Sheena Kamal Untiefen

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Inhaltsangabe zu „Untiefen“ von Sheena Kamal

Nora Watts ist die perfekte Jägerin - als ehemaliges Mitglied der Canadian Forces hat sie ein untrügliches Gespür für Lügen. Sie ist die beste Privatdetektivin Kanadas. Doch ihr Leben ist hart, immer wieder verfällt sie dem Alkohol. Sie vertraut niemandem, lebt heimlich im Keller unter dem Detektivbüro in Vancouver und spricht nur mit ihrer Hündin Whisper. Bis ein Paar sie um ihre Hilfe bittet. Ihre Tochter Bonnie ist verschwunden. Nora stellt entsetzt fest, dass es sich um ihre eigene, vor fünfzehn Jahren zur Adoption freigegebene Tochter handelt. Nur wenn sie sich jetzt zum ersten Mal wieder den Menschen öffnet, kann sie sie retten. Aber Bonnies Entführer sind auch hinter ihr her, und bald wird die Jägerin zur Gejagten ...

»Extrem spannend, mit ganz eigener Stimme, psychologischer Tiefe und herzzerreißend lebensnahen Figuren. Untiefen bleibt im Gedächtnis, noch lange nachdem man die letzte Seite gelesen hat. Vielleicht für immer.« Jeffery Deaver
»Eine mutige, unbeirrbare Heldin und eine mutige, unbeirrbare Schreibweise ergänzen sich zu einem außergewöhnlichen Debüt – höchst empfehlenswert.« Lee Child
»Kamals Debüt ist anders als die üblichen Vermissten-Thriller – rau, brutal und provozierend. Eine Autorin, die man im Blick behalten sollte!« Library Journal

Unsympathische Protagonistin, deren Schicksal mir trotzdem nahe ging....

— Igela

Eine mutige, unbeirrbare Heldin und eine mutige, unbeirrbare Schreibweise ergänzen sich zu einem außergewöhnlichen Debüt.

— RubyKairo

Unrealistisch und nicht nachvollziehbara Handlungen!

— Naden

Spannend bis zum Schluss

— eurydome

teilweise langatmig

— EOS

Selbstironie und Sarkasmus in einem düsteren Kanada Thriller

— Buchgeschnipsel

solide Story, zu wenig Thrill.

— DianaE

düster, tolle neue Heldin, sehr spannend

— Lesewunder

Vom Plot her interessant, aber da die Spannung größtenteils auf der Strecke geblieben ist, konnte mich das Buch nicht wirklich begeistern

— vronika22

Lesenswert

— fraukatz

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  • Eine ungewöhnliche Ermittlerin

    Untiefen

    pallas

    19. November 2017 um 12:57

    Mit dem Roman "Untiefen" verbindet sich ein überraschend gutes Debüt der Schriftstellerin Sheena Kamal, an deren eigenwilligen Stil ich mich allerdings erst gewöhnen musste. Die Handlung des gelungenen Thrillers dreht sich um die Privatdetektivin Nora Watts, die vor 15 Jahren ihre Tochter an das Ehepaar Walsh zur Adoption frei gab. Eines frühen Morgens erhält sie nun einen aufgeregten Telefonanruf von Everett Walsh der ihr mitteilt, dass die Adoptivtochter Bonnie verschwunden ist. Das Ehepaar Walsh bittet nun Nora sie zu finden, worüber sie zunächst jedoch alles andere als begeistert ist. Doch die Verzweiflung der Eltern rührt sie sehr und so beginnt sie nach Bonnie zu suchen. Nora Watts hatte eine schwere Kindheit und ist aus dieser Zeit als harte Kämpferin hervorgegangen. Ihre Romanfigur stellt eine mutige und außergewöhnliche Heldin dar, die ihre eigenen Methoden verfolgt und sich schließlich auf emotional dramatische Weise ihrer Vergangenheit stellen wird. Die Autorin entwarf mit "Untiefen" eine traurige und deprimierende Geschichte, die den Leser in menschliche Abgründe sehen lässt. So sind Alkoholsucht, Korruption, Vergewaltigung und tiefe soziale Armut ein großes Thema in diesem Roman. Der gesellschaftliche Gegensatz zu reichen und mächtigen Menschen, die ihre Interessen skrupellos durchsetzen, schafft im Roman den geeigneten Kontrast zu den Tragödien, die sich in der Story entwickeln. Der Thriller beginnt zwar zunächst recht schleppend und nimmt erst ab der Mitte des Buches so richtig an Fahrt auf, kann seinen Leser jedoch über die bewegend inszenierten menschlichen Schicksale fesseln. Alles in Allem halte ich hier einen gelungenen Triller rund um die ungewöhnliche aber toughen Ermittlerin Nora Watts in meinen Händen. Ein Dank an Ullstein Verlag und Vorablesen.de. 

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  • Das Ende hat mich etwas versöhnt...

    Untiefen

    Igela

    18. November 2017 um 12:42

    Ein junges Mädchen verschwindet spurlos. Everett Walsh und seine Frau Lynn suchen eine Privatdetektivin auf, um das Verschwinden ihrer Tochter Bonnie zu klären. Doch für die Ermittlerin Nora Watts ist es kein Job wie jeder andere. Bonnie ist ihre Tochter, die sie vor Jahren nach einer Vergewaltigung zur Adoption frei gegeben hat.  Seite 12 platzt schon die Bombe, ein vielversprechender Start in diesen Thriller. Leider flachte von da an die Spannung auch schon wieder ab und die Handlung plätscherte ziemlich vor sich hin. Sehr ausschweifend wird die Figur Nora Watts skizziert. Mir war diese Frau ganz und gar nicht sympathisch, doch als ich nach und nach erfahren habe, mit was für Dämonen aus der Vergangenheit sie kämpft, habe ich verstanden warum sie so spröde und kalt ist. Allerdings zeigte sie auch ein paar Züge, die für mich nichts mit dem Charakter, sondern mit einem Manko in der Zeichnung der Figur zu tun hat. Wie erfahren zum Beispiel, dass Nora besondere Fähigkeiten besitzt. Sie sieht dem Gesprächspartner in die Augen und spürt instinktiv , ob er lügt. An und für sich könnte ich diese Fähigkeit noch annehmen. Das Problem ist jedoch, dass sie in diesem Buch nicht wirklich (wenn ich richtig aufgepasst habe, nur ein einziges mal ) eingesetzt wird. Und genau da frage ich mich, warum die Autorin dies erwähnt, wenn sie es dann nicht weiter verfolgt? Weiter hat Nora so Eingebungen wie diese: Sie observiert einen Mann in einem Auto, der seinerseits ein Haus beobachtet. Der Mann isst einen Apfel. Daraus schliesst Nora, dass er kein Polizist sein kann, weil Polizisten während einer Observierung keine Aepfel essen.  Das wird so stehen gelassen und als Tatsache, dass der Mann kein Polizist ist, in die Handlung eingebaut. Im ersten Drittel werden sehr viele Gefühle Noras thematisiert. Einerseits lernt man die Figur kennen, anderseits geht das auch zu Lasten der Handlung und der Spannung. Immer wieder habe ich gestutzt….wie als Nora in ein  ihr völlig fremdes Haus spaziert und auf Anhieb und direktem Weg brisantes Material im Keller findet. Genau solche Szenen sind es, die mir doch etwas sauer aufgestossen sind. Ihre Kaltblütigkeit kann ich anhand ihrer Vergangenheit noch entschuldigen ,doch solche "Zufälle" leider nicht. Der Schreibstil ist spröde und trocken und wie Nora sehr gefühlsarm. Auch hier einige Szenen, die gewollt und konstruiert eingefügt wurden. Nora findet eine Leiche, ihre Reaktion sehr abgebrüht, denn dies beeindruckt sie nicht sonderlich. Doch sie denkt noch während sie vor  der Leiche steht an ihre Obdachlosigkeit in der Vergangenheit , was wiederum als Übergang dient und man als Leser wieder ein Stück ihrer Vergangenheit erfährt.  Oder sie denkt zusammenhanglos in einem Wald, dass ein Wolf sie überfallen könnte, was den Autor dazu veranlasst die Eckdaten zu dem Spezies Wolf herunter zu leiern. Teilweise sehr übergangslos das Ganze!  Trotz allem hat mich die Geschichte gepackt, und ich wollte unbedingt wissen, was mit Bonnie geschehen ist. Zudem empfand ich tiefes Mitgefühl mit Nora, die Figur war mir zwar nicht sympathisch, doch ihr Schicksal ging mir nahe. Gegen Schluss wird es doch noch richtig fesselnd und hat mich etwas mit der schwachen ersten Hälfte versöhnt.

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  • Tough, genial und immer am Rande der Selbstzerstörung - der erste Fall für Privatdetektivin Nora Wat

    Untiefen

    RubyKairo

    17. November 2017 um 19:52

              Als die Privatdetektivin Nora Watts um fünf Uhr morgens einen Anruf erhält, ahnt sie nichts Gutes. Tatsächlich erwartet sie ein neuer Fall, der alte Wunden aufreißt: Ihre Tochter Bonnie, die sie vor 15 Jahren zur Adoption freigegeben hat, wird vermisst. Nora ist die letzte Hoffnung der verzweifelten Adoptiveltern, denn die Polizei hat die Suche nach der chronischen Ausreißerin längst aufgegeben. Obwohl Nora ihrer Vergangenheit am liebsten den Rücken kehren würde, lässt ihr der Fall keine Ruhe - und nur wenn sie sich ihren Dämonen stellt, kann sie das Mädchen retten. Eine mutige, unbeirrbare Heldin und eine mutige, unbeirrbare Schreibweise ergänzen sich zu einem, außergewöhnlichen Debüt, höchst empfehlenswert. Eine starke Frau jagt einen Serienkiller und hat dabei ungewöhnliche Hilfe. In diesem Thrillerdebüt steht die Arbeit einer ungewöhnlichen aber besten Privatdetektivin Kanadas im Vordergrund. Rasant und hochspannend! "Untiefen" überzeugt. Ich fühlte mich zwischenzeitlich leicht an die Trilogie von Stieg Larsson und definitiv an TARGA erinnert aber nicht unbedingt im negativen Sinne. Dieser Psychothriller ist allein wegen der Protagonistin besonders lesenswert. Sie ist das Produkt eines oft missverstandenen Landes, ein Flickenteppich gebrochener Identitäten und Einflüsse. Bei Nora gibt es keine einfachen Antworten. Eine frühere Blues-Sängerin, die von Problemen verfolgt wird wie von dem streunenden Hund, den sie auf ihrem Weg aufgesammelt hat. Die Geschichte ist rasant, sehr spannend und voller Wendungen. Niemand kommt dem Bösen so nahe wie sie. Ein tödliches Spiel beginnt. Wer wird gewinnen? Ein Debütthriller, so herrlich grausam, wie nur Frauen ihn sich ausdenken können. Mit diesem Rezept fahren Krimi-Queens wie Kathy Reichs & Co sehr gut. Sheena Kamal kann da locker mithalten. Ausserdem wird der Leser mit der dunklen Vergangenheit, der komplizierten Identität und Künstlerseele der Privatdetektivin als ehemaliges Mitglied der Canadian Forces konfrontiert und der damit verbundenen Frage wo ist das Blut aus ihrer Nabelschnur hingekommen als sie nach der Geburt ihrer Tochter aus der Klinik entlassen wurde. Beim Einblick in die Wissenschaft des Nabelschnurblutes von Neugeborenen mit Nora Watts der perfekten Jägerin, bekommt der Roman eine gewisse wissenschaftliche Note. Die Charaktere sind sehr gelungen. Es gibt viele interessante Wendungen, so das der Spannungsbogen bis zum Ende sehr hoch gehalten wird. Fesselnde Einblicke in die Untiefen der menschlichen Seele. Die psychischen Abgründe, die die Autorin ihren Figuren auf den Leib schreibt, sind gruselig- aber eben auch bis zur letzten Seite hochspannend. Positiv möchte ich auch den Plot erwähnen. Den Hintergrund für diese Geschichte fand ich sehr interessant. Durch diese vielseitigen Details und die diversen Einblicke in die Abgründe der menschlichen Psyche ist dieses Buch nichts für schwache Nerven. Endlich mal wieder ein Thriller, der diesen Titel auch verdient. Dieses Buch ist ein wahrer Pageturner. Ein mitreißender, spannender Thriller, den man einfach gelesen haben muss. Aber nochmal vorsicht: "Untiefen" ist nichts für Zartbesaitete. In diesem Buch steckt wirklich das Böse und man ist bis zur herbeigesehnten Aufklärung daran gefesselt. Wirklich lesenswert! Eine spannende Geschichte, die schnelle und wendungsreich geschrieben ist. Lesen und sich in den Bann ziehen lassen! "Untiefen" bleibt im Gedächtnis, noch lange nachdem man die letzte Seite gelesen hat. Vielleicht für immer.       

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  • Unrealistisch und nicht nachvollziehbara Handlungen!

    Untiefen

    Naden

    17. November 2017 um 17:18

    Klappentext:Nora Watts ist die perfekte Jägerin - als ehemaliges Mitglied der Canadian Forces hat sie ein untrügliches Gespür für Lügen. Sie ist die beste Privatdetektivin Kanadas. Doch ihr Leben ist hart, immer wieder verfällt sie dem Alkohol. Sie vertraut niemandem, lebt heimlich im Keller unter dem Detektivbüro in Vancouver und spricht nur mit ihrer Hündin Whisper. Bis ein Paar sie um ihre Hilfe bittet. Ihre Tochter Bonnie ist verschwunden. Nora stellt entsetzt fest, dass es sich um ihre eigene, vor fünfzehn Jahren zur Adoption freigegebene Tochter handelt. Nur wenn sie sich jetzt zum ersten Mal wieder den Menschen öffnet, kann sie sie retten. Aber Bonnies Entführer sind auch hinter ihr her, und bald wird die Jägerin zur Gejagten ...Meine Meinung:Die Leseprobe kling sehr viel Versprechen, daher habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Der Anfang der Geschichte hat mich auch begeistert, es war flüssig geschrieben und sehr Interressant, so das der Anfang sehr schnell zu lesen war. Dann ging der Spannungsbogen aber rapiede nach unten, was damit zu tun hat das mir Nora sehr unsympatischer wurde. Ein beispiel dafür war, dass sie immer gesagt hat man sollte nicht Lügen oder stehlen, aber Lügt dann selber das Blaue von Himmel und stahl das Auto Ihres Schwagers. Einige Entscheidungen die Nora getroffen hat wurden meiner Meinung nach garnicht richtig erläutert, so dass man einige Vorhergehensweisen garnicht nachvollziehen konnte. Dadurch habe ich auch das ein oder andere mal den durchblick der Geschichte verloren und habe mich gefragt wie das jetzt passieren konnte. Alles in einem für mich kein gelungender Thriller und auch keine Leseempfehlung.

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  • Komplexe Story

    Untiefen

    Lesemone

    17. November 2017 um 15:00

    Mit Nora als Person tat ich mir anfangs ziemlich schwer. Sehr unsympathisch, emotionslos und trotzig kam sie rüber. Ihre ruppige Art war sehr gewöhnungsbedürftig. Auch die vielen nebensächlichen Gedankengänge störten mich sehr. Gefühlt, in jedem zweiten Satz ging es darum, ob es gerade regnet oder nicht. Jedoch wurde es dann im Verlauf der Geschichte besser und es kam Spannung auf. Die Zusammenhänge ihrer Ermittlungen sind schwer zu durchschauen und ergeben erstmal keinen Sinn. Der flüssige Schreibstil der Autorin hat mich überzeugt weiter zu lesen, so dass ich das Buch dann irgendwann nicht mehr weg legen wollte. Mit einem packenden Showdown und einer überraschenden Wendung wird die Geschichte aufgelöst. Im Nachhinein ist es für mich auch verständlich, warum die Autorin viele Gedankengänge der Protagonistin aufgeschrieben hat, denn so lernt man den Charakter besser kennen. Bei so einem vielschichtigen Charakter, geht das nicht in einem Satz. Trotzdem gab es einige Längen, wo es um unwichtige Dinge ging, die ich im Buch nicht gebraucht hätte.Fazit: Das Debüt der Autorin ist ihr gelungen und auch wenn ich es anfangs wenig fesselnd fand, kam ich nach ca. 50 Seiten dann gut in die Geschichte rein und habe mich in ihren Bann ziehen lassen. Mit sehr interessanten Charakteren und einer komplexen Story wurde eine gute Spannung erzeugt, die in einem packenden Showdown endet.

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  • Ein starker und beeindruckender Debütroman (Thriller)

    Untiefen

    Adlerauge

    17. November 2017 um 10:26

    Inhalt : Als die Privatdetektivin Nora um fünf Uhr morgens einen Anruf erhält, ahnt sie nichts Gutes . Jedenfalls erhält sie einen neuen Auftrag, der alte Wunden wieder aufreißt !Ihre vermisste Tochter (damals zur Adaption freigegeben) wird von der Polizei gesucht !Nora würde ihrer Vergangenheit zwar längst den Rücken kehren , aber ihre Vergangenheit lässt ihr in diesem Fall keine Ruhe und sie will unbedingt dieses Mädchen retten .....Meine Meinung :Die Autorin ( Sheena Kamal ) hat hier im ersten Debütroman einen verdammt guten " Durchbruch " erlangt !Tolle Charakterbeschreibungen der Protagonisten mit all ihren Ängsten und Gefühlen !Es ist ihr so gut gelungen , dass ihre Bildbeschreibungen so ausführlich sind , dass der Leser sich direkt in der Lage der einzelnen Personen sich wieder findet .Toller Schreibstil und ein flüssiges " Lesen " erhöhen den Lesegenuss dieses Buches - sprich : besonders empfehlenswert ! (unbedingt lesen ! )

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  • Spannend und bewegend

    Untiefen

    Biest

    17. November 2017 um 10:22

    Zum Inhalt:Als Privatdetektivin Nora Watts um fünf Uhr morgens einen Anruf erhält, ahnt sie nichts Gutes. Tatsächlich erwartet sie ein neuer Fall, der alte Wunden wieder aufreißt: Ihre Tochter Bonnie, die sie vor 15 Jahren zur Adoption freigegeben hat, wird vermisst. Nora ist die letzte Hoffnung der verzweifelten Adoptiveltern, denn die Polizei hat die Suche nach der chronischen Ausreißerin längst aufgegeben. Obwohl Nora ihrer Vergangenheit am liebsten den Rücken kehren würde, lässt ihr der Fall keine Ruhe – und nur wenn sie sich ihren Dämonen stellt, kann sie das Mädchen retten.Zur Autorin:Die Kanadierin Sheena Kamal studierte Politikwissenschaften an der University of Toronto. Sie ist in der Film- und Fernsehbranche tätig, zuletzt war sie bei der Entwicklung einer Crime-Drama-Serie für Recherchen zuständig. Ihre Erfahrungen inspirierten sie dazu, ihren ersten Thriller zu schreiben.Meine Meinung:Mit Nora Watts ist Sheena Kamal ein absolut toller und bewundernswerter Charakter gelungen.Nora hatte es in ihrem Leben nie leicht, als Blues-Sängerin hoffte sie auf den großen Durchbruch, aber leider machte ihr das Leben da einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Durch einige Kontakte landet sie in einem Detektivbüro in Vancouver, arbeitet als lebender Lügendetektor und verbringt ihre Freizeit mit ihrer Hündin Whisper. Ihre „Wohnung“ im Keller der Detektei. Als ihre leibliche Tochter verschwindet wendet sich das Blatt und ihr ruhiges zurückgezogenes Leben gerät aus den Bahnen. Immer wieder gerät sie in gefährliche Situationen und verfällt erneut dem Alkohol. Auch wenn Nora denkt sie wäre alleine auf dieser Welt, ist sie es nicht. Denn es gibt Bekannte die sich um sie sorgen und diese greifen häufig in letzter Sekunde ins Geschehen ein und retten ihr somit das Leben.Die Charaktere finde ich durch die Bank weg toll. Sheena Kamal geht sehr auf die unterschiedlichen Personen ein und beschreibt ihr Umfeld, Privatleben, Gefühle, Ängste und Sorgen. Es tun sich menschliche Abgründe auf. Einige heikle Themen, wie es sie aber leider zuhauf in der Realität gibt werden hier behandelt. So zum Beispiel Noras Alkoholsucht, ihre posttraumatische Belastungsstörung, Homosexualität, Adoption, Trennung der Eltern, schwierige Teenager in der Pubertät. Das alles und noch einiges mehr hat die Autorin meiner Meinung nach perfekt in eine tolle und spannende Geschichte integriert.Auch die Suche nach den „bösen Buben“ gestaltet sich hier als gar nicht so einfach. Ich wurde mehrmals aufs Glatteis geführt.Die bildhaften Beschreibungen ermöglichen einem ein sofortiges Eintauchen ins Buch. Ich hatte alles direkt vor Augen und keine Probleme mir die Umgebung bildlich vorzustellen.Der Schreibstil hat mir auch gut gefallen. Er lässt sich flüssig lesen.Das Cover gefällt mir ebenfalls. Schlicht gehalten mit wenig Farbe, absolut passend für diesen Thriller.Fazit:Eine ganz klare Leseempfehlung für alle die es gerne spannend mögen und sich ganz nebenbei mit ernsten Themen beschäftigen.

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  • Von der Jägerin zur Gejagten

    Untiefen

    eurydome

    17. November 2017 um 06:58

    Inhalt und meine Meinung:Nora Watts, ehemaliges Mitglied der Canadian Forces, lebt heimlich im Keller des Detektivbüros mit ihrer Hündin Whisper, in dem sie auch arbeitet. Sie ist eine Einzelgängerin mit Alkoholproblemen und wird nun mehr und mehr von ihrer Vergangenheit eingeholt. Ihre leibliche Tochter Bonnie, die sie gleich nach der Geburt  vor 15 Jahren zur Adoption freigegeben hat wird vermisst. Die Adoptiveltern haben Nora ausfindig gemacht und bitten sie um Hilfe Bonnie wiederzufinden. Nora lehnt diese Hilfe zunächst ab. Doch mehr und mehr gerät auch Nora in den Strudel aus Verfolgung und selbst verfolgt werden und erkennt, dass sie sich den Umständen und ihrer Vergangenheit stellen muss. Der Thriller hat mich von der ersten Seite gefangengenommen und nicht wieder losgelassen. Die Handlung ist von Beginn an spannungsgeladen und diese Spannung ist zu keiner Zeit abgeflacht, so dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. Die Geschichte ist strukturiert aufgebaut und gut gegliedert und auf ganzer Linie nachvollziehbar. Besonders gut gefällt mir auch, dass man als Leser sehr lange Zeit im Unklaren bleibt, wie sich die Ereignisse wohl weiterentwickeln könnten. Beim Lesen werden immer wieder neue Fragen aufgeworfen, auf die man dann auch häppchenweise immer eine Antwort bekommt. Nora ist eine starke, bewundernswerte Frau, die trotz ihrer Schwächen und ihrer traumatischen Vergangenheit nie einen Gedanken daran verschwendet aufzugeben. Sheena Kamals Schreibstil ist nüchtern und sachlich und legt wenig Wert auf Emotionen und Gefühle. Auch die Gestaltung des Buchumschlages und der Titel passen sich in mein positives Gesamtbild ein, ich empfehle diesen Thriller gerne weiter.       

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  • Unglaubwürdige Heldin

    Untiefen

    EOS

    17. November 2017 um 03:56

    Nora Watts, ehemalige Alkoholikerin, ist Privatdetektivin und lebt mit ihrer Hündin Whispers in einer gut versteckten Kellerwohnung, da sie nach einer heftigen persönlichen Erfahrung die Öffentlichkeit scheut.Dieses Erlebnis gerät nun wieder in ihren Blickwinkel, da sie den Auftrag bekommt, ein junges Mädchen zu suchen, und dieses Mädchen ist ihre leibliche Tochter, zur Adoption freigegeben nach der fast tödlichen Vergewaltigung.Soweit hört sich der Plot gut an und liest sich auch zunächst spannend. Aber dann baut die Autorin Elemente ein, die mich an James Bond erinnern und unglaubwürdig erscheinen, z.B. schwingt sich Nora in einem Geschäftszentrum an einem Banner in die nächste Etage, um ihren Verfolgern zu entkommen. Von diesen Stunt-Einlagen folgen noch einige und mindern den Lese-Spaß. Zudem trifft die Detektivin Entscheidungen, deren Kausalität man gerne nachvollziehen würde, die aber nicht weiter erklärt werden. Plötzlich hat sie die richtige Eingebung, und man wüsste gern, was den Anstoß gab.Die Heldin Nora ist mir nicht sympathisch, da sie über einige kriminelle Energie verfügt, z.B. klaut sie alles, von der Mütze bis hin zum Auto ihrer Schwester. Außerdem lügt sie das Blaue vom Himmel herunter. Vielleicht kann sie deshalb so gut erkennen, wenn andere lügen...Auch ist sie der ständig misstrauische Typ, der viele vor den Kopf stößt. Sie schreckt auch nicht vor körperlicher Gewalt zurück, was teilweise recht heftig ausfällt.Was mir zudem gefehlt hat, ist ein durchgehender Spannungsaufbau. Zwischendurch gab es so detaillierte Beschreibungen von Nebensächlichkeiten, dass es langatmig wurde und ich nicht den Wunsch verspürte, die Lektüre wieder aufzunehmen. Zum Ende hin wird es wieder spannender, was der Grund für 3 Sterne ist. Außerdem das zentrale Thema, um das sich letztendlich alles dreht.Die grundlegende Idee des Buches ist gut, die Umsetzung hätte durchdachter sein können. Deshalb nur eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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  • zeitweise echt langatmig

    Untiefen

    Sweetheart_90

    15. November 2017 um 13:27

    Von der Leseprobe war ich so angetan, dass ich mir vom Buch selbst echt viel erwartet hatte. Leider wurde ich stellenweise wirklich enttäuscht. Es begann total spannend, dann kam eine echt lahme Stelle, wo ich mich richtig zwingen musste weiterzulesen und erst zum Ende hin wurde das Buch wieder gut. Als Nora erfährt das ihre vor langer Zeit abgegebene Tochter verschwunden ist, bringt sie das vollkommen aus der Fassung und ihre schreckliche Vergangenheit holt sie wieder ein. Irgendwie hat mich der medizinische Aspekt des Buches ziemlich überrascht und darauf war ich bei dem Buch auch nicht vorbereitet, aber irgendwie ist das Thema wirklich schrecklich. Der "rote Markt", ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Die Kapitel aus Bonnies Sicht haben mir richtig gut gefallen und ich finde sie ist ein wirklich starkes und mutiges Mädchen - von ihr hätte ich wirklich gerne noch viel mehr erfahren. Was es jedoch mit den Arbeitsgebern von Nora zu tun hat, ist für mich noch ein offenes Fragezeichen. Einerseits mag ich sie echt gerne, aber andererseits, sind sie jetzt wirklich die, für die sie sich ausgeben oder doch auch Agenten!? Nora selbst war mir sehr sympathisch und ihren Charakter fand ich super!! Mal schauen, vielleicht hat der nächste Band ja noch das fehlende Etwas und keine lahme Stelle.

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  • Selbstironie und Sarkasmus in einem düsteren Kanada Thriller

    Untiefen

    Buchgeschnipsel

    13. November 2017 um 22:22

    Nora Watts ist ein wandelnder Lügendetektor und hat schon einiges in ihrem Leben durchgestanden. Sie ist trockene Alkoholikerin, meidet stets den Kontakt zu anderen Menschen und lebt mit ihrer Hündin im Keller der Privatdetektei für welche sie arbeitet. Finanziell ausgebrannt und stets zurückgezogen findet sie sich mit der Vergangenheit und das tägliche Leben zurecht.Als das Ehepaar Welsh um Hilfe bittet, ist Watts Feuer und Flamme für den Job, denn sie weiß genau, wer das verschwundene Mädchen ist. Bonnie ist Nora Watts Tochter. Als Nora die Kleine vor 15 Jahren direkt nach der Geburt zur Adoption freigegeben hatte, hätte sie nie gedacht, auf diesem Wege wieder zu ihr zu finden.Die Charaktere in Untiefen (ich komme mit dem Titel immer noch nicht klar…) sind authentisch und ehrlich. Durch sehr viel Witz und wenig Spannung lernen wir Noras Wunden kennen und spannen uns in das Netz um Bonnies Verschwinden ein. Wer steckt dahinter und warum weiß keiner so genau wo Bonnie sich aufhielt? Nora wird auf der Suche von ihrem Sponsor unterstütz, welcher selbst mit seinen eigenen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Schon bald wird klar, dass die beiden eine sehr spezielle Beziehung zueinander haben.Die Spannung hat mir hier durchaus gefehlt, trotzdem ist es ein sehr außergewöhnlicher gelungener Thriller.

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  • Sheena Kamal - Untiefen

    Untiefen

    DianaE

    13. November 2017 um 16:14

    Sheena Kamal - Untiefen Es ist ein schrecklicher Tag als die Vergangenheit die Privatdetektivin Nora Watts einholt. Vor einer gefühlten Ewigkeit hat sie ihre Tochter, die durch eine Vergewaltigung gezeugt wurde, zur Adoption frei gegeben, in der Hoffnung das sie es mal besser haben werde. Doch nun scheint das Mädchen ihren Adoptiveltern davon gelaufen zu sein, und die wenden sich ausgerechnet an Nora. Vollkommen überfordert und mit anfänglicher Abscheu übernimmt die trockene Alkoholikerin den Fall, und ihre besonderen Fähigkeiten Lügen zu entdecken helfen ihr dabei. Doch je tiefer sie gräbt, desto mehr schlägt ihre Vergangenheit über sie zusammen und je mehr schlittert sie selbst wieder auf den Abgrund zu. Wird sie ihre Tochter finden? Wird sie den Versuchungen wieder stehen können? Ist sie stark genug um ihren Weg zu gehen? Ich habe die Leseprobe zum Buch gelesen und der Einstieg gefiel mir gut: spannend, temporeich, düstere Grundstimmung, interessante Idee. Doch je weiter ich gelesen habe, desto öfter hat mich das Buch verloren und ich musste es zur Seite legen. Ich kann noch nicht mal genau sagen, woran es letztendlich gelegen hat, vielleicht an der sehr unsympathischen Hauptfigur, vielleicht an den etwas übertrieben wirkenden Aktionen, die ich nicht immer nachvollziehen konnte, vielleicht lag es aber auch einfach an mir, weil ich nicht zum Buch passe. Der Schreibstil war durchgängig flüssig, manchmal war es arg ausschweifend, trotz der Schwere der Thematik fehlten mir oft emotionale Momente, und es gab Längen, die das Tempo aus dem Buch herausgenommen haben. Dann war es aber auch phasenweise wieder spannend und mitreißend. Die Hauptfigur wurde detailliert und facettenreich ausgearbeitet, die Autorin hat ihr Leben eingehaucht, auch wenn sie nicht gerade "lebendig" wirkte. Ich wurde mit ihr nur schwerlich warm. Natürlich ist bei dem Hintergrund von Nora auch wenig anderes zu erwarten, denn Obdachlosigkeit, Missbrauch und Alkoholabhängigkeit hinterlassen ihre Spuren. Von daher hat die Autorin ein gutes Bild von ihr gezeichnet, aber ich konnte die Distanz einfach nicht überbrücken. Das sie mit ihrem Hund eine persönlichere Beziehung als zu den Menschen hat ist nachvollziehbar, passt aber für mich nicht unbedingt in die Handlung und zu ihrem Job. Die anderen Charaktere blieben überwiegend blass, hier hätte ich mir vielleicht ein wenig mehr Ausarbeitung gewünscht. Handlungsorte und Schauplätze sind gut ausgearbeitet. Die Handlung selbst ist düster und beklemmend, die Grundidee ist interessant, aber mir fehlte hier das gewisse Etwas. Es gab ein paar gelungene Überraschungen, aber leider war einiges auch nicht nachvollziehbar und wirkte auf mich instruiert. Dieses Buch hat es mir schwer gemacht, es gab einiges positives, aber auch einiges was mir nicht so besonders gefallen hat. Dennoch ist es eine solide Story, ob ich sie ins Thriller-Genre packen würde weiß ich nicht, dafür fehlte mir stellenweise die Spannung. Manchmal passt der Leser nicht zum Buch, manchmal stimmt die Chemie dann doch nicht, das ist schade, aber leider nicht zu ändern. Das Cover ist dezent und erst beim zweiten Mal hinschauen, hab ich die Frau darauf erkennen können. Fazit: solide Story, zu wenig Thrill. 3 Sterne.

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  • Achtung Skandinavien ! Kanada kann auch sehr gute düstere Krimis

    Untiefen

    Lesewunder

    12. November 2017 um 18:04

    Die trockene Alkoholikerin Nora Watts arbeitet als Mädchen für alles bei einem Privatdetektiv. Sie lebt zusammen mit ihrem Hund im Keller des Bürogebäudes. Sie ist stets darauf bedacht, menschliche Kontakte zu meiden und traut niemanden. Da wendet sich das Ehepaar Walsh an sie mit der Bitte, ihre verschwundene 15jährige Tochter Bonnie wieder zu finden. Bonnie ist Noras Tochter, die diese gleich nach der Geburt zur Adoption frei gegeben hat.. Nach anfänglichem Zögern nimmt Nora die Suche auf. Allzu schnell stellt Nora fest, dass mehr hinter dem vermeintlichen Weglaufen von Bonnie stecken muss. Nora legt sich mit einer mächtigen Verbrecherorganisation an, die vor nichts zurück schreckt. Nora gerät mehrfach in Lebensgefahr und weiß , dass ihr die Zeit davon läuft, wenn sie ihre Tochter lebend retten will. Die Geschichte kommt ganz langsam in Gang und zuerst hatte ich den Eindruck, es wäre fast langweilig. Wenn man dann etwas darüber nachdenkt, fallen einem erschreckende Details auf: wurde Bonnie misshandelt, ist sie das Kind aus einer Vergewaltigung. Plötzlich stellt man sich ganz viele Fragen . Und auf diese Fragen hätte man gerne Antworten, was dazu führt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Heldin Nora hat auf den ersten Blick so gar nichts liebenswertes, bis auf ihre enge Beziehung zu ihrem Hund. Nach und nach erfährt man ihre ganze Geschichte und beginnt den Überlebenswillen dieser Frau zu bewundern. Traumatisiert durch eine schwierige Vergangenheit und unklare familiäre Verhältnisse, mit bedingt durch indigene Vorfahren haben Nora jedes Vertrauen in ihre Umwelt genommen. Dennoch ist sie die einzige, die sich auf die Suche nach Bonnie macht. Die Geschichte ist in der Ich-Form erzählt. Sehr positiv fand ich, dass Nora nie in Selbstmitleid zerfließt oder anderen die Schuld an ihrer Situation gibt. Der Erzählstil ist sachlich, was die Geschichte um so eindringlicher macht.

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  • Dieser Reihenauftakt macht neugierg auf mehr von Nora Watts

    Untiefen

    LeseBlick

    12. November 2017 um 12:09

    InhaltsangabeDer erste Fall für Privatdetektivin Nora WattsNora Watts ist die perfekte Jägerin - als ehemaliges Mitglied der Canadian Forces hat sie ein untrügliches Gespür für Lügen. Sie ist die beste Privatdetektivin Kanadas. Doch ihr Leben ist hart, immer wieder verfällt sie dem Alkohol. Sie vertraut niemandem, lebt heimlich im Keller unter dem Detektivbüro in Vancouver und spricht nur mit ihrer Hündin Whisper. Bis ein Paar sie um ihre Hilfe bittet. Ihre Tochter Bonnie ist verschwunden. Nora stellt entsetzt fest, dass es sich um ihre eigene, vor fünfzehn Jahren zur Adoption freigegebene Tochter handelt. Nur wenn sie sich jetzt zum ersten Mal wieder den Menschen öffnet, kann sie sie retten. Aber Bonnies Entführer sind auch hinter ihr her, und bald wird die Jägerin zur Gejagten...Meine MeinungBei diesem Debütroman hat mich der Klappentext sofort neugierig gemacht. Als ich dann die Leseprobe bei Vorablesen.de gelesen habe, war für mich klar, dass ich diesen Thriller der Kanadierin Sheena Kamal lesen möchte.Das Cover hatte im ersten Moment nicht diese Wow-Wirkung auf mich, aber je öfter ich es betrachte, desto besser gefällt es mir. Im Nachhinein passt es sehr gut zur Geschichte. Leider habe ich die Tage ein sehr ähnliches Cover gesehen, ein Punkt, den ich absolut nicht mag. Wer hier der erste war, sei dahingestellt.Der Fakt, der mich am anhand der Inhaltsangabe und Leseprobe am meisten reizte, war der Charakter Nora Watts. Ex- Soldatin und Privatdetektivin mit einem Alkoholproblem. Für mich eine Grundidee, die in mein Beuteschema passt. Wenn mein Augenmerk auf dem Hauptcharakter liegt, erwarte ich mir tiefe Einblicke in diesen Charakter und eine Figurenentwicklung.Und dieser Punkt ist der Autorin gelungen.Einerseits bekommen wir dank der Ich-Perspektive viele Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt von Nora Watts. Zum anderen erfahren wir ihre schockierende Geschichte. Und ja, die konnte mich wirklich schockieren.Diese Frau hat einiges durchgemacht, an dem so manche zerbrochen wären.Nora Watts kämpft, meist für sich allein, aber sie tut es.Als sie der Anruf erreicht, dass sie der Familie Walsh helfen soll, deren verschwundene Tochter aufzuspüren, geht sie noch sehr professionell an diesen Fall heran. Als ihr jedoch klar wird, dass es sich bei den Auftragsgebern um die Adoptiveltern ihrer leiblichen Tochter handelt, verändert sich ihr Verhalten.Sie setzt ein stark selbstzerstörerisches Verhalten an den Tag und zeigt uns ihre ganz persönlichen Abgründe auf.Nora’s einziger Lichtblick ist ihre Hündin Whisper.Aufgrund dessen, dass sie Menschen nur sehr schwer vertrauen kann, spürt man die tiefe Verbindung zu Whisper. Aber um ihren Auftrag auszuführen, muss sie Whisper zurücklassen und ist auf sich allein gestellt.Neben Nora Watts konnte mich vor allem Brazuca neugierig machen.Beide lernten sich bei einer Selbsthilfegruppe für Alkoholabhängige kennen.Über das gesamte Buch kann Nora nicht herausfinden, ob sie ihn zu ihren Freunden oder ihren Feinden zählen soll. Da es sich bei dem Buch um einen Reihenauftakt handelt, erhoffe ich mir ein Wiedersehen mit ihm im folgenden Band.Aber auch die Rauheit des kanadischen Setting brachte mich auf meine Kosten.Der Fall an sich war zuerst sehr undurchsichtig.Eine 15-Jährige ist verschwunden. Ist sie davongelaufen, weil die Ehe ihrer Adoptiveltern alles andere als harmonisch läuft? Oder weil sie sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter machen wollte? Oder wurde sie sogar entführt?Diese drei Fragen stellt man sich als Leser über einen ziemlich langen Zeitraum beim Lesen. Als so langsam Licht ins Dunkel kam, wurde man gleichzeitig mit neuen Fragen konfrontiert. Das eigentliche Thema bzw. der Hintergrund, auf den die Autorin in diesem Thriller anspielen will, fand ich sehr gelungen. Der Weg dorthin war sehr verstrickt und geheimnisvoll, aber auch spannend.Das Ende ließ mich nicht ganz zufrieden zurück, aber schließlich will man Potenzial für einen zweiten Band haben und dieses ist durch den gewählten Ausgang des Buches auf jeden Fall gewährleistet.Lesetechnisch kam ich mit dem Schreibstil und dem Aufbau des Romans sehr gut zurecht. Die kurzen Kapitel bringen Schwung in die Geschichte und verleiten zum Weiterlesen.____________________________________________________________Der Grundstein konnte mit diesem Band gesetzt werden.Noras Charakter an sich finde ich spannend. Allerdings bin ich noch etwas zwiegespalten hinsichtlich ihrer Figur. Die Autorin konnte mir nicht ganz deutlich machen, ob ich Nora in die Sparte tough oder schwach einstufen soll.Es sind von beiden Zügen inhaltliche Spuren zu finden.In Band 2 werde ich explizit darauf achten, ob es nun Eindrücke von Schwäche oder des selbstzerstörerischen Verhaltens sind, welche Nora zu Handlungen treiben, die für eine starke Persönlichkeit eher untypisch sind.Des Weiteren hat es mir noch ein wenig an Action gefehlt. Gerade von dem Punkt, dass Nora eine Ex-Soldatin der Canadian Forces ist, habe ich mir mehr spektakuläre Kämpfe erhofft.Mein FazitMit diesem Reihenauftakt konnte mich die Autorin in mehrerlei Hinsicht neugierig machen. Ich bin sehr gespannt, auf die Figurenentwicklung von Nora. Gespannt, ob sie jemals wieder in der Lage sein wird zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen und was aus ihrer Tochter Bonnie wird.Das Debüt von Sheena Kamal sehe ich als gelungen und freue mich auf mehr.Da die Autorin hier sehr gelungen auf das eigentliche Thema des ersten Falls hinarbeitete, hoffe ich auch in Folgebänden auf diesen Spannungsaufbau.

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  • Leider für einen Thriller nicht spannend genug!

    Untiefen

    vronika22

    11. November 2017 um 22:00

    Nora Watts ist ehemalige Alkoholikerin und lebt als Detektivin sehr zurückgezogen mit ihrem Hund Whisper im Keller des Hauses in dem ihre Arbeitgeber ihr Büro haben. Von dem Ehepaar Everett und Lynn Walsh bekommt sie den Auftrag deren pubertierendeTochter zu suchen, die spurlos verschwunden ist. Es stellt sich heraus, dass Bonnie Noras Tochter ist. Sie hat sie vor 15 Jahren zur Welt gebracht und anschließend direkt zur Adoption freigegeben, da sie durch eine Vergewaltigung gezeugt wurde. Everett und Lynn hoffen, dass sich Bonnie auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter gemacht hat. Das Buch ist in der Ich-Form aus der Perspektive von Nora geschrieben und ist in 5 Teile gegliedert. Diese sind in nochmals in kurze Kapitel unterteilt. Der Plot des Thrillers hat mich sehr angesprochen und klang wirklich sehr interessant. Allerdings hat mir die Umsetzung nicht so wirklich gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr ausschweifend und die Autorin geht sehr ins Detail. Dadurch ist meiner Meinung nach die Spannung deutlich auf der Strecke geblieben. Gegen Ende wurde es nochmal etwas spannender aber insgesamt hat die Handlung so vor sich hingeplätschert. Es gab etliche Stellen, die sich so gezogen haben, dass ich den Text nur überflogen habe. Dadurch konnte mich das Buch nicht wirklich in seinen Bann ziehen. Dabei ist der Schreibstil stellenweise auch wieder richtig toll. Die Stellen, bei denen Nora mit ihrem Hund gesprochen hat, sind so lebendig und humorvoll, dass sie mich wiederum richtig begeistern konnten. Die Gesamtstimmung in diesem Buch ist sehr trist und trübe. Auch fand ich es etwas schwierig richtig in den Plot reinzukommen, da doch vieles schwer zu durchschauen und verwirrend geschildert wurde. Aber da die Autorin auch sehr ernste Themen in diesen Thriller eingebaut hat, wie beispielsweise Alkoholismus, Vergewaltigung oder Umweltzerstörung, vergebe ich trotz der fehlenden Spannung noch 3 Punkte.

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