Sharon L. Lechter

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Neue Rezensionen zu Sharon L. Lechter

Cover des Buches Rich Dad, Poor Dad (ISBN: 9783442217786)M

Rezension zu "Rich Dad, Poor Dad" von Robert T. Kiyosaki

Zu lernen, anders zu denken...
Mimmicitavor 4 Jahren

«Rich Dad Poor Dad – Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen» von Robert T. Kiyosaki ist im November 2018 im FinanzBuch Verlag (FBV) auf Deutsch erschienen. Das Buch umfasst 320 Seiten und enthält in der 8. Auflage 50 zusätzliche Seiten und 9 neue Lektionsabschnitte.

Inhalt
Warum bleiben die Reichen reich und die Armen arm? Weil die Reichen ihren Kindern beibringen, wie sie mit Geld umgehen müssen, und die anderen nicht! Die meisten Angestellten verbringen im Laufe ihrer Ausbildung lieber Jahr um Jahr in Schule und Universität, wo sie nichts über Geld lernen, statt selbst erfolgreich zu werden. Robert T. Kiyosaki hatte in seiner Jugend einen „Rich Dad“ und einen „Poor Dad“. Nachdem er die Ratschläge des Ersteren beherzigt hatte, konnte er sich mit 47 Jahren zur Ruhe setzen. Er hatte gelernt, Geld für sich arbeiten zu lassen, statt andersherum. In Rich Dad Poor Dad teilt er sein Wissen und zeigt, wie jeder erfolgreich sein kann.

Meine Meinung
Das Cover zeigt Robert T. Kiyosaki sowie der Titel des Buches und einige zusätzliche Informationen (neue Auflage enthält 50 Seiten mehr und 9 zusätzliche Lektionen/ Das Buch hat die Auszeichnung Spiegel-Bestseller etc.). Die erste Ausgabe erschien im Jahre 2000 – aufgrund des grossen Erfolges hat Robert T. Kiyosaki im Jahre 2014 ein Update seines erfolgreichen Buches rausgegeben.

Das Buch ist in 9 Kapitel unterteilt und es werden deren 6 Hauptlektionen durchgenommen. Das Buch ist demnach sehr logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Nach jeder Lektion erfolgt eine Zusammenfassung und zusätzlich gibt es noch Fragen und Diskussionspunkte die der Leser beantworten resp. mit einer anderen Person durchgehen kann. Das Buch soll den Leser wirklich dazu animieren, das gelesene zu hinterfragen und für sich einen nächsten Schritt auszulösen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und man könnte auch als Leser, der vorher nicht viel mit Finanzen am Hut hatte, dem Inhalt sehr gut folgen.

Die Kapitel sind gut unterteilt und bereits unter dem Titel kann man sich zeitlich gut orientieren um was es geht und in welchen Jahren man sich befindet. Auch die Länge der Kapitel empfang ich als sehr angenehm. Der Schreibstil ist sehr gut und somit lässt sich das Buch sehr rasch lesen.

Fazit
Das Buch kann ich absolut empfehlen! Es ist sicher nicht für jedermann resp. jederfrau geeignet. Voraussetzung ist sicher eine Portion Offenheit und vor allem Interesse an Finanzen und Geld sowie Strategien. Man kann als Leser schlussendlich selber aussuchen, welche Ratschläge man annimmt und versucht umzusetzen. Ich finde das Buch gibt einem in erster Linie einen guten Anstoss, in eine neue Richtung zu denken. Das Buch habe ich auf Empfehlung von einem Finanzblogger gelesen, dem ich folge. Ich gebe dem Buch sehr gerne 5 von 5 Sterne!

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Cover des Buches Rich Dad Poor Dad (ISBN: 9780446611091)D

Rezension zu "Rich Dad Poor Dad" von Robert T. Kiyosaki

"Im wirklichen Leben kommen oft nicht die Klugen, sondern die Kühnen voran."
Dr_Mvor 7 Jahren

Bei diesem Buch handelt es sich um eine ins Deutsche übersetzte Überarbeitung eines Weltbestsellers aus dem Jahre 1997. Sein Autor hat genau das geschafft, was er in diesem Buch seinen Lesern vorschlägt, nämlich mit einer aus einem guten Gehalt angesparten relativ kleinen Summe ein Millionenvermögen zu machen, von dem er ungezwungen und frei leben kann. Das schaffen nur wenige Menschen, weil man dazu eine bestimmte Denkweise braucht, die nirgendwo wirklich vermittelt wird. Und von dieser Denkweise handelt dieser Bestseller.

Natürlich hatte Kiyosaki nur einen Vater. Und der legte eine steile Karriere im Bildungssystem von Hawaii hin. Für ihn ist sein leiblicher Vater jedoch der arme Vater, mit dem er ständig im Streit lag, weil er genau das Gegenteil von dem tat, was das Übliche ist, nämlich sich um eine hervorragende Ausbildung zu kümmern, damit man einen gut bezahlten Job bekommt und aufsteigen kann. Kiyosaki hörte auf den Vater seines Freundes Mike, der seinem Sohn und ihm die Denkweise vieler sehr reicher Menschen nahebrachte. Dies war sein reicher Vater, zu dem er sich mehr hingezogen fühlte.

Nach seiner Ausbildung fuhr Kiyosaki auf Frachtern im pazifischen Raum umher, um den Handel dort kennenzulernen. Eine daraus entstandene gut bezahlte Anstellung mit großen Aufstiegschancen kündigte er, um als Pilot eines Kampfhubschraubers am Vietnamkrieg teilzunehmen. Dort lernte er nach eigenem Bekunden Menschenführung unter gefährlichen Bedingungen. Danach gab er sein Offizierspatent zurück und begann eigene Unternehmen zu gründen. Er lies Produkte in Korea fertigen, die er mit enormen Gewinnen in den USA und weltweit vermarktete. Sein eigentliches Vermögen machte er jedoch als Immobilienhändler. Darauf wird in diesem Buch mehrfach recht ausführlich eingegangen.

Reich zu sein bedeutet für Kiyosaki, sich aus der Lohnabhängigkeit zu befreien und sich ein Vermögen zu erwirtschaften, von dem man leben kann, ohne dass man sich dafür ausbrennt. Um auf diesem Weg voranzukommen, muss man sich erst einmal entsprechend bilden. Solche Informationen werden nicht kostenlos weitergegeben. Vielmehr muss man sie suchen, wenn man weiß, was man will, und auch dafür bezahlen. Beispielsweise besuchte Kiyosaki Seminare, in denen er lernte, wie man Immobilien bei Zwangsversteigerungen vernünftig erwirbt oder wie man das Vorgehen der US-Bundesstaaten im Umgang mit Grundsteuerschuldnern zu einem fast risikolosen Einkommen nutzen kann.

Es geht jedoch in diesem Buch nicht um das Thema "Wie werde ich reich mit Immobilien?", sondern um die hinter Kiyosakis Erfolg stehende Denkweise, die unserer Kultur und unserem Bildungswesen noch stärker widerspricht als das in den USA der Fall ist. Wer sich aus diesem Buch konkrete Hinweise erwartet, wie man schnell und sicher reich wird, muss mit einer Enttäuschung rechnen, denn er wird solche Hinweise nicht vorfinden. Vielmehr wird Kiyosaki nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen, dass man zunächst seine eigene finanzielle Intelligenz schulen, sich ein Startkapital erarbeiten und nebenbei mit dem Weg in die finanzielle Freiheit beginnen muss.

Was man auf diesem Weg letztlich macht, wie man sein eigenes Geschäft neben seiner Angestelltentätigkeit aufbaut, hängt von den eigenen Interessen und Fähigkeiten ab. Insofern ist dies eigentlich nur ein Buch für Menschen, die einen solchen Sprung aus der Lohnabhängigkeit wirklich wagen wollen, eine Ermutigung brauchen und die passende Denkweise kennenlernen möchten.

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Cover des Buches Rich Dad, Poor Dad (ISBN: 9783442217786)M

Rezension zu "Rich Dad, Poor Dad" von Robert T. Kiyosaki

Rezension zu "Rich Dad, Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen"
Mario_Veraguthvor 8 Jahren

Vorab sei angebracht, dass es um amerikanische Steuertricks und juristische Winkelzüge geht, die in dieser Form im deutschsprachigen Raum vielleicht, aber nicht unbedingt ähnliche Ableger haben, was die Anwendbarkeit erschweren dürfte.

Der Autor nimmt sich den eigenen, redlichen, artig Steuern zahlenden und häufig auf Kreditfinanzierung zurückgreifenden Vater als abschreckendes Beispiel und idealisiert stattdessen den mit allen Wassern gewaschenen, erfolgreichen Unternehmervater seines besten Kindheitsfreundes von frühen Jugendtagen an als berufliches Vorbild. Womit wieder einmal aufgezeigt wäre, dass man mit Redlichkeit und Gesetzestreue nur so weit zu kommen scheint, dass sogar ein Heranwachsender schon erkennt, welcher Weg zum eigenen Erfolg der bessere ist. Und zwar der von eigener Firma, Abschreibungen, kühler Spekulation, Berechnung und üppigen Zahlungen an Steuerberater und Anwälte.

Das in weiten Teilen autobiografisch gehaltenen Werk beginnt mit der Schulung der 2 Freunde durch den erfolgreichen Vater, in deren Folge der Autor beginnt, sich Sattelfestigkeit in finanziellen und unternehmerischen Belangen anzueignen, eine gute wirtschaftsbetonte Ausbildung abzuschließen, fleißig zu arbeiten und zu sparen um anschließend den schuldenfreien Weg in die Selbstständigkeit zu gehen. Dies erfolgt nicht über eine produzierende Firma oder ein handfestes Gewerbe, sondern ausschließlich auf Basis von Immobilien- und Wertpapierinvestitionen, was die Wertigkeit des Buches für Personen, die mit dem Gedanken liebäugeln mit eigenem Schweiß und Ideen ein Unternehmen zu gründen, gegen Null tendieren lässt. Nichts desto trotz strotzt es vor guten und sinnvollen Tipps zur richtigen Gestaltung eines finanziellen Lebenszyklus, auch wenn die moralischen und ethischen Grundkenntnisse des Autors zu wünschen übrig lassen, da sein Imperium und der damit einhergehende Wohlstand primär auf finanziellen Nachteil anderer aufgebaut sind. Die Immobilienspekulationen zeichnen ihn als Finanzkrisengewinnler aus, dem geplatzte Börsenblasen ein Fest sein müssen, da seine Investitionen nach dem Schema ablaufen, möglichst billig Immobilien in schweren Zeiten von teils verzweifelten Menschen zu kaufen und den Preis möglichst immer niedrig zu halten, um dann mit maximalem Profit wieder zu verkaufen. Die unversteuerten Gewinne fließen in hochriskante Aktienspekulationen, wobei er sogar die Dreistigkeit besitzt, den Begriff des Insiderhandels und der Weitergabe von vertraulichen Firmendaten als verhältnismäßig  legal darzustellen. Er schrammt generell gerne am äußersten Rand der Legalität vorbei und macht keinen Hehl aus seiner Mentalität, dies als sein ihm gutes Recht auszuweisen, auch wenn er einmal empfiehlt, es wäre einfacher, sich an Gesetze zu halten. Was für sich spricht.

Was die Ratschläge zu guter Ausbildung, Sparsamkeit, Interesse und eigenmotivierter Weiterbildung in finanziellen und wirtschaftlichen Belangen angeht ist dem Autor ein guter Wurf gelungen. Der schale Nachgeschmack bleibt durch die tendenzielle Abgehobenheit, wenn nicht schon Herablassung des Autor gegenüber all den hart arbeitenden Menschen, die nie die Möglichkeit höherer intellektueller Weihen vor Augen habend dürften und für ihn jetzt gerade gut genug sind, mit Krediten und Hypotheken belastet für seine Mieteinnahmen zu roboten bis sie sich irgendwann vielleicht schuldenfrei in die Mindestpension retten können, um dann die Früchte ihrer jahrzehntelangen Schufterei in Form von Altersarmut, schlechter Gesundheitsversorgung und Verwahrlosung ernten zu können. Dass das auf diese Weise erwirtschaftete Vermögen auch noch den Hochofen der riskanten Börsenspekulationen weiter befeuert, da diese am profitabelsten sind, anstatt in zumindest halbwegs seriöse Unternehmungen oder Firmen zu investieren, setzt dem ganzen die Krone auf.

Der Autor hat es in seinen Augen bestimmt richtig gemacht und sich lästiger humanistischer Ideale schon früh genug entledigt und ja, man wünscht seinen eigenen Kindern, und wenn man ehrlich ist, auch sich selbst möglichst viel eigene Prosperität bis hin zum, unter diesen Umständen zu eventueller Schlaflosigkeit, treibenden Reichtum. Nur ob man ehrlich arm bis mittelständig guten Gewissens besser leben kann als reich und skrupellos? Als Gewohnheitstier würde man sich wohl an beides gewöhnen können.

 

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