Shaun David Hutchinson We Are the Ants

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Inhaltsangabe zu „We Are the Ants“ von Shaun David Hutchinson

From the author to watch ("Kirkus Reviews") of "The Five Stages of Andrew Brawley "comes a brand-new novel about a teenage boy who must decide whether or not the world is worth saving. Henry Denton has spent years being periodically abducted by aliens. Then the aliens give him an ultimatum: The world will end in 144 days, and all Henry has to do to stop it is push a big red button. Only he isn t sure he wants to. After all, life hasn t been great for Henry. His mom is a struggling waitress held together by a thin layer of cigarette smoke. His brother is a jobless dropout who just knocked someone up. His grandmother is slowly losing herself to Alzheimer s. And Henry is still dealing with the grief of his boyfriend s suicide last year. Wiping the slate clean sounds like a pretty good choice to him. But Henry is a scientist first, and facing the question thoroughly and logically, he begins to look for pros and cons: in the bully who is his perpetual one-night stand, in the best friend who betrayed him, in the brilliant and mysterious boy who walked into the wrong class. Weighing the pain and the joy that surrounds him, Henry is left with the ultimate choice: push the button and save the planet and everyone on it or let the world and his pain be destroyed forever."

Hat mein kaltes Herz sehr berührt.

— JokersLaugh
JokersLaugh

Großartig! Einfühlsam und originell.

— blonde_bibliophile
blonde_bibliophile

Perfekt! Von vorne bis hinten, jede Seite ist perfekt.

— Gackelchen
Gackelchen
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    We Are the Ants
    JokersLaugh

    JokersLaugh

    17. July 2017 um 12:16

    Wenn die Welt enden würde und du hättest die Chance das zu verhindern, in dem du einen Knopf drückst... würdest du es tun?"We Are the Ants" hat mich wirklich positiv überrascht. Ich habe gelacht, gelitten und an ein-zwei Stellen musste ich mir sogar ein Tränchen verdrücken. Aber von vorn:Henry Denton hat es nicht leicht. Seine Mutter mag den Alkohol ein bisschen zu sehr, seine Großmutter ist dement, sein älterer Bruder ein Idiot, sein Freund hat sich umgebracht, seine aktuelle Affäre Marcus, der coolste Junge der Schule, behandelt ihn nach außen hin wie Dreck und der Neue, Diego, verwirrt ihn maßlos... außerdem wird er seit Jahren regelmäßig von Aliens entführt, die merkwürdige und im Buch nicht näher erklärte Experimente mit ihm machen.Eines Tages geben die Aliens Henry zu verstehen, dass die Welt an einem bestimmten Tag enden wird - und das er die Chance hat, dies zu verhindern, in dem er einfach einen Knopf drückt. Henry versucht verzweifelt, einen Grund zu finden, um den Knopf zu drücken, denn eigentlich sieht er in nichts einen Sinn und findet die Vorstellung, dass unser ganzer menschlicher Schwachsinn endet, gar nicht so schlecht.Das klingt jetzt alles erstmal sehr dramatisch und das ist es irgendwie auch. Trotzdem zieht sich immer ein leicht humoristischer Ton durch die Geschichte, der das Weiterlesen enorm erleichtert.Henry ist ein eher nihilistischer Charakter, der aus der Ich-Perspektive erzählt. Sein Ton ist manchmal melancholisch, manchmal zynisch, oft auch ziemlich scharfsinnig. Ich konnte mich sehr gut mit ihm identifizieren, denn ich ticke ähnlich und wie Henry habe auch ich einen geliebten Menschen verloren. Jesses Selbstmord hängt wie eine dunkle Wolke über ihm, er versteht nicht, wie der Mensch, den er am meisten liebte, ihn einfach so zurücklassen konnte.In der Schule wird er gemobbt, alle nennen ihn "Space Boy" (natürlich glaubt niemand die Sache mit den Aliens und er hat längst aufgehört, mit anderen darüber zu reden).Henry fragt im Laufe der Geschichte immer wieder andere Charaktere, ob sie die Welt retten würden und bekommt unterschiedliche Antworten. Als Diego in sein Leben tritt, entwickelt er das erste mal seit langem wieder Gefühle. Auch seine alte Freundschaft zu Audrey, eine seiner besten Freundinnen vor Jesses Tod, lebt wieder auf.Ganz toll fand ich die Art und Weise, wie das LGBT-Thema in die Geschichte geflossen ist. Henry mag Jungs, das ist von Anfang an klar. Niemand stellt das in Frage, seine Familie ist cool damit, es gibt keine dramatischen Coming-Outs. Diego ist pansexuell, erwähnt das nur in einem Nebensatz und auch das ist okay.Es wird als Normalität behandelt, so wie jede Hetero-Liebe in 95% der Bücher.Die Probleme sind andere - aber sicher nicht die sexuelle Orientierung. Das war sehr erfrischend.Interessant waren auch Henrys Theorien, wie und warum die Welt enden könnte, die zwischen den Kapiteln immer mal wieder auftauchen. Ich bin ja ein großer Fan von Geschichten, in denen nicht alles Schwarz-Weiß ist und das ist hier wieder der Fall.Marcus, Henrys Affäre/Mobber, ist nicht einfach nur der Böse. Er hat tatsächlich tiefere Gefühle für "Space Boy" und war einer der wenigen, die in der schlimmen Zeit nach Jesse, für ihn da waren... leider kann er mit seinen Emotionen aber nicht umgehen. Hinzu kommt dann die Eifersucht auf Diego und Marcus macht wirklich schlimme Sachen.Es gibt eine Mobbing-Szene, die mich ein bisschen zum Weinen gebracht hat.Zum Ende hin war es mir zwar ein wenig zu viel Drama (jeder hat ein trauriges Geheimnis, allen passiert etwas Schlimmes, es gibt eine versuchte Vergewaltigung), aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich schon so in das Buch verliebt, dass mir das ganz egal war.Der Autor hat mich mitgerissen und in mir Emotionen geweckt, wie schon lange kein Buch mehr und ich habe es sehr genossen.Bleibt also zum Schluss nur noch die Frage vom Anfang: Würdest du den Knopf drücken und die Welt retten?

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