Sharon Dogar

 3.9 Sterne bei 123 Bewertungen

Alle Bücher von Sharon Dogar

Salzwassersommer

Salzwassersommer

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Erschienen am 01.06.2009
Prinsengracht 263

Prinsengracht 263

 (2)
Erschienen am 26.07.2011
Falling

Falling

 (1)
Erschienen am 06.04.2009
Waves

Waves

 (0)
Erschienen am 15.04.2009
Annexed

Annexed

 (0)
Erschienen am 10.01.2012
Annexed

Annexed

 (0)
Erschienen am 09.01.2012

Neue Rezensionen zu Sharon Dogar

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_sternenguckerin_s avatar

Rezension zu "Salzwassersommer" von Sharon Dogar

Sayonara, Schwesterherz!
_sternenguckerin_vor 3 Jahren

"Vielleicht schauen wir alle nur deshalb zu, wie die Sonne untergeht, weil wir fürchten, dass sie morgen nicht mehr wiederkommt."

Inhalt:Hals Schwester Charley liegt im Koma. Es ist ungewiss ob sie je wieder aufwachen wird. Doch was ist letzten Sommer eigentlich genau passiert? Da es Hal ist, der seine Schwester damals gefunden hat, fühlt er sich dafür verantwortlich das Rätsel um Charleys Unfall zu lösen. Oder war es vielleicht doch gar kein Unfall?

Charley scheint  ausserdem immer an Hals Seite zu sein. Er kann sie spüren und manchmal auch hören. Sie spricht mit ihm...


Positives:
"Salzwassersommer" von Sharon Dogar, hat es tatsächlich geschafft mich zu berühren. Obwohl ich anfangs nicht so ganz davon überzeugt war, dass dieses Buch es noch schaffen sollte.

Es ist rührend erzählt und auch der Schreibstil an sich hat mir sehr gut gefallen. Die Bindung zwischen Charley und Hal wird ebenfalls überraschend gut dargestellt. 


Kritik:
Eine sehr kleine Kritik, die aber dafür verantwortlich ist, dass das Buch (nur) 4 Sterne bekommen hat: Es hat mich nicht wirklich gefesselt.

Es war zwar interessant zu lesen und stellenweise auch wirklich sehr spannend, aber anfangs fiel es mir recht schwer in die Geschichte hineinzufinden. 


Fazit:
Ein wirklich rührendes Buch. Absolut lesenswert und wunderschön geschrieben.























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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Prinsengracht 263" von Sharon Dogar

Anne Franks Tagebuch aus einer fiktiven Sicht
R_Mantheyvor 3 Jahren

Was man in sein Tagebuch schreibt, ist eigentlich nicht für fremde Augen gedacht, denn gewöhnlich stellt es eine private und oft intime Sicht auf bestimmte Geschehnisse, Sorgen oder Bedürfnisse dar. Eine solche subjektive Wahrnehmung zu einem Tatsachenbericht zu befördern, scheint gewagt zu sein.

Beim Tagebuch der Anne Frank muss jedoch vorausgesetzt werden, dass die Autorin es ab einem bestimmten Zeitpunkt für eine spätere Veröffentlichung extra umschrieb. Als ihr Vater es dann nach ihrem Tod in Buchform herausbrachte, fehlten gewisse recht private Stellen, die dann später jedoch wieder hinzugefügt wurden. Mit dem Erfolg dieser Publikation wurde sie gleichzeitig zu einem politischen Symbol.

Nun hat sich Sharon Dogar daran gemacht, Anne Franks Tagebuch zu benutzen, um die darin enthaltene Geschichte aus der Sicht des Peter van Pels zu erzählen, der sich gemeinsam mit seiner Familie und den Franks im Hinterhaus der Prinsengracht 263 vor den Nazis versteckte.

Da sich dieses Buches an dreizehnjährige oder etwas ältere Kinder wendet, bei denen man weder große Kenntnisse der Nazizeit, noch eine Bekanntschaft mit Anne Franks Tagebuch voraussetzen kann, sollte sich eine Bewertung allein der Frage widmen, inwieweit es der Autorin gelingt, ihren Lesern die damalige Lage in den Niederlanden und die seelische Situation in den beiden Familien für sie nachvollziehbar zu erzählen.

Auch Sharon Dogars Text ist hauptsächlich in Tagebuchform niedergeschrieben, und zwar fiktiv von Peter, der sein Leben an sich vorbeiziehen sieht, als er bereits in der Krankenstation von Mauthausen liegt. Er bewertet die Vergangenheit nicht nachträglich mit Kenntnissen und Erlebnissen, die erst später kamen. Peter und die anderen konnten in der Prinsengracht noch nicht genau wissen, was ihnen bald zustoßen würde. Sie hatten nur eine unbestimmte Angst.

Vermutlich werden sich heutige Leser im damaligen Alter von Anne Frank auch bei dieser Lektüre das wirkliche Grauen der Nazizeit anfangs nicht vorstellen können, denn mehr als die Furcht, doch noch entdeckt zu werden, und einigen mehr allgemeinen Andeutungen kommt nicht bei Lesern an, die wenig über diese Zeit wissen. Vielmehr schildert die Autorin das Leben der beiden Familien auf relativ engem Raum und die Beziehung zwischen Anne und Peter, die nicht mehr als eine erste Annäherung ans andere Geschlecht ist.

Und dabei wird die Schwierigkeit offenbar, in die sich die Autorin freiwillig begab. Eine Liebesbeziehung zwischen der dreizehn- bis vierzehnjährigen Anne und dem etwas älteren Peter gibt das Tagebuch der Anne Frank nicht her. Und so ist auch die Schilderung ihrer angeblichen Entstehung nicht besonders glaubhaft. Da das Tagebuch der Anne Frank unantastbar ist, traut sich die Autorin auch nicht, die Handlung wirklich fiktiv zu verändern. Und wenn sie es doch einige Male unwesentlich tut, dann kennzeichnet sie dies auch sofort im Text.

Erst im letzten Viertel des Buches, als Peter den Abtransport und die grauenhaften Zustände in den Lagern schildert, erreicht der Text endlich die starke emotionale Wirkung, die man sich schon früher gewünscht hätte. Hier fühlt sich die Autorin nicht mehr an die Fesseln des Originals gebunden und kann frei schreiben.

Das Buch schließt mit der Beschreibung der tatsächlichen Einzelschicksale aller ehemaligen Bewohner der Prinsengracht 263.

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Alixs avatar

Rezension zu "Prinsengracht 263" von Sharon Dogar

Er wurde nur achtzehn Jahre alt...
Alixvor 5 Jahren

"Der Junge, der von 1942 bis 1944 mit Anne Frank in einem Hinterhaus in Amsterdam lebte, starb 1945 an Entkräftung im KZ Mauthausen, kurz bevor die Amerikaner das Lager befreiten. Wer war dieser Peter van Pels, den Anne in ihrem berühmten Tagebuch beschrieb? Wie hat er selbst die Zeit in der Prinsengracht 263 erlebt? Sharon Dogar macht die Geschichte des Hinterhauses lebendig und fühlbar, aus einer ganz neuen Perspektive. Geschichte, begreifbar und lebendig gemacht."

Wer kennt sie nicht, die Geschichte um Anne Frank, die zusammen mit ihrer Schwester, ihren Eltern und der Familie van Pels in einem Amsterdamer Hinterhaus gelebt hat. Doch dieses Buch erzählt nicht Annes Geschichte sondern die des Jungen Peter van Pels, der zusammen mit ihr in den wenigen Zimmern gewohnt hat. Ich war skeptisch, als ich das Buch in die Hand genommen habe, doch meine Neugierde siegte. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Das Buch entführt den Leser zurück nach Amsterdam in die Prinsengracht 263 und lässt ihn die Geschichte mit ganz anderen Augen sehen. In der fiktiven Biografie schafft es Sharon Dogar eine unglaublich mitreißende Geschichte zu entwickeln, mit tollen Charakteren, die man schnell ins Herz schließt. die Geschichte von Anne Frank... noch einmal neu erlebt. Ein Buch gegen das Vergessen, ein Versuch die Geschichte lebendig zu halten, ohne den Zeigefinger zu erheben. Und das hat die Autorin definitiv geschafft. Auch wenn ich wusste, wie es ausging, konnte ich mir die ein oder andere Träne nicht verkneifen. Vor allem weil ich erst vor einiger Zeit in Amsterdam im Anne Frank Huis gewesen bin ( Übrigens ein Tipp solltet ihr mal in Amsterdam sein. Einmal durch das alte Hinterhaus laufen. Gänsehaut pur, aber das nur am Rande) und die Bilder noch sehr präsent im Gedächtnis hatte.

Fazit: Ein grandioses Buch mit viel Charme und Drama!

Und noch zuletzt ein kleiner Einblick in das Buch:


Siehst du? Wir wussten es. Wir wussten, dass es kommen würde. Dass sich das Netz zuzog. Dass wir im Grunde nichts als Fische waren, die bereits zappelten und nach Luft schnappten. Wir haben Witze darüber gemacht, in alten Zeiten, damals in der Zuider Amstellaan.
"Was werden sie als nächstes rationieren?", hat Papi immer gefragt. "Die Luft, die wir atmen?"
Ja, Vater, ja. Sie haben die Luft in Gas verwandelt und dich damit umgebracht.
Ist die bloß noch ein Traum?
Noch ein Alptraum?
Noch eine Geschichte?
Und am Schluss wird wieder das geschehen, was immer geschieht.
Du wirst lächeln und aufstehen. Eine Bemerkung machen, die zeigt, dass du mir gar nicht zugehört hast.
Und dann wirst du fortgehen. 
Läuft es nicht so?

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Gespräche aus der Community

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Daniliesings avatar
Hi,

da es gerade ja so schön sommerlich ist, wollte ich euch mal nach euren Jugendbuchtipps fragen, die perfekt für den Sommer sind.

Ich habe in diesem Jahr selbst schon 2 Bücher gelesen, die wirklich gut passen. "Mein Sommer nebenan" von Huntley Fitzpatrick und "Amy on the Summer Road" von Morgan Matson sind, wie die Titel schon verraten, perfekte Sommerbücher. Beide lassen sich wunderbar leicht und unterhaltsam lesen, sind aber nicht flach.

Weöche sind denn eure liebsten sommerlichen Jugendbücher (egal ob deutsch oder englisch)?

Zwei weitere Bücher, die schon etwas älter sind und mir extrem gut gefallen haben, sind "Unser letzter Sommer" von Ann Brashares und "Salzwassersommer" von Sharon Dogar.
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