Sheila Bugler Nebelspiel

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Inhaltsangabe zu „Nebelspiel“ von Sheila Bugler

London: Ein zehnjähriges Mädchen wird entführt. Es gibt keine Zeugen, keine heiße Spur. Die Polizei verfolgt einen Schatten, und die Zeit läuft stetig ab für die kleine Jodie Hudson. Allen ist der Fall Molly York noch lebhaft in Erinnerung, die vor drei Jahren auf gleiche Weise verschwand und nur noch tot gefunden werden konnte. Für Detective Inspector Ellen Kelly, Londons toughe Starermittlerin und Spezialistin für Entführungsfälle, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, der sie bis an die nebelverhangene Moorlandschaft der englischen Südostküste führt.

Schöne Protagonisten, aber leider sehr vorhersehbar und mit einigen Längen.

— Mary-and-Jocasta
Mary-and-Jocasta

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    Nebelspiel
    Mary-and-Jocasta

    Mary-and-Jocasta

    01. May 2017 um 11:33

    London: Ein zehnjähriges Mädchen wird entführt. Es gibt keine Zeugen, keine heiße Spur. Die Polizei verfolgt einen Schatten, und die Zeit läuft stetig ab für die kleine Jodie Hudson. Allen ist der Fall Molly York noch lebhaft in Erinnerung, die vor drei Jahren auf gleiche Weise verschwand und nur noch tot gefunden werden konnte. Für Detective Inspector Ellen Kelly, Londons toughe Starermittlerin und Spezialistin für Entführungsfälle, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, der sie an ihre eigenen Grenzen führen wird…Was mich an diesem Buch wirklich gereizt hat, waren die Meinungen dazu auf dem Einband. Natürlich weiß ich, dass man diesen gedruckten Kaufempfehlungen nicht immer trauen kann, aber der versprochene psychologisch ausgereifte Thriller mit Gänsehautmoment hat mir große Hoffnungen gemacht, vielleicht etwas ähnlich Rasantes wie Meine Seele so kalt von Clare Mackintosh in der Hand zu halten. Fakt ist, es war nicht das, was ich erwartet hatte.Gänsehautmomente gab es – zumindest bei mir – keine und spätestens auf Seite 68 war mir klar, was im Groben geschehen sein musste und wer der Mörder war. Bis zum Ende hatte ich darauf gehofft, meine Ahnung würde sich vielleicht doch als falsch herausstellen, doch ich war in keinem Moment gezwungen, meine Vermutungen in Zweifel zu ziehen. Stattdessen wurde ich über die folgenden 300 Seiten nur darin bestätigt. Außerdem gibt es eine Menge Szenen – wahrscheinlich gedacht, um Spannung aufzubauen – die ich völlig unnötig fand, da sie nur von der eigentlichen Handlung wegführen, aber nichts Neues einbringen.Doch trotz dieser nicht ganz so fesselnden Handlung hat dieser Thriller etwas, das mich vielleicht sogar bewegen könnte, ein zweites Buch der Autorin zu lesen...Weiterlesen?

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931
  • Schwaches Debüt

    Nebelspiel
    DerMichel

    DerMichel

    21. May 2016 um 10:51

    Wenn es nach den diversen Stimmen geht, die auf und im Buch abgedruckt sind, geht für sie mit Sheila Bugler ein neuer Stern am Thrillerhimmel auf und "Nebelspiel" wird als "wahre Glanzleistung" gelobt...Da stellt sich mir die Frage:Haben die alle ein anderes Buch gelesen und wo kann ich deren Exemplar käuflich erwerben?Der Inhalt klang durchaus vielversprechend - In London wird die zehnjährige Jodie auf ihrem Schulweg entführt. Es gibt weder Zeugen noch eine heiße Spur. Schnell gerät der Stiefvater des Mädchens in Verdacht, da er sich bei seiner Vernehmung in Widersprüche verstrickt. Nur Detective Inspector Ellen Kelly glaubt nicht an dessen Täterschaft. Sie sieht Parallelen zu einem Entführungsfall von vor drei Jahren. Die kleine Molly York verschwand auf die gleiche Weise und wurde später tot aufgefunden. So beginnt sie, gegen die Anweisungen ihres Vorgesetzten, auf eigene Faust zu ermittelt.Mehr Spannung als den Klappentext hat das Buch dann aber leider kaum zu bieten. Vieles ist sehr vorhersehbar. Die Charaktere sind äußerst blass und die meiste Zeit mit sich selbst und ihren Problemen beschäftigt. Manchmal möchte man in das Buch kriechen und die Beteiligten fragen, ob sie sich vielleicht mal auf das Lösen des Entführungsfalls konzentrieren könnten. Auch die Sprache ist wenig anspruchsvoll. Kurze Sätze, die manchmal nach unbeholfenem Schulaufsatz klingen. Der laut Cathi Unsworth (die musste ich erst mal googlen) "psychologisch-spannende Wirbelsturm" ist eher ein laues Zischen, wie es beim Entlüften einer Heizung ausströmt. Gänsehaut hatte ich auch zu keinem Zeitpunkt. Für Januar 2017 ist der zweite Teil angekündigt. Ich werde wohl nicht erfahren, wer der Täter in diesem Buch sein wird...

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  • Nebelspiel

    Nebelspiel
    Kleine8310

    Kleine8310

    26. February 2016 um 20:27

    "Nebelspiel" ist ein Thriller von Sheila Bugler. Es ist das erste Buch der Autorin und gleichzeitig der Auftakt zu einer neuen Thrillerreihe um die Protagonistin Detective Inspector Ellen Kelly. DI Kelly bekommt es in diesem Buch mit einem schwierigen Fall zu tun. Die zehnjährige Jodie Hudson wird auf dem Weg zur Schule entführt und es gibt keinerlei Hinweise, was mit ihr geschehen sein könnte. Den Ermittlern ist ein ähnlicher Fall im Gedächtnis geblieben, denn vor drei Jahren wurde die kleine Molly York auf gleiche Art und Weise entführt und das kleine Mädchen konnte nur noch tot aufgefunden werden.    DI Kelly befasst sich mit dem Fall und ihr wird schnell klar, dass nicht nur die fehlenden Indizien ein Problem darstellen, sondern auch die Konstellation in ihrem eigenen Team. Zudem drängt die Zeit und die Protagonistin muss alles daran setzen die kleine Jodie noch lebend zu finden ... Der Einstieg in den Thriller ist mir sehr leicht gefallen. Sheila Bugler hat einen sehr angenehm und leicht zu lesenden Schreibstil, der mir gut gefallen hat. Die Geschichte hat mehrere Handlungsstränge und sie laufen angenehm nebeneinander her und werden nach und nach und am Ende komplett logisch miteinander verknüpft. Der Aufbau und die Handlungsstränge haben mir sehr gut gefallen. Zum einen gibt es den Strang mit den Ermittlungen, einen Erzählstrang aus Sicht des Täters und einen aus der Sicht der entführten Jodie. Jodie's Passagen gingen mir am meisten unter die Haut, neben dem was die Eltern durchmachen.    Die Ermittlungen fand ich durchschnittlich ausgearbeitet, aber nicht herausragend oder sehr spannend. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Aber die Kombination mit den anderen Handlungssträngen, hat diesen Thriller trotzdem sehr lesenswert gemacht! Die Charaktere haben mir gut gefallen und ich fand die Mischung zwischen dem Privatleben der Ermittler und den Ermittlungen fast ausgwogen. Die psychologische Komponente wurde von der Autorin beängstigend gut ausgearbeitet und ich hatte häufig Gänsehaut. Damit konnte sie total bei mir punkten!    "Nebelspiel" ist ein sehr guter Thriller, der mit interessanten Charakteren und einer raffiniert ausgearbeiteten psychologischen Komponente bei mir punkten konnte!  

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  • Einfach nur enttäuschend...

    Nebelspiel
    parden

    parden

    EINFACH NUR ENTTÄUSCHEND... Ein zehnjähriges Mädchen wird mitten in London entführt. Keine Zeugen, keine Hinweise, keine Spur. Die Polizei tappt im Dunkeln, und auch als sich der Verdacht erhärtet, dass das Verschwinden von Jodie Hudson mit einem Fall vor einigen Jahren zusammenhängen konnte, wo ebenfalls ein dunkelhaariges, blauäugiges Mädchen verschwand und schließlich tot und schwer misshandelt aufgefunden wurde, kommen Detective Inspector Ellen Kelly und ihr Team in ihren Ermittlungen lange Zeit keinen Schritt weiter. Ich hole erst einmal tief Luft, während ich überlege, wo ich mit meiner Kritik ansetzen soll. Vielleicht hilft es zu erläutern, was ich von einem guten Thriller erwarte... Also gut - und hier erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit - diese Kriterien sollte ein guter Thriller für mich erfüllen: eine spannende Handlung, einen mitreißenden Einblick in die Ermittlungen, ein interessantes Täterprofil, eine psychologisch schlüssige Ausleuchtung des Hintergrunds der Tat, falsche Spuren und unerwartete Wendungen, interessante und ausgeleuchtete Charaktere, ein Schluss, bei dem die Spannung noch einmal gewaltig anzieht und der den Leser bestenfalls noch einmal enorm überraschen kann - und nach Möglichkeit alles noch erzählt in einem flüssigen und angenehm zu lesenden Schreibstil. Zugegeben: alle genannten Kriterien erfüllen nur sehr wenige Thriller - noch seltener allerdings ist mir ein Thriller untergekommen, der im Grunde nichts von den Kriterien erfüllt. Sheila Bugler mit ihrem Debüt 'Nebelspiel' hat das jedoch für mich geschafft... Eine spannende Handlung? Mitnichten. Was als Klappentext so vielversprechend klang und auf den ersten Seiten auch durchaus so wirkte, verlor sich zunehmend in Nebenschauplätzen. Zwar richtet sich der Blickwinkel des Lesers durch eingeschobene kurze Kapitel aus der Sicht des entführten Mädchens immer wieder für kurze Zeit auf das Schicksal der Kleinen, doch empfand ich den Stil nicht dem eines zehnjährigen Mädchens angemessen, sondern eher dem einer jungen Erwachsenen und so war er dadurch für mich wenig authentisch. Und schnell gerät das Mädchen auch wieder aus dem Fokus, weil sich die Polizei mit allem Möglichen beschäftigt, nur nicht mit den Ermittlungen zu der Entführung. Viel zu viele Baustellen werden hier eröffnet und erhalten alle dieselbse Wertigkeit, wodurch ein undurchdringlicher und wenig interessanter Themenbrei entsteht, der einfach nur das Hirn verstopft. Bei mir führte es dazu, dass mich letztlich auch die Entführung und die mögliche Rettung des kleinen Mädchens nicht mehr wirklich interessierte. Womit wir schon beim nächsten Punkt wären: den Ermittlungen. Im Klappentext wird Detective Inspector Ellen Kelly als Londons toughe Starermittlerin und Spezialistin für Entführungsfälle bezeichnet. Für mich grenzten die Ermittlungen jedoch an Dilettantismus. Keine verbindlichen Absprachen, keine Koordination, jeder macht sein Ding, meist aus einem Bauchgefühl heraus, das im nächsten Moment jedoch gleich wieder verworfen wird. Nebenschauplätzen wird mehr Platz eingeräumt als der eigentlichen Tat. Die persönlichen Angelegenheiten der Ermittler sind ständig wichtiger als der Versuch, die kleine Jodie Hudson zu retten, zwischendurch erinnert man sich mal, dass da noch was war. "'Zeit ist kostbar', sagte sie und sah ostentativ auf ihre Uhr." Diese Erkenntnis kommt Ellen endlich auf Seite 281 - was aber keineswegs dazu beiträgt, dass das Tempo anziehen würde. Die gesamte Handlung plätschert von vorne bis hinten recht trostlos vor sich hin, und eigentlich ist klar, dass der Täter schon ziemlich dämlich sein muss, damit das kleine Mädchen noch lebendig gefunden werden kann. Verhörversuche scheitern oft daran, dass jemand nicht angetroffen wird oder einfach die Tür nicht öffnet - und dann wird das auch nicht weiter verfolgt. Wenn jemand keine Lust hat, auf ihre Fragen zu antworten, arrangiert sich Detective Inspector Ellen Kelly damit und macht sich vielleicht noch im Hinterkopf eine Notiz, dass sie das doch noch mal nachholen muss. Kommen wir zum Täterprofil und den Hintergründen der Tat. Hier weiß der Leser recht früh, mit wem er (und die entführte Jodie Hudson) es zu tun hat, und man erfährt nach und nach auch einiges über ihn und seine Kindheit. Zum einen bot mir das wenig Neues, zum anderen blieb der Charakter trotz allem so unnahbar und wenig authentisch, dass es schwierig war, hier empathisch zu sein, auch wenn das Schicksal es sicher nicht gut mit dem Täter gemeint hat. Zudem wiederholen sich manche Szenen scheinbar endlos, so dass sie für mich statt spannend zunehmend langweiliger wurden. Auch die anderen Charaktere, anfgefangen bei Detective Inspector Ellen Kelly, bleiben flach, kein bisschen markant und wenig greifbar. Es ist Sheila Bugler nicht gelungen, mir auch nur einen Charakter wirklich nahe zu bringen - im Gegenteil: viele davon nervten mich nach einiger Zeit nur noch. Ein kollektives Suhlen in harten Schicksalen und kiloweise Selbstmitleid kennzeichnet so ziemlich alle wichtigen handelnden Personen. Zudem hatte ich einige Male das Gefühl, nicht den ersten Teil einer Reihe zu lesen, sondern einen Folgeband - zu viel wurde auf Vorgänge in der Vergangenheit hingewiesen und angespielt. Unangenehm aufgestoßen ist mir neben allem anderen auch noch ein Thema, das sich hier nahezu durchgängig durchzieht: Rache und Selbstjustiz. Dies betrifft nicht nur einen der Hauptcharaktere sondern gleich mehrere, und insgesamt vermittelt die Autorin damit eine Botschaft, die mir persönlich nicht gefällt. "Das Spiegelbild in der Scheibe lächelte sie an. Sie lächelte zurück. Schuldig? Von wegen. Sie würde es sofort wieder tun." (S. 346) Am Schluss kommt die Handlung doch wieder auf die Entführung des Mädchens zurück, aber der Versuch, die Spannung noch einmal anzuziehen, ist für mich ebenfalls gescheitert. Unglaubwürdige Handlungen und Reaktionen, zu viele Zufälle, dabei jedoch keine Überraschungen - und alles wirkte irgendwie hölzern und unbeholfen sowie übereilt konstruiert, einfach weil das Buch auch einmal einen Schluss haben musste. Und zuguterletzt der Schreibstil. Noch nicht einmal damit kann das Buch punkten. Einfache, meist kurze Sätze in Aufsatzform ohne jegliche sprachliche Rafinessen, das war mein Eindruck. Dazu der wenig gelungene Versuch, gelegentlich poetische Stilblüten einzustreuen. Probe gefällig? "Der Mond spiegelte sich in ihren Augen wie eine riesengroße Pizza." "Er musste pissen. Schon wieder. Er ging zu einem Baum und öffnete den Hosenschlitz, spürte die kalte Luft. Warme Flüssigkeit sprudelte aus ihm und spritzte gegen den Baum. Frühere Besuche am selben Ort schimmerten im Dunst wie zerbrochener Bernstein. Komisch, dass so was Unschönes wie Pisse so hübsch aussehen konnte." (S.353) Für mich insgesamt ein deutlich misslungener Versuch eines Thrillers: viel zu viele Baustellen, flache Charaktere, unrühmliche und dilletantsiche Ermittlungen - einfach nur enttäuschend... © Parden

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    • 15
  • Konnte mich nicht überzeugen

    Nebelspiel
    -Anett-

    -Anett-

    25. February 2016 um 16:54

    Darum geht es: London: Ein zehnjähriges Mädchen wird entführt. Es gibt keine Zeugen, keine heiße Spur. Die Polizei verfolgt einen Schatten, und die Zeit läuft stetig ab für die kleine Jodie Hudson. Allen ist der Fall Molly York noch lebhaft in Erinnerung, die vor drei Jahren auf gleiche Weise verschwand und nur noch tot gefunden werden konnte. Für Detective Inspector Ellen Kelly, Londons toughe Starermittlerin und Spezialistin für Entführungsfälle, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, der sie bis an die nebelverhangene Moorlandschaft der englischen Südostküste führt. Meine Meinung: Im Grunde beginnt das Buch recht gut, allerdings weist es doch ein paar deutliche Schwachstellen auf. So fehlt für mich einfach die Spannung und die Wirrungen die ein typischer Thrriller für mich haben müssen. Hier war es nicht spannend in dem Sinne, da man irgendwann den Täter kannte, wenn auch nicht, wie alles zusammen hing. Trotzdem war für mich an dem Punkt die Spannung dahin. Die Charaktere konnten mich alle nicht wirklich überzeugen, die Ermittler machten alle irgendwie ihr Ding, es schien keine wirkliche Zusammenarbeit zu geben und auch wenn sie immer wieder Ansätze und Hinweise zu einem anderen Fall bekamen, hatte ich den Verdacht, sie gehen dilettantisch und nicht wirklich zielsicher an den Fall heran. Es gab immer mal wieder Kapitel, in denen man die Gedanken des entführten Mädchens lesen konnte. Hier musste ich dann doch öfters überlegen, war das Mädchen nun 10, oder doch eigentlich schon älter - irgendwie passte das nicht so recht zusammen. Der Schreibstil war ganz okay, kurze Sätze, manchmal wirkte es abgehackt, aber es lies sich gut lesen und man kam gut voran. Fazit: In dem Buch las man mehr über die Probleme der einzelnen Protagonisten, als über wirklich meisterhafte Detektivarbeit. Einen richtigen Eindruck hat es bei mir leider nicht hinterlassen.

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  • Nebelspiel

    Nebelspiel
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    05. February 2016 um 12:42

    Ein Kind wird entführt. Mitten in London. Und niemand hat etwas gesehen. Es gibt keine Verdächtigen, keine Anrufe, keine Spur - nur die Gewissheit, dass die Zeit für die 10-jährige Jodie Hudson langsam abläuft, denn ihr Fall ähnelt dem der kleinen Molly York, die drei Jahre zuvor auf ähnliche Weise entführt - und ermordet - wurde. Detective Inspector Ellen Kelly wird auf den Fall angesetzt. Obwohl sie noch immer den Tod ihres Ehemannes nicht ganz verkraftet hat stürzt sie sich in den Fall - denn sie will auf jeden Fall verhindern, dass sich das Schicksal der kleinen Molly York wiederholt. Solide. Nicht mehr und nicht weniger. Und das in allen Kategorien. Vom Stil her leicht und flüssig zu lesen, aber auch nicht überragend. Die Charaktere sind weder übermäßig sympathisch noch unsympathisch, bleiben so aber auch nicht lange im Gedächtnis haften. Die Story an sich hat man so oder gerigfügig anders auch schon mal gelesen und die Spannung - die ist eben ganz solide aufgebaut. Es gibt mehrere Verdächtige, die sich ebenso verdächtig verhalten, es gibt den Ansatz einer Lovestory, eine Familienkrise, die Wendung zum Schluss hin - eben alles was in einen soliden Thriller hineingehört. All das macht es aber nur solide und leider nicht überragend. Zudem hatte ich immer wieder das Gefühl, eine Vorgeschichte verpasst zu haben und nicht den ersten Band einer Reihe zu lesen - ist es aber, ich habe mehrmals gegoggelt. Zu oft wurde auf Ereignisse in der Vergangenheit verwiesen, die wichtig für Ellens Gegenwart  und die Geschichte an sich sind. Unterm Strich hat mich Nebelspiel nicht vom Hocker gerissen, aber auch nicht total enttäuscht. Mittelmaß eben. (Und ist das nicht die große Schwester von scheiße?)

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