische Welt hineingeworfen, die man zunächst gar nicht versteht. Ich hab lang gebraucht um mit den Verhaltensweisen des Onkels klar zu kommen. Zum Glück geht es Katharine ebenso, wodurch sie sehr sympathisch wirkt. So kommt es, dass das Anwesen gar nicht so klein und die Rolle des Onkels extrem groß und von Bedeutung ist. Es ist ein langsamer und schleichender Prozess, bei dem Katharine merkt, welche Figur ihr Onkel einnimmt und was bei der Aktion alles auf dem Spiel steht. Doch der kindische, nervige und exzentrische Onkel ist nicht die einzige kuriose Person in dem Buch. Jeder Charakter ist auf seine Art einzigartig und sehr eigen. Das muss man echt sagen. Man kommt mit dem Stirnrunzeln gar nicht hinterher. Irgendwann genießt Katharine allerdings ihren Aufenthalt auf Stranwyne Castle und verliert ihre Aufgabe und ihr Herkommen aus den Augen und vieles fängt an zu schleifen. Dieser Teil hat mir nicht so gut gefallen, vor allem da sie weiß, wie wichtig ihre Aufgabe und wie intolerant ihre Tante ist, die sie dazu angestachelt hat. Und dann passiert am Ende alles auf einmal und man kommt gar nicht mehr hinterher. Ich finde, das hätte die Autorin etwas mehr ausbalancieren können. Das Interessante an dem Buch ist, dass es nicht von Spannung oder Liebe etc. geprägt ist, sondern man sich eigentlich die ganze Zeit fragt, was da überhaupt vor sich geht, was hinter vielen Verhaltensweisen steckt und wie das alles enden soll. Man muss wirklich aufmerksam lesen und sollte es nicht zwischendrin aufschlagen. Fazit                                                                                                                      Stranwyne Castle ist für mich ein Buch auf das man sich einlassen muss. Steampunk gefällt nicht jedem, ist aber auf jeden Fall eine Erfahrung wert. Sehr eigenartige unterschiedliche Charaktere mit kuriosen Persönlichkeiten begleiten Katharine bei ihrem Aufenthalt auf Stranwyne Castle und hinterlassen ihre Spuren. 4/5 Punkte.

    Mehr
  • Ein bisschen Steampunk und eine Prise Gefühl

    Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes
    BlueNa

    BlueNa

    23. June 2014 um 21:04

    London 1852: Die 17-jährige Katharine Tulman lebt bei ihrer strengen und ungeliebten Tante Alice in London, deren Bücher sie führt und von der sie immer nur belächelt und herumkommandiert wird. Katharine macht sich keine Illusionen einen gut situierten Ehemann zu finden und darum versucht sie ihrer Tante alles Recht zu machen, da sie ein Leben lang von ihr abhängig sein wird. Ihre Tante schickt Katharine eines Tages nach Stranwyne Castle, den Familiensitz der Familie Tulman, um ihren reichen, aber exzentrischen Onkel für unzurechnungsfähig erklären zu lassen und somit das Erbe ihres dicken Cousins zu retten. Doch die Situation, die Katharine bei ihrer Ankunft auf Stranwyne Castle vorfindet, ist ganz anders, als ihre Tante ihr weißmachen wollte. Nun muss die junge Frau entscheiden, ob sie ihr eigenes Leben zerstört, oder das vieler anderer Menschen, darunter auch das eines gewissen Lane Moreau… Hätte ich nicht schon das englische Originalbuch entdeckt gehabt, wäre ich niemals auf die Idee gekommen, dass es sich bei „Stranwyne Castle“ und eine Steampunk-Geschichte handelt, denn das Cover lässt dies leider überhaupt nicht erahnen. Doch Steampunk ist wohl ein wenig zu viel gesagt, denn es ist eher ein steampunkig angehauchter Historische Roman, denn eine richtige Steampunk-Geschichte. Ich würde sogar sagen, es handelt sich um Gaslight-History, denn darauf beschränken sich die Steampunk-Elemente fast ausschließlich: Es wird viel mit Gaslampen beleuchtet, Onkel Tully baut lustiges mechanisches Spielzeug und es gibt wohl auch ein Dampfkraftwerk, doch dieses wird nur erwähnt und spielt keine große Rolle. Eigentlich ist es die Geschichte der jungen Katharine, die, ihre Werte über Bord werfen muss und eine Entscheidung von enormer Tragweite treffen muss. Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich gut gefallen. Ich empfand ihn als erfrischend und angenehm zu lesen, eines Jugendbuch angemessen und doch ein wenig gehobener und an die Zeit, in der die Handlung angesiedelt ist, angepasst. Allerdings habe ich ein wenig die Spannung vermisst. Natürlich ist man zu Beginn gespannt, wie Katharines Entscheidung ausfallen wird, wobei ich, genau wie Katharines Dienstmagd Mary schnell zu dem Ergebnis kam, dass ich genau wusste, wie sie sich schlussendlich entscheiden würde. Trotzdem vermochten mich Schreibstil und Handlung zu fesseln und ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Die Protagonisten waren ein lustiges Häufchen. Angefangen mit Katharine, die außer der schwierigen Entscheidung auch noch Gedächtnislücken plagten. Außerdem hat es ihr der Neffe der Köchin, Lane Moreau angetan. Lane ist der Gehilfe von Onkel Tully und versucht ihn mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen, zu beschützen. Die Köchin Mrs. Jeffries ist ein ganz einzigartiges Weibsbild, denn sie ist nicht nur unwirsch sondern auch mütterlich, wenn sie es will. Onkel Tulman ist ein exzentrisches Genie, der seine Nichte Katharine sofort in sein Herz geschlossen hat. Es gibt noch weitere interessante Nebencharaktere, die die Geschichte sehr belebten. Das Cover der Klappbroschur ist an und für sich sehr hübsch, aber trotzdem sehr gewöhnlich und lässt auf eine schnulzige Liebesschmonzette schließen. Und dies steckt ganz gewiss nicht in diesem Buch! Man sieht ein Frauengesicht, das von ein paar goldenen Ornamenten umrankt wird. Der Grundton ist ein schönes Violett. Es ist ganz hübsch anzuschauen, passt aber leider überhaupt nicht zum Inhalt des Buches! Fazit: „Stranwyne Castle – das trügerische Flüstern des Windes“ von Sharon Cameron ist ein schöner und interessanter, steampunkig angehauchter Historischer Roman, der im Viktorianischen England angesiedelt ist. Es gibt zwar ein paar Intrigen, aber diese und die Liebesgeschichte zwischen Katharine und Lane steht nicht so sehr im Mittelpunkt, wie der Klappentext suggeriert. Insgesamt ein sehr schönes Buch, dem ich aufgrund des kleinen Kritikpunktes einen halben Stern abziehe und somit 4,5 von fünf Sternen vergebe.

    Mehr
  • Stranwyne Castle: Das trügerische Flüstern des Windes

    Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes
    Zibbi1987

    Zibbi1987

    07. June 2014 um 14:32

    Zusammenfassung:  Katharine Tulman hat von ihrer hinterhältigen Tante den Auftrag erhalten, nach Stranwyne Castle zu reisen, um als Angehörige zu bezeugen, dass ihr Onkel unzurechnungsfähig ist. Denn so kann sich ihre Tante Alice das gesamte Tulman-Vermögen unter den Nagel reißen. Katharine stellte sich darauf ein, dass sie einem wahnhaften Mann begegnen wird und sich die Angelegenheit schnell erledigen lässt. Doch die junge Frau hat nicht damit gerechnet, dass sie den jüngsten Bruder ihres Vaters so schnell ins Herz schließt, besonders weil er anders ist. Allerdings entwickelt sie nicht nur für Onkel Tully Gefühle und so erlebt sie ein Abenteuer auf Stranwyne Castle, welches gefährlich, doch ganz besonders großartig ist... Meine Meinung:  Ich liebe Bücher, deren Geschichten im 18. oder 19. Jahrhundert handeln. Deshalb und wegen der fesselnden Leseprobe, war "Stranwyne Castle" ein Must-read für mich und ich wurde nicht, trotz kleinerer Schwächen, enttäuscht. Cameron erschafft mit Katherine Tulmann eine herrliche Protagonistin. Im 19. Jahrhundert verhielten sich alle Frauen bereits in jungen Jahren sehr erwachsen, da man früh heiratsfähig war. Katharine spielte junge erwachsene Frau jedoch nicht nur so gut, da sie es musste, um auf Männerfang zu gehen, sondern ihr Leben verlief bisher so, dass sie keine Zeit hatte, um Kind zu sein. Ihr Vater starb als sie noch ein Baby war und so nahm sich ihre Tante Alice ihrer an. Und diese hat nichts Gutes im Sinn. Zwar konnte Katharine die Bücher und Finanzen im Auge halten, doch alles andere wurde ihr nicht zugetraut. Außerdem wurde sie niemals in die feinen Kreise Englands eingeführt, da ihr Stand nicht ansprechend war, noch wurde ihr eine gewisse Schönheit nachgesagt. Diese Ausgrenzung, obwohl sie zur Familie gehört, tat mir leid für die junge Frau und war ein weiterer Grund, weswegen ich sie ins Herz schloss. Eine weitere Ursache, die Katharine zu einem liebgewonnenen Charakter macht, ist die Stärke, die sie trotz alledem ausstrahlt. Genauso wie die Protagonistin habe ich alle mitwirkende Rollen liebgewonnen. Onkel Tully, der geistig zurückgeblieben zu sein scheint und wirklich etwas besonderes ist. Selten hat es ein Autor geschafft, dass ich eine Nebenfigur so schnell und so sehr ins Herz geschlossen habe. Onkel Tully kann aufgrund seiner Einschränkung kein Blatt vor den Mund nehmen und mit seiner jungenhaften Art musste ich immer Grinsen, wenn Katharine einen Dialog mit ihrem ihm führte. Trotz seines Alters, hatte er das Wesen eines kleinen Kindes und ein unsagbares Talent, Maschinen zu bauen. Auch die anderen Persönlichkeiten, wie Lane - Katherines Herzblatt -, Tante Bit und Davy. Was Anfangs danach aussah, als würden sich alle Charaktere das Leben gegenseitig schwer machen, entwickelte sich zu einer Familie. Ein toller Zusammenhalt.  Durch die tolle Schreibweise der Autorin, fühlte ich mich wirklich ins späte 19. Jahrhundert versetzt. Die vornehmen Art, die man nicht mal bei den eigenen Verwandten ablegt, die gehobene Sprache oder vieles mehr. Die Art und Weise, wie Sharon Cameron den Figuren und der Geschichte Leben einhauchte, hat mir außergewöhnlich gut gefallen. Als das Buch seinen normalen Lauf nahm, fühlte ich mich ungemein unterhalten. Das einzige, was mich an "Stranwyne Castle" störte, war die Tatsache, dass die Autorin die Spannungskurve zu sehr strapazierte, gen Ende. Die kleine Stadt, die dank Katherine's Großmutter geschaffen wurde und sich Tante Alice annehmen wolte, ist überschwemmt worden. Diese Tatsache gab der Geschichte natürlich die dramatische Wendung. Doch dann stand auch Tante Alice im Türrahmen und wollte von ihrer Nichte Fakten hören. Damit nicht genug, denn der augenscheinlich nette Familienanwalt, der Katherine beratend zur Seite stand, schien sie zu hintergehen. Und noch weitere Gesichtspunkte kommen dazu, die zu sehr spoilern würden. Dieses ganze Zusammenspiel machte das vorerste Ende der Story nicht sehr angenehm. Zwar bin ich persönlich sehr gespannt, wie es weitergeht - besonders mit Katharine und Lane -, doch vieles ging unter. Man konnte nicht lange genug verweilen, denn das nächste Problem wartete auf und dann das nächste und so weiter.  Auch, wenn der letzte Absatz so erscheint, als hätte ich nur bis zur Hälfte des Buches Spaß beim Lesen gehabt, dem sei folgendes gesagt: Tolle Charaktere, wunderschöne Geschichte, traumhafte Kulisse und ansonsten ein sehr angenehmer Schreibstil, machen diese Aneinanderreihung von Problemen am Schluss, fast schon wett.  Fazit:  Wer eine abenteuerliche Geschichte, die im 19. Jahrhundert handelt, mit wunderbaren Charakteren lesen möchte, den kann ich "Stranwyne Castle" ans Herz legen. Onkel Tully war mit seiner Andersartigkeit eine ganz besondere Person, Katharine war eine starke Frau und das komplette Zusammenspiel war wirklich unterhaltend. Nebst den angesprochenen Punkten, lädt zudem das herrliche, leicht Steampunk angehauchte, Cover ein, einen Blick ins Buch zu werfen. Ich wette, euch wird die Leseprobe ebenso verzaubern, wie es bei mir war.

    Mehr
  • Gruseliger Young Adult

    Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes
    Romanticbookfan

    Romanticbookfan

    30. May 2014 um 12:42

    Stranwyne Castle entführt die Leser in eine geheimnisvolle etwas fremdartige Welt und wir versuchen uns mit der jungen Katherine darin zu Recht zu finden. Zum Inhalt: Katherine lebt bei ihrer ungeliebten Tante und ist von dieser abhängig, denn als junge Frau bleiben ihr nicht viele Möglichkeiten. So stimmt sie auch widerwillig zu, als ihre Tante sie zu ihrem reichen Onkel, Frederick Tulman, schicken möchte. Sie soll den Beweis dafür finden, dass dieser verrückt geworden ist und das Familienvermögen zum Fenster hinauswirft. Doch was wirklich auf Stranwyne Castle vorgeht, ist sehr viel vielschichtiger als sie zunächst gedacht hat... Meine Meinung: Stranwyne Castle überzeugt von Anfang an mit einer leicht gruseligen Atmospähre und schrägen Mitbewohnern. Vor allem ihr Onkel ist tatsächlich sehr neben der Spur. Er lebt für seine Erfindungen, die teilweise genial, teilweise auch etwas merkwürdig sind. Von Anfang an schlägt Katherine Ablehnung entgegen, denn trotz seiner schrägen Art ist ihr Onkel Tulman sehr beliebt bei den Bewohnern des Schlosses. Auch Lane, der Assistent von Onkel Tulman steht ihr kritisch gegenüber, auch wenn Katherine merkt, dass Lane ihr Herz höher schlagen lässt. Ich finde, diese gruseligen Aspekte hat die Autorin gut beschrieben. Dadurch, dass wir genau wie Katherine nicht genau wissen, was vorgeht und welche Motive der ein oder andere verfolgt, wirkt alles sehr geheimnisvoll. Da ist z.B. der stumme Junge Davy, der immer mit seinem Hasen durch die Gegend läuft und oft durchs Schloss streift und teilweise in Bereiche der Burg vordringt, die schon lange in Vergessenheit geraten sind.  Generell lässt sich für mich Stranwyne Castle nicht so gut in ein bestimmtes Genre einordnen. Es spielt in der Vergangenheit, da Napoleon gerade den Krieg verloren hat. Die ganzen skurrilen Erfindungen sorgen fast durchgehend für ein leichtes Gruseln. Die Liebesgeschichte schwingt im Hintergrund mit und ergänzt die Geschichte sehr schön. Katherine selbst entwickelt sich weiter und schließt die skurrilen Bewohner langsam nach und nach in ihr Herz. Fazit: Stranwyne Castle überzeugt mit einer einzigartigen Grusel-Atmospähre, in der die junge Katherine moralisch hin- und hergerissen ist, zwischen dem was richtig ist und der Entscheidung, die ihre Zukunft sichert. Mich hat die etwas ungewöhnliche Story überzeugt und ich vergebe Sterne.

    Mehr
  • weitere